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Arme Schweine, die Schweine. Eingepfercht auf engstem Raum, vollgestopft mit Medikamenten, damit sie überhaupt lang genug leben, um die erwünschte Menge Fleisch abzuwerfen, dann brutal getötet und in Stücke geschnitten.

Das passt irgendwie schlecht zu den lustig grinsenden Schweinen mit der Kochmütze auf dem Kopf, die uns von der Mortadella-Verpackung und den Aufdrucken der Schweinetransporter zuwinken. Schweine mit Gabel und Messer in der Hand. Wie krank kann eine Gesellschaft eigentlich werden?

 

Willkommen in der wirklichen Welt …

MeatrixAuch die kleine Familienfarm, die auf dem Etikett der Salamistange Idylle verbreitet, ist ebenso eine Lüge, wie die friedlich grasende Kuh auf der Milchverpackung. Die Wirklichkeit ist eine Neonlicht-verstrahlte, stählerne Fabrikhalle voller panischer Tiere, die ihr ganzes Leben unter Schmerzen und Todesangst fristen. Wusstet ihr, dass männlichen Schweinen ohne Betäubung, bei vollem Schmerzempfinden die Hoden abgeschnitten werden? Damit das Schweinefleisch nicht nach Eber schmeckt.

Die Lügen, die wir uns selbst über die Herkunft des Fleisches und der Milchprodukte erzählen, sind eine werbeinduzierte Illusion – die „MEATRIX“. So zumindest erklärt es „Muhfius“ dem Schwein „Neo“ in dem gleichnamigen brillanten Animationsfilm – auch die Menschen sollten sich langsam überlegen, welche Pille sie schlucken wollen: blau oder rot?

 

Pig-Vision – das Leben eines Schweins

Ganz unanimiert und überaus real zeigt pig-vision.com das Leben des Schweines „X15“ in der Fleischaufzucht – ungeschönt und mitunter herzbrechend. Um zu zeigen, wie es einem Schwein auch gehen könnte, wird sein Geschwisterchen „Jackpot“ ebenfalls mit der Kamera begleitet – jedoch im Tierparadies Schabenreith, mit echtem Stroh und Freilauf auf der Wiese. Ein sehr beeindruckendes Projekt, das einem die Augen öffnet.

 

Bilder: pig-vision.com, themeatrix.com

 

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