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Der Große Panda gilt auf der aktuellen Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation IUCN nicht mehr als vom Aussterben bedroht.

Endlich mal eine gute Nachricht für alle Tierfreunde: Der Große Panda gilt auf der aktuellen Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation IUCN nicht mehr als vom Aussterben bedroht. Er gilt allerdings weiter als gefährdet, zumal der Lebensraum der Bären durch Klimawandel und Abholzung weiter schrumpfen dürfte. Der putzige schwarz-weiße Bär, der sich kaum fortpflanzt und sich nur von Bambus ernährt, weist dank verstärkter Bemühungen von Artenschutz in China eine Population von 1864 erwachsenen Tieren auf. Zusammen mit deren Nachwuchs wird die Zahl auf 2060 geschätzt. Die IUCN führte die leichte Erholung beim Pandabären auf die erfolgreichen Bemühungen der chinesischen Regierung zurück, das symbolträchtige Tier zu erhalten. Dazu zählt die Aufforstung von Bambuswäldern in China sowie die Leihgabe von Pandas zur Fortpflanzung an Zoos in aller Welt.

Als 1980 in China die ersten Maßnahmen zur Rettung des Pandas ergriffen wurden, war der Panda mit knapp 1000 Exemplaren stark vom Aussterben bedroht. Mit Hilfe des WWF wurde 1981 der Bau eines Forschungs- und Schutzzentrums für den Großen Panda im 200.000 Hektar großen Wolong-Reservat in der südwestchinesischen Provinz Sichuan in die Wege geleitet. Ein nationales Schutzprogramm für den Großen Panda wurde ins Leben gerufen, in dessen Rahmen seither insgesamt 62 Reservate eingerichtet wurden. Sie schützen nicht nur rund 75 Prozent aller Bären, sondern viele weitere seltene Arten und die Bambuswälder. Wilderei und illegaler Holzeinschlag in Panda-Regionen konnten deutlich reduziert werden. Die Waldschutzfläche soll nochmals deutlich auf drei Millionen Hektar vergrößert werden.

Als einzige Vertreter der Bärenfamilie ernähren sich Pandas fast ausschließlich vegetarisch, nämlich von Bambusblättern und -stengeln, bis zu 12 Kilogramm am Tag. Diese große Menge benötigen sie, weil sie im Gegensatz zu Wiederkäuern wie Kühen oder Schafen die meisten der aufgenommenen pflanzlichen Nährstoffe nicht verwerten können. Deshalb müssen Pandas bis zu 15 Stunden am Tag fressen.

Zwischen dem fünften und siebten Lebensjahr wird eine Pandabärin zeugungsfähig. Alle zwei bis drei Jahre bringt sie dann, nach drei bis fünfeinhalb Monaten Tragzeit, meist zwei hamstergroße Pandajungen zur Welt, von denen aber fast immer nur eines überlebt. Diese Jungen haben bei der Geburt allerdings kaum Ähnlichkeit mit ausgewachsenen Pandas – schwarz-weiß werden die Jungen erst im Alter von etwa drei Wochen, vorher sind sie rosa und zunächst fast haarlos.

Die 1948 gegründete IUCN ist das erste internationale Umweltschutznetzwerk. Mehr als 200 Regierungen und 800 Nicht-Regierungsorganisationen sind Mitglied der Vereinigung, die sich in Erhaltungs- und Wiederaufforstungsprojekten engagiert. Die IUCN erstellt die weltweit umfassendste Rote Liste der bedrohten Arten. Als besonders bedroht gelten 2016 der Berggorilla (dessen Population ist um 70 Prozent auf 5000 Exemplare zurückgegangen), der Westliche Gorilla sowie der Borneo-Orang-Utan und der Sumatra-Orang-Utan.

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