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Es bewegt sich: Wir sind viele und es werden immer mehr. Hunderttausende Menschen auf der ganzen Welt, glauben an einen „großen Wandel“, einen „Paradigmenwechsel“, eine „Transformation“. Auch ich gehöre zu diesen Menschen.

Um daran zu glauben, muss man nicht zwingend an Maya-Kalender oder astronomische Ereignisse im Jahre 2012 glauben. Mir reicht die persönliche Erfahrung in meinem Umfeld, die Tatsache, dass wir als Menschheit in fast jeder Hinsicht an einem Wendepunkt stehen, die Beobachtung, dass sich das „neue Bewusstsein“ mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit verbreitet und dass ich immer wieder erlebe, dass es bei vielen Menschen nur noch eines kleinen Schubs bedarf, bis sie darin erblühen.

 

Utopien

Immer wieder taucht der Vorwurf auf, der Gedanke an eine neue Welt, eine neue Gesellschaft, eine Einheit der Menschheit sei kindische Träumerei, man solle sich doch lieber den konkreten Problemen zuwenden. Ich glaube, das Gegenteil ist der Fall und die Tragweite dessen, was uns bevorsteht, wird noch immer unterschätzt. Jeder (r)evolutionäre Schritt existiert zunächst als Idee. Er muss erst gedacht werden können, bevor er Wirklichkeit werden kann. Und er muss außerhalb des Käfigs gedacht werden, den das alte Denken ihm vorgibt.

Fast alle gesellschaftlichen Bewegungen, die wir derzeit haben und die meisten Menschen sind gegen irgendeinen Aspekt des alten Bewusstseins. Sie protestieren, bekämpfen, beklagen, kritisieren. Aber dadurch kann und wird nichts Neues entstehen. Das Neue muss von außen gedacht werden. Als Menschen und als Menschheit ist es jetzt an der Zeit, uns zu fragen: „Was wollen wir wirklich? WOFÜR sind wir eigentlich?“

Es reicht nicht, dagegen zu sein. „Dagegen“ ist kein Ziel und keine Vision. Es hat keine Kraft und keine Zukunft. Wann immer Großes entstanden ist, es entstand aus dem „Dafür“. Wir alle wissen, was wir nicht wollen – jetzt wird es Zeit, dass wir uns klarwerden, was wir wollen. Und unsere Leben danach ausrichten.

Und es geht nicht um irgendein esoterisches Konzept der „Gedankenmanifestation“. Aber wenn wir nicht wissen, was wir wollen, stehen die Chancen nicht besonders gut, dass es plötzlich durch Zufall passiert. Die Einladung ist, unser Denken, Wünschen und Handeln weit über den Rahmen zu erweitern, den die gegenwärtige Welt uns vorzugeben scheint.

Das System, in dem wir leben, kann nicht von innen transformiert werden. Wahrscheinlich kann es überhaupt nicht transformiert werden, nur abgelöst. Eine (er)Lösung wird nicht innerhalb der Möglichkeiten des alten Systems liegen, sondern jenseits davon. Es geht nicht mehr darum, zu fragen, was machbar ist, sondern darum, was träumbar ist. Kann ich das fühlen? Resoniert mein ganzes Wesen mit diesem Traum? Bringt er mich in einen Zustand von stiller Euphorie, Klarheit und Frieden? Von dort wird der Wandel geschehen. Aus dem tiefstmöglichen „Ja!“

 

Probleme

Derzeit kämpfen wir als Individuen und als Menschheit mit einer Vielzahl von Problemen. Und jedes für sich ist unlösbar. Unsere Kraft, unser Mut, unsere Liebe, alles ist „dagegen“, kämpft und verzweifelt. Aber sie sind unlösbar.

Ich habe das Zitat schon in einem anderen Artikel verwendet, aber es scheint mir außerordentlich wichtig. R. Buckminister Fuller schrieb:

„Du veränderst Dinge nicht, indem Du die bestehende Realität bekämpfst. Um etwas zu verändern, musst Du ein neues Modell erschaffen, welches das bestehende Modell überflüssig macht.“

Der Kampf gegen die Symptome ist aussichtslos. Das neue Modell kann nicht aus Angst, Wut und Verzweiflung entstehen. Es wird geboren aus Kreativität, Begeisterung, Wahrheit und Liebe.

Es geht jetzt um einen Prozess in jedem einzelnen Menschen, um die Klarheit darüber, wofür wir eigentlich sind. Wofür wir leben wollen. Träumen ist nicht nur das Mittel zum Wandel, es ist Teil des Wandels selbst: Es bringt uns wieder in Verbindung mit unseren tiefen Wünschen, die wir fast vergessen haben und die doch in uns allen leben.

„Nichts trägt in gleichem Maß wie der Traum dazu bei, die Zukunft zu gestalten.“ (Victor Hugo)

 

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Bilder

Sonnenaufgang: aboutpixel.de / Feuer und Flamme © Ralf Nitschke
Horizont: aboutpixel.de / glowsky © Sven Brentrup

 

 

2 Responses

  1. Alexander Berg

    Man muss es nicht träumen, sondern einfach nur tun oder auch zulassen, da es bereits existiert. Dazu muss man nur die Zusammenhänge erkennen und das, was die Menschen – die Gesellschaften an sich – „eigentlich“ benötigen.

    Antworten
  2. Martin

    sehr interessanter Artikel 🙂

    Ich habe eine Vision für eine neue Welt, die ich hier beschreibe http://www.onlinetechniker.de/?q=node/61

    hier beschreibe ich die Kerngedanken der neuen Welt
    http://www.onlinetechniker.de/?q=node/312

    hier den Weg dorthin in aller Kürze
    http://www.onlinetechniker.de/?q=node/302

    hier ein neues Gesellschaftskonzept
    http://www.onlinetechniker.de/?q=node/28

    und hier das neue Bildungskonzept um diese Gesellschaft zu realisieren
    http://www.onlinetechniker.de/?q=node/23

    Viel Freude beim Lesen!

    Antworten

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