Anzeige

Pflanzen kommunizieren mit uns: Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass wir unser Verständnis der Pflanzen deutlich erweitern müssen – und der Wald unser wichtigster Therapeut werden könnte.

Pflanzen kommunizieren

Es ist noch gar nicht lange her, dass wir anerkannt haben, dass auch Tiere kommunizieren und einige Arten sogar eine eigene Sprache besitzen. Nun steht uns der nächste Paradigmenwechsel bevor, der unsere Sicht auf die Welt und unseren Platz darin ein weiteres Mal auf den Kopf stellen könnte. Wir werden uns der Erkenntnis öffnen müssen, dass auch Pflanzen kommunizieren – und zwar insbesondere auch mit uns.

Es dürfte für viele Menschen schwer vorstellbar sein, dass Pflanzen kommunizieren, vermutlich auch, weil wir unter Kommunikation nurmehr unsere Form der Verständigung über bestimmte Laut- und Zeichenfolgen verstehen. Doch Kommunikation ist weit mehr. Auch aus dem Tierreich wissen wir, dass zum Beispiel Ameisen sich nicht über Laute, sondern über Düfte verständigen. Dabei kombinieren Sie die Düfte, so wie wir Wörter kombinieren: Bis zu 20 verschiedene Duft-Vokabeln können zu ganz unterschiedliche Botschaften verbunden werden: Etwa um Warnungen vor Eindringlingen oder Angaben zu einer Futterquelle zu übermitteln. Und ganz ähnlich ist es bei den Pflanzen.

Die Sprache der Pflanzen

Bereits vor einigen Jahren wurde entdeckt, dass Pflanzen über ihre Wurzeln untereinander kommunizieren können. Und zwar weit komplexer, als man vielleicht vermuten könnte. Sie warnen einander vor Fressfeinden, sie rufen bei Schädlingsbefall bestimmte Insektenarten zur Hilfe herbei, nehmen 17 verschiedene Umwelteinflüsse war und kommunizieren diese ihren Nachbarn.

Als Sprache verwenden sie dabei einerseits bestimmte Duftstoffe, andererseits chemische Botenstoffe, elektrische Signale und – wie erst vor kurzem entdeckt wurde – auch einem Morsecode feiner Klickgeräusche in ihren Wurzeln.
Die Forschung zu dieser Sprache der Pflanzen ist noch relativ jung, dennoch wissen wir schon heute, dass sie weit detaillierter und komplexer ist, als wir jemals ahnen konnten.

Pflanzen können über Düfte unerhört komplexe Informationen versenden und untereinander austauschen. Pflanzen sagen ihren Nachbarn beispielsweise nicht nur dass sie verletzt wurden, sondern sogar ganz genau, welcher Schädling sie verletzt hat. Wo möglich, senden sie ein Duftsignal aus, dass sogar von den Fressfeinden dieser Schädlinge – zum Beispiel Schlupfwespen – verstanden wird und diese anlockt. Sie warnen also ihre Nachbarn und rufen gleichzeitig gezielt Hilfe.

Mittlerweile kennt man über 2000 Duftstoffvokabeln aus 900 Pflanzenfamilien, die eine nicht mehr zu ignorierende „Sprache der Pflanzen“ bilden. Die Kommunikation der Pflanzen ist so stark vernetzt, dass die Forscher heute vom „Wood Wide Web“ sprechen und davon ausgehen, dass die Wurzeln der Pflanzen ein riesiges, erdumspannendes Kommunikationsnetz bilden.

Die Kulturpflanzen unserer Landwirtschaft haben viele dieser Fähigkeiten interessanterweise verloren: Sie sind Pflanzen-Zombies, die nicht mehr in dieses natürliche Netzwerk eingebunden sind. Unsere industriellen Monokulturen sind Kahlstellen im Informationsnetzwerk der Natur. Pflanzen kommunizieren auch mit uns
Man könnte meinen, dass wir diese chemische Sprache der Pflanzen nicht verstehen können, aber dem ist nicht so, wir verstehen sie bereits – zumindest unser Körper versteht sie, instinktiv und auf vielen verschiedenen Ebenen.
Das menschliche Immunsystem etwa reagiert auf die Duftstoffe, besonders die sogenannten Terpene, fast so wie andere Pflanzen es tun.

„Waldluft ist ein Heiltrunk zum Einatmen“, schreibt Clemens G. Arvay in seinem Buch „Der Biophilia-Effekt“, das erstaunliches Wissen und Übungen zur Interaktion von Mensch und Wald zusammenträgt.

„Pflanzen kommunizieren direkt mit unserem Immunsystem und unserem Unbewussten, ohne dass wir sie auch nur berühren müssten, geschweige denn schlucken. Diese faszinierende Interaktion zwischen Mensch und Pflanze, welche die Wissenschaft erst allmählich zu verstehen beginnt, ist von großer Bedeutung für Medizin und Psychotherapie. Sie hält uns körperlich sowie psychisch gesund und beugt Krankheiten vor. In Zukunft muss die Begegnung mit Pflanzen eine wichtige Rolle bei der Behandlung von körperlichen Erkrankungen und psychischen Störungen spielen. Es darf keine Klinik ohne Garten oder Zugang zu Wiesen und Wäldern mehr geben, keine Siedlung ohne Naturflächen und keine Stadt ohne Wildnis,“ so seine Forderung.

Die Natur und das Immunsystem

Wie genau sieht diese Wirkung auf unser Immunsystem aus? Bisher ist zum Beispiel bekannt, dass allein bei einem Waldspaziergang gleich mehrere gesundheitsförderliche Prozesse in Gang kommen. Die von den Pflanzen ausströmenden Duft-Botschaften beeinflussen die Anzahl und Aktivität unserer Abwehrzellen, unser Hormonsystem, die Konzentration von verschiedenen Anti-Krebs-Proteinen (Perforin, Granzyme und Granulysin) und viele andere Bereiche unseres Immunsystems.

Japanische Forscher fanden nicht nur heraus, welche Botenstoffe genau mit unserem Immunsystem interagieren, sondern auch wie stark. Das Ergebnis: Bereits zwei Waldspaziergänge steigern die Abwehrkräfte um etwa 50%.
Die Ergebnisse der jüngsten Forschungen werden in Japan derart ernst genommen, dass 2012 an verschiedenen japanischen Universitäten ein eigener medizinischer Forschungszweig gegründet wurde: „Forest Medicine“ oder „Waldmedizin“ – eine Forschung, die an eine aus der traditionellen Heilkunst bekannte Therapie anknüpft: das sogenannte Shinrin-yoku (Waldbaden).

Der Biophilia-Effekt

Doch nicht nur rein chemisch-körperlich sendet der Wald heilsame Botschaften an uns aus, er kommuniziert auch mit unserem Unbewussten, das instinktiv auf die Natur reagiert. So sehr sich der modernde Mensch auch von einer natürlichen Lebensweise entfernt haben mag: Unser Körper-Geist hat sich in den letzten Tausend Jahren kaum verändert und sehnt sich noch immer nach der Geborgenheit in und der Verbindung mit der Natur.

Das ist leicht verständlich, denn der Mensch hat sich über Millionen von Jahre in der Natur und mit der Natur entwickelt – unsere Entfremdung von ihr ist vor allem ein Ergebnis der letzten paar hundert Jahre. Was sich ein Mensch dementsprechend intuitiv als Paradies vorstellt, ist wohl selten eine belebte Innenstadt – vielmehr tragen wir alle eine unbewusste Sehnsucht nach idyllischen Naturlandschaften in uns.

Der Mensch ist positiv empfänglich für Natureindrücke auf all unseren Sinnesebnen: Die chemischen Botschaften der Bäume, die visuellen Reize, der Duft, das Rascheln des Windes in den Bäumen, die Vögel, das Plätschern eines Baches, das Gefühl von Gras unter nackten Füßen. All diese Eindrücke beeinflussen unseren Hormonhaushalt, unser Immunsystem, unsere Psyche und unser Gehirn- und Nervensystem auf positive Weite und können darum auch therapeutisch eingesetzt werden, wie nun immer deutlicher wird. Natur kann eine Medizin sein, die wir dringender benötigen, als jemals zuvor.

Die Natur als Heiler

Ist es ein Zufall, dass die vorherrschenden Krankheiten unserer Zeit als „Zivilisationskrankheiten“ benannt werden? Dass diese Krankheitsbilder in indigenen Kulturen kaum auftauchen hat sicherlich auch mit einer bei uns erhöhten Belastung durch Smog, Industriegifte und Strahlung zu tun – aber kann es nicht auch die Natur-ferne Zivilisation als solche sein, die unseren Organismus aus dem Gleichgewicht bringt?

„Heilen bedeutet ‚wieder ganz machen‘. Wenn dieses Ganz-Machen in Zukunft gelingen soll, dürfen wir unsere natürlichen Lebensräume und unsere Beziehungen zu ihnen nicht außer Acht lassen. Wir müssen weg von einer Medizin, die Symptome und körperliche oder psychische Abläufe isoliert betrachtet und behandelt. Einzelne pharmazeutische Substanzen vermögen sicher einzelne Symptome zu lindern. Doch unser Organismus ist zu komplex, um an diesem Punkt stehen zu bleiben. Den Menschen als Teil der Natur, als Teil des Netzwerks des Lebens zu verstehen, eröffnet gänzlich neue Perspektiven und Behandlungsmöglichkeiten in der Medizin und Psychotherapie.“ schreibt Arvay im bereits zitierten Buch.

Brauchen Körper, Seele und Geist also die Natur, um wieder ganz zu gesunden? Zumindest wissen wir schon jetzt, dass die Natur viele Symptome stark lindern kann, wie eine Reihe aktueller Studien aufzeigt: Allein die Anwesenheit im Wald lindert Schmerzen, senkt den Blutzuckerspiegel bei Diabetes-Patienten, lässt Wunden schneller heilen, senkt den Stress durch Beeinflussung der Hormone Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin, senkt den Blutdruck und hat viele weitere positive Effekte. Gemessen daran, dass diese Zusammenhänge bisher kaum erforscht sind, können wir davon ausgehen, dass die Forschung hier bisher nur an der Oberfläche kratzt und wir in den nächsten Jahren einige interessante Erkenntnisse zu erwarten haben.

Natur-Defizit-Störung

Der US-Schriftsteller Richard Louv war wohl der erste, der einen Namen für das fand, woran die moderne Gesellschaft krankt: An einer ‚Natur-Defizit-Störung‘. Besonders die junge Generation sei davon betroffen wie keine andere vor ihr. In seinem Buch „Das letzte Kind im Wald“ berichtet Louv von seinen Forschungen: Millionen von Kindern haben heute keinen Zugang mehr zur Natur und „spielen lieber dort wo Steckdosen sind“.

Ein alarmierender Trend. Was macht es mit einem Menschen, einem Gehirn und einem Nervensystem, wenn die unterbewusste, archaisch programmierte Sehnsucht nach der Natur keine Erfüllung findet? Wie beeinflusst es die Psyche eines Kindes, wenn statt Wäldern, Flüssen und Baumhäusern nun weiße Wände, Bildschirme und Plastikspielzeug die Spielumgebung bilden. Was macht es mit der Entwicklung eines Babys wenn es auf kahle Zimmerdecken blickt, statt auf vorbeiziehende Wolken oder die sanften Bewegungen eines Baumes im Wind?

Diese Besorgnis könnte leicht als das „früher war alles besser“-Gejammer einer aussterbenden Generation abgetan werden, wenn wir nicht mittlerweile all die beschrieben Zusammenhänge zwischen Wald und Mensch als wissenschaftliche Fakten anerkennen müssten.

„Für die gesamte historische und Prä-historische Geschichte der Menschheit haben Kinder den größten Teil ihrer Zeit im Freien und der Natur verbracht – für die gesamte menschliche Geschichte! – und in nur drei Jahrzehnten ist diese Verbindung nun nahezu verschwunden. Aber wir sind genetisch dazu veranlagt, der Natur zu begegnen.“ erinnert Louv. Es sei nicht nur die physische und psychische Entwicklung des Kindes, die bei einem Natur-Defizit-gestört werde, sondern auch die spirituelle.

„Staunen und Ehrfurcht sind die Quelle aller spirituellen Entwicklung“, ist Louv überzeugt. Nur intensive Naturerfahrung, könne in einem Kind diese intensive Form des Staunens über das Wunder der Schöpfung hervorrufen, welche die Saat legt für spirituelle Neugier, für das Erahnen der größeren Zusammenhänge und ein lebendiges Erforschen der eigenen Natur.

Naturerfahrung – eine Grundlage für das Mensch-Sein?

Louv hat eine weltweite Debatte entfacht. Inzwischen sind seine Thesen durch zahlreiche Studien bestätigt worden: Viele psychische Störungen in der Kindheit treten bei Kontakt zur Natur nicht auf und lassen sich durch eine Wiederherstellung des Kontakts deutlich bessern. In der Medizin ist diese Erkenntnis bisher nicht angekommen – nach wie vor setzt man hier lieber auf Psychopharmaka, statt andere Zusammenhänge zu suchen.

Die positive Reaktion des menschlichen Körpers auf die Natur ist instinktiv und auf einer sehr tiefen Ebene. Es ist nicht zu viel vermutet, wenn Louv glaubt, dass sie eine Grundlage bildet für unsere Entwicklung als Mensch – eine Grundlage, die Millionen von Kindern heute abhanden gekommen ist. Die Folge ist vor allem ein Verlust an Verbundenheit, ein Verlust des Gefühls, Teil einer größeren Gemeinschaft zu sein. Ein Verlust, der zu einem Erleben von Isolation auch anderen Menschen gegenüber führt.

Zurück zur Natur

Louv fragt: „Wie würden sich unsere Leben verändern, wenn unsere Tage und Nächte so in Natur eingebunden wären, wie sie es heute in Elektronik sind?“ Wie würde sich die Gesellschaft verändern? Eine interessante Frage.

Louv ist überzeugt, dass wir heute mehr denn je die Natur brauchen, wenn wir als Art wirklich gedeihen wollen. Unsere Städte müssen so gestaltet werden, dass wir mit all unserer Technik nicht nur mit, sondern wieder in der Natur leben. Louvs Hoffnung ist, dass das 21. Jahrhundert das Jahrhundert werden könnte, in welchem der Mensch in der Natur wieder hergestellt wird. Man kann nur hoffen, dass er damit recht behält.

Dass Bewusstsein darüber, dass die Natur im wahrsten Sinne des Wortes mit uns kommuniziert kann das eigene Erleben stark bereichern und uns einen Teil jener Verbindung wiederschenken, nach der wir uns – bewusst oder nicht – auf einer tiefen Ebene wohl alle sehnen.

Buchtipps

Clemens G. Arvay. „Der Biophilia Effekt – Heilung aus dem Wald“. Edition a.
Richard Louv. „Das letzte Kind im Wald? – Geben wir unseren Kindern die Natur zurück!“. Beltz
Richard Louv. „Das Prinzip Natur: Grünes Leben im digitalen Zeitalter“. Beltz

22 Responses

  1. Günther Lassi
    Pfglanzen im Grundrecht

    Hier dazu eine interessante Seite: http://www.blauen-institut.ch/s2_blue/pg_blu/pf/a_f.html Übrigens in der Schweiz sind Pflanzen im Grundrecht verankert 😉
    …und falls es jemanden interessiert, ich mach seit Jahren Seminare in der Richtung: http://www.numinosa.at/aktuelles/seminare-vortr%C3%A4ge/

    Antworten
  2. Tanja

    Peter Wohlleben ist Förster und hat mehrere Bücher dazu geschrieben. Vielleicht wacht ein weiterer Teil der schlafenden Bevölkerung langsam mal auf zum Thema Ausbeutung unserer Wälder.

    Antworten
  3. Silvia H.
    Wie wahr!

    Umso trauriger, dass heute immer mehr Bäume gefällt (und das kommt mir nicht nur so vor) Büsche bis ganz runter beschnitten werden und Rasen gemäht bis er nicht mehr wächst. Bäumen werden die Kronen weggeschnitten…. mir tut es weh zu sehen wie von der Natur immer weniger übrig bleibt. Nachgepflanzt wird in den wenigsten Fällen. Eher kommt es mir so schon so vor als hätte man Spaß dran so nach und nach alles in eine Betonwüste zu verwandeln. Besonders auf Holunder und Weide hat man es abgesehen. Ich verstehe das nicht.
    Früher hat man doch auch nicht zwei- drei mal im Jahr überall rumgeschnitzt. Die Natur hat in der Stadt gar keine Zeit mehr zu wachsen.
    Einfach ekelhaft wie Menschen immer wieder alles in Formen quetschen müssen, sonst ist es nicht schön. Dabei ist es gerade umgekehrt….

    Antworten
    • Eberhard Axel Grote
      Legales Baumgemetzel

      Besonders bei den Alleebäumen hat es Methode. Da werden dicke Äste abgesägt und ohne Wundschutz gelassen. Von dort fault das Holz in den Stamm hinein. Dann wird der Baum gefällt, weil er ja „unsicher“ ist.

      Ein Alleebaum hat angeblich sehr viel Wert wenn er bei einem Unfall beschädigt wird. Wenn die Säge-Profis ihn so niedermetzeln, ist das völlig in Ordnung. Die Lücken werden seit Jahren immer schneller immer größer. Neupflanzungen sind extrem selten.

      An der Oder machen die Biber die Bäume massenhaft nieder. Was nicht umkracht, stirbt ab, weil die Rinde rundum weg ist. Trotzdem sind die Naturschützer für die ungebremste Verbreitung der Biber. Wenn man aber einen Baum im Hausgarten fällen will, weil er heftig Licht weg nimmt, gibt es einen Aufstand.

      Seltsame Gepflogenheiten.

      Antworten
    • Erich G.
      Dankbar

      Da stimme ich Dir zu Silvia, ich finde es auch unerträglich, das Menschen Sträucher und Bäume (Tujen) zu Rechtecken und Quadraten schneiden, allein wenn ich mir meine Säulentuijen anschaue, wie wunderschön sie gegen den Himmel wachsen, was muss das für ein Mensch sein, der diesen dann ihres Kopfes beraubt, in bin froh, das ich meinen eigenen Garten habe, wo ich der Natur so weit es geht, freien lauf lassen kann, es ist klar, das hie und da mal ganz sanft was korrigiert werden muss, das mach ich aber immer nur mit einer Rosenschere, damit der natürliche Charakter der Grünlinge erhalten bleibt, die Tierwelt dankt es einem und hat dadurch eine dauerhafte Heimat gefunden, auch mit unzähligen Insektenhäusern, wo sie darin wohnen und sich wohlfühlen können, ich danke Dir für Deinen Beitrag, es tut so gut, gleichgesinnte zu wissen, die das Herz zur Natur noch nicht verloren haben

      Antworten
  4. Christa
    Heiden-Heimat

    Allein schon der Artikel liess mich aufblühen. Ja, das ist es! Wir sind Natur und brauchen die Natur. Wir sind die Heiden, die aus der Heide. Unsere Ahnen lebten in den Wäldern, mit den Bäumen. Schätzten sie als ihre nächsten Lebewesen. Unser wedisches Ur-be (Erbe) liegt tief in uns und unsere Sehnsucht erwacht. Ein Leuchten kommt in unsere Augen, wir erkennen unsere Wurzeln. Die Liebe zu der uns umgebenden Natur möchte erneut erwachen. Wir werden angestossen, unserem Drängen nachzugehen und zu finden, wo unsere Heimat ist.
    Die Familienlandsitze, die in den Anastasia-Büchern beschrieben sind, sind ein solcher Ausdruck des Findens eines heimatlichen inneren und äusseren Friedens. Die äussere Natur resoniert mit unser inneren Natur. Es ist stimmig. Das Puzzleteil sitzt am richtigen Platz.

    Antworten
  5. tarix
    Kosmosumspannende Information

    Es ist richtig, dass Pflanzen mit uns auf verschiedenen Wegen kommunizieren. Diese Kommunikation wirkt physisch auf unseren Körper und auch auf die Psyche unseres Geistes ein.
    Mensch, Tier und Pflanze sind vom Ursprung unserer Welt her untrennbar mit einander verbunden und kontaktieren unbewusst alle Mitglieder der kosmischen Gemeinschaft und auch den Herkunftsort unseres Daseins, von dem alle kausalen Zusammenhänge ausgehen. Dieses Bewusstsein ist auch bereits längst in die wissenschaftlichen Forschungen eingedrungen. So heißt es in einer Feststellung des Physikers Ervin Laszlo : „Informationen sind das Grundlegende im Universum und unser aktuelles Modell des Universums besteht nicht aus Materie und Raum, sondern aus Energie und Information.“ Diese Ansicht ist auch in meiner Webseite www.meinkosmosarixgens.de unter dem Artikel „Die reale Philosophie unserer Welt“ nachzulesen.

    Antworten
  6. Ina
    Waldbaden - machen wir schon

    … sag ich doch!
    Wir gehen schon lange in den Wald… auch mit weiteren Interessierten.

    Gruß vom www.Waldbaden.org

    Ina

    Antworten
    • Tanja

      Es wäre schön, wenn es noch einen richtigen Wald gäbe. Ich werde jedoch immer nur sehr traurig und wütend wenn ich das Abmetzeln der Bäume hier in meiner Gegend betrachte…

      Antworten
  7. Andreas
    Danke

    Sehr interessant. Der Artikel gibt mir den Impuls, mal wieder draußen zu übernachten …

    Antworten
  8. Günther Lassi
    Wissenschaftliche Bestätigung was unsere Altvorderen intuitiv oder vielleicht mit ihrer Verbundenheit wussten?

    Autodidakte „Forschung“ aus meinem 2007 eröffneten Museum! Die Studienrichtung „Pflanzenneurobiologie“ mehr oder weniger kritisiert, (Plant and Behaviour) finde ich, ist als Meilenstein zu bezeichnen. (biite googeln 😉 ) http://www.numinosa.at/interessen-und-projekte/merlin/numinosa-magische-pflanzen-pflanzen-magie/

    Antworten
    • Sonja
      Danke Günther

      Wow, vielen Dank für den Tipp des Links! Bin darüber wiederum auf eine andere Seite gestoßen, die sehr bereichernd, vielleicht sogar lebensverändernd für mich sein könnte. Wunderbar, wie sich alles fügt!

      Antworten
  9. Guido V.
    Liebe oder LIEBE ?

    Warum wir die Natur brauchen ? Weil wir ohne die ANDEREN nicht sein können. Nicht nur weil der Mensch zur Hälfte viralen und bakteriellen Ursprungs ist. Thematisiert wird dieses, aus Sicht eines Krebses, im metaphorischen Roman ‚Ich LIEBE meinen Tumor‘ oder im Internetprojekt ‚Gemeinsam ins Tal‘.

    Die Beziehung des Menschen, wir EINEN, zu all den ANDEREN, wird im Symbol von Yin/Yang sehr deutlich, in welchem wir EINEN die schwarze Fläche und die ANDEREN die weiße Fläche symbolisieren. Der schmale Grat der Beziehung ist die sich durch den Kreis schlängelnde Berührungslinie zwischen Weiß und Schwarz.

    Antworten
  10. Wolfgang Macek
    Alles ist Eins und Eins ist Alles.

    Vor einigen Jahren, ich sitze unter einem Baum, es ist Herbst, das bunte Laub lieg schon überall.

    Es ist warm. Warm genug um mit leichter Kleidung, denn anders darf man nicht (,….), da zu sitzen den spazierenden zuzuschauen,…

    Das Fallen der Blätter zu hören ( vollkommene Übertreibung ). Also geräuschlos fällt die bunte Pracht langsam, durch den Wind etwas getragen zu Boden.

    Ihr sagt zu uns allen nur Laub und könnt euch nicht vorstellen das da jeder such einen Namen hat.
    Wo auch immer das herkam, es war da.
    Ganz einfach da, wie aus dem Nichts hervorgegangen.

    Wenn wir unseren Körper verlassen, dann könnt es doch sein, dass genau dieser wieder Grundlage ist für neues Leben.

    Ja erst einmal die Würmer, die das zerlegen….

    Während das Bewusstsein, wo anders ist.

    → Ja ich denke wir alle sind eins,….
    auch wenn sich unser Geist wehrt,… Nein denn die haben keine Organe,…

    Nein die können kein Bewusstsein haben,…‘

    Nein, sonst darf ich keinen Baum umschneiden,…

    Was ist wenn wir mit den Bäumen und den Pflanzen reden,….

    Geht nicht,…

    Ok,… wenn ich jetzt einen marathon laufen will, geht nicht, klar ich laufe doch nicht einmal,..
    Dazu werde ich was zu tun haben, wenn ich das will.

    Ich glaube so sieht es mit allen aus, was wir machen.

    Eine gute, lebensbejahende gute und vor allem kommunikative Zeit.

    Antworten
  11. Oliver
    Was heisst kommunizieren?

    Hallo David,
    der Artikel gefällt mir von seiner Grundtendenz sehr!
    Allerdings ist mir nicht klar, was genau mit „sprechen“ und „verstehen“ gemeint ist. Sind die Duftstoffe der Meisen z.B. bloße Signale, auf die andere Meisen quasi-automatisch reagieren wie ein dressierter Hund auf ein Glöckchen, oder werden sie wie menschliche Worte gebraucht, die von den anderen Meisen so verstanden werden, dass ihnen z.B. eine Behauptung als solche bewusst wird. Dann sich also eine Meise, die einen entsprechenden Duftstoff eingeatmet hat, bewusst etwas sagen wie „Oha, da ist ja wieder dieser blöde Bussard! Nie kann man in Ruhe essen!“? Anders gefragt, könnten Meisen über die so vermittelte „Information“ z.B. diskutieren wie wir über diesen Artikel diskutieren können?

    Und: Wenn ich das Gefühl habe, dass mir der Wald z.B. Ruhe vermittelt, ist das ein subjektives Gefühl, das der Wald in mir hervorruft, oder spricht der Wald wirklich, so wie ich mit meiner Tochter spreche, wenn ich ihr sage: „Ganz ruhig. Der Hund da ist harmlos.“?
    Anders gefragt: Gibt es wesentliche Unterschiede zwischen menschlicher, tierischer und pflanzlicher Kommunikation? Und wenn ja, wo liegen sie?

    Mir scheinen diese Fragen wichtig, denn wenn wir Menschen letztlich als etwas sonderbar lebende Pflanzen denken müssten, dann könnten wir am Ende gar zu dem Ergebnis kommen, dass Bäume wie Menschen zu behandeln wären. Dann wäre unsere Zivilisation im Eimer. Denn dann könnten wir noch nicht einmal mehr Häuser bauen oder Straßen anlegen. Wir dürften dann auch keine Bücher drucken oder Konzerthäuser anlegen oder Geigen herstellen. – Oder wir könnten zu dem Ergebnis kommen, dass wir die Würde der anderen Menschen nicht weiter zu beachten hätten, da Menschen auch nichts anderes sind als etwas komplizierte Pflanzen.
    Viele Grüße,
    Oliver

    Antworten
    • Profilbild von David Rotter
      David Rotter

      Hallo Oliver,

      Kommunikation im biologischen Sinne erfordert keine bewusste Reflexion der übermittelten Informationen.
      Dies wäre der zentrale Unterschied, den Du ansprichst.
      Auf der Ebene der bewussten Reflexion kommunizieren, können derzeit gesichert nur höhere Primaten und vermutlich Delfine.

      Dieser Artikel sollte weniger zu moralischen Diskussionen anregen, als vielmehr die Augen dafür öffnen, wie sehr wir mit allem verbunden sind und wie sehr wir die Natur brauchen – und dass das Erleben der Natur sich stark verändern kann, wenn man sich nicht als isoliert begreift, sondern erkennt, dass alles mit einem kommuniziert.

      Grüße
      David

      Antworten
    • Eberhard Axel Grote
      Kommunikation und Interaktion

      Hallo Oliver,

      an Deinen Gedanken zu den Fähigkeiten der Tiere/Pflanzen, und dass Bäume letztlich wie Menschen zu behandeln wären, ist aus meiner Sicht und meinem Erleben wirklich was dran.

      Es gibt immer mehr Videos und Forschungen die zeigen, dass Tiere keinesfalls nur „automatisch“ (re)agieren. Wir Menschen tun dies allerdings in wesentlich höherem Maße, als es uns bewusst ist. Wir werden durch Gerüche – unterhalb der Wahrnemungsrenze! -, durch Geräusche und andere unbewusst empfangene Impulse stark beeinflusst und reagieren „automatisch“ darauf.

      Tiere sind offensichtlich nicht nur zum Lernen, zum Denken und zu „freier“ Kommunikation, sondern auch zu „unzweckmäßigen“ Handlungen aus reinem Vergnügen, zu einer Art „Humor“, zu Schlussfolgerungen und teilweise sogar zu abstrakten Denkvorgängen fähig, nach denen sie sich z.B. gezielt passende Werkzeuge anfertigen und verwenden können.

      Dass eine Kommunikation unter Pflanzen (wie im Artikel beschrieben) möglich ist, ist in Ansätzen schon lange bekannt. Dass eine intensive und wirkungsvolle Kommunikation zwischen Menschen und Pflanzen möglich ist, zeigen nicht nur die Menschen in Findorn (Schottland) seit Jahrzehnten.

      Die Erkenntnis, die mir aus meinen Erfahrungen erwuchs, ist, dass ich als Mensch nur durch die Opfer anderer Lebewesen, Tiere und Pflanzen gleichermaßen, leben kann. Nur weil Pflanzen kein Organ für (akustischen) Empfindungsausdruck haben, kann ich noch lange nicht davon ausgehen, dass sie keinerlei (Schmerz-)Empfinden und Bewusstsein haben. Dass sie Nervenstrukturen und auch gezieltes Reaktionsvermögen haben, lässt sich gut an einer Mimose (Mimosa pudica) beobachten.

      Ich kann also nur leben, wenn ich zumindest fühlendes Pflanzenleben vernichte. Das lässt mich bewusst, dankbar und demütig gegenüber der Natur sein. Sie kann ohne mich leben. Eine Umkehrung ist ausgeschlossen.

      Antworten
  12. Daniel Konzett
    Der Urwald

    Viele gruesse an alle die den wald brauchen. Hier in bahia – brasilien hat der wald noch viel mehr energie zu bieten. Den richtigen wald zu planen ist eine aufgabe fuer menschen die mit den sinnen arbeiten. Dabei werden sie eine freude und energie erfahren die sofort umgesetzt werden kann. Ich suche menschen die lust haben einen tropischen lust und gesundheits-wald zu planen, aufzubauen und zu nutzen.

    https://www.facebook.com/arcadanielbrasilien

    Antworten
  13. Sebas
    Ja... 🙂

    Pflanzen sind unsere ältesten Geschwister ?!
    Und.. „mitakuye oyasin“. ;).

    Antworten
  14. Freigeist

    Schöner Artikel! „Frieden findet man nur in den Wäldern“, hab auch darüber geschrieben: http://my-free-mind.at/wald/

    Antworten
  15. Eberhard Axel Grote
    Was mich noch erstaunt

    Ein klasse Artikel!
    Was mich noch bewegt: Ich sehe immer wieder Bäume und Büsche, die mittlerweile etwa bis zu 4 oder 5 Meter hoch sind und auf den ehemaligen Dachböden von Ruinen wachsen. Dort leben sie auf einer dünnen Schicht von langsam gewachsenem Humus. Ohne Dünger, ohne tiefgründige Erde, ohne Wasserversorgung. Sie tragen ein volles, kräftg grünes Laub. Selbst in trockensten Zeiten, wenn hier rundum nur noch Tiefwurzler grün sind und Bäume, die im Erdboden verwurzelt sind, die Blätter hängen lassen, überleben sie!
    Demgemäß müsste es möglich sein, Bedingungen zu schaffen, die weit weniger Aufwand erfordern, als er heute getrieben wird und trotzdem besseres Pflanzenwachstum zu ermöglichen.

    Antworten

Hinterlasse einen öffentlichen Kommentar

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.

*