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Die Demokratie ist eine Farce und die deutschen Parteien sind zu Dienstleistern verkommen, die Firmen anbieten, gegen Geld deren Interessen zu Gesetzen zu machen. Das behauptet Mathew D. Rose in seinem Buch „Korrupt? Wie unsere Politiker und Parteien sich bereichern – und uns verkaufen“.

In einem Interview mit dem Magazin Telepolis erklärt Rose seine These, die er in seinem Buch mit vielen Enthüllungen und Beispielen untermauert:

„Ich schreibe in meinem Buch, dass die politischen Parteien in der Bundesrepublik immer weniger mit Gesellschaftsgestaltung oder Ideologien zu tun haben. Sie sind ein Wirtschaftszweig geworden, eine gewinnorientierte Dienstleistung, die einen Service anbietet: die Umwandlung von Partikularinteressen in Gesetze. Sie haben auch viel im Angebot: Förderungen, Subventionen, Steuerbegünstigungen, wirtschaftlich vorteilhafte Bestimmungen und jährlich rund 40 Milliarden Euro in Aufträgen von Bundes-, Landes- und Kommunalregierungen.

Die Parteien sind Konzerne geworden. Insgesamt verfügen diese Parteiunternehmen über Jahresumsätze in Milliardenhöhe und beschäftigen, konservativ berechnet, direkt und indirekt rund 20.000 Menschen.

Die Führungsmitglieder der Parteien verhalten sich ihren Parteien gegenüber nicht mehr loyal – geschweige denn dem Volk gegenüber. Sie sehen sich als Manager und sind fixiert auf ihre Karriere und Selbstbereicherung. Wer es zum Bundeskanzler, Ministerpräsidenten, Minister, Staatssekretär oder einflussreichen Parlamentarier gebracht hat, weiß diese Macht bis in die Millionenhöhe zu verwerten – während und nach der politisch aktiven Zeit. Der politischen Klasse ist das Gemeinwohl und die Partei relativ egal. Sie verhalten sich wie die Banker: maximale persönliche kurzfristige Bereicherung und nach mir die Sintflut.“

Hier geht es zum ganzen Interview bei Telepolis

 

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Eine Antwort

  1. Leo

    Dem Mob ist es alles egal. Offenbar hatte George Bernard Shaw recht mit seiner Aussage
    „Demokratie ist ein Verfahren, das garantiert, dass wir nicht besser regiert werden, als wir es verdienen.“

    Antworten

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