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Ausgehend von den Prinzipien der Permakultur fanden sich vor drei Jahren vier Gleichgesinnte zusammen, um ein Permakultur-Projekt in Kleinbeeren zu realisieren. Das Projekt sollte Menschen die Möglichkeit geben, ihr eigenes, gesundes Gemüse zu erzeugen, über die lokale Anlage hinaus Breitenwirkung erlangen und zur Nachahmung anregen. Schülergruppen sollte das Projekt zugänglich gemacht werden, um dieses für Feldforschungszwecke nutzen zu können. Ein „grünes Klassenzimmer“ wurde dafür auf dem Gelände angelegt.

Eines Tages war es dann soweit: Zucchini wetteiferten miteinander, sich im Wachstum zu übertreffen, Kürbisse schlängelten sich durchs Gelände, Rote Beete glänzte zwischen Wildkräutern und Kohlrabis versprachen leckeren Genuss, ihr Kraut mussten wir allerdings mit den Schnecken teilen. Aber auch rundherum sorgte Mutter Natur dafür, dass es das ganze Jahr etwas zu ernten gab: Brennnesseln schossen nur so aus dem Boden und versorgten uns mit ihren wertvollen Nähstoffen, z.B. für Wildkräuterpesto oder Grüne Smoothies. Die Sonnenblumen schenk­- ten uns und den Vögeln viele gehaltvolle Kerne. Ringelblumen und weiße Taubnesseln erfreuten nicht nur Bienen und Hummeln, sondern lieferten auch uns eine wichtige Grundlage für Kräutertees. Holunderbeeren und Kapuzinerkresse rundeten die erste Ernte ab. Im Herbst pflanzten wir dann noch einige Büsche und Obstbäume, und so konnten wir schon etwas zufriedener auf unser Werk zurückschauen als im ersten Jahr.

In diesem Jahr wollen wir gezielter anbauen und weiter experimentieren.

Außerdem planen wir einen Aktionstag zur Permakultur am 10. Mai 2014 für Kinder und Erwachsene. Neben einer Einführung in die Prinzipien der Permakultur soll es viel Praxis geben: Man kann vorgezogene Pflanzensetzlinge kennen und unterscheiden lernen, erfahren, welche Pflanzen miteinander harmonieren und sich gegenseitig mit  Nährstoffen versorgen, säen und pflanzen, die Kinder dürfen den Bauwagen bemalen und natürlich auch beim Anpflanzen helfen, mit den „Großen“ ein Insektenhotel bauen, Autoreifen in  Tiertränken verwandeln u.v.m. Zum Abschluss gibt es ein Ritual für Mutter Erde und – bei gutem Wetter – Geschichten am Lagerfeuer mit Curtis Nike.


Abb: © Tessa Hannemann

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