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Leben auf anderen Planeten wird immer wahrscheinlicher. In den letzten Monaten überschlagen sich die Ereignisse, immer mehr erdähnliche Planeten werden entdeckt und die Hochrechnungen, wie viele solcher Planeten allein in der Milchstraße existieren könnten, werden wöchentlich nach oben korrigiert.

Eine neue Studie will nun belegen, dass es in der Milchstraße mehr Planeten als Sterne gibt. Das sind sehr, sehr viele Planeten, denn unsere Galaxie beherbergt rund 300 Milliarden Sterne. Allein zehn Milliarden von ihnen würden nach Hochrechnungen Planeten in der sogenannten bewohnbaren Zone besitzen, jenem Abstand zum Heimatstern, in dem Leben existieren kann. Anders als bisher angenommen sind Planeten wie der Erde also keine Ausnahme, sondern kommen vielleicht millionenweise allein in der Milchstraße vor.

Studienautor John Johnson kommentierte: „Sollten diese Planeten so weit verbreitet sein, wie es den Anschein hat, muss die Galaxie voller kleiner bewohnbarer Planeten sein.“

Auf das Universum gesehen, sind die Zahlen noch gigantischer: Es enthält nach Schätzungen etwa 100 Milliarden Galaxien, mit jeweils Milliarden von Sternen – und noch mehr Planeten. Wahrscheinlich sind zumindest mehrere Millionen lebensfreundlich und enthalten auch Leben. Angesichts der Tatsache, dass die Erde relativ jung ist, dürfte die Evolution auf viele davon der irdischen um einige Jahrtausende voraus sein.

 

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3 Responses

  1. DerTobi

    @spacemarinchen
    Deinem Punkt 16 stimme ich voll zu!
    Aber, a propos Materialismus: Deine Annahme, dass der Mensch Resultat eines Gendefektes sei, ist aber offensichtlich materialistischer Herkunft. Jegliche nicht-materialistische Tradition (Spiritualismus, Religionen, Alte Naturwissenschaften (siehe u.A. Veden) etc.) sieht den Ursprung des Menschen im Geist.
    Sehr folgerichtig (wenn auch versteckt materialistisch/monistisch) hat das Pierre Teilhard de Chardin formuliert: Das Universum strebt nach Komplexität.
    Viren sind komplexer als Makromoleküle, Einzeller sind komplexer als Viren… Ab einer bestimmten Entwicklungsstufe ist die Komplexität des Körpers nicht mehr wesentlich zu überbieten, ab hier rückt die psychische Komplexität in den Vordergrund. Und die p.K. des Menschen übertrifft ja wohl bei Weitem die jeglichen Tiers… Auch die einzelnen familiae haben sich weiterentwickelt (sehr schön sichtbar am Beispiel der Pferdeähnlichen/Equiden: anfangs noch sehr undifferenzierte Gehirne, heute wesentlich komplexer). Der Mensch hat seine innnere Komplexität aber wesentlich mehr erhöhen können als andere Arten – wahrscheinlich weil er vom Körperbau her kaum an ökologische Nischen angepasst ist und dadurch eine höhere psychische Aktivität benötigte, um das Überleben der Sippe zu garantieren.
    Naja, schon die Eingangsannahme von Teilhard de Chardin disqualifiziert (wenn sie den korrekt ist) den größten Teil deiner Argumentation auf (sehr darwinistisch-elegant: survival of the fittest ;), insbesondere 3, 6, 7, 9, 15 (wobei 15.4 sich selbst disqualifiziert: es gibt sehr wohl Kannibalismus/Blutrausch im Tierreich). Weitere Argumente, die sich disqualifizieren, sind:
    5 (es gab sehr wohl Kulturen, die die von dir beanstandeten Probleme beachtet haben; und so lange der aktuelle Zeitgeist nicht zu unserer Vernichtung führt, werden in Zukunft auch wieder Kulturen existieren, denen Nachhaltigkeit ein Grundgesetz ist. Außerdem: was heißt in deiner Argumentation dann Intelligenz?),
    7 (solange du keine weitere Ausführung dazu parat hast),
    8 (dito),
    10 (Spekulation und siehe 5),
    11 (Siehe 5),
    12 (kein inhaltlicher Zusammenhang mit der Ausgangsfrage, eigentlich nur ein sensationistisch-paranoider Schnipsel),
    13 (siehe 5),
    14 (selbstreferenziell),
    15 (siehe 5).
    Sorry, dass ich deine Gedanken so verreiße, aber Kulturpessimismus liegt mir nicht und löst kein einziges Problem.

    Antworten
  2. spacemarinchen

    Hallo Diana, solange wir nicht von der Existenz anderer Lebewesen wissen, müssen wir wohl oder übel davon ausgehen, daß wir die einzigsten sind. Auch wenn diese These sehr gewagt und unlogisch erscheint, möchte ich sie mit einigen Gedanken untermauern.
    1. Unsere Erde ist jetzt ca. 4,5 Milliarden Jahre alt.
    2. Den Menschen gibt es erst seit ca. 50.000 Jahren.
    3. Der Mensch hat sich wahrscheinlich erst auf Grund einer genetischen
    Fehlentwicklung (Gendefekt) zu seiner heutigen Form, einer immer besseren auf
    Höchstleistung ausgerichteten und materiell denkenden Spezies entwickelt und im
    Gegensatz zu allen anderen Lebewesen auf unseren Planeten, in abnormer Weise
    – perspektivisch gesehen – ins abseits gestellt.
    4. Der Mensch ist das größte Raubtier aller Zeiten. An der Spitze der Nahrungskette
    macht er sich alles zu seinem Untertan, ohne dabei bis zur letzten Konsequenz sein
    Handeln zu Überdenken / zu Bedenken.
    5. Solange Menschen Menschen umbringen, Kriege gegeneinander führen, die Wälder
    in unverantwortlicher Weise abholzen, keinen Plan für ihre demografische
    Entwicklung haben, die CO-2-Problematik zwar erkannt haben, aber unfähig sind,
    sich generationsübergreifend für eine Lösung zu einigen, geschweige diese auch
    umsetzen zu können,
    … – halte ich es absolut für anmaßend, von Intelligenz zu sprechen.
    6. Bei der Vielzahl von Sternen und Planeten in unserer Galaxie, sind jedoch noch
    eine Vielzahl weiterer kosmischer Zufälle Voraussetzung für unsere Existenz, wie
    z.B. die richtige Größe der Sonne hinsichtlich ihrer Lebensdauer (große Sonnen
    können auch schon nach wenigen 100 Millionen Jahren auf Grund der viel
    größeren Wärmeabstrahlung quasi ausgebrannt sein), oder die Kollision der Erde,
    kurz nach ihrer Geburt mit einem Planeten welcher die Umlaufbahn der Erde
    kreuzte. Diesem kosmischen Zusammenstoß haben wir es offensichtlich zu
    verdanken, daß die Erde ein Schutzschild in Form des Magnetismus besitzt, eine für
    die Ausprägung der Atmosphäre notwendige höhere Anziehungskraft besitzt und
    möglicherweise uns auch den immensen Wasserreichtum beschert hat. Aus den
    etwas leichteren Partikeln ist nach dieser Kollision dann der Mond entstanden und
    die Erde hat ihre „Schräglage“ bekommen. Dies hat uns letztendlich die
    Jahreszeiten sowie Ebbe und Flut beschert, beides wichtige Voraussetzungen für
    das Entstehen von Leben auf unserer Erde.
    7. Die Existenz sogenannter intelligenter Lebensformen ist auf Grund ihrer quasi
    „systembedingten Nachteile“ im Gegensatz zu vielen anderen Tierarten, offenbar
    zeitlich sehr begrenzt.
    8. So wird auf Grund der riesigen räumlichen Entfernungen und der zeitlich wohl
    eher sehr begrenzten Hoch-Zeit inteligenter Spezies, es keine Kontaktaufnahme
    geben. Die Frage nach der Existenz von außerirdischen Leben bleibt davon zwar
    unberührt, erübrigt sich jedoch, da die jeweiligen Zeitfenster auf der einen Seite zu
    kurz und auf der anderen Seite zu sehr verschoben sind.
    9. Möglicherweise haben die von dem Menschen als „Tiere“ betitelten Lebensformen
    eine viel realistischere Chance, eines Tages mit außerirdischen Lebensformen in
    Kontakt zu kommen. Es stellt sich in diesem Zusammenhang einfach die Frage
    nach der besseren Überlebensstrategie und damit auch nach der überlegeneren
    Inteligenzform.
    10. Statt Reisen zu anderen intelligenten Lebensformen unternehmen zu können,
    wird uns die materrielle Orienttierung und Technikverliebtheit im Zusammenhang
    mit einem ruinösen Egoismus in die Grenzen verweisen.
    Die scheinbare Möglichkeit zu anderen Sonnensystemen reisen zu können, steht
    daher im offenen Widerspruch zu allen realistischen Möglichkeiten.
    Da langfristig gesehen, jedwede Technik sozusagen in die Sackgasse führen muß,
    sind wir quasi in unserem eigenen Widerspruch hoffnungslos gefangen.
    11. Auch hinsichtlich der möglichen biologischen Anpassungsfähigkeit, eilt die
    Entwicklung der Lebensweise des Menschen, der leider nur sehr langsam
    stattfindenden biologischen Anpassungs-/Korrekturmöglichkeit immer schneller
    voraus. Der Kollaps zeichnet sich deshalb bereits hier, auf Grund der zeitlich nur
    sehr eingeschränkten Möglichkeit zur nachhaltigen Veränderung des
    Organismus ab.
    12. Offensichtlich ist die Welt zu Zeiten der Sowjetunion nur knapp einem alles
    vernichtenden Atomschlag entgangen, da bei einem Atomalarm (keine
    Übung) in der Sowjetunion der zuständige Offizier nicht den Knopf zum Abschuß
    der Atomraketen betätigte. Obwohl sich der Alarm später doch als Fehlalarm
    herausstellte, wurde er dafür bestraft.
    13. ‚Menschen machen Fehler‘, sagt man.
    Doch irgendwann reisen sie nicht nur ein Kreuzfahrtschiff in die Tiefe, brechen
    einen fatalen Vernichtungskrieg vom Zaun … , sondern geben mehr oder weniger
    bewußt, das Schicksal der Menschheit Preis, sei es auch nur auf Grund einer
    total vernetzten Welt, die ganz offensichtlich irgendwann einem
    gigantischen Dominoeffekt von apokalyptischem Ausmaß zum Opfer fallen muß.
    14. Menschliches Versagen = Weltuntergang ?
    Der menschliche Intellekt scheint zu klein zu sein, um sein scheinbar bis ins letzte
    Detail geplante Tun mit all seinen Konsequenzen zu Ende zu denken.
    Genau genommen müßten doch in einer nahezu friedlichen Welt die Probleme
    nach und nach langsam einer Lösung zugeführt werden. Doch trotz alllem Hi-tech
    und Weltraumforschung werden die weltweiten Probleme immer größer,
    zumindest scheint es so.
    15. Wird uns unser Ehrgeiz auf der Suche nach Leben im Universum, unser
    materielles Denken, unsere Technikverliebtheit und unser Egoismus letztendlich
    der Menschheit zum Verhängnis?
    Haben Tiere – insgesamt gesehen – doch die bessere Überlebensstrategie?
    Sind sie inteligenter als wir?
    Zumindest töten sie nicht ihre Artgenossen!
    16. Es gibt noch viel zu lernen … !
    Unsere scheinbare Intelligenz ist wohl doch nicht DAS was sie verspricht … 🙁
    Oder mit anderen Worten: Vom Gendefekt zum unauflösbaren Widerspruch…

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