„Gesunde Ernährung“ ist häufig ein heikles Thema. Wenn ich Menschen berate, haben viele schnell die Sorge, dass ich ihnen ihre süßen “Lieblinge” wegnehmen könnte. Natürlich wissen die meisten, dass Kuchen und Süßigkeiten nicht soooo sonderlich gesund sind. Andererseits hat das Zeug einfach einen verdammt guten Geschmack! Aber was wäre, wenn wir mit der Sapote Amarillo eine Wahl hätten, eine Alternative, bei der wir Genuss und Gesundheit gleichzeitig haben könnten…?!

von Ilian Sagenschneider

Ich esse gerne Käsekuchen. Und wahrscheinlich tun das recht viele Menschen. Wobei ich besser sagen sollte, ich habe früher gern Käsekuchen gegessen. Denn seit vielen Jahren habe ich kein Stück mehr davon angerührt. Und das völlig freiwillig! Muss ich deshalb auch auf den Geschmack von diesem Gebäck verzichten…? Nein – nicht im Geringsten! Denn es gibt eine sehr gute Alternative dafür. Auf meinen Reisen habe ich nämlich eine sehr spezielle Köstlichkeit der Tropen entdeckt: die Sapote Amarillo. Und bei dieser Frucht ist nicht nur der Name sehr lyrisch exquisit, sondern auch ihr feines kuchenartiges Aroma. Sie schmeckt süß, etwas nach Quark, Milch und ja… eben Käsekuchen. Für mich war das erste Mal Sapote zu essen eine kleine Offenbarung. Diese mir unbekannte cremige, mehlige, „eiweißige“ Konsistenz erinnerte mich an wunderbar süßen Kuchenteig!

Ein perfektes Naturprodukt

Und es gibt nicht nur eine Sapotensorte. Die Sapote Amarillo (lat. Pouteria campechina) oder auch Eierfrucht genannt, hat noch viele leckere Verwandte (Bezug über www.jurassicfruit. com). Die Sapote Mamey überzeugt mit einem leichten Himbeergeschmack, die Saopte Blanco schmeckt nach Eiscreme, die Sapote Lucuma erinnert ebenfalls an Kuchen und die Sapote Negro besitzt tatsächlich den Geschmack und die Konsistenz eines Schokomuffins! Aber leider ist den meisten Menschen die Vielfalt der wirklich echten Lebensmittel unseres Planeten völlig unbekannt. Und zu allem Überfluss holzen wir die Wälder, in denen diese Schätze so üppig wachsen, gerade in einem atemberaubendem Tempo ab…

Ich habe in all den Jahren oft festgestellt, dass die Industrieprodukte, die wir in unseren Supermärkten vorfinden, fast immer den Geschmack und das Aroma von sehr alten tropischen Früchten imitieren. Doch wie so häufig bei Kopien, kommen sie an die Qualität des Originals nicht heran.

Original vs. Kopie

Greife ich im Supermarkt zu einem Käsekuchen, bekomme ich in der Regel ein hochgradig industriell verarbeitetes Produkt. Und ein Blick auf die Zutatenliste spiegelt dann im Grunde genommen sämtliche Probleme unserer modernen Ernährungsweise wunderbar wider: Der Kuchenteig besteht in der Regel aus Weißmehlstärke mit den schlecht verträglichen Gluten-Klebereiweißen. Der Zucker des Kuchens ist ebenfalls ein isoliertes Industrieprodukt, das über keinerlei Vitamine oder Mineralstoffe mehr verfügt. Dazu kommen Industriefette, oftmals mit hochgefährlichen toxischen Transfetten, konventionelle Eier aus Legebatterien, ultrahocherhitze Milchprodukte mit der ganzen Lactose- und Milchzuckerproblematik, und am Ende runden Konservierungs- und Farbstoffe – von denen wir gar nicht genau wissen, was sie so alles in unserem Körper anrichten – das Ganze künstlich ab. Zu allem Überfluss verschmelzen bei den hohen Herstellungstemperaturen die vielen Zucker und Eiweiße im Teig miteinander und bilden problematische Verzuckerungsendprodukte (Advanced Glycation Endproducts, siehe SEIN, April 2017 „Iss Dich jung “). Ach ja… – und „Bio“ ist der Kuchen ja meist auch nicht. Isst man dann zu viel davon, fühlt man sich oft „schwer“ und müde. Ganz abgesehen davon, dass viele ja schon an Gewicht zunehmen, wenn sie ein Stück Kuchen auch nur ansehen…

Naturprodukt vs. Industrieprodukt

Wir haben also auf der einen Seite ein hochgradig künstliches Industrieprodukt namens Käsekuchen mit seinen minderwertigen Zutaten und all den ungünstigen Nebenwirkungen auf unser Gewicht, unsere Stimmung und unsere Gesundheit. Auf der andern Seite haben wir ein unbehandeltes, natürliches Lebensmittel mit einer bombensicheren Produktqualität, das sich seit vielen hunderttausend Jahren garantiert nebenwirkungsfrei und positiv auf den menschlichen Körper auswirkt. Und beide schmecken… – nach Käsekuchen! Wie würden Sie sich also entscheiden, wenn Sie die Wahl hätten? Ich bin sehr froh, dass ich die letzten Jahre so viele phantastische, unbekannte Früchte kennenlernen durfte. Seit ich diese tropischen Süßigkeiten habe, interessieren mich die künstlichen nicht mehr. Und es ist schön zu wissen, dass wir eine uralte, gesunde und genussvolle, natürliche Alternative haben, für die wir uns auch entscheiden können. Probieren Sie es doch mal…

Vorträge:
Do, 14.11.2019, 19 Uhr: „Omega-3-Fettsäuren – Ölwechsel für den Körper“
Do, 05.12.2019, 19 Uhr: „Der Granatapfel – Mythos und medizinische Wirkung“
Mo, 06.01.2020, 19 Uhr: „Antioxidantien – Rostschutzmittel für den Körper“
Sa, So, 01./02.02.2020, jeweils 11-17.30 Uhr: Wochenendseminar „Abenteuer Ernährung“
Alle Vorträge und das Seminar finden bei aqua b – Wasser & Mehr, Thomas-Müntzer-Str. 6, 12489 Berlin Adlershof statt.

Author: Oliver Bartsch

Über den Autor

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gibt die grundlegenden Prinzipien einer gesunden wohlschmeckenden Ernährung in Wochenendseminaren weiter (und ab jetzt jeden zweiten Monat auch in SEIN).

Per Lichtbildvortrag, kombiniert mit einem großen Büffet aus tropischen Früchten, seltenen Pflanzen und Wildkräutern, möchte er das Thema Ernährung mit Spaß und Genuss erfahrbar machen, so dass sich das Wissen mit der Freude an neuen Lebensmitteln verbindet und Veränderungen der Essgewohnheiten leichter fallen.

Kontakt
Tel. 0176-84484333

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