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Konzerne die ihre Kosmetik- und Haushalts-Produkte mit Tierversuchen testen, können Israel künftig aus der Liste ihrer Absatzmärkte streichen. Das Land hat mit Wirkung zum Jahresbeginn die Einfuhr, den Verkauf und das Marketing aller Produkte verboten, die mit Tierversuchen getestet wurden.

Im eigenen Land sind Tierversuche schon länger verboten, nun dürfen entsprechende Produkte nicht mal mehr die Landesgrenze überqueren.

 

EU: Tierversuchsfrei ab 2013?

Auch in der EU ist die Durchführung von Tierversuchen für Kosmetika seit 2009 verboten, die Einfuhr soll ebenfalls durch ein entsprechendes Gesetz untersagt werden, das ursprünglich bis März 2013 in Kraft treten sollte. Doch die Kosmetik-Lobby kämpft hart, das Gesetz in letzter Sekunde noch auf 2018 hinauszuzögern.

Das wäre ein Rückschlag, denn die Firmen haben die Tierversuche einfach aus der EU ausgelagert. Nur durch ein Verkaufs-Verbot könnte der sinnlosen Quälerei endlich ein Ende bereitet werden.

„Das unnötige Leid durch das Testen von Kosmetika an Tieren ist inakzeptabel in einer zivilisierten Gesellschaft. Die Kosmetikindustrie hat eine sehr klare Wahl: wenn die Unternehmen ihre Produkte hier verkaufen wollen, müssen die Tierversuche stoppen. Das Ergebnis könnte leicht ein weltweites Ende von Tierversuchen für Kosmetikprodukte sein“, hofft die Sprecherin der britischen Grünen Caroline Lucas.

Der Konsument entscheidet mit

Das es unverantwortlich ist, für Lippenstift und Lidschatten tausende Tiere zu foltern und zu töten, leuchtet mittlerweile auch den meisten Verbrauchern ein. Die können zumindest schon mal das eigene Badezimmer zur Tierversuchs-freien Zone erklären und die entsprechenden Produkte einfach nicht mehr Kaufen.

Eine Liste von Herstellern hat die Tierrechtsorganisation Peta zusammengestellt:
http://www.kosmetik-ohne-tierversuche.de

 

 

Text: dr/Sein.de

Bild: Robert Bejil/ cc-by

 

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3 Responses

  1. Ray

    Das Mitleid oder die Fe4higkeit das Leid eines anderen Wesens naezduempfinhcn, ist ffcr Arthur Schopenhauer die Grundlage jeder moralisch wertvollen Handlung. Doch unsere Leidensfe4higkeit scheint enden wollend, wenn es darum geht unsere eigenen Interessen zu befriedigen. Die moderne Interpretation des Homo-mensura-Satzes (Der Mensch ist das Madf aller Dinge) hat in vielerlei Hinsicht mehr zum Fluch, denn zum Segen geffchrt. Doch der Reihe nach: De facto sind Tiere keine Mitglieder unserer moralischen Gemeinschaft und sie kf6nnen es auch nicht werden. Eine moralische Gemeinschaft zeichnet sich ja dadurch aus, dass die in ihr lebenden Individuen bestimmte moralische Werte und Normen als verbindlich anerkennen und zumindest im Prinzip danach handeln. Tiere kf6nnen weder das eine noch das andere. Die entscheidende Frage lautet also, welche Moral, d.h., welche Werte und Normen eine Gemeinschaft ffcr den Umgang mit nicht-menschlichen Lebewesen hervorbringt und akzeptiert. Und diesbezfcglich mfcssen wir konstatieren, dass wir in einer Gemeinschaft leben, in der es an einer solchen Moral mangelt (um es vorsichtig auszudrfccken). Mit nicht-menschlichem Leben wird bisweilen rfccksichtslos und brutal umgegangen, ohne jede Regung von Mitleid oder Mitgeffchl. Im Zweifel gerechtfertigt, handelt es sich doch vermeintlich um einen Auftrag zum Wohle der Menschheit. Dann geht es um Arbeitsple4tze, um Medikamente, um Fortschritt usw. Die Gesetzgebung (jedenfalls jene in d6sterreich), die in letzter Konsequenz ein Spiegel des Moralverste4ndnisses ist, schle4gt dem Fass den Boden aus: nicht-menschliches Leben wird als Sache gehandelt. Mein Hund Seneca nichts anderes als mein Computer? Auf der anderen Seite ist auch der militante Tierschutz wenig zielffchrend, weil es scheint, dass er zum Prozess der Bewusstseinsbildung nichts oder nur wenig beitre4gt. Doch gerade diese Bewusstseinsbildung scheint der einzige Weg, um le4ngerfristig zu einem madfvollen und moralisch vertretbaren Umgang mit unseren tierischen Artgenossen zurfcckzukehren. Den grf6dften Feind dieses Prozesses sehe ich allerdings im Lebensmodell Konsum , dem immer mehr Menschen anheimfallen. Wer nur noch konsumiert, der wird dumm, denn er hf6rt auf nachzudenken. Ohne Nachdenken kommen wir in dieser Sache aber nicht weiter. Im Gegenteil wir entwickeln uns zurfcck. Bernd Wadf, Philosoph, Academia Philosophia

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  2. Kristina

    Falls die israelische Regierung tatsächlich Tierversuche und damit verbundene Kosmetikprodukte bedingungslos verbietet, ist dies erfreulich und vorbildlich.

    Leider ist diese Vorhabe nicht konsequent genug, da jegliche Tierversuche und Massentierhaltung als Folter und Tierquälerei begriffen, gestoppt und verboten werden müssen, und zwar nicht nur in der Kosmetik- sondern auch in der Pharma- Fleisch- und in der Spaß-Industrie (u.a. Zoo, Zirkus, Pferderennen).
    Diese Ethik muss im Grundgesetz und im kollektiven Denken verankert werden,
    daher ist auch diese Petition als Schritt in die einzig richtige Richtung dringend zu unterstützen:
    „Die Würde des Menschen und des Tieres ist unantastbar“
    www.openpetition.de/petition/gezeichnet/die-wuerde-des-menschen-und-des-tieres-ist-unantastbar

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  3. Lilli

    Hier gibts noch ne Datenbank , wo sich nachschauen lässt, ob die Produkte Tierversuchsfrei sind:

    http://www.animalsliberty.de/datenbank.php

    Und ein sehenswerter Film über die Animal Liberation Front- mutige Menschen, die Tiere aus Versuchslaboren befreien:
    https://www.youtube.com/watch?v=FfKXq9BL29o

    Teilt die Informationen, Leute! Dann können wir etwas erreichen!

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