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Immer mehr US-amerikanische Bundesstaaten fürchten angesichts der wirtschaftlichen Lage einen Absturz des Dollar und denken offen über die Einführung eigener Währungen nach.

Erst kürzlich hat das Abgeordnetenhaus von Virginia einem Antrag des Delegierten Robert G. Marshall zugestimmt, wonach eine dementsprechende Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben werden soll. Für den Republikaner Marshall stellt die US-Notenbank Fed mit ihrer expansiven Geldpolitik eine Gefahr für die USA dar. Er fürchtet eine Hyperinflation und Weimarer Zustände.

Die breit geführte Diskussion zeigt das zunehmende Misstrauen in die US-Wirtschaft und den Dollar als ihren wichtigsten Vertreter – auch wenn sie zum Teil sehr populistisch geführt wird. Bisher hat nur Utah ein Gesetz beschlossen, das „nicht-traditionelle“ Währungen anerkennt. Abstimmungen in vier weiteren Staaten stehen noch 2013 an.

Der Großteil der US-Ökonomen hält dieses Szenario für übertrieben und sieht auch keine gesetzliche Grundlage für eine eigenständige Währung der Bundesstaaten. Die verfassungsgemäße Souveränität der einzelnen Staaten beinhaltet nämlich nicht die Erlaubnis des eigenständigen Druckens von Banknoten. Marshall will aber ein Schlupfloch gefunden haben, das das Prägen von Gold- und Silbermünzen möglich machen soll. Interessanterweise wird vor allem die Eurozone als Beispiel dafür angeführt, dass ein differenzierter Wirtschaftsraum mit einer gemeinsam Währung nicht funktionieren könne.

 

Text mit Material von Pressetext.de

 

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