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Als Reaktion auf die Machenschaften der Wall-Street-Banken riefen 2011 Aktivisten im Internet zu einem „Bank Tranfer Day“ auf, der US-Bürger dazu anhielt, ihre Konten bei den großen Banken zu schließen und ihr Geld bei kleinen community banks und credit unions . Immerhin etwa 4,5 Milliarden Dollar wurden im Rahmen dieser spontanen Aktion bewegt.

Nun haben Bürger begonnen, auch öffentliche Stellen zu einem solchen Schritt anzuhalten: „Move Our Money“ lautet die Aufforderung an Städte, Universitäten, Kirchen und andere Stellen.

Erste Erfolge gibt es bereits. Die Stadt San Jose schloss ihre Konten mit Guthaben von über einer Milliarde Dollar bei der Bank of America. Seattle, Oregon, New York und Los Angeles erwägen ähnliche Schritte, „um sicherzustellen, dass öffentliche Mittel in verantwortlichen Finanzinstitutionen investiert werden.“ Auch einige Universitäten haben den Aufforderungen ihrer Studenten schon Folge geleistet und Millionen von großen Banken abgezogen.

Auch Kirchen und andere Glaubensgemeinschaften überprüfen, ob die Banken ihren christlichen Werten entsprechen und nehmen ihr Geld aus den großen Banken. Damit endet teilweise eine über 200-jährige Beziehung zu den großen Banken. Die Geldsummen, die dabei bewegt werden, belaufen sich in Millionenhöhe – gerade für kleine Banken durchaus relevante Summen.

Insgesamt wurden im Rahmen der Aktion bis April 2012 59 Milliarden Dollar von den großen Wall-Street-Banken an kleinere Institute abgezogen.

„Das ist ein Weg, wie unser Geld unseren Werten folgen kann“, erklärt Ilana Berger, Co-Director der Initiative The New Bottom Line, die auch Move Our Money unterstützen. „Es ist einerseits ein Weg, gegen die großen Banken zu protestieren, aber auch ein Weg, ihnen zu zeigen, wie sie sein sollten.“

Auch in Deutschland gibt es ökologisch, sozial und ethisch ganzheitlich ausgerichtete Banken, wie die GLS Bank, die Tridos Bank, die Umweltbank, die Ethikbank. Wechseln lohnt sich.

 

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