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Seit 1. April 2017 wird in den Fernzügen der deutschen Bahn nur noch Fairtrade-zertifizierter Kaffee ausgeschenkt.

Seit 1. April 2017 bietet die Deutsche Bahn (DB) in ihren Fernzügen nur noch Fairtrade-zertifizierten Kaffee an, auch Trinkschokolade und Tee sind laut DB auf fair gehandelte Rohstoffe umgestellt. Damit werde die DB, laut eigener Aussage, zu einem der größten gastronomischen Anbieter von fair gehandeltem Kaffee, denn in den Fernzügen werden jährlich über zehn Millionen Becher Kaffee getrunken.

Auch neu seit April 2017: Wer den eigenen Mehrwegbecher mitbringt, erhält 20 Cent Preisnachlass auf Tee, Kaffee oder heiße Schokolade im DB-Bordbistro. Damit will man die steigende Müll-Flut von Kaffee-to-go Bechern stoppen und die Besucher animieren, auf selbst mitgebrachte Mehrwegbecher umzusteigen. Auch Trinkschokolade und Tee sind laut DB auf fair gehandelte Rohstoffe umgestellt.

Im Jahr 2016 lag der Verbrauch von Kaffee in den Zügen der DB bei 174 Tonnen. Im gleichen Zeitraum wurden 2,2 Millionen Teebeutel und 25 Tonnen Trinkschokolade verbraucht.

Kaffee ist nach Erdöl wertmäßig der meist gehandelte Rohstoff weltweit. Der Absatz von fair gehandeltem Kaffee wuchs 2015 um vier Prozent auf 16.418 Tonnen an. Der Absatz von Kaffee weist damit ein kontinuierliches Wachstum im Fairen Handel auf. Innerhalb der letzten fünf Jahre verdoppelte er sich. 73 Prozent des fair gehandelten Kaffees waren 2015 bio-zertifiziert. Wichtige Anbauländer für Kaffee aus Fairem Handel sind Honduras, Peru, Mexiko und Tansania.

Im Geschäftsjahr 2015 erreichte der Faire Handel in Deutschland mit 1,139 Milliarden Euro Umsatz zu Endverbraucherpreisen eine neue Rekordhöhe und verzeichnete eine Steigerung von 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gegenüber 2010 verdreifachte sich der Umsatz annähernd. Im Jahr 2013 betrug der Anteil an fair gehandeltem Kaffee am Kaffee-Gesamtverbrauch in Deutschland 2,1 Prozent, Tendenz stark steigend.

Das Fairtrade-Siegel steht seit 1992 für fair angebaute und gehandelte Produkte. Es gewährleistet den Bäuerinnen und Bauern Sicherheit durch stabile Einkommen, Prämien für Gemeinschaftsprojekte, Verbot von ausbeuterischer Kinderarbeit und die Förderung des Umweltschutzes. Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Beschäftigte auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade.

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