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Die Menschheit wird 2050 im Schnitt genauso schlechte Luft einatmen wie derzeit in asiatischen Ballungsgebieten – falls sie nicht rechtzeitig gegensteuert. Das prophezeien unter anderem Forscher des Max-Planck-Instituts für Chemie.

„Wir haben mit einem chemischen Atmosphärenmodell simuliert, wie sich der Ausstoß der fünf gefährlichsten Luftschadstoffe in den kommenden Jahrzehnten entwickeln wird“, berichtet Studienleiter Andrea Pozzer gegenüber pressetext. Konkret ging es um Stickstoff- und Schwefeldioxid, Ozon, Kohlenmonoxid sowie Feinstaubpartikel von einer Größe unter 2,5 Mikrometer, unter der Annahme, dass politisch weiterhin wenig für die Luftqualität getan wird.

Besonders drastisch wäre die Luftverschlechterung in Ostasien: „In vielen Regionen wird die Luft im Jahresschnitt nach WHO- oder EU-Standards giftig“, sagt Pozzer. In Europa und Nordamerika sind die Verschlechterungen dank Umweltgesetzen und geringem Wachstum weit geringer.

 

Tödliche Luft

Luftverschmutzung in den Städten gehört zu den großen Sorgen der Umweltmediziner. Schon heute rechnet die WHO mit 1,3 Mio. Todesopfern jährlich durch schlechte Luft. „Schmutzige Luft ist als stiller Killer gefährlicher als die Grippe“, berichtete etwa das Französische Institute for Public Health Surveillance.

US-Forscher vom Massachusetts Institute of Technology kamen zu dem Schluss, dass Luftverschmutzung in England jährlich mindestens doppelt so viele Menschenleben fordert wie Verkehrsunfälle. Laut den Schätzungen sterben jährlich mindestens 5.000 Briten rund zehn Jahre vor ihrer natürlichen Lebenserwartung in Folge von Auto-Abgasen, 2.000 durch Flugzeugabgase. Verkehrsunfälle fordern vergleichsweise 1.850 Todesfälle jährlich.

 

Pflanzen können helfen

Wichtigste Maßnahme sei die Reduzierung und bessere Filterung von Autoabgasen und die Abkehr von Kohleheizungen. Aber auch Stadtbegrünung kann helfen. Eine aktuelle Studie der American Chemical Association hat gezeigt, dass Grünpflanzen die Umweltbelastung in Städten acht Mal stärker reduzieren kann, als bisher angenommen. Bäume, Sträucher und Gräser konnten die Stickoxide um 40 Prozent und die mikroskopische Partikel-Masse (PM) um 60 Prozent reduzieren. Im Gesamten konnten die Pflanzen die Gesamt-Schadstoffbelastung zwar um nur fünf Prozent senken, dennoch sei die Begrünung der Städte ein wichtiger Baustein zur Erhaltung einer gesunden Luft.

 

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Eine Antwort

  1. Kato

    Ich hoffe wir merken wirklich schnell, wie essentiell wichtig Pflanzen insbesondere Bäume und da insbesondere sehr alte Bäume sind, nicht nur für die Luft sondern auch fürs Wetter (Wetterextreme), für die Gesundheit von Flüssen und das sie umgebende Ökosystem usw. usf.

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