Anzeige

Gen-Therapie: Erstes genveränderndes Medikament zugelassen

Mit Glybera wurde am 1. November in Europa erstmals ein Medikament zu gelassen, welches die DNA der Patienten verändert. Damit ist eine neue Ära in der Schulmedizin eingeläutet. Das Medikament ist zugelassen gegen eine seltene Erbkrankheit, bei welcher die Fettproduktion gestört ist und die bei etwa einem aus einer Million Menschen auftritt.

Glybera „repariert“ mithilfe eines in den Körper eingeschleusten Virus ein defektes Gen, das bei den entsprechenden Patienten die Krankheit verursacht. Diese Gen-Therapie soll etwa 1,5 Millionen Euro pro Patient kosten und wird in der zweiten Hälfte 2013 auf den Markt kommen.

Beginn einer neuen Ära?

Das Medikament dürfte als Türöffner für eine Reihe weiterer so genannter Gen-Therapien anzusehen sein. Der Bereich hatte eine Weile auf Eis gelegen, nachdem 1999 ein Versuchs-Patient an einer Gen-Therapie gestorben war, und zwei weitere 2002 Leukämie entwickelt hatten. Nun arbeiten Pharma-Konzerne offenbar wieder verstärkt daran, die Technologie marktfähig zu machen. Dabei wird sich zunächst auf seltene Erbkrankheiten konzentriert.

Zusammen mit entsprechenden Entwicklungen in der Reproduktionsmedizin, scheint damit also langsam aber sicher eine Ära zu beginnen, in welcher der Mensch sich anschickt, nach Tieren und Pflanzen auch sein eigenes Erbgut zu verändern.

Was könnte dies langfristig bedeuten? Ist es Teil des immer deutlicher werdenden Trends in Richtung Transhumanismus, der den Menschen durch Eugenik und technologische Erweiterungen zu einer neuen Spezies umformen möchte? Denn es wäre wohl wenig realistisch zu denken, dass diese Entwicklung bei der Heilung seltener Krankheiten stehenbleibt. Vielmehr dienen diese wohl eher dazu, eine Technologie zu erproben und zu etablieren, für die sich schon bald ganz andere Anwendungsgebiete auftun.

Dokumentation zum Thema Transhumanismus von ARTE

http://www.youtube.com/watch?v=n_k2mqJbOZI

 

Mehr Artikel zum Thema

Gentechnik, Roboter & KI: Wohin geht die Reise?

Cybernetische Evolution – Milliardär will Bewusstsein auf Maschinen übertragen

 

 

dr/Sein.de

 

Eine Antwort

  1. Guido V.

    Ich vergleiche das mal mit einer Zahnspange, die man trägt, weil die Zähne nicht “normal“ gerade und regelmäßig stehen. Dass die Zähne so stehen liegt an den Kräften, die auf den Kiefer wirken und zwar aus dem gesamten Körper. Der Stand der Zähne ist das Abbild des Körpers, über die Nackenmuskulatur. Jede Schonhaltung, jede Fehlhaltung, jede Verspannung im Körper wirkt auf den Nacken und damit auf den Kiefer und damit auf die Zähne. Trägt man jetzt eine Spanne und korrigiert die Zähne, stehen sie irgendwann wieder gerade ABER die eigentliche Ursache verbleibt im Körper und schaft so ein Ungleichgewicht an ANDERER Stelle. Genau so wird es auch mit dem Eingriff in die Gene des Körpers kommen, denn die Epigenetik, der Einfluss auf die Gene von AUSSEN, bleibt von der Therapie unberührt. Beschriebenes Medikament ist die Zahnspange, der Defekt die schiefen Zähne, der Körper samt Nacken und Kiefer die Epigenetik …

    Gruß
    http://www.gold-dna.de

    Antworten

Hinterlasse einen öffentlichen Kommentar

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.

*