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Die Galaxien des Universums sind verbunden durch ein riesiges Netzwerk von ionisierten Gasnebeln, das einem Nervensystem ähnlich sieht. Erstmals konnten Astronomen dieses kosmische Netz nun direkt beobachten.

Das „Nervensystem des Universums“

Es sieht den Strukturen unseres Gehirns verblüffend ähnlich: Ein riesiges Netz kosmischer, ionisierter Gasnebel verbindet alle Galaxien des Universums. Und wie in unserem eigenen Nervensystem werden Teilchen und Informationen über gigantische Distanzen von einer Galaxie zur anderen transportiert. Galaxien sind dabei nur die Knotenpunkte dieses gewaltigen, zusammenhängenden Systems – selten tritt die fraktale Struktur des Universums so deutlich zutage.

Dass dieses kosmische System existiert, vermuten Forscher schon lange und konnten es auch durch entsprechende Berechnungen theoretisch nachweisen. Doch bisher war es nicht möglich, diese Struktur außerhalb von Computersimulationen direkt zu beobachten. Bis jetzt.

Wie ein Blitzlicht

Durch einen glücklichen Zufall konnten Astronomen mit dem Keck Teleskop in Hawaii nun einen Teil dieser Struktur beobachten – ein Quasar hatte massive Mengen an Strahlung in den Nebel emittiert und ihn so wie mit einem Blitzlicht aufleuchten lassen.

„Dieser Quasar erhellt diffuses Gas in einem Maßstab jenseits von allem, was wir bisher gesehen haben und liefert uns das erste Bild der ausgedehnten Gasnebel zwischen den Galaxien“, freut sich Astronom J. Xavier Prochaska. „Das bietet einen tollen Einblick in die Gesamtstruktur des Universums.“

Das Bild bestätigt frühere Computersimulationen und übertrifft sie sogar noch: Die Gas-Filamente sind weit ausgeprägter, als vermutet und führen Material in der Größenordnung von Tausenden Milliarden Sonnen.

Der Ursprung des Universums

Das Netzwerk aus Gasnebeln ist aktuellen Theorien zufolge die erste Struktur, die nach dem Urknall entstanden ist: Die Materie kühlte nach dem Urknall ab und erstarrte zu diesem riesigen kosmischen Netzwerk, welches das gesamte Universum durchzieht. Einige Knotenpunkte in diesem Netz enthielten mehr Materie als andere – hier entstanden die Sterne und Galaxien.

Bisher wissen wir noch sehr wenig über dieses Netzwerk und seine genaue Rolle im Universum, aber allein der Anblick und seine Parallele zu biologischen Strukturen ist faszinierend genug:

 

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Bilder: Cantalupo et al.; Argonne National Lab

 

5 Responses

  1. Denis L.

    Eigentlich ist das nichts Neues, denn die Theorie gehört zum „elektrischen Universum“, wo das Plasma (4ter Aggregarzustand) alles miteinander verbindet, sogar ganze Galaxien!… auch ist das der Ursprung von der Entstehung der Planeten, Sterne und Galaxien.

    Wer sich dafür interessiert, kann als Einführung die folgende Dokumentation (momentan die einzige auf deutsch) anschauen:
    http://www.viaveto.de/plasmaverse.html

    Wem das noch nicht genügt, geht es ab da in englisch weiter: das Thunderbolts-Projekt beschäftigt sich schon seit 30 Jahren damit und entdeckt immer wieder neue verblüffende Erkentnisse, allein duch Laborexperimente, Beobachtungen und Schlussvolgerungen mit gewöhnlicher Physik!
    http://www.thunderbolts.info/wp/

    PS: mit dieser (wissenschaftlich fundierten) Theorie lassen sich nebenbei folgende Phänomene widerlegen:
    – Urknall und Expansion des Universums
    – Schwarze Löcher
    – Dunkle Energie/Materie
    – freie Energie

    Viel Spaß mit neuen Erkentnissen!

    Antworten
    • Thomas Bauer

      Kann Dennis L. nur beipflichten.Es lohnt sich wirklich die viaveto-serie ausführlich zu betrachten.

      Antworten
  2. Manfred Kienast

    Wir leben in einem Zeitalter der Enthüllungen. Natur- und Geisteswissenschaft reichen sich die Hand – dazu tragen auch die Erkenntnisse der Quantenphysik bei. Wir sind alle Zeugen eines Paradigmenwechsels.

    Antworten

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