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Zusammen für den Wandel in der Welt beim Pancha-Mama-Camp nahe München: “Die Zeit, in der jeder alles alleine machen wollte, ist vorbei.” Simone Schatz sprach mit Veranstalterin Julia Bohn.

 

Pacha Mama heisst ”Mutter Erde”. Die Völker der Anden verehrten Pacha Mama als Person, die Leben schenkt – in vielfacher Hinsicht. Die danach benannte “Pacha Mama Alliance” will mit ihren Aktionen weltweit wachrütteln: Wir können unseren Traum von Frieden und Freiheit nur leben, wenn auch ihr in der modernen Welt euch ändert – von Konsum und Schnelllebigkeit zurück zur Ruhe und Einheit der Natur, zu Mutter Erde. Julia Bohn und Stefan Mandel aus Hattenhofen bei München haben vor vielen Jahren in sich den Ruf gespürt, sich ebenfalls zu engagieren – das Pacha Mama Camp ist nun das Ergebnis, um eine breite Öffentlichkeit zu erreichen. Zum zweiten Mal bei Feldkirchen nahe München werden acht Tage lang Seminare, Symposien und Workshops geboten, darin geht es um ihre Vision: soziale Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit und spirituelle Erfüllung.

Julia, woher kommt dein Engagement für das Pacha Mama Camp?
Ich spüre schon immer den Wunsch in mir, etwas dafür zu tun, dass wir Menschen im Einklang mit der Natur und mit uns und unseren Visionen leben können, in Freiheit, sozialer Gerechtigkeit, in Frieden. Unsere Gesundheit hängt mit der Gesundheit der Erde zusammen.

Du leitest auf dem Pacha Mama Camp das Symposium “Die Welt im Wandel” …
Ja, das Symposium geht auf die Pacha Mama Alliance zurück, die sich weltweit engagiert, aufklärt und aufrütteln möchte zum Handeln. Die Gründer der Pacha Mama Alliance, Bill und Lynn Twist, haben u.a. mit der  Tiefenökologin Joanna Marcy  das Symposium entwickelt. Es hat mich unglaublich begeistert: Endlich hatte ich ein Werkzeug gefunden, meine Ideen von einer neuen Welt, die sozial gerecht, spirituell erfüllend und ökologisch nachhaltig ist, weiterzutragen und weiterzugeben.

Was muss man sich unter “dem Wandel” vorstellen?
Es geht darum aufzuzeigen, wie es dem Planeten Erde und seinen Bewohnern geht, welche Probleme es gibt, was getan wird für den Wandel und wie wir ein Netzwerk aufbauen und uns und unsere Kräfte verbinden können. Es ist dann durchaus schockierend, wenn man sieht, wo die Welt angekommen ist, wie groß Zerstörung und Katastrophen sind. Es ist Zeit aufzuwachen und zu erkennen, dass es so nicht weitergehen kann. Aber das Symposium ist so angelegt, dass auch gezeigt wird, wie viele Organisationen und Menschen es gibt, die sich engagieren. Das macht Mut und Hoffnung. Ich vergleiche das immer mit einer Nervenzelle. Eine Nervenzelle macht ihren Job, aber sie macht ihn nie alleine – wäre sie alleine, würde sie verkümmern. Sie verbindet sich mit allen anderen, und dabei entsteht ein natürliches Selbstregulierungsprogramm, das zusammenarbeitet. Und das ist die Möglichkeit des Symposiums: Engagierte Leute mit der Vision einer neuen Kultur zusammenzubringen, sie zu inspirieren, sie zu vernetzen und zur Weiterarbeit zu motivieren. Ich glaube, die Zeit, in der die Leute alles alleine machen wollten, vor sich hin werkelten, ohne nach links und rechts zu sehen, ohne Gemeinschaft, ich glaube, nein, ich bin davon überzeugt: Diese Zeit ist vorbei.

Was gibt es im Pacha Mama Camp außer dem Symposium noch für Höhepunkte?
In erster Linie ist das Pacha Mama Camp auch ein Zeltcamp in der ersten Ferienwoche, in dem Menschen mit dem Wunsch nach Gemeinschaft und Wandel, Erwachsene wie Jugendliche und Kinder zusammenkommen und Spaß und Freude miteinander haben sollen. Inspiration für ein natürliches ­Leben findet man bei zahlreichen ­Tagesworkshops, zum Beispiel mit Perma­kultur-Experte Sepp Holzer, dem Grönland-Schamanen Angaanqaag, Professor Bernd Senf, der über Bioenergetik spricht, wir informieren über die Findhorn-Gemeinschaft. Der Veranstalter Stefan Mandel wird zahlreiche Meditationen und die Pacha-Mama-Dankeszeremonie anleiten sowie in den Weg des Kreises, der ursprünglichen indigenen Lebensart, einführen. Es wird Rituale, Gesang und Zeremonien am Lagerfeuer geben, es gibt Yoga und Wildnispädagogik für Kinder und Erwachsene, Meditation, Konzerte, die Filme “Part Time Kings” von Elke von Linde und “Die gekaufte Wahrheit” von Bertram Verhaag – und vieles mehr. Die Kraft für den Wandel kommt dadurch, dass wir uns alle verbinden – und das möchten wir in diesem Camp erreichen und verstärken.

Über den Autor

Avatar of Julia Bohn

– die Veranstalterin des Pacha Mama Camp

Mehr Infos

Das Pacha Mama Camp beginnt am Freitag, den 3. August, 18 Uhr in der Naturoase Feldkirchen-Westerham und endet am Sonntag, den 12. August. Es ist auch möglich, einzelne Tage oder Veranstaltungen zu besuchen.

Weitere Infos und Anmeldung: www.pacha-mama-camp.de oder unter Tel.: 08145-80 90 12 oder 0163-783 39 97.

5 Responses

  1. Fabian

    Liebe wütende Frau,
    ich habe Freikarten für das Camp gewonnen und brauche nur eine für mich. Die andere
    könnte ich Dir schenken, wenn Du willst. Melde Dich einfach: kinlivii@gmail.com
    Viele Grüße!

    Antworten
  2. Michael

    Hui, da klingt aber negativ!
    Wenn du eine Möglichkeit von mir hören möchtest:

    Hast du kein Geld, dann kannst du was machen!
    Helfende Hände sind immer willkommen und wer weiss ?:-)

    Vielleicht entdeckst du dabei sogar noch deine Kernkompetenz und machst den rest deines Lebens das was dir wirklich spaß macht!

    Währe das schlimm?

    Viel Glück

    Michael

    Antworten
  3. Stefan

    Liebe wütende Frau,

    wie wäre es denn mit uns Kontakt auf zu nehmen. Wir haben viele fleißige Helfer die gegen Mithilfe kostengünstiger kommen. Wir bieten jeden, der auch etwas geben möchte, die Gelegenheit dabei zu sein.

    Meine besten Wünsche
    Stefan

    Antworten
  4. Markus

    Zumindest die Örtlichkeiten und Unkosten der Referenten müssen schon angemessen bezahlt werden. Das Problem ist nicht, daß die Veranstalter zuviel verlangen (ich finde es eher günstig!) sondern, liegt in unserer Gesellschaft – kurz: Die Einkommen sind ungerecht verteilt sind- Resultat von Jahrzehnten der Plutokratie, des Corporalismus .. es wurde lange Zeit die falsche Einstellung gefördert, die sich eher an Ausbeutung/Profit orientiert anstatt am Dienst an der Seele des Menschen. Ich freue mich, daß die Veranstalter ein Treffen organisieren, das zum Ziel hat, genau solche Mißstände wieder zu heilen.

    Antworten
  5. Anonymous

    mich macht das schon wütend!

    ihr schreibt da was von sozialer gerechtigkeit und verlangt dann doch das doppelte des angegebenen preises für 9 tage sind es schnell statt der 200 euro, die rund 400 mit vollverpflegung, was wiedermal für hartz4 beziehende garnicht klargeht, 200 lassen sich da ja noch irgendwie absparen, aber für ein rainbow is das schon etwas happig, zumal es auch bevormundend ist, es gibt einfachere arten großbestellungen an gemüse zu kaufen und zusammen zu schnibbeln!!

    schade, gerade für arme eltern mit kindern wird es schnell haarig!

    Antworten

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