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Rund drei Viertel unseres Planeten sind von Ozeanen bedeckt – aber während Milliarden für Raumfahrtprojekte ausgegeben werden, sind die Ozeane bisher weder vollständig erforscht, noch werden wirkliche Anstrengungen unternommen, diesen riesigen Bereich auf nachhaltige Weise für den Menschen nutzbar zu machen. Eine Künstler- und Forschergruppe will nun beides mit einem ambitionierten Projekt unter einen Hut bringen.

Open Sailing – offenes Leben auf dem offenen Meer

Die Ozeane als künftiger Lebensort für Menschen? Das klingt etwas nach Waterworld – aber genau das hat sich das Projekt Open Sailing vorgenommen. Open Sailing ist das Synonym für eine mögliche Lebensform der Zukunft: Ozean-Städte in Form von vernetzten und schwimmenden Plattformen, die ihren Bewohnern alles bietet, was sie zum Leben brauchen: Essen, Energie, Unterhaltung und Wohnung.

„Wir wollen auf dem Meer leben. Und wir wollen es gut zu machen: komfortabel, nachhaltig und sicher. Wir wollen leckeres Essen, ein großartiges soziales Leben, Raum zum Arbeiten und Spielen. Wir sind zusammengekommen, als ein gemischtes Team aus allen Bereichen des Lebens, um unsere Zukunft auf dem Meer zu designen. Mit unserem kombinierten Fähigkeiten sind wir Vorreiter in innovativer Architektur, Navigation und Meeres-Landwirtschaft“, erklärt das Projekt im Einführungs-Video.

Das „Open“ im Namen meint das Projekt dabei sehr ernst – jedermann kann an der Entwicklung des Projektes mitarbeiten, das in der Form eines virtuellen Open-Space gehalten ist. Und alle Erfindungen, Techniken und Verfahren, die im Laufe des Projekts entwickelt werden, müssen als Open-Source-Techniken der ganzen Menschheit zur Verfügung gestellt werden.

Viel zu tun, … eigentlich fast alles

Für ihre Vision müssen die Ozean-Freaks gleich diverse Bereiche quasi neu erfinden. Zum Beipiel das völlig neue Schiffskonzept namens „Instinctive_Architecture“, das aus diversen Modulen besteht, die sich wie ein Super-Organismus verhalten und sich je nach Wetterlage ausbreiten oder zusammenziehen.

„Es unterscheidet sich vollkommen von normalen Booten, wo sich alles im Bootsinneren abspielt und konzentriert – bei unserer Station ist alles aufgesplittet und um das Boot rundherum angeordnet, also sehr viele Module“, erklärt Cesar Harada.

Diese Module sollen sich dank intelligenter Navigations-Software selbstständig organisieren und lenken: Bei schlechtem Wetter ziehen sie sich zusammen und schützen sich, bei Schönwetter entfalten sie sich großflächig. Chaos mit eingerechnet. Die dazu benötigte Schwarmintelligenz haben sich die Forscher bei Quallen abgeschaut.

Oder die Energieerzeugung: Hier arbeitet das Team am sogenannten „Energy_Animal“, welches gleichzeitig Sonnen- Wind und Wellenkraft nutzbar macht und so bei jedem Wetter Energie liefern kann. Dazu muss dann allerdings auch gleich noch ein passendes neuartiges Kabel entwickelt werden, das Energie-, Informations- und Wasser-Leitungen in einer einzelnen seefesten Struktur vereint.

Dann die Nahrung: Hier entwickelt das Projekt eine „nomadische Aquakultur“, also ein bewegliches Ökosystem, das mit der „Stadt“ über das Meer wandert und die Dauersegler ständig mit Nahrung versorgt.

Und dann sind da noch so Kleinigkeiten wie Süßwassererzeugung und Abfallwirtschaft, ein neues politisches System, Wasserspiele … und so weiter.

Waterworld im Modellbau

Bis zur großen Station werden wohl noch ein paar Jahre vergehen – wenn es denn überhaupt dazu kommt, so ganz kann man es nicht glauben. Aber im Kleinen wird das Ganze schon ausprobiert: Mit Modellen, die in zehn über Europa verteilten Laboratorien entwickelt wurden, will die Gruppe in diesem Sommer ihre bisherigen Erkenntnisse in der Praxis testen.

Für das Projekt werden permanent Mitstreiter gesucht – vom Kitesurfer bis zum Rechtsanwalt sind alle Meeres-Verrückten sehr willkommen.

Der Wahlspruch des Projekts: „Der beste Weg die Zukunft vorherzusehen, ist sie zu erfinden.“ (Kay)


Webseite:

http://www.opensailing.net/

 

Video:

In diesem Video wird das Projekt vorgestellt (englisch)

Open_Sailing 4 minutes concept from Cesar Harada on Vimeo.

 

Bilder: Cesar Harada / Open Sailing

 

3 Responses

  1. Marco Senn

    Schauen sie sich Jaque Fresco’s Desining the future an!!!!!!!Erhältlich als gratis-ebook.
    Dann wissen Sie was heutzutage alles möglich ist!!!! Schauen Sie sich seinen Film „Zeitgeist Addendum“ an.
    So könnte unser Planet morgen aussehen, wir könnten alles haben …nur das Geld fesselt uns in der Vergangenheit. Doch da wir gar kein Geld brauchen sondern Nahrung, Wasser, Luft, Transportmittel, usw..(Resourcen) und wir diese in ausreichendem Maße haben und über die technologien verfügen diese auf der Welt zu verteilen um damit Alle Menschen mit ALLEM zu versorgen was ein Mensch braucht sind wir in der Lage ohne Geld zu Leben in einer Welt ohne Krieg , Elend Hungersnöten und Umweltkatastrophen!!!!!!!!!
    thezeitgeistproject.com
    weltvereinigung.de
    thevenusproject.com

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  2. carlamarcos

    Stimme dem zu, was der vorherige kommentar schrieb. wieder nur ignoranz, das meer ist leben, das ohne uns besser existiert. immer weiter schreiten wir dann fort in die natur. wir können nur von der natur lernen und müssen aufhören, sie uns einzuverleiben. woher nehmen menschen diese arroganz. also hände weg von den meeren, wenn nicht, das meer wird es uns schon noch zeigen. das meer nimmt sich, was ihm zusteht früher oder später, das hoffe ich auf jeden fall. nicht nur das meer, sondern die natur generell, denn sie hat mehr power als wir.

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