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In Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz  entwickelt sich Frankreich zum europäischen Vorreiter. Nach dem Verbot von Plastiktüten soll nun ein Verbot von Plastikgeschirr folgen.

 

Frankreich verbietet Plastikgeschirr. Bis zum Jahr 2020 dürfen keine Plastikbecher, kein Plastikgeschirr und kein Plastikbesteck mehr verwendet werden. Dann ist Schluss mit dem praktischen Einweg-Geschirr auf WG-Partys, Betriebsfesten oder Geburtstagen. Bis 2020 haben die Produzenten Zeit, sich an das neue Gesetz anzupassen. Dann muss das Einweggeschirr biologisch abbaubar sein oder aus Porzellan bestehen.

Mit dem Verbot von Plastikgeschirr will man die gigantischen Müllberge verringern, denn jährlich werden in Frankreich 4,73 Milliarden Plastikbecher weggeschmissen, von denen nur 1 Prozent recycelt werden können. Außerdem soll der Energieverbrauch zur Plastikproduktion reduziert werden. Eingebracht haben das Gesetz die französischen Grünen, die Partei „EELV“.

Der neue Vorstoß in Sachen Klimaschutz ist Teil des französischen Energiewende-Gesetzes „Energy Transition for Green Growth“ (PDF) und soll in vier Jahren in Kraft treten. Bereits im Juli 2016 wurden in Frankreich kostenlose Plastiktüten verboten. 2017 sollen auch die dünnen Plastikbeutel für Obst und Gemüse aus dem Handel weichen. Weiter sieht das Energiewende-Gesetz in Frankreich unter anderem vor, bei Neubauten Dachgärten zu integrieren.

Das französische Energiewende-Gesetz gilt als das ehrgeizigste in ganz Europa: Bis 2050 will Frankreich 75 Prozent weniger CO2 ausstoßen als 1990. Schon 2030 soll 40 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen kommen. Zudem sollen der Energieverbrauch und die Nutzung fossiler Energieträger deutlich zurückgefahren werden. Dazu soll der Anteil des Atomstroms in zehn Jahren von heute etwa 75 auf 50 Prozent gesenkt werden.

Doch Frankreich tut noch mehr, um beim Klimaschutz weit vorn zu sein. Große französische Supermärkte dürfen seit Anfang des Jahres 2016 unverkaufte Lebensmittel nicht mehr einfach wegschmeißen. Stattdessen soll die Ware als Tierfutter oder als Kompost für die Landwirtschaft genutzt werden. Außerdem werden Supermärkte, die mehr als 400 Quadratmeter Fläche haben, verpflichtet, ein Abkommen für Lebensmittelspenden mit einer gemeinnützigen Organisation zu schließen. Jeder Franzose wirft im Durchschnitt 20 bis 30 Kilogramm Lebensmittel pro Jahr weg. Frankreich will die Abfallmenge bis 2025 so halbieren.

Eine Antwort

  1. Maxwell Agassi
    Je pense sur la France

    klingt zwar gut, aber… c’est la France!!!!

    Ich bin grad über die Landesgrenze nach Belgien reingekommen und bin froh aus diesem hochgradig agressivem Land zu kommen. Ich halte das ja alles für gut und richtig, aber was nützt es, wenn die Leute massenhaft vor dem explodieren stehen?

    Soldaten patroulieren wegen dem IS in den Strassen, den Leuten wird nach der dritten nicht genutzten Bewerbung das Geld komplett von der Arbeitsagentur gestrichen(!) und und Biojogurt und Tofu kosten im Supermarkt doppelt so viel oder du bekommst nur die Hälfte.

    Wenigstens die sozialistische Umweltministerin auf, in Frankreich wird nämlich der Sand der für’s Betonmischen tauglich ist, knapp – Ahhhh, Mme. Royal, so heißt die Gute, hat es selbst beschlossen, aber langsam schlägt sie sich auf Seiten der Protestbewegungen wie „les peubles des dunes“ durch, auch wenn es wahrscheinlich zu spät ist, das Sandabbaggern aus Flüssen etc. zu verhindern.

    Ich dachte ja auch immer, dass man Saharasand nehmen könnte, aber, frag mal einen Ingeneur. Ach mann, la France, la Grand Defence!!!

    Mein düstere Theorie ist ja, dass die Hälfe der Naturliebhabenden einfach die Schnauze von Paris hat und deswegen die Natur schützen will, weil sie keine Hoffnung mehr für die Brutalität ihrer Städte haben. Die Leute sind so mit ihrer Härte und dem Stress beschäftigt, dass ich eins der wenigen Male froh bin, im vergleichsweise ruhigem tranquilo Schland zu leben.

    Unterschätzt die Machoseite Frankreichs nicht!

    Wem nach etwas nach der Urform des zumindest ersten deutschen Plastik ist: Hier

    Thhhhhis is „Bakelite“. Wurde übrigens fast zeitgleich in New York und in Erkner bei Berlin in die Welt gesetzt, und is schweinehart, da es keine Weichmacher enthielt.

    Weichmacher sind das unkontrollierbare Risiko in der Plastik.

    Oh oh, vielleicht nochwas. Menschen machen sich immer wieder Sorgen wegen PBA, Bisphenol A

    de.wikipedia.org/wiki/Bisphenol_A

    nur leider ist das einer von 10.000 Weichmachern und nach dem einige Jahre alten Film „Plastik Planet“ ist das nur einer von 10, die die EU verbietet. Prima oder?

    Eine andere Frage die mich beschäftigt, ist immer wieder, was und wie viel Endverbraucher, die juristisch als Käufer nicht haften eigentlich für eine riesen Produktionskette in Anspruch genommen werden sollten bzw. wie groß die Vorbildwirkung dabei ist und ob das große Industriezweige zum Umdenken zwingt, oder ob es den Leuten schlicht egal ist, aus welchem Material sie ihren Tankstellenkaffee trinken und die Grünen mangels Marktmacht defensiv sich an vergleichsweise kleinem Zeug abarbeiten.

    Ich mein, bei „L. Eclerc“ oder „Carrefour“ bekommst du keine Papiertüren, die machen mit ihren buntenmehrwegplastetüren doch einfach weiter so!!! Ich meine, für einige Sachen ist es ja auch richtig, es gibt dort im Supermarkt lebendige Hummer und Grand Cru Weine bis zu 200 Euro, wieso sollte man da ernsthaft…

    Also nicht, dass ich nicht auch ein sparsamer Preusse bin, aber, hmmmm think about it, wer geht zu einer Prostituierten und fragt sie so halb nackt nach ihrem Arbeitsvertrag?

    Wie weit wollen sollen wir damit gehen, wenn wir eben nicht mehr mit Flachs Rohre abdichten, sondern mit Teflonbändern, Rohrleitung nur noch mit Hartplaste verwendet werden und, ihr wisst schon, wie weit kann’s gehen, ist eine ansatzweise grüne Industrie möglich und bezahlbar?

    Und setzt sich die mit Verboten durch?

    Nebenbei, gerade die billigen Tomatensaucen in den Supermärkten enthalten viel gentechnisch veränderten Mais, bzw. Maisstärke. Wenn du arm bist, Baby, you gonna be fucked. Und im Gegensatz dazu scheinen die Ökos dort nicht wie so vehement wie in Deutschland deren Aussaat direkt und einfach platt zu machen.

    Mon Dieu, wären Daesh nicht Daesh, würde ich da Urlaub machen.

    Vive la merde, bon Courage!!!!!!!!

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