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Es könnte entweder eine große Medien-Ente oder die Aufdeckung einer der größten Verschwörungen in jüngerer Zeit sein. Das Wall Street Journal und yahoo veröffentlichten eine Pressmitteilung über eine von der Spire Law Group eingereichte Anklage, die im Namen von unzähligen Hausbesitzern in den USA gegen so ziemlich alle wichtigen Großbanken ergeht. Der Vorwurf: Die Großbanken hätten Milliarden von US-Dollar von US-Bürgern mit Hauskrediten gestohlen und dieses über ein riesiges Netzwerk von Strohfirmen in Steueroasen wie den Cayman Inseln, der Isle of Man und Luxemburg gewaschen. Die US-Immobilienkrise sei dabei ursächlich von diesem Netzwerk mit verursacht worden.

Das genaue Vorgehen des Banken-Netzwerks war dabei höchst komplex, offenbar wurden die Rückzahlungen der Kredite umgeleitet und durch zahllose Firmen gleitet. Dafür wurden auch Kredit-Verträge gefälscht oder vorsätzlich Verträge geschlossen, die keine Rechtsgültigkeit entfalten können. Wohin das gewaschene Geld letztendlich abgeleitet wurde und zu welchem Zweck, wurde nicht öffentlich bekanntgegeben.

Die Anklageschrift deckt laut Spire Law durch die Mithilfe zahlreicher Whistleblower viele Details des Betrugs auf. Zu den über 1000 angeklagten Firmen zählen die Bank of America, J.P. Morgan, Wells Fargo Bank, Citibank, Citigroup, One West Bank und zahlreiche andere Banken, sowie deren Tochterfirmen.

 

Korruption bis in die höchsten Ebenen

Eine weitere erschreckende Erkenntnis ist die Verwicklung der Obama-Regierung, die den Großbanken offenbar immer wieder den Rücken gedeckt und Bankenprüfungen verhindert hat, obwohl sowohl die FDIC als auch Homeland Security die Regierung wiederholt auf die Praktiken der Großbanken aufmerksam gemacht hatten. Durch Änderungen von Gesetzen wurden einige Schritte des Betrugs wohl überhaupt erst möglich.

Auch Spire Law hatte sich schon 2009 nach ihren ersten Erkenntnissen über das Betrugs-Netzwerk mit Repräsentanten des Senats getroffen und sie in Kenntnis gesetzt. In einem anderen Gerichtsverfahren gegen die Bank of America im Jahre 2009 hatten die Anwälte von Spire Law zudem vor Gericht ausgesagt „dass die Bankenkrise nicht durch eine Immobilienblase oder Zufälle zustande kam, sondern tatsächlich durch massive und vorsätzliche Geldwäsche-Praktiken“ der Großbanken bewusst herbeigeführt wurde.

Die Ausmaße des Falls sind erstaunlich: Nach Einschätzung der Rechtsanwälte könnten fast alle US-Bürger, die zwischen 2003 und 2009 einen Kredit an die entsprechenden Banken abgezahlt haben, betroffen sein – und könnten diese Banken ebenfalls verklagen.

Ob dieser Fall mit der enormen Geldwäsche von 15-Billionen Dollar zusammenhängt, die ein englischer Lord entdeckt haben will, ist zur Zeit Spekulation.

Ein unabhängiger Medienbericht zu dem Verfahren liegt bisher nicht vor. Sollte das Verfahren echt sein und Erfolg haben, dürfte dies massive Konsequenzen für die amerikanische und globale Finanzwelt haben, deren Ausmaße kaum abzuschätzen sind.

 

 

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