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Glaubt man den Zukunftsforschern, so ist der nächste große Techniktrend die augmented reality – erweiterte Realität. Gerade hat Google in einem Video das Konzept einer sprachgesteuerten Brille vorgestellt, die Emails, Bildtelefonie, Karten und Zusatzinfos direkt in das Sichtfeld seines Trägers einblendet. Konzepte anderer Firmen gehen noch weiter und wollen die Informationen direkt auf den Sehnerv lasern.

Noch weiter hat sich nun der Chip-Hersteller Intel aus dem Fenster gelehnt: Die Grenze zwischen Mensch und mobiler Technik verschwindet bald völlig, meint man dort „Die Konvergenz schreitet voran und die direkte Verbindung mobiler Technologien mit dem Körper ist der logische nächste Schritt. Unser biologisches Gehirn lässt sich durch ein digitales Gegenstück wie etwa mobile Endgeräte exponentiell erweitern“, behaupten Consulter von Booz Allen Hamilton, die für Intel ein entsprechendes Weißbuch erstellt haben.

Hirnforscher halten solche Technologien derzeit noch für unmöglich, bei Intel hingegen glaubt man: Sobald Gedanken nahtlos in die Cloud und umgekehrt auch Daten in Echtzeit auf das Sehfeld übertragen werden, verwandeln sich Körper und Gehirn in Geräte – das könnte bedeuten, ständig mit dem Internet verbunden zu sein, nie mehr einen Namen oder einen Termin zu vergessen, aber auch keine Routineuntersuchungen mehr beim Arzt zu benötigen, da Gesundheitsdaten ohnehin laufend von Sensortechnik erhoben und ausgewertet werden.

Was einst ein Computer erledigte, wurde bald von einem Laptop, dann von einem Smartphone bald von einer Brille und dann ohne Gerät geschehen, meint man bei Intel: „Die Zukunft ist nie sicher. Täglich wird es jedoch glaubwürdiger, dass Menschen bald so mit Mobiltechnik durchdrungen sind, dass Körper und Gehirn Teil der Geräte werden und Leistungsgrenzen verschwinden.“ Willkommen in der Welt von Frankenstein.

 

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