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In ihrem berühmten Report „Die Grenzen des Wachstums“ von 1972 sagte der Club of Rome voraus, dass die Wachstumsgesellschaft noch vor 2100 kollabieren würde. Bis zu diesem Zeitpunkt seien die Rohstoffe erschöpft und ökologische und soziale Krisen hätten fatale Ausmaße angenommen. 2004 gab es ein Update zu ihrem computergestützten Bericht – mit neuen Modellen, aber dem gleichen Ergebnis: Zusammenbruch vor 2100, wahrscheinlich ab etwa 2030.

Dem Club of Rome wird oft Schwarzmalerei vorgeworfen und dass sie sich in vielerlei Hinsicht geirrt hätten. Eine Überprüfung der 1972 gemachten Vorhersagen im Jahre 2008 zeigte jedoch, dass die realen Daten aus diesen 30 Jahren sehr gut mit dem schlimmsten Szenario des Berichts übereinstimmten.

 

Klima, Crash und Revolution

Nun liegt nach 40 Jahren ein neuer Bericht vor, der wieder sehr gewagte Vorhersagen macht. Der westliche Kapitalismus werde kollabieren, weil die Ressourcen der Umwelt nicht berücksichtigt wurden, der Klimawandel werde sich wegen des ungebremsten CO2-Ausstoßes drastisch verschlimmern und Naturkatastrophen auslösen, die Weltbevölkerung werde ab den 2040er Jahren stagnieren und etwa um 2020 könnte es eine weltweite Revolution der jungen Generation geben.

So bleibt der Club im Wesentlichen bei seinen Aussagen. Umstritten bleiben nicht nur die Thesen, wie die CO2-Theorie, sondern auch die Forderung des Clubs nach einer Reduktion der Weltbevölkerung und die Kritik des Clubs an der Demokratie – deren Entscheidungsprozesse seien zu zäh, als das noch ein Umdenken geschehen könne. Diese Standpunkte rücken den Club gerade aus der Sicht der sogenannten Verschörungsherorien in ein sehr merkwürdiges Licht. Vielleicht sagt der Club damit aber auch nur das Offensichtliche und vielleicht kann  wirklich nur eine „Bewegung von unten“ wirklich etwas ändern, weil die Politik nicht zu einem Umdenken in der Lage ist.

 

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