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Erstmals hat eine Studie den Nachweis erbracht, dass der Verzehr von gentechnisch verändertem Mais gesundheitsschädlich ist. Eine Langzeitstudie mit Ratten an der französischen Universität Caen belegt, dass das Pflanzenschutzmittel Roundup und ein Roundup-toleranter Gentech-Mais schon nach vier Monaten schwere gesundheitliche Schäden hervorruft. Russland hat als Reaktion den Import und Gebrauch von US-Gen-Mais eingestellt.

In dem Versuch wurden das Herbizid Round-Up und die Maissorte NK603 von Monsanto in einem Langzeitversuch von über zwei Jahren an Ratten getestet. Ratten, die mit dem Gentech-Mais gefüttert wurden, entwickelten signifikant häufiger Tumore, chronische Nierenprobleme und weitere ernste gesundheitliche Probleme als Ratten in Kontrollgruppen.

Bisherige Versuche an Ratten waren stets nur über die vorgeschriebene Länge von 90 Tagen durchgeführt worden, die negativen Effekte traten bei den Ratten jedoch erst nach über vier Monaten auf.

 

Beweislast liegt bei der Gentech-Industrie

Die Gentech-Industrie und die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) wiesen die Studien als unzureichend zurück, da die Kontrollgruppen zu klein gewesen seien. Die Forscher hatten – wie für Untersuchungen auf Verträglichkeit üblich – 20 Tiere in jeder Gruppe eingesetzt. Für Krebs-Studien muss die Gruppengröße jedoch mindestens 50 betragen, um wissenschaftlich anerkannt zu werden. Die Studie war jedoch ausdrücklich keine Krebsstudie, so dass sie Auslegung der EFSA stark in der Kritik steht.

Denn die EFSA , so wenden viele Forscher ein, kehre damit die Beweislast um: Der Mais gehöre solange aus dem Verkehr gezogen, bis die Ergebnisse der französischen Forscher eindeutig widerlegt seien, nicht andersherum.

„Solange die Untersuchungsergebnisse der französischen Studie nicht eindeutig widerlegt werden, ist es unverantwortlich, diese nur aufgrund von methodischen Mängeln zu verwerfen. Selbst wenn diese Studie nicht als endgültiger Beweis für die Risiken von gentechnisch veränderten Pflanzen angesehen wird, liegt die Beweislast jetzt bei der Industrie: Diese muss zeigen, dass ihre Produkte für die Verbraucher sicher sind. Hier geht es nicht um eine theoretische Frage, sondern ganz konkret um den Schutz der Verbraucher“, so etwa Christopher Then von Testbiotech.

 

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Bild: Loyna cc-by-sa

 

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