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Nach den jüngsten Schulmassakern in den USA, ist wieder einmal die Debatte um das Recht auf Schusswaffen in großem Ausmaß hochgekocht. Der Hintergrund: In fast allen Fällen von Amokläufen an Schulen haben die Täter die Waffen aus dem Schrank ihrer Angehörigen entwendet. Die meisten wären also schlicht nicht möglich gewesen, gäbe es ein Schusswaffenverbot.

Nun wäre ein Schusswaffenverbot in den USA aber kaum durchzusetzen – die Waffenlobby ist mächtig, die Zahl der Waffennarren riesig. Zudem sehen viele Amerikaner es als ein wichtiges Bürgerrecht an, eine Waffe tragen zu dürfen.

Die Bürger der USA besitzen 35-50% aller privaten Schusswaffen weltweit – auf 100 Amerikaner schon jetzt 88 Waffen, das Militär wohlbemerkt nicht eingerechnet.

Nun will Obama nun Maßnahmen ergreifen. Zu Rechnen ist aber maximal mit einem Verbot halbautomatischer Sturmgewehre, der Beschränkung der Magazine, die Registrierung von Waffen und ein Hintergrund-Check beim Kauf einer Waffe.

Aber selbst dagegen laufen derzeit Konservative Sturm, das Recht auf Verteidigung stehe in Frage: „Das Einzige, was einen bösen Kerl mit einer Waffe stoppt, das ist ein guter Kerl mit einer Waffe“, erklärt Wayne LaPierre Vizepräsident der Waffenlobby NRA.

 

Die Nation ist gespalten

Verschwörungs-Papst Alex Jones drohte in einer CNN-Sendung gar mit einem Aufstand, sollte irgendjemand versuchen, den Amerikanern ihre Waffen wegzunehmen. Sein Argument: Tyrannische Regierungen strebten stets nach einem Waffenmonopol, damit niemand Widerstand gegen die Unterdrückung leisten könne. Die sei der Plan der US-Regierung, welche die Amokläufe als Vorwand nutze. „Die Waffen sind nicht da, um Enten zu schießen. Sie sind da, damit wir uns im Ernstfall gegen eine tyrannische Regierung verteidigen können!“ Es seien nicht Steine, Messer oder Waffen, die das Problem seien, sondern Depression, Medien und die Gesellschaft. Die Debatte, in welcher Jones seinen Gesprächspartner (mit zum Teil anhörenswerten Argumenten) in Grund und Boden schrie, ist schon jetzt ein youtube-Hit und verdeutlicht sinnbildlich, wie hitzig diese Debatte geführt wird und wie erbittert die US-Amerikaner an ihren Schusswaffen festhalten.

 

 

 

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