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Ein Essener Gymnasium hat Achtsamkeit als Schulfach eingeführt. Die Ergebnisse für den gesamten Schulalltag sind positiv.

Achtsamkeit und Meditation im Unterricht

Alle Fünftklässler des Gymnasium Nord-Ost in Essen haben ein neues Fach auf dem Stundenplan: Achtsamkeit. Bereits seit anderthalb Jahren wurde das Achtsamkeits-Training anstelle von Förderunterricht an der Schule getestet – nun ist es verbindliches Schulfach geworden.

Das Experiment ist auch eine wissenschaftliche Forschungsstrudie der Universität Duisburg-Essen, die das Projekt begleitet. Herausgefunden werden soll, wie das Training den Schulalltag und die Schüler beeinflusst.

Die Übungen sind sehr einfach und bestehen aus dem Beobachten des Atems, dem bewusstem Spüren aller Körperteile, und leichten Yoga-Übungen.

Schüler wollen meditieren

Die Ergebnisse sind Vielversprechend, der Schulleiter Udo Brennholt ist vom Erfolg der Übungen überzeugt: „Mittlerweile haben sich sieben Lehrer ausbilden lassen, um die Übungen anleiten zu können. Wir werden weitere Lehrerstunden einsetzen und mehr Pädagogen ausbilden, die Nachfrage ist groß.“

Tatsächlich fordern die Schüler die Übungen mittlerweile selbst an, weil sie merken, dass sie ihnen gut tun.

„Überall wird von jungen Menschen erwartet, sich selbst regulieren zu können, aber niemand bringt es ihnen bei“, kritisiert Lisa von Stockhausen, Professorin für Psychologie an der Uni Duisburg-Essen – das soll nun durch das neue Fach anders werden.

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