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Unter den derzeit aktiven Rednern und Autoren zählt Robert Betz mit zu den erfolgreichsten. Kaum jemand füllt derzeit mit größerem Eifer die Säle im deutschsprachigen Raum. Seine Ratgeber wie „Willst du normal sein oder glücklich“ führen wochenlang die Spiegel-Bestsellerliste, er produziert unzählige YouTube Videos mit Kurzvorträgen, deren Duktus an das Wort zum Sonntag erinnert, seine Produktliste zur positiven Lebensgestaltung beinhaltet Kartensets, Bücher und Meditations-CDs, die kaum ein Thema auslassen. Egal ob unglücklich verheiratet, Problemkinder, Krankheiten oder Mobbing – Betz hat für jeden das passende Rezept. Dabei grast der Psychologe und ehemalige Marketingchef unermüdlich auch die Zielgruppen ab, die den Übermittlern ähnlicher Botschaften bisher verschlossen blieben.

 

Frau, lebe dein Leben – sei du selbst!

– so der Titel des Tagesseminars, an dem ich am 6. April in Stuttgart teilnehme. In der edlen Reithalle des Stuttgarter Maritim Hotels warte ich mit meiner Begleitung und 200 weiteren Frauen auf „Deutschlands Coach Nr. 1“ wie die Für Sie titelt, deren Ausgaben seit einiger Zeit CDs und Booklets von Robert Betz beiliegen und die das Tagesseminar mit veranstaltet.

Um Platz zu nehmen, müssen wir zuerst unsere Stühle freiräumen, denn auf jedem Stuhl stapelt sich ein Berg von Materialien: ein Namensschild, ein Katalog mit den Seminarangeboten, die aktuelle Ausgabe der Für Sie, ein DIN A4 Notizblock und ein Kugelschreiber für unsere Notizen. Überraschenderweise ist sogar eine Flasche Olivenöl dabei. Die Oliven stammen von der Insel Lesbos, angeblich eine der letzten Inseln des sagenumwobenen Atlantis. „Die Hochschwingung der Liebe ist in dieser Insel seit jener Zeit gespeichert und sie verwandelt die niedrig schwingenden Energien in Menschen und öffnet ihr Herz wieder“ verkündet Betz auf Facebook. Dieses Wissen habe er zuverlässig aus Quellen der Geistigen Welt erhalten, bestätigt wurde es von „medialen Frauen“, was mich an die kartenlegenden Damen auf Astro-TV denken lässt. Das auf Lesbos hergestellte Olivenöl verkauft Betz als „flüssiges Gold“ und es soll sich sowohl zum Liebesspiel wie auch zur Behandlung von Neurodermitis und Hämorrhoiden eignen. Und natürlich zum Essen. So der Verkaufsflyer. Ich habe das Öl inzwischen ein paar Mal in meinen Salat getan, es schmeckt nicht schlecht. In einem Nebensatz erzählt Herr Betz begeistert, dass er sich auf Lesbos gerade ein neues Haus baut.

 

Höher schwingen mit Olivenöl und mit Botschaften aus der Geistigen Welt

Nach eigenen Angaben erhält Betz regelmäßig Botschaften der Geistigen Welt und diese kann man auf seiner Webseite und auf der Facebookseite nachlesen. Die Botschaften beginnen mit „Gott zum Gruße, viel geliebte Seelen“ und kommentieren auch gerne mal das aktuelle Weltgeschehen wie zum Beispiel die bundesweiten Überschwemmungen am 4. Juni 2013: „Wenn Wasser in Häuser kommt, dann ist das im Kern richtig, es kommen Gefühle ins Haus“. Dass das Team von Betz negative Leserkommentare auf Facebook angeblich löschen soll, kann man an diesem Beispiel nicht nachvollziehen, denn fast ein Jahr später steht der Post samt der empörten Reaktionen noch immer im Netz.

Das Einbeziehen von gechannelten Inhalten wird Betz immer wieder vorgeworfen und geben dem eigentlich ziemlich bodenständigen Auftreten des kahlköpfigen Rheinländers mit Brille und Kugelbauch tatsächlich einen seltsamen Anstrich – da hilft auch kein „das müsst ihr mir jetzt nicht glauben“, was er immer wieder einstreut.
Transformation im Eilverfahren

Die Veranstaltung dauert von 9 bis 19 Uhr, es gibt 2 kurze Pausen und eine lange Mittagspause. Für die Verpflegung wird in der Lounge des Maritim gut gesorgt. Der Meister betritt die Halle um 9.30 Uhr und startet das Tagesseminar mit seinem ersten Vortrag – aufmerksam verfolgt von den Teilnehmerinnen, deren Gesichter die unterschiedlichen Eindrücke wiederspiegeln, die Robert Betz mit seinen Thesen und Anekdoten gewollt oder nicht gewollt auslöst: Verblüffung, Zweifel, Amüsiertheit, Müdigkeit, Berührung. Einigen Frauen ist anzusehen, dass ihnen die Inhalte, die sie gerade hören, neu sind. Da geht es um Spiegelgesetze und Erzengel, um einen Bewusstseinswandel, der sich gerade in der Welt vollziehen soll, um die Ursachen von Schilddrüsenunterfunktion und Brustkrebs und um das Annehmen von ungeliebten Anteilen und unangenehmen Gefühle wie Scham, Schuld und Eifersucht. Und es geht um die persönliche Verstrickung mit Vater und Mutter, warum daraus unglücklich machende Muster entstehen und wie diese Muster unsere Beziehungen in Familie, Alltag und Beruf auch heute noch bestimmen.

Und schon werden wir in eine kleine Transformationsübung geleitet, in der die Muster angeschaut und aufgelöst werden sollen – eine Art Hypnotrance im Eilverfahren mit Besuch bei den Ahnen und beim inneren Kind. Wer da nicht mitkommt, erfährt, dass er die Themen auf einer Transformationswoche vertiefen kann. Das anfängliche Interesse meiner Begleitung an diesem Workshop schwindet allerdings sofort wieder, als sie im Katalog nachschlägt und erfährt, was die Woche auf Lesbos kostet: um die 2.400 Euro – ohne Robert. Will man den Meister selbst erleben, muss man mindestens das Doppelte hinlegen.

Jeder der insgesamt fünf Abschnitte an diesem Sonntag ist gleich aufgebaut: Zuerst ein Vortrag, dann die geführte Mediation und am Schluss eine Frage-Antwort-Runde, die diverse Einzel-Coachings enthält. Was er den Frauen dort zur Antwort gibt, ist nicht falsch und seine launigen Antworten und Gegenfragen treffen oft den Kern der Sache. Das Setting und wohl auch Robert Betz selbst lassen nicht zu, dass es in der Kürze der Zeit ans Eingemachte geht. Scheint eine Teilnehmerin ein größeres Problem zu haben, empfiehlt er professionelle, therapeutische Begleitung. Robert Betz ist aber nicht nur Redner, sondern auch Geschäftsmann und Marketingstratege. Daher verweist er natürlich auf die von ihm ausgebildeten Transformationstherapeuten und wirbt auch ungeniert für seine Meditations-CDs, für die Transformationswochen auf Lesbos und wer es wirklich wissen will, soll am besten gleich die Ausbildung zum Transformationstherapeuten machen.

Während Robert die Bühne kurzzeitig frei macht, damit sich fünf seiner Transformationstherapeutinnen vorstellen können, zückt meine Begleitung den Taschenrechner: 200 Teilnehmerinnen à 140 Euro Seminargebühr. Fast jede kauft mindestens eines der im rückwärtigen Teil der Reithalle ausgelegten Produkte. Wenn die Teilnehmerinnen im Schnitt 30 Euro für Bücher, Karten oder CDs ausgeben, hat der Mann am Ende dieses Tages 34.000 Euro Umsatz gemacht. „Wir machen irgendwas falsch“ murmelt meine Begleitung und schüttelt in gespielter Verzweiflung den Kopf.

 

Geldgeiler Sack oder Arschengel

Es ist nicht zu leugnen: Der Mann weiß, wie man Geld verdient. Nicht erstaunlich, wenn man sich die Betz‘sche Karriere anschaut: Der gelernte Industriekaufmann studiert Psychologie und geht mit 28 in die Wirtschaft. In einem amerikanischen Unternehmen mit Sitz in Frankfurt steigt er nach kürzester Zeit zum „vice president marketing“ für Europa auf. Die Mischung aus kaufmännischem und psychologischem Know-how führt ihn und seinen Arbeitgeber zum Erfolg, bis bei ihm nach 9 Jahren die ersten Panikattacken auftreten. Er beginnt eine Einzeltherapie, die zum Aus- und Umstieg aus der bisherigen Arbeitswelt führt. Es folgt der Umzug nach München, wo er die Reinkarnationstherapie und sein Talent für diese Art der therapeutischen Arbeit entdeckt. 98/99 startet er mit Vorträgen und Seminaren.

Die Zeit als Marketing-Chef und Trainer zahlt sich aus: Inzwischen ist aus dem Einzelkämpfer Robert Betz ein millionenstarkes Unternehmen geworden. Zum Zeitpunkt der Gründung der „Robert Betz Transformations GmbH“ in 2012 hat das Unternehmen einen Jahresumsatz von 8 Millionen Euro, auf Facebook folgen ihm inzwischen über 160.000 User. Kritiker, die öffentlich ihr Unbehagen über dieses Wachstum äußern, werden von den Anhängern im Gegenzug gefragt, ob der Erfolg von Betz eventuell die Erfolglosigkeit des Kritikers spiegelt und der empfundene Ärger auf nichttransformierte Themen wie Neid hindeuten könnte.

 

Sektengefahr oder Selbstfindung

In einer kritischen Reportage des NDR wurden Sektenbeauftragte und eine Psychologin befragt, die warnend den Finger heben: Häufiges Meditieren wie es bei Betz empfohlen wird, sei ein typischen Merkmal von Sekten. Nach den Transformationswochen verhielten sich einige Teilnehmer ihren Kindern und Partnern gegenüber fremd. Die Psyche als Krankheitsursache zu benennen, würde Menschen verleiten, überlebenswichtige schulmedizinische Behandlungen auszulassen. Betz manipuliere seine Anhängerschaft mit esoterischem und pseudopsychologischem Humbug und verführe sie in eine Traumwelt und in die Abhängigkeit.

Diese Warnungen muten etwas weltfremd an, denn das Überprüfen der Beziehungen sowie der Einsatz von Meditation und geführten Mediationen ist in der modernen Therapiearbeit nicht ungewöhnlich. Betz‘ Transformationstherapie bedient sich aus einem Pool der aktuellen therapeutischen Methoden wie Byron Katies „The Work“, Familienstellen und Ahnenarbeit – nicht Neues für Menschen, die in den letzten 10 Jahren Erfahrungen in Seminaren, Therapien oder Coachings gemacht haben. Und die seelischen Ursachen von chronischen und akuten Krankheiten hat inzwischen sogar die Schulmedizin anerkannt.

Die Vorträge und Übungen im Seminar wurden innerhalb eines straffen Zeitplans abgewickelt und konnten aufgrund des Tempos vieles nur anreißen. Berührung fand trotzdem statt und dass einigen Frauen die Tränen kamen, als sie – vielleicht zum ersten Mal – in einer Meditation zu ihrem inneren Kind geführt wurden, wird Seminar- und therapieerfahrene Menschen nicht überraschen. Manipuliert wurde meines Erachtens an diesem Tag aber hauptsächlich die Kaufbereitschaft der Teilnehmerinnen.

 

200 Frauen und kein Retter

Robert Betz plaudert auch gerne aus dem persönlichen Nähkästchen. Um die Konsequenzen einer ungesunden Verstrickung mit den Eltern deutlich zumachen, berichtet er von seiner chronisch kranken Mutter: „Ich dachte als Kind, die stirbt! Und ich hoffte, wenn ich ihr im Haushalt etwas abnehme, dann hält die länger!“ Er wird belohnt mit verständnisvollem Gelächter. In den nächsten Jahren setzt er dieses Muster angeblich  bei seinen Beziehungspartnerinnen fort: „Ich dachte, ich muss alle Frauen retten!“ Davon sei er inzwischen frei. Er müsse heute keine Frau mehr retten. Meine Begleitung schaut mich verblüfft an und gemeinsam wandern unsere Blicke von dem auf der Bühne stehenden Betz zu 200 aufmerksam lauschenden Frauen.

Als ich ihn in der Pause dazu anspreche, werde ich schnell abgefertigt. „Ich? Nein. Ich rette niemanden! Was die da drin (er zeigt auf die Stühle der Teilnehmerinnen) nach der Veranstaltung machen, ist nicht mein Problem!“ Der Mann hat offensichtlich keine Lust, sich mit Fragen zu beschäftigen, die ihm nicht behagen. Ich bekomme noch ein eingefrorenes Grinsen und schon wendet er sich der hinter uns wartenden Fragestellerin zu. Interessiert verfolgen wir, wie er in den Pausen und auch nach dem Seminar auf die Frauen eingeht, die sich hilfesuchend an ihn wenden: Freundlich, väterlich nimmt er sich Zeit, er witzelt, berät und erklärt.

Es ist immer eine Option, den Leidensweg verlassen, indem man die eigene Neurose zu Geld macht. Eine Falle, in die nicht wenige Therapeuten, Sozialarbeiter und andere Menschen aus helfenden Berufen tappen. Das Grundthema ist dann zwar noch immer nicht therapiert, aber ein gedecktes Konto und die Wertschätzung der Klienten und Patienten können den Eindruck erwecken, dass man auf der Sonnenseite des Lebens steht und selber gesund ist. Möglicherweise ist auch Robert Betz in diese Falle getappt. Wenn dem so ist, wären mehrere Millionen Euro Jahresumsatz tatsächlich ein nicht zu verachtender Krankheitsgewinn.

 

Psychoentertainment – wie man Weisheit zum Mainstream macht

Es ist mir an diesem Sonntag nicht gelungen, hinter der Maske des Erfolgsmenschen den privaten Robert Betz zu entdecken. Souverän und routiniert wiederholt er, was er in unzähligen Vorträgen bereits gesagt und aufgenommen hat, die humorigen Einlagen sind stets gut platziert. Da ich unempfänglich bin für jede Art von Charisma, kann ich nicht beurteilen, ob Robert Betz welches hat.

Getroffen habe ich einen schlauen und unterhaltsamen Redner, der die richtige Ware unters Volk bringt. Diese Ware, also das, was er erzählt und worüber er jährlich über 20.000 Menschen aufklären möchte, sind die gleichen Inhalte, wie sie in vielen therapeutischen und spirituellen Kreisen vermittelt und gelebt werden. Es geht um Selbstbestimmung, um Eigenverantwortung und um Selbstliebe. Das eigene Potenzial soll erkannt und gelebt werden. An sich ein hehres Vorhaben.

Durch einen wie Robert Betz kommen diese Inhalte zu sehr vielen Menschen. Menschen, die vielleicht niemals den Weg zu therapeutischen oder spirituellen Heilern und Beratern finden würden. Dazu braucht es einen, der weiß, wie man die manchmal sperrigen und seltsam klingenden Inhalte der entsprechenden Weisheitslehren in eine spritzige, leicht verständliche und unterhaltsame Form bringt und wie man sie dort platziert, wo der „Normalbürger“ sie leicht findet.

In den Frage-Antwort-Runden hörte ich Berichte von Frauen, die sich dem stressigen Job, dem gewalttätigen Ehemann, dem Schönheits- und Jugendwahn unserer Zeit oder der Mehrfachbelastung als Mutter, Ehefrau und Berufstätige hilflos ausgeliefert fühlten. Wenn Robert Betz diesen Frauen die Notwendigkeit der Eigenverantwortung und der Notwendigkeit der Aufarbeitung ihrer Biografie erklärt, sind das Binsenweisheiten für alle, die sich mit dem menschlichen Handeln und Fühlen bereits beruflich oder privat kritisch auseinandersetzen. Die Frauen im Seminar hörten diesen Ansatz an diesem Tag – zumindest in dieser Deutlichkeit – aber vielleicht zum ersten Mal. Dass er die scheinbar Unerreichbaren erreicht, ist sein Verdienst. Ob die Seminarteilnehmer durch die Erlebnisse mit Robert Betz eine tiefgreifende Veränderung erfahren, wie viele tatsächlich gesünder, klüger, gelassener, weniger „normal“ und dafür glücklich werden, kann wohl kaum jemand beantworten. Das kann aber auch bei den angeblich „seriöseren“ Heilsbringern keiner.

Trotzdem: Was ich im Stuttgarter Maritim Hotel kennenlernte, war kein Therapeut und kein Lehrer, sondern genau der väterliche Verkaufspsychologe, den man auch auf den Youtube Videos zu sehen und hören bekommt – insgesamt gut geschultes Psychoentertainment. Und vielleicht glaubt der „Glücks-Coach“ Betz, dass er sein Potenzial lebt. Ob er selbst das umsetzt, was er erzählt, ob er bei seinem anzunehmenden enormen Arbeitspensum noch genügend Muse hat, um selbstkritisch und ehrlich in sich zu spüren, wage ich zu bezweifeln. Sonst würde er mit Kritik, mit Menschen, die seine Knöpfe drücken, eventuell anders umgehen. Wer mit der derb-freundlichen Wortschöpfung „Arschengel“ ein Markenzeichen geschaffen hat, sollte dann auch souverän mit diesen Arschengel umgehen können.

 

Es hat nicht gebetzt

Am Ende des Tages verlassen wir erschöpft, mit Werbematerial bepackt und mit einer Rose beschenkt den Saal. Viele Butter-Brezeln haben wir gegessen und viele Male standen wir im Laufe dieses Tages in Gedanken an einem See am Wald, warfen bei „Eins- Zwei- Dreiiiii!“ einen Kieselstein ins Wasser und bemühten uns, mit Hilfe unserer Ahnen eine traumatische oder doch zumindest unangenehme Erinnerung aus der Kindheit zu transformieren. Einige waren bewegt, anderen ging es wohl wie mir: Ich kann in 10 Minuten nichts transformieren.

Meine Begleitung hatte am Schluss den Eindruck, auf einer Werbeveranstaltung gewesen zu sein. Eine Art Kaffeefahrt mit psychologischen Ratschlägen, esoterischem Schnick-Schnack und einer Flasche Öl. Und mit vielen Katalogen und Flyern, die noch mehr Glück und Gesundheit versprachen.  „Der Robert ist mir nicht ins Herz gegangen“, meinte sie und auch ich muss sagen: Es hat nicht gebetzt.

 

Verwandte Artikel:

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Weiterführende Links:

Robert Betz Webseite

Robert Betz auf YouTube über sich selbst

NDR Beitrag – Robert Betz: „Glücks-Coach“ oder Scharlatan?

 

24 Responses

  1. Muckl
    Weg mit dem Bierbauch

    Der Betz soll mir erstmal zeigen, wie man sich den runden Bierbauch wegmanifestiert, dann glaub ich, dass an seinen Zauberspruechen was dran ist.

    Antworten
  2. Ben

    Mich erstaunt es ueberhaubt nicht das Menschen wie Beetz und Dahlke mit ihren Ausfuehrungen bei den meisten angepassten „Spiessernormalmenschen“ Angst ausloesen, Angst vor den vielen Wahrheiten die da drin stecken und euch alle selbst betreffen….jeder hat selbst die Wahl solange er kann vor der Wahrheit wegzurennen..oder sie eben endlich anzunehmen…ob ihr euch jetzt an die Wissenschaft klammert um zu beweisen das das Unwahrheiten seien, oder anderweitig Rufmordaktionen startet, es sind eure eigenen Verstrickungen in die jeweilige Thematik die euch so Angst machen, Wahrheit macht stets betroffen,viel Glueck auf eurem Weg….

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  3. Matthias
    Lebensglück ist nicht immer Machbar!

    Alle diese „Glücks-Gurus“, bekannten Persönlichkeitstrainer, Coaches machen ein Geschäft aus dem Glück! Von Dahlke, Betz, Veit Lindau, dann Männlichkeitstrainer wie Orlando Owen und Maximilian Pütz bis zu Sonstwem … Die Liste bekannter Bestseller Glücksheinis liese sich mittlerweile endlos erweitern! Sie Alle leben finanziell sehr abgesichert, betreiben ein absolutes Marketing, teure Seminare, Workshops, das verkaufen von Illusionen als sei das Leben immer so machbar! Du bist ganz allein verantwortlich für dein Glück, deinen Erfolg, er ist mental machbar, machbar durch das einstimmen in gewissen „Schicksalsgesetzen“ usw. Oder Illusionen man könne als Mann Traumfrauen haben wenn man seine wahre männliche Essenz findet … Auf Kritik geht keiner dieser bekannten Gurus ein! Auf elementare Fragen wie – warum soviele Menschen global betrachtet in Armut leben, verhungern … Sterben dann die Menschen auch in Afrika, Indien weil sie ihr Leid ja selber machen? Sie nicht konform mit gewissen Schicksalsgesetzen oder Kräften aus dem weisen Universum? Diese Gurus gehen nicht auf diese Fragen ein – sie suchen immer zahlungskräftiges Klientel und grenzen Menschen aus die sich ihre edlen Workshops und Seminare nicht leisten können! Von Existenzproblemen wollen sie rein gar Nichts wissen! Das macht ihnen höllische Angst! Die Wahrheit ist das man Glück nicht machen kann! Nicht jeder Mensch die Chance darauf hat! Wir alle haben gewisse Grenzen! Wer Augen im Kopf hat sieht das auch täglich! Diese Gurus lügen wie gedruckt und mißbrauchen sehr oft alte weise Erkenntnisse, formen sie um für ihre Zwecke! Finger weg wenn mal wieder so ein „Bestseller“ in einem Buchladen ausliegt! Die Bestseller von Heute sind die Ladenhüter von Morgen und nur deshalb meist Bestseller da ihr Erfolg gekauft ist! Mit Geld geht das Alles!

    Antworten
  4. Eberhard
    Ich frage mich

    ob Robert Betz eigentlich selbst eine Frau hat. Nach Lektüre dieses guten Artikels von Uschi Rapp weiß ich, daß er an einem Tag 200 Frauen auf einmal mehr oder weniger glücklich machen kann.

    Aber kann er auch eine einzige Frau glücklich machen? Wirklich glücklich machen, und mit ihr durch dick und dünn gehen?

    Mein Lebensziel für 2014 lautete: Wie bringe ich Robert Betz zum Schweigen, weil ich ihn unerträglich finde. Das Ziel habe ich nicht erreicht.

    Mein neues Lebensziel für 2015 lautet: Wie kann ich Robert Betz helfen. Ich glaube, er ist ein tiefunglücklicher Mann. Mit tausenden von Frauen, aber gleichzeitig ohne eine Frau. Ich habe Mitleid mit ihm. Er ist ein armer Tropf.

    Antworten
    • Jil
      So einfach

      Lieber Eberhard, schicke ihm bedingungslose Liebe, das fließt auch dann zu dir zurück. Was spiegelt er so für dich? Denk mal nach, was das Thema mit dir zu tun hat.

      Antworten
      • Eberhard

        Oh ja. Meine Liebe, die ich ihm schenke, ist es, ihm eine Frau zu wünschen. Das wäre gut für ihn. Und auch gut für uns anderen, wenn er sich mehr mit seiner Frau beschäftigen würde und weniger mit uns.

    • Sophie
      Sophie

      ja, das frage ich mich alles auch …

      über die Lebensziele habe ich sehr gelacht.
      schade, dass das Ziel 2014 nicht geklappt hat, muss ich sagen
      … aber vielleicht wird ja mit dem diesjährigen was *lol*

      Antworten
    • Ben

      Du bist hier der arme Tropf der gar nicht weis was Liebe ist, das Liebe kein Besitz ist…sondern frei laesst….so Menschen wie du die gerne in einer schoenen angepassten Vorzeigeehe versauern und stets monogam leben (und heimlich fremdgehen wenns dann mal noetig wird, oder es lebenslang verkneifen und sich eben selbst verarschen und die wahren menschlichen Beduerfnisse einfach verleugnen) macht es einfach Angst zu sehen das andere frei sind,oder? das geht nicht der muss doch genauso komisch leben wie du…versuch dir mal lieber selbst zu helfen ,und oeffne dich dem Leben….

      Antworten
      • Eberhard
        Freiheit

        Freiheit ist das Schönste und gleichzeitig das Gefährlichste, was es gibt. Alle streben nach Freiheit, ich auch.

        Gleichzeitig gilt aber auch: ich will nicht total frei sein, und wenn ein Idiot wie Betz uns „Freiheit“ schenken will, ist das Grund mehr, ihm das Maul zu stopfen. Weil „totale Freiheit“ mit „totaler Verantwortlosigkeit“ Hand in Hand geht, und das ist keine Grundlage für eine Gesellschaft.

        Jeder Einzelne von uns braucht für sich selbst Freiheit, ich auch, aber als Gesellschaft müssen wir dafür sorgen, daß die Freiheit nicht grenzenlos wird.

  5. anet
    Toll Romy

    Romy, ich unterstütze jeden Satz von dir, toll geschrieben.
    Ich kann sehr viel nachempfinden und bin auch ein reflektierter Mensch.
    Großartig!

    Antworten
  6. Elias Rautavuori

    Robert Betz weiß als Diplompsychologe sehr genau, wie der Mensch funktioniert und vor allen Dingen kennt er seine Schwächen. Genau die sind es, denen er sich annimmt. Sein Publikum sind ausschließlich Menschen mit Krankheiten oder/und Problemen im psychosozialen Bereich. Diesen Menschen verkauft Robert Betz Binsenweisheiten, die ein Psychologiestudent im Grundstudium lernt. Dieses Wissen mischt Robert Betz mit einer gewissen Portion Esoterik und Mystik, mit der die Menschen ja bereits im Altertum verzaubert und eingelullt werden konnten. Und dann noch ein gekonntes eintrainiertes Auftreten in ausgewaschener Jeans und knalligem Hemd (soll heißen: „Hey, ich bin einer von euch“), ein wenig sphärenhafte Musik zur Einstimmung, und das gemeinsame Singen eines Liedes… ja, das schafft Vertrauen und Abhängigkeit, insbesondere bei labilen Menschen, die kein Vertrauen mehr zur Schulmedizin besitzen und stattdessen bei Bedarf einen Heilpraktiker, Heiler oder gar Schamanen aufsuchen und nicht zu vergessen: Robert Betz.
    Aber kann Herr Betz diesen Menschen tatsächlich helfen? Nun, ein bekannter Spruch lautet „Der Erfolg gibt einem Recht“. Aber hat Herr Betz Erfolg mit seinen teuren Seminaren, Büchern und digitalen Medien? Keiner weiß es und keiner kann es kontrollieren. Seine „Patienten“ leben in der Anonymität. Eine Patientendatei existiert nicht. Besucher, die nach seinen Seminaren interviewt werden sprechen von einem „wunderbaren Menschen“, der ihnen die Augen geöffnet habe für das wirklich Wichtige im Leben. Herr Betz habe die Gabe, Lebensmut und Lebensfreude zu vermitteln. Die Frage ist, wie lange dieses Gefühl anhält. Bis der neueste Bestseller vom Meister durchgelesen ist oder die Heilversprechende CD/DVD dreimal gehört bzw. angeschaut wurde?

    Diese Form der Vermittlung von Heilsversprechen in Form einer Offenbarung gekonnt gemixt mit Esoterik und Weissagung paralysiert das Publikum und erinnert mich sehr stark an die rhetorischen Künste der um Mitglieder werbenden Mitarbeiter oder Prediger von Scientology, der universalen Kirche und anderen Sekten. Sie alle nutzen die menschlichen Schwächen geschickt aus, um neue Opfer für ihre Sache zu gewinnen.
    Für mich stellt sich da die Frage: Ist Robert Betz das Sprachrohr einer neuen, seiner Sekte? Eines sollte allen klar sein: Robert Betz ist in erster Linie Geschäftsmann. Er erlernte zunächst den Beruf des Industriekaufmanns bevor er Psychologie und Sozialpädagogik studierte. Danach arbeitete er zunächst sechs Jahre in Werbeagenturen und ging dann in die USA um dort im Marketingbereich eines Wirtschaftsunternehmens zu arbeiten. Irgendwann kam er dann nach Deutschland zurück, wo er sich mit der Reinkarnations-Therapie beschäftigte und fortan als Psychotherapeut arbeitete.
    Diese Kurzbiographie zeigt, dass nichts Außerirdisches oder Außergewöhnliches in Robert Betz steckt. Sein Werdegang ist stinknormal. Nur ist es ihm gelungen, seine kaufmännischen Fähigkeiten verbunden mit seinem charismatischen Auftreten bei seinen Bühnenshows einen bestimmten Kundenkreis zu paralysieren und bedingungslos abhängig von sich zu machen. Genau so arbeiten Sekten.

    Natürlich gönne ich jedem ehrbaren Geschäftsmann sein Einkommen. Es stellt sich mir nur die Frage, inwieweit der Kunde vom Unternehmen Robert Betz für sein sauer verdientes Geld einen reellen Gegenwert erhält. Beim Kauf einer Kaffeemaschine erhalte ich eine gesetzlich festgelegte Garantie. Und bei Herrn Betz? Ich sage an dieser Stelle ganz klar meine Meinung: Nur teure Unterhaltung. Da kaufe ich mir für viel weniger Geld lieber den neuesten Steven King.

    Antworten
  7. Gisa

    Ein schöner, reflektieter Artikel. Für mich war Robert genau das, was im Artikel beschrieben wird. Der Einstieg, nicht mehr und nicht weniger. Ich stamme aus einer verkoppten Wissenschaftlerfamilie, die seelisch bei 3 stehengeblieben ist: Neurosen, Psychosen, Alkoholisus, alles dabei. Selbst unglücklich und unreflektiert, aber die Fassade war immer poliert. Betz hat mich nicht gerettet, aber meinen verschlossenen Verstand für andere Wege der Entwicklung geöffnet. Wie Du schreibst, er erreicht die Unerreichbaren.

    Antworten
  8. stef

    Ich finde die Menschheit braucht MEnschen wie Betz.

    Klar verdient viel Geld, doch wo ist das Problem?

    Er verarscht ja niemanden.

    Das einzige was ich bezweifele ist die Effizienz seiner Methoden.

    Aber was die Denkansätze angeht, hat er Recht.

    Punkt.

    KRtiker gibts immer. Zweifler gibts immer. Eifersüchtige gibts immer.

    Letzlich gehts drum, ob es sich für einen selbst gut anfühlt,

    tuts das, why not???? Not matter what the haters say …

    Antworten
  9. Kato

    Super Artikel, da bereits seine Gratisvideos nur einen Haufen von Erwartungen wecken und auf Bücher verweisen UND Probleme konstruieren bin ich nie darüber hinaus gekommen, aber der Eindruck davon deckt sich mit diesem Artikel und Erzählungen von weiteren Menschen.

    Antworten
  10. Kat

    Mir mißfällt bei Betz – ebenso wie @WellenbeobachterHH – das vollständige Fehlen des politischen Aspekts der derzeitigen Krise der Menschen und diese amerikanische Masche der absoluten Eigenverantwortung „Vom Tellerwäscher zum Millionär“ für das eigene Leben – unter Ausblendung der gesellschaftlichen Umstände – scheint mir absurd.

    Gut gefällt mir allerdings, wie auch die Autorin schon schreibt, dass Betz „die Unerreichbaren“ erreicht und hier vermutlich ein Umdenken ankurbelt, das der Gesellschaft gut tun kann/könnte…solange es nicht die falsche Richtung zu noch mehr Egoismus & Kontrolle einschlägt.

    Antworten
  11. Romy

    Was hier völlig außer Acht gelassen wird, ist das Robert und seine ausgebildeten Therapeuten mit der Entwicklung seiner Therapie (die ja nichts anderes als effektives Zusammenführern mehrerer Therapieformen und wohltuenden Meditationen ist) Menschen sehr hilft. Mit das Wichtigste ist für mich sicherlich, dass ich weiß dass alles in meiner Hand liegt – Selbstverantwortung, Selbstliebe, etc sind hier die Schlüsselwörter – und ich bin NICHT Opfer der Welt, des Schicksals, anderer Menschen, der Arbeit etc. auch wenn ich bisher ein anspruchsvolles Leben (Alkohol in der Familie, Verwahrlosung, schwere Krankheiten, Tod und ich bin grad mal 30) hatte. Ich kann durch die Transformationstherapie mittlerweile auch durch schwierige Zeiten gehen ohne daran zu zerbrechen, es heißt nicht, dass nichts mehr weh tut oder ich alles mit einem Lächeln hinnehmen kann aber ich gehe daran nicht mehr kaputt und kann mein Leben trotzdem leben. Und zwar in dieser hier uns gebotenen Welt mit allem was dazugehört.

    Nur weil wir „sehen“ was diese Therapie kostet weil wir sie selbst bezahlen, ist das doch nicht verwerflich. Ich bin mir das definitiv selbst wert.

    Ich hatte, bevor ich auf ein Buch von Robert traf, selbst jahrelang Psychotherapie und war auch wochenlang in einer Klinik. Immer wieder erlitt ich Rückfälle, das ist mir seit ich die Transformations-Therapie kenne, bei Bedarf Meditationen (welche auch immer) mache, mir selbst wirklich Zeit schenke und mich mit mir beschäftige, nicht mehr passiert und ich bin mittlerweile sehr glücklich.
    Ich für mich kann nur sagen, dass ich wohl ohne Roberts Arbeit nicht mehr am Leben wäre. Noch ein Rückfall in die Depression und ich hätte meinem Leben ein Ende gesetzt weil ich es nicht mehr ertragen hätte. Auch meine „normalen“ Psychotherapeuten konnten dem nichts entgegenwirken, die unzähligen Stunden haben mir bei weitem nicht das gebracht wie nur eine T-Woche bei Robert (die es nicht nur auf Lesbos gibt und mit Robert selbst – finde ich nicht richtig dargestellt).

    Und nochmal zum Geld, Marketing und bla. Eine Psychoanalyse umfasst im Durchschnitt ca. 180 Stunden, der Therapeut bekommt um die 80 € pro Stunde (Vergleich zum Preis mit einem Tagesseminar inkl. Getränke, Essen, Obst und Austausch mit anderen, vielleicht wunderbare Bekanntschaften kann ich hier kaum ziehen) rechnet Euch das mal selbst aus, was da in der von der KK übernommenen Therapeutenwelt verdient wird. Es bezahlt die Krankenkasse also bekommen wir das nicht mit, sind uns dessen nicht bewusst und das ist nur ein Beispiel. Jeder der schon mal auf der Suche nach einem Psychotherapeut war, weiß wie lange die Wartezeiten sind… Von der Klinik und deren „Machenschaften“ bei privater Zusatzversicherung will ich gar nicht erst anfangen…
    Sehe da keinen Unterschied, nur dass es direkt aus unserer Tasche wandert aber es was bringt (mir zumindest) und warum es hier verwerflich sein soll, dass er ein gutes Leben mit seiner wunderbaren Arbeit unterhält.
    Auf jedem Konzert, jeder Künstler etc. werden Merchandising Artikel verkauft die uns einfach nur Freude machen und wir kaufen sie gerne! Die CDs und Bücher helfen Menschen auch noch – also wo ist das Problem diese auch anzupreisen?

    Zur geistigen Welt kann ich nur sagen, dass ich noch nie geglaubt habe dass wir in diesem unglaublichen menschlichen Körper auf diese Erde kommen um mit 3 in den Kindergarten zu gehen, mit 6 in die Schule, mit 17 ne Ausbildung machen oder später studieren, bis 65 zu arbeiten und dann wieder zu gehen….. Das kann nicht der „Plan“ von was oder wem auch immer gewesen sein, da muss mehr dahinterstecken, ob es nun geistige Welt oder wie auch immer genannt wird ist doch auch egal. Wer glaubt, dass wir nur diese menschliche Hülle mit Gehirn sind, sieht wohl recht wenig Sinn in seinem Leben.

    Ich will niemand überzeugen, nur trifft es mich etwas wenn jemand tatsächlich Gutes tut, Menschen hilft zu sich selbst zu finden und verdammt glücklich ihr Leben zu verbringen, dargestellt wird als ginge es allein ums Geld!
    Dass er damit verdient ist doch völlig legitim und ich gönne ihm jeden Cent von Herzen. Da spar ich mir doch einfach die hippe Handtasche und mach was für den wichtigsten Menschen in meinem Leben: mich selbst.
    Das Wort „Psychoentertainment“ finde ich als Mensch, den Robert wahrlich das Leben gerettet hat, sehr herablassend. Es klingt als wäre es nur Show und das ist es definitiv nicht. Vielleicht sollte man als Journalist sich mehr als ein Tagesseminar ansehen und mit Menschen sprechen, die sich schon länger damit beschäftigen bevor man in die kreative Wortschöpfungskiste greift und Menschen die Robert und seine Arbeit sehr schätzen damit als Lemminge hinstellt, die auf Blabla reinfallen.

    Wer nichts damit anfangen kann auch gut, ich wünsche jedem dass er einfach auch so ein glückliches Leben hat.
    Nur wer sich damit etwas schwerer tut (aus welchen Gründen auch immer) ist einfach nur dankbar für Menschen wie Robert, die andere Wege aufzeigen und gehen.

    Antworten
    • Petra

      Das Ganze hört sich nach Hypnose an.
      Dieser Betz hypnotisiert eine Gruppe (in der Masse), verkauft nebenbei Bücher usw. und um was geht es ihm?

      Ums Geld 😉

      Antworten
  12. Yogini

    Liebe Uschi,
    dieser Artikel ist wunderbar! Er ist aufklärend, beherzt, logisch aufgebaut und empathisch. Der Begriff „Arschengel“ stammt meines Wissens nach aus der spirituellen Szene. Es ist schon merkwürdig, dass Methoden wie auf Kaffeefahrten so viel Leute mitreißen! Wird etwas für knapp erklärt, wie die Liebesschwingung auf der Insel Lesbos, dann stehen die Leute drauf …. Bloss gut, dass ich diesem Typen noch nicht begegnet bin! Die Masche ist sowas von billig, dass es sich eigentlich nicht lohnt, darauf zu reagieren. Allerdings fragte ich mich, wenn der Mann so berühmt ist, wieso bin ich nicht von dieser Entertainmentwelle umspült worden? Zeitlose Gesetzte interessieren mich schon und mein Bildungsniveau erlaubt mir eine breitgefächerte Meinung. Ich kaufe sehr viele Bücher bei Amazon und bekomme auch regelmäßig Hinweise, was andere gekauft haben, nachdem sie dasselbe Buch wie ich erworben hatten, aber Herr Betz wurde nie genannt. Hmmm, es geht ohne ihn! Und wenn ich das obige lese, dann danke ich Gott! Die Ideologie der Massen erreicht mich nicht. Super!!!

    Ich bleibe weiterhin Eure treue, ggf. auch kritische Leserin und freue mich auf weitere Artikel, vielleicht mal wieder aus der geistigen Welt des Deepak Chopra, der keine medialen Damen befragt, ob er richtig tickt …

    Namaste´

    Antworten
  13. WellenbeobachterHH

    @Kristina,
    Ich stimme ihren Beobachtungen zu und kann in Sachen Robert Betz sogar konkret etwas ergänzen.

    In der Zeitschrift NEWsAGE 02/2012 findet sich der Robert Betz Artikel „Warum »spirituelle« Menschen oft kein Geld haben“.

    Zuvor war mir Robert Betz durchaus als sehr positiv, inspirierend und scharfsinnig-kritisch aufgefallen. Bei besagtem Artikel jedoch langt er esoterisch verblendet völlig daneben. Er versucht darin 100% systemimmanent das Phänomen des Geldmangels in der Subjektivität der Einzelpersonen aufzulösen. Ökonomische Gesetze des Marktes gibt es für ihn ebensowenig, wie die kaufmännische Eigenlogik des Geldes (Wertschöpfungsprinzip, Ausbeutungsverhältnisse) oder Machtverhältnisse innerhalb des Kapitals.

    Damit unterliegt er leider völlig dem Dogma der bürgerlichen Aufklärungsideologien, die Gesellschaft als rein subjektive Willensverhältnisse verstehen. So propagiert er dann auch irrigerweise, man müsse eben nur die „richtige Einstellung“ zum Geld annehmen, damit dieses in die eigene Richtung fließt.

    Das liegt auf dem gleich Niveau wir diverse „Geldworkshops“ in der Esoterik-Szene, die z.B. unter dem Slogan „Geld ist Liebe“ jede gesellschaftliche Realität ausblenden und alles meinen dem eigenen Willen unterwerfen zu können.

    Von solchen, ganz offensichtlich ideologischen Gurken mal abgesehen, kann der/die Ein oder Andere sicher jede Menge guter Anregungen bei Robert Betz finden, um mal eine andere Perspektive auf eigene Probleme zu finden.

    Ich halte Herrn Betz übrigens durchaus für intelligent genug, dass er irgendwann den oben genannten Patzer als Unsinn erkennt und sich mit dem nötigen, wertkritischen Wissen aktueller Kapitalismuskritik (z.B. www.exit-online.de) ausrüstet, so, wie er es bei anderen Themen auch macht. Diese Hoffnung möge uns erhalten bleiben, um ihm gelegentlich unser Ohr zu leihen.

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  14. Wendelin

    Liebe Uschi,
    danke für deine Beobachtungen auf dem Seminar. Es ist verständlich, wenn einen hier und da Zweifel plagen bei dem was man sieht. Im Falle von Betz kann ich es auch verstehen. Gibt es doch kaum eine Strömung oder gute Idee, auf die er in den vergangenen 15 Jahren nicht auch aufgesprungen wäre. Da sind kritische Anmerkungen schon auch logisch.
    Leider sind das keine kritischen Beobachtungen die du zu Papier bzw. auf den Monitor gebracht hast. Es ist eher der Versuch, sich an jemandem abzuarbeiten, jemanden herabzuwürdigen. Hier und da leicht ins ätzende hinein. Das ist schade, wird nicht der Tatsache gerecht das vielleicht viele Menschen trotz seiner ziemlich amerikanischen Art aus seinen Vorträgen was mitnehmen können was ihr Leben positiv verändern kann.

    Und: das Zitieren von so genannten Sektenbeauftragten ist wirklich keine gute Idee! Das regelmäßiges Meditieren Menschen von ihrem Umfeld entfremden kann und so… also so ein Mist, sorry! Ist doch logisch, dass man anfängt sich unwohl zu fühlen wenn man realisiert, dass man im falschen Film lebt!

    So far so good.
    Trotzdem danke schön dass du dir die Mühe des Aufschreibens gemacht hast. A weng weniger polarisierend und ätzend wäre mehr gewesen.

    Grüße
    Wendelin

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  15. Kristina

    Ich bin grundsätzlich sehr skeptisch gegenüber Personen, die als „Coach, Kurator, Betreuer“ auftreten und unter dem Deckmantel „Lebenshilfe“ andere Menschen aushorchen, manipulieren, bevormunden und abzocken, ins besonders diese
    die zu Hörigkeit und Unsicherheit neigen.

    Seit uns die Technologie immer mehr Arbeitsstellen erspart – was eigentlich ein gesellschaftlicher Erfolg ist und Grundlage für Bedingungsloses Grundeinkommen schafft – werden viele Menschen absurderweise als „Arbeitslose“ gedemütigt und stigmatisiert.
    Daher suchen immer mehr Menschen irgendeine Beschäftigung oder bieten krampfhaft Beschäftigung an, um Arbeit zu simulieren und um als „beschäftigt“ und „erfolgreich“ zu gelten. Viele glauben sogar, dass sie ein „neues Leben“ anfangen, indem sie einen neuen Partner/Chef finden oder wenigstens eine neue Frisur.

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