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Nimmt die Protestbereitschaft weltweit immer weiter zu? Derzeit wimmelt es zumindest von ungewöhnlichen Protesten an ungewohnten Orten. Wer hätte zum Beispiel damit gerechnet, dass 50.000 Menschen im totalitären China sich trauen würden, mit zum Teil schweren Ausschreitungen gegen Umweltverschmutzung zu demonstrieren? Und das erfolgreich: Die massiven Proteste, in deren Zuge auch Regierungsgebäude gestürmt wurden, führten tatsächlich zur Stilllegung einer Papierfabrik, die täglich 150.000 Tonnen verseuchtes Wasser ins Meer geleitet hatte. Dies ist nun bereits das dritte riesige Industrieprojekt, das durch solche Proteste gestoppt wurde.

In Japan demonstrierten derweil allein in Tokio – durch Fukushima aufgerüttelt – bis zu 200.000 Menschen gegen die Wiederinbetriebnahme japanischer AKWs. In Südamerika haben die Massendemonstrationen in Mexiko-City für ähnlich atemberaubende Bilder gesorgt. Weniger bombastische aber dafür ungewöhnliche Bilder gab es weiter südlich in Brasilien, wo hunderte indianische Krieger aufsehen erregten, als sie die Baustelle des Belo-Monte-Staudammes am Fluss Xingu besetzten, um ihren Fluss zu befreien. Der zur Erzeugung von „grüner Energie“ gedachte Staudamm würde riesige Flächen ihres Landes fluten und den Lauf des für die Indianer wichtigen Flusses drastisch verändern.

Ähnliches lässt sich derzeit aus fast allen Ecken der Welt berichten. Gerade weil die Anlässe so unterschiedlich sind, sehen wenige Menschen sehen in diesen weltweiten Entwicklungen Vorboten einer neuen Protestbereitschaft, die sich immer weiter ausbreitet.

Eine Antwort

  1. Guren

    Wieso soll man sich für Proteste in Asien interessieren und nicht für Proteste in Deutschland ?

    Es ist höchste Zeit dass alle gegen Datenmißbrauch, gegen Hartz IV und vor allem gegen die Sexualisierung unserer Kinder protestieren !!!

    http://www.abgeordneten-check.de/kampagne/78-staatliche-sexualisierung-der-kindheit-schutzt-uns-davor.html

    Antworten

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