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Wenn Sie diesen Film gesehen haben, werden Sie nie wieder aus einer Plastikflasche trinken.  Filmstart 25. Februar

Interview mit dem Filmemacher Werner Boote über seinen Film.

 

SEIN: Herr Boote, sechsmal mehr Plastik wie Plankton in den Meeren.

Werner Boote: …. manchmal mehr, bis zum 60-Fachen…..

SEIN: Bisphenol A, Weichmacher und Flammschutzmittel im Blut. Kennen Sie Rainer Langhans, den Altachtundsechziger? Der sagte mal, es ist fünf nach zwölf. Wir haben alle Zeit der Welt. Wieviel Zeit geben Sie uns?

Werner Boote: Ich glaube, dass man ordentlich Gas geben muss. Erst wenn die Öffentlichkeit interessiert nachfragt, kommt etwas in Fahrt. Der Sinn wäre, dass das Plastikproblem jetzt sehr schnell angegangen wird. Es hat ja das EU-Umweltministertreffen gegeben. Die EU-Kommission hat sich eingeschaltet aufgrund dieser Österreich-Tests, der ersten, die wir gemacht haben. Plastiktüten zum Beispiel. Es gibt schon viele Länder, die Plastiktüten verboten haben. In Eritrea zahlt man sogar Strafe. Wie ich jetzt in Abu Dhabi war und den Film vorgestellt habe, waren Berater des Scheichs und Verantwortliche vom Ministry of Environment and Water da und fragten: Was kann man machen? Ich sagte, keine Ahnung, fangt doch mal mit Plastiktüten an. Die haben jetzt ein Plastiktütenverbot ab 2013 ausgesprochen, so wie Italien und Frankreich. Das Problem ist, dass alles so schleppend geht. Es muss mehr getestet werden. Sicherheit muss für alle her. Ich habe den Chef von Tupperware getroffen, und ich sag zu ihm, ja, wieso ist da Bisphenol A bei allen euren Produkten drin? Das kann doch nicht wahr sein. Er antwortet, er weiß es, es ist ein Problem. Aber bei denen, die uns nachmachen, ist ja alles noch viel schlimmer.


Sein: Bisphenol A im Blut. Sie haben sich ja selbst testen lassen. Der Arzt sagte Ihnen, leider noch zeugungsfähig. Wie gehen Sie denn damit um?


Werner Boote:
Zu Anfang habe ich nicht gedacht, dass ich mein Blut testen werde. Aber als ungläubiger Thomas will man es genau wissen. Ich wusste, jeder von uns hat Plastik im Blut, aber dass es dann so viel ist, war schon schockierend.

Das Interessante ist, eineinhalb Jahre später haben wir das ganze Filmteam getestet und im Zuge dessen habe ich mich nochmal testen lassen. Jeder unseres Teams hat Flammschutzmittel, Weichmacher, Bisphenol A im Blut gehabt. Mein Produktionsleiter hat einen Stoff im Blutplasma gehabt, den es schon seit sechs Jahren nicht mehr geben dürfte in der EU. Bei mir war es so, dass ich in diesen eineinhalb Jahren Bisphenol abgebaut habe. Mein Wert beim zweiten Test war wesentlich weniger. Ich habe mein Leben logischerweise ziemlich umgestellt.


Sein: Wie haben Sie das gemacht? Haben Sie sich von Plastik ferngehalten?

Werner Boote: Fernhalten kann man sich, indem man statt Tupperware z.B. ein Weckglas zu Hause hat. Schaut viel lässiger aus. Oder in dem man aus einer Glasflasche trinkt. Ich mach es jetzt nicht extrem. Ich habe nach wie vor ein Handy, einen Computer. O.K. bei den Zahnbürsten habe ich schon andere Produkte gefunden.

Innerhalb von eineinhalb Jahren habe ich das abgebaut. allerdings gibt es viele Stoffe, die sich in den Blutgefäßen anreichern. Man sagt, Taxifahrer so zwischen 55 und 60 Jahren haben am meisten Pthalate in sich. Weil die den ganzen Tag im Auto sitzen und Pthalate einatmen wegen der Kunststoffverkleidung. Das ist das, was man riecht, wenn man ins Auto einsteigt.

Man kann Bisphenol A wieder abbauen. Noch besser wäre es, wenn Bisphenol A endlich verboten wäre. Der Trick ist ja, dass die Industrie das so lange wie möglich hinauszögert, bis der Stoff herausgenommen wird. Jeder Tag, den sie es länger verschleppen, bringt der Industrie immens viel Geld.

Am Anfang beim Babyschnuller kam raus, da ist Bisphenol A drin. In einem Latexschnuller. Völlig absurde Geschichte. Also völlig ekelhaft. Noch dazu wenn ich weiß, dass ich das einem Baby in den Mund stecke und mir denke, jetzt ist das Kind glücklich. Da drinnen ist Bisphenol A, und dazu noch irrsinnig viel. Was war die erste Reaktion? Es war nicht: Das tut uns aber leid oder so, sondern es war: „Es kann nicht sein, denn es tritt nicht aus“. Dadurch musste hergegangen werden, der nächste Test musste gemacht werden. Kommt das wirklich raus, das Bisphenol A? Denn es könnte sein, dass es vielleicht doch drin bleibt. Die Chance ist eigentlich gleich null. Aber O.K., muss man machen um es zu beweisen. Dann ist es bewiesen worden, dass es doch austritt und dann haben sie den Schnuller vom Markt genommen. Die Hinhaltetaktik. Es gibt schon seit Jahren ein Ersatzgranulat für Bisphenol A. Womöglich ist das ein bisschen teurer.

Frage einer weiteren Journalistin: Ich habe mal von diesem Garbage Island gehört, von dieser Plastikinsel, die im Pazifik treibt.

Werner Boote: Das ist ein großer Irrtum. Wir sind übers Meer gefahren und haben immer wieder Plastikmüll gefunden. Jede Menge. Das, was man aber mit Plastikmüllteppich meint, ist das, was sich über die Jahrzehnte im Nordpazifik zusammen gesammelt hat. Die Meeresströmungen liegen so, dass es dort das Plastik zusammentreibt. Das Plastik korrodiert, macht sich zu solch kleinen Plastiflakes und schwimmt dort herum. Es ist nicht so das man auf die Wasseroberfläche schaut, und dann sieht man nur Feuerzeuge, Socken etc.. Natürlich schwimmt das auch dort herum. Der Plastikmüllteppich ist das, was in kleinen Plastikflakes unter der Wasseroberfläche treibt. Und dadurch, dass es unter der Oberfläche schwimmt und von den Meerestieren mit Plankton verwechselt wird, macht es nur noch gefährlicher.

Die noch realistischste Möglichkeit, das Plastik aus dem Meer herauszuholen ist das Karsai-Projekt, das ein künstliches Ufer simuliert. Die würden mit diesem Ufer ins Meer fahren, Plastikmüll setzt sich ab, während Plankton sich zurückzieht. Man müsste also ein künstliches Ufer bauen und durch ein Gebiet fahren, das so groß ist wie Texas oder Mitteleuropa, um den Plastikmüll aus dem Meer zu kriegen. Das ist der Plastikmüllteppich. Das habe ich im Film aber nicht gezeigt, weil ich es viel spannender gefunden habe die Insel der Natur in Japan zu zeigen. Die Insel ist so schön, und dann liegt da das Plastik am Strand in Massen herum.

SEIN: Gibt es Hinweise oder Studien, ob der Rückgang der Fischpopulationen in den Weltmeeren mit diesem Problem zu tun hat?

 

Werner Boote: Ich habe schon von Studien gehört, kenne sie aber nicht. Es sollen 60 Arten sein, die richtig bedroht sind, von den Albatrossen bis zu den Wasserschildkröten.

SEIN: Es gibt eine Familie in Österreich, die ihr Leben nach dem Film umgestellt haben.

Werner Boote: Familie Krautwaschl aus Graz, Vater, Mutter, drei Kinder. Die Mutter hatte mir eine Mail geschickt, sie war beeindruckt von dem Film. Anfangs sei sie sehr niedergeschlagen gewesen, doch dann hätte sie beschlossen, „man müsse doch etwas machen“. Sie wollen nun Kunststoff aus ihrem Leben verbannen, so weit es geht. Aber ohne auf Komfort zu verzichten. Und sie ersetzen alles. Große Schwierigkeiten hatten sie bei Toilettenpapier, denn Toilettenpapier gibt es in Österreich nur noch in Kunststoffverpackung. Es hat früher das „DANKE“ gegeben, das hat es hier ja auch gegeben, in Papier verpackt. Aber jetzt gibt es das nur noch in Plastik. Ein anderes Problem waren Zahnbürsten. Das haben sie jetzt alles schon gelöst. Das Einzige was in ihrem Haus noch aus Kunststoff ist, sind die PVC-Leitungen, die Kabel und die Abwasserrohre natürlich.

Die Familie Krautwaschl hat einen Riesenspaß dabei. Die ganze Tupper-Ware haben sie ausgetauscht gegen Gläser mit einem Gummiring aus Naturkautschuk. Wir helfen ihnen viel dabei. Das von heute auf morgen umzustellen ist im ersten Moment sehr teuer. Obwohl sie sich jetzt ausgerechnet haben, dass sie langfristig viel billiger liegen, weil sie nachhaltiger einkaufen.

Ich sehe es bei mir, ich habe früher immer diese PVC-Schaufel und Kehre gehabt. Die ich dann immer nach drei Monaten oder so, weil die so hässlich ausschaut, weggehauen hab. Das war halt die anerzogene Wegwerfmentalität. Dann vor fünf, sechs Jahren habe ich mir eine Emaille-Kehrschaufel gekauft. Die hab ich noch immer, die schaut immer noch super aus. Ich habs nicht hochgerechnet, aber wahrscheinlich habe ich auch schon viel Geld gespart.

SEIN: Wie lange hat diese Familie gebraucht, um das zu verändern?

Werner Boote: Die haben sich drei Wochen darauf vorbereitet, eine Bestandsaufnahme gemacht, und am 1. Dezember haben sie angefangen. Süß war, dem kleinen Buben, der ist jetzt fünf, haben sie gesagt, du hast jetzt gerade zum Geburtstag eine Plastik-Ritterburg bekommen. Die kannst du behalten. Er hat die dann aber freiwillig weggegeben. Jetzt hat er sich ein Holzschiff gekauft.

Die haben richtig Spaß, es zu probieren und sie sagen sich, sie machen sich nicht zu Konsumdeppen, denen alles erzählt wird, und sie probieren das jetzt auf ihrem Weg. Ich habe diebischen Spaß, wenn ich in meine Wäscherei gehe und mein Anzug oder mein Sakko keine solche Plastikhülle hat. Weil, der weiß ja schon, der kennt mich: Der ist der von Plastic-Planet, da darf ich keine Plastikhülle drüberhängen. Und ich bin froh, ich geh zwei Ecken nach Hause und erspar mir den ganzen Müll. Genauso die Familie Krautwaschl. Sie sagen, dass sie kaum noch Restmüll haben. Sie kaufen viel gezielter ein. Es ist ein bisschen vergleichbar mit Fastfood. Wo gibt’s das, was ich brauche? Wo fahren wir hin?

Viele Leute haben Plastikflaschen als Wasserflaschen. Das ist durch die Kunsststoffproblematik sehr kritisch zu sehen. Bei mir im Biomarkt kaufe ich mir meine Glasflasche. Die hatten früher ein Wasser aus Kanada. Das ist natürlich Unsinn. Auf der anderen Seite gibt es ja auch gutes Wasser aus Deutschland in Glasflaschen.

Durch den Film sensibilisiert, sehe ich, dass vieles in Plastik verpackt ist. Damit fängt die große Chance an. Wenn ich jetzt alleine zum Supermarkt gehe, sagen die, ja ja, wir kennen sie ja eh schon. Der Sinn wäre halt – und das ist, was in Österreich jetzt passiert -, dass immer mehr Menschen zum Supermarkt gehen und fragen: Ich will jetzt wissen, was ist denn damit? Wir hatten zum Kinostart den Babyschnuller-Test gemacht. Die Babysauger sind jetzt vom Markt genommen, weil da viel Aufmerksamkeit entstanden ist. Auch die Babyflaschen haben wir getestet. Und dann ist ja viel durch Ökotest herausgekommen über Spielzeug.

Ich wollte einen Film machen über „Wir haben viel Plastik auf dem Planeten“. Plastic-Planet soll er heißen. Doch dann haben wir angefangen, einzelne Plastikprodukte zu testen, und es ist ja der Wahnsinn was das kostet, und das war dann sehr belastend für das Budget.

Das Hauptproblem bei den Kunststoffen ist, dass selbst die Kunststoffindustrie nicht zu 100 Prozent weiß, was drinnen ist. Das ist so. Tatsache. Weil dieser  Polymerisierungsprozess immer eine Variable übrig lässt. Es gibt ein gewisses Massenprozent, von dem man nicht weiß, was drinnen ist. Das Problem ist, wenn Substanzen hineingegeben werden, die im dringendsten Verdacht stehen, krebserregend zu sein. Wenn sie es nicht schaffen, diese Substanzen rauszuholen aus dem Kunststoff, wenn diese gefährlichen Substanzen unbedingt drinnen sein müssen, dann sollen sie es draufschreiben zumindest, so dass ich als Konsument abwägen kann, da steht so viel, da steht so viel. Dann nehme ich lieber dieses, denn das scheint sicherer. Und es würde auch mehr regulieren, die Leute würden belastete Produkte weniger kaufen.


SEIN: Wenn jetzt die Leute den Film sehen, werden sich natürlich viele fragen: Was kann ich jetzt wie die Familie Krautwaschl in meinem Leben ändern? Die Leute muss man ja jetzt auffangen.

Werner Boote: Das Wichtigste an das man sich meiner Meinung nach halten kann, sind die drei R´s. Reuse, Reduce, Recycle. (wiederverwenden, reduzieren, recyceln). Also wenn man das Plastik schon hat, soll man es recyceln. Das Recyceln ist schon mal gut, und die Leute sollten sich mal dran halten.

SEIN: Was bringt das Recycling?

Werner Boote: Ich sage ja nicht, dass das das Beste ist. Aber ich wusste früher nicht, dass man eine Plastikflasche nie nachfüllen soll. Noch besser sind die Babyflaschen. Die schrubbt man, und dann tut man noch heißes Wasser hinein oder heiße Milch, wow, cool. Je heißer, desto mehr…

Frage einer weiteren Journalistin: Für die Gesundheit ist das Immer-wieder-Verwenden und Erhitzen am bedenklichsten?

Werner Boote: Eine Katastrophe. Du machst aus der Plastikflasche eine Hormonbombe. Deine Plastikflasche wird zu einem Hormonpräparat. Jetzt habe ich so lange darüber nachgedacht. Das einzige was wirklich zählt, ist das Reduzieren und Alternativen-Finden. Die Alternativprodukte muss man dann auch abwägen. Man kann ja nicht für alles abbaubare Kunststoffe finden. Reduzieren ist, finde ich, das beste. Gutes Beispiel, die Familie Krautwaschl, die finde ich super, weil die so viele Alternativprodukte und andere Umgangsweisen anbietet.

SEIN: Es wäre wichtig, dass sich Menschen mit der Familie Krautwaschl identifizieren und sagen können, wir machen das jetzt auch so.

Werner Boote: Man hat in der EU das Recht zu einem Geschäft zu gehen und zu sagen, ich will wissen, aus welchen Substanzen dieses Produkt besteht. Ganz egal welches Geschäft. Das passiert jetzt gerade in Österreich. Das ist super. Die Leute gehen jetzt ins Geschäft, und wir bekommen das ganze Feedback, wie die Geschäftsleute reagieren. Die Geschäftsleute müssen innerhalb von 46 Tagen sagen, welche Substanzen drinnen sind. Und die Reaktionen sind total lustig.

Also ich meine, da kommt jetzt schon ordentlich etwas in Bewegung durch den Filmstart, weil die Leute auch was machen wollen. Wir haben parlamentarische Anfragen von allen Parteien, was in Österreich fast unmöglich ist. Da sind alle Parteien dabei. Dann hat sich durch die Babyschnuller die EU-Kommission eingeschaltet. Ich weiß jetzt nicht wie es hier in Deutschland ausschaut mit den diversen Babysaugern, ob die Bisphenol-A-Sauger noch am Markt sind.

Einwand der Assistentin: Es gab einen Riesenbericht über Frontal 21, und seitdem sind die alle aus den Geschäften verschwunden. (ZDF-Beitrag über Bisphenol A vom 3. November 2009)

Werner Boote: In Österreich sind alle vom Markt außer MAMM. NUK ist aus dem Markt, AVENT ist aus dem Markt, BABYLOVE und wie sie alle heißen. Die Ärgsten waren bei den Tests NUK und AVENT. Der MAMM-Sauger hatte zwar ein bisschen Bisphenol A drinnen. Ich weiß es jetzt nicht auswendig. So um die 0,3, während der NUK und AVENT 3748 und der andere 4212 hatte. So in der Größenordnung war das. MAMM, da sieht man, die sorgen sich wirklich drum. Aber das Problem ist, dass sich noch viel zu wenige sorgen. Ich glaube, dass die Leute durch den Film jetzt mehr Aufmerksamkeit auf Kunststoff haben und sich jetzt einiges bewegt, und sie jetzt zweimal nachdenken, wenn sie einkaufen. Durch die Consumer Power kann man dann schon auch was bewirken. Und wenn man dann noch nachfragt im Geschäft, dann geht es weiter über den Lieferanten zur Industrie. Die müssen darauf reagieren und die Politik wird gestärkt. In Wahrheit müssen endlich Gesetze her und die Behörden müssen ordentlich kontrollieren. Das ist, was gemacht werden muss.

Für mich war einer der wichtigsten Momente, die EU-Vizepräsidentin, Frau Wallström, zu treffen, weil die eigentlich das REACH aufgebracht hat. RIECH ist das strengste Chemikaliengesetz der Welt, das dann wieder von der Lobby niedergebügelt worden ist. Das REACH, wie es heute ist, ist ein Abklatsch von dem, wie es einmal gedacht war. Aber gut, zumindest gibt es das jetzt, und nun muss man Bewegung erzeugen. Jetzt muss was passieren. Drei müssen an einem Strang ziehen: Der Konsument, die Politik und die Industrie müssen in Bewegung kommen.

Was mir noch wichtig wäre herauszustellen ist, dass es kein medizinischer Film geworden ist, dass nicht zu viele Substanznamen fallen, dass auch jemand mitkommt, der noch nicht viel darüber gehört hat, und mitlernen kann. Das macht den Film auch besonders interessant für Schulen. In Österreich schaut es so aus, dass Schulen den Film wahnsinnig gut annehmen. Wir bekommen viele Reaktionen jetzt von Eltern, die sich den Film angeschaut haben, weil die Kinder ihn schon gesehen haben und die Eltern löchern, das ist Plastik und das ist Plastik. Was ist denn das überhaupt? So viel Plastik hast du in deiner Küche? Schau dir mal deine Küche an.


Das Interview führten Aman und Ingomar Schwelz


 

Während des Interviews kam ein Anruf, dass die Filmbewertungsstelle dem Film das Prädikat „besonders wertvoll“ verliehen hat.

Bilder:

Alle Bilder: © thomaskirschner.com
Bild 2: Plastik vorm Haus einer amerikanischen Familie
Bild 3: Alles aus Plastik kommt vors Haus – Japanische Familie
Bild 4: Kürzlich fand die Biologin Cynthia Vanderlip aus Hawaii all die hier abgebildeten Gegenstände in dem Magen eines toten Albatrosses. Insgesamt entdeckte die Forscherin 306 Teile, viele davon scharfkantig.
Bild 5: Plastik einer indische Familie
Bild 6: Werner Boote und Filialleiter im Getränkemarkt
Bild 7: Baby mit Plastik-Babyfläschchen
Bild 8: Plastik im Supermarkt – 240 Millionen Tonnen Plastik werden jedes Jahr produziert. 6,5 Mio Tonnen davon gelangen ins Meer.

Links:

Die Seite der Familie Krautwaschl finden sie hier: www.keinheimfuerplastik.at

ZDF-Beitrag über Bisphenol A vom 3. November 2009

Siehe auch unsere Filmempfehlung


Erläuterung:

Der Film – Plastic Planet – ab 25. Februar im Kino

REACH = Registration – Evaluation – Authorisation of Chemicals

4 Responses

  1. xxx

    Im übrigen ist es wohl auch nötig daran zu erinnern dass ALLE Zeitepochen davon überzeugt waren, dass die Menschheit aussterben wird, und die Erde zugrunde geht. Bislang ist das nicht passiert…

    Stimmt, aber der Krebs wird seiniges dazutun!

    Antworten
  2. Georg

    ja das stimmt schon dass die Welt immer wieder untergeht… möchte wissen wie viele Römer an ihren Bleileitungen gestorben sind oder wie viele Leute wegen Asbest gestorben sind! ach hätt ich ja fast vergessen, die Atomkraft haben wir ja auch noch.
    Die Menschheit ist wie ein kleines Kind das erst laufen lernt und immer wieder hinfällt!
    Soll heißen: wir hatten noch nie so viele Möglichkeiten wie heute, wir müssen nur noch lernen, sie richtig zu nutzen!

    Antworten
  3. ???

    hallo, ich bin sehr schockiert, und verwirrt…
    ich bin seit 1 jahr beraterin beim tupperware österreich..seit dem habe ich alles ausgetauscht in meine küche, natürlich gibt es nur mehr “ tupperware“..ich prezentire und verkaufe fleißig die produkte, weil ich 100% vertraue habe ( GEHABT )..
    Ich brauche bitte gewissenheit so schnell wie möglich!!! Sind die tupperware produkte schädlich sind oder wie mir das angelernt war: „lebensmittel freundliche“ , ohne gift stoffe….und,und,und…
    Bitte ich möchte mich und auch meine treue kunden die wahrheit ins licht bringen!!!! vielen dank…

    Antworten
  4. Vigor Calma

    Wann wird das Verständnis der Menschen soweit herangereift sein, dass sie erkennen, dass:
    – der Horizont des Menschen zu klein ist, um die Harmonie dieser Welt zu begreifen
    – für jedes gefundene Problem auch eine Lösung bereits existiert
    – der eigen Fokus Teil des Gesehenen ist
    – der Denker denkt und der Beweisführer es beweisen wird

    Heißt:
    Würde irgendwer auf dieser Erde auf die Idee kommen, Beweise für heilende Kräfte von Plastikartikeln zu finden, dann werden diese Beweise gefunden werden.

    Im übrigen ist es wohl auch nötig daran zu erinnern dass ALLE Zeitepochen davon überzeugt waren, dass die Menschheit aussterben wird, und die Erde zugrunde geht. Bislang ist das nicht passiert, und mit ziemlicher Sicherheit wird es auch nicht passieren.
    Alles was „wir“ zu wissen glauben, sind lustige Einfälle, um unsere Leben unterhaltsamer zu gestalten.
    Die ultimative Wahrheit wird weiter Phantom bleiben, und statt die Erde retten zu wollen, sollte sich Jede(r) an die eigene Nase fassen und vielleicht damit anfangen sich selbst zu retten. Niemand wird für DICH die Welt aufräumen.

    Amen

    Antworten

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