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Olea europaea – Olive. Der Olivenbaum wächst sehr langsam und kann mehrere hundert Jahre alt werden. Mit seiner grün-grauen, rissigen Rinde wird er bis zu 20m hoch. Er blüht von April bis Juni und kommt im Mittelmeer, Nahen Osten und Südafrika vor. Er braucht das mediterrane Klima zum Wachsen und kann Frost und Kälte schlecht vertragen. Er trotzt der sengenden Sonne und dem trockenen, rissigen Boden und ist in der Lage, seine Kräfte gut einzuteilen. Hier und in seinem langsamen Wachstum erkennt man schon einen Teil seiner Wirkung als Bach-Blüte.

Olive ist die Erschöpfungsblüte. Wie oft leben wir mit unseren Energiereserven auf Pump, erkennen nicht, dass wir geradewegs auf einen Burnout zusteuern – oder sehen uns auf Grund der Umstände nicht in der Lage, etwas Ruhe dagegen zu setzen? Wie oft hüpfen wir fröhlich über unsere Grenzen und wundern uns, wenn wir nach dem Grenzsprung dahinter im Graben landen und uns einen Fuß verknacken – was uns dann endlich zwingt, ein wenig kürzer zu treten, auf uns zu schauen und eine Bestandsaufnahme zu machen.

Olive steht für die Zustände der totalen körperlichen und seelischen Erschöpfung und hilft uns, inne zu halten. Wir brauchen sie gerade jetzt in einer Zeit, die so schnelllebig ist wie die unsere, wo ständig was Neues passiert, uns die Medien mit einer Hiobsbotschaft nach der anderen überraschen, sich alles in rasender Geschwindigkeit verändert und es keinen „Boden“ mehr unter unseren Füßen gibt. Olive unterstützt uns, besser mit unseren Reserven zu haushalten, so wie die Pflanze, die sich ihre Kräfte so einteilt, dass sie trotz Hitze und Wassermangel Blüten und Früchte hervorbringen kann. Diese Bach-Blüten hilft uns, alles ein wenig langsamer angehen zu lassen. Olive eignet sich auch bei Erschöpfung nach Krankheit, Schwangerschaft oder Stillzeit. Bei der ersten Einnahme kann es passieren, dass wir entweder ziemlich schnell in einen langen, tiefen Schlaf fallen, oder dass wir erstmal ein kurzes Aufbäumen unserer Energien in Form von Kraft und Power erleben – um danach in einen tiefen Schlaf zu fallen. Es ist daher ratsam, die Blüte vorsichtig – und nicht das erste Mal um 23:00 Uhr nachts, anzuwenden.

Bei einem dauerhaften Olive-Zustand sollten sie einen Arzt aufsuchen, dauerhafte Erschöpfung kann auch ein Zeichen für eine körperliche Problematik sein.

Blüten mit ähnlichen Aspekten

Hornbeam hat vor allem morgens das Gefühl, seinen Tagesaufgaben nicht gewachsen zu sein, schafft sie aber doch, Olive ist so erschöpft, er kann nicht mehr.
Wild Rose ist völlig energielos und apathisch, Olive ist vorübergehend erschöpft.
Gentian ist eher chronisch willensschwach, weil er sich schnell durch Rückschläge entmutigen lässt, Olive ist zeitweise aus Erschöpfung willensschwach.
Elm nimmt auf Grund starke Identifikation mit seiner Aufgabe seine Grenzen nicht mehr wahr, Olive ist körperlich, geistig oder seelisch überbeansprucht und kann seine Grenzen nicht mehr sehen.
Centaury nimmt seine Grenzen nicht wahr, weil er aus Dienst am Nächsten und um seiner Anerkennung Willen sich selber hinten an stellt, Olive nimmt die Grenzen nicht wahr, weil er seiner Erschöpfung nicht Rechnung trägt, Oak ist zu stur, um seine Kraft-Grenzen zu erkennen und danach zu handeln.

Häufig genutzte Kombinationen mit Olive:

Water Violet, wenn man aus lauter Erschöpfung seine soziale Kontakte verliert oder sich „freiwillig“ in die Einsamkeit flüchtet
Impatiens, wenn man vor Erschöpfung gereizt und ungeduldig ist und ungerecht reagiert
Walnut, wenn Veränderungen im Leben zu Erschöpfung führen.
Red Chestnut, wenn uns die Sorge um Andere erschöpft (zum Beispiel bei der Pflege von Angehörigen)

 

Affirmation:

Ich teile meine Kraft respektvoll ein.

Thema Unzufriedenheit:

Unzufriedenheit entsteht im Kopf. Wir werden unzufrieden, wenn wir beginnen, uns mit anderen zu vergleichen. Wir sind unzufrieden, weil wir nicht so schön, reich, schlank, erfolgreich, intelligent etc. wie andere sind. Wir vergleichen den IST-Zustand mit dem vermeintlichen SOLL-Zustand. Unsere Beziehungen ist langweilig und wir hätten es lieber wie bei Rosamunde Pilcher im Abschlussbild, das Auto ist kaputt und eigentlich ist Nachbars Wagen sowieso neuer, schneller und besser, die Wohnung zu klein und das Konto leer…. Unzufriedenheit kann Neid und Missgunst schüren und uns somit binden und in der Stagnation halten.

Der dänische Philosoph Kierkegaard (1813 – 1855) sagte: „Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit“.

Manchmal kann Unzufriedenheit aber auch der Ansporn zu Veränderungen sein, dann ist sie zeitweise ein Motor, der uns dienlich ist.

Vielleicht gibt es auch noch einen anderen Weg, mit der Unzufriedenheit umzugehen. Zum Beispiel die Einstellungen zu ändern, wirklich hinzusehen, was man braucht, um das geschenkte Leben sinnerfüllt zu leben. Braucht es wirklich das pralle Konto, die unwiderstehliche Schönheit, den Karrierejob? Manchmal hilft es, Danke zu sagen zu dem, was man hat und ist, zu erkennen, wie wertvoll die Gesundheit und die Beziehung ist, wie luxuriös, nicht auf der Straße leben zu müssen und nicht hungern zu müssen. Ein Blick in die Nachrichten verrät uns, wie gut es uns – trotz Dramen, Finanzkrise und „Weltuntergangsstimmung“ – geht und wie wenig wir dafür danken.

Auf der Straße fällt es immer mal wieder auf, wie mürrisch wir Menschen durch das Leben gehen – dabei gäbe es reichliche Gründe, das Leben mit all seinen Facetten zu feiern, die Chancen zu nutzen, die es uns bietet und JA zu sagen zu dem, was wir sind.

Wild Oat, wenn man im Moment nichts mit seinem Leben anzufangen weiß und einem die „Idee“ fehlt.
Rock Water, wenn man mit sich selbst und seiner Leistung unzufrieden ist.
Chicory, wenn man unzufrieden mit anderen ist.
Mustard, wenn die Unzufriedenheit zu depressiven Verstimmungen führt.
Wild Rose, wenn man apathisch und „bewegungsunfähig“ ist.
Willow, wenn man sich als Opfer fühlt und deshalb unzufrieden ist.
Pine, wenn die Anderen Schuld habe, dass es einem schlecht geht.
White Chestnut, wenn man aus den Gedanken der Unzufriedenheit nicht heraus kommt.
Sweet Chestnut, wenn aus Unzufriedenheit akute Verzweiflung geworden ist.

Wieder gilt:

Grundsätzlich können die Blüten untereinander beliebig – aber mit maximal sieben Blüten pro Fläschchen – gemischt werden. Es gilt jedoch, je weniger, desto besser.
Sie können in einigen Apotheken die Bach-Blüten direkt mischen lassen. Für 30ml-Fläschchen nehmen Sie jeweils 3 Tropfen von jeder Blüte. Als Richtlinie gilt 4 x 4 Tropfen am Tag, sollten Sie oder ihr Kind öfter das Bedürfnis nach den Blüten haben, können Sie auch unbedenklich öfter verwendet werden.
In Akutfällen können Sie auch einfach 3 Tropfen der jeweiligen Essenz in ein Wasserglas geben und schluckweise trinken.

Bach-Blüten unterstützen uns auf der feinstofflichen Ebene und sind sehr gut therapiebegleitend einzusetzen. Keinesfalls ersetzen sie einen Arzt, Heilpraktiker oder Psychotherapeuten.

 

Dieser Artikel ist Teil der Serie „Bach-Blüten“

Bild: „Bach-Blüten Kraftkarten“ von Peter Bernhard

 

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