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Die Liberalisierung des Energiemarktes in Deutschland, so wie es die EU-Binnenmarktrichtlinie von 1998 verlangt, ist eine Story des Scheiterns. Statt den Strom-Wettbewerb hierzulande zu beleben und den Bürgern und Unternehmen erträgliche Strompreise zu ermöglichen, haben die Regulierungsbemühungen bisher nur Strompreissteigerungen und steigende Wut auf die Politik bewirkt. Acht Jahre Verhandlung mit den Energiemonopolisten und deren Diktate in die erlassenen Verordnungen und Gesetze hinein, haben dazu geführt, dass so gut wie kein Wettbewerb auf dem deutschen Strommarkt mehr stattfindet.

Ist die Ursache im mangelnden Biss zu suchen, mit dem die Rot-Grüne Regierung die Verhandlungen mit der Energiezunft geführt hat, oder war es die verfängliche Nähe der beteiligten Minister und Staatssekretäre zu ihren späteren Arbeitgebern?

 

Wir erinnern uns an die Politikerkarrieren in der Energiewirtschaft.

* Exwirtschaftsminister Werner Müller wurde Vorstandsvorsitzender beim Kohle- und Chemiekonzern RAG, mehrheitlich im Besitz von Eon und RWE.

* Alfred Tacke, Staatssekretär unter Werner Müller, landete weich auf dem Vorstandssessel der Steag, einem RAG-Tochterunternehmen.

* Wolfgang Clement, Nachfolger auf Müllers Ministersessel, langweilt sich mittlerweile auf einem Aufsichtsratsposten bei RWE-Power, und

* Exkanzler Schröder, derweil im Dienst der neugegründeten Ostseepipelinegesellschaft,  mehrheitlich der russischen Gasprom eigen, berät ebenfalls die RAG, angeblich gratis.

 

Deutschland – willkommen im Club der Bananenrepubliken.

Warum sich gerade Rot-Grün in der Energiepolitik derart von den Energiekonzernen hat vorführen lassen, ist nur mit dem Verhandlungspoker um den Atomausstieg erklärbar. Rot-Grün brauchte den Ausstieg, um die Wähler weiter hinter sich zu vereinen. Das wußten auch die Betreiber der Atommeiler. So konnte der Deal nur lauten – wir schalten ab und ihr mischt euch nicht weiter in unsere Geschäfte ein. Und Rot-Grün, längst selbst zum Opfer der eigenen Strategie geworden, drückte beide Augen zu.

Dass der Atomausstieg nun mit viel Feingefühl für die Befindlichkeiten der Bürger gekippt werden soll – der Klimawandel soll es schließlich richten – läßt die kleine Schar der ankämpfenden Wettbewerber zur Hochform auflaufen.  Denn mittlerweile ist vielen privaten und gewerblichen Stromkunden klar geworden, dass die Verhältnisse durch die Politik nicht wesentlich geändert werden können. Der Zug ist abgefahren.

Wenn ein Wandel kommt, dann kommt er aus der Steckdose bzw. über den umgeleiteten Geldstrom der Stromrechnung.  In einem kleinen Dorf im Süden des Schwarzwaldes, wagt man den Aufstand. Dort, bei den Elektrizitätswerken Schönau, kurz EWS, wird an einer atomstromfreien, klimafreundlichen und nachhaltigen Energiezukunft gefeilt. Begonnen hat es 1986 mit der Gründung der Bürgerinitiative „Eltern für atomfreie Zukunft” vor dem Hintergrund der Katastrophe von Tschernobyl.  Nach zwei Bürgerentscheiden kaufen die Schönauer 1997 ihr Stromnetz zurück und beginnen mit der bundesweiten Förderung dezentraler ökologischer Stromerzeugungsanlagen. 1999 bietet die EWS ihren ersten eigenen Strom aus sogenannten “Rebellenkraftwerken” an. Heute liefert ein Netz von 829 unabhängigen Rebellenkraftwerken sauberen Strom für ca. 5000 Haushalte! Insgesamt kaufen bundesweit bereits 35.000  Stromkunden bei der EWS atomfreien und klimafreundlichen Strom aus Photovoltaik, Blockheizkraftwerken und Wasserkraft.
Die Kunden, ob Ärzte, Hausfrauen, Lehrer, Journalisten, die GLS Gemeinschaftsbank oder die Ritter Sport Schokoladenfabrik, sie alle vereint die Absicht, mit ihrer Stromrechnung regenerative Techniken statt Atomenergie und Kohlekraftwerke zu finanzieren. Denn nebenbei fördert die EWS bundesweit die Entstehung neuer, klimaschützender Stromerzeugungsanlagen über ihren Stromverkauf und trägt somit zu mehr Wettbewerb bei.

Wenn Sie nur an billigem Strom interessiert sind, dann ist die EWS nichts für Sie. Haben sie es dagegen satt, mit Ihrer Stromrechnung Atomenergie und klimaschädliche Kohlekraftwerke zu subventionieren, dann sind Sie bei der EWS richtig. Ob Joachim Löw als gebürtiger Schönauer, neuer Trainer der Fußball Nationalelf und zweitwichtigste Person im Staat diese Einstellung teilt?

Es bleibt zu hoffen, dass er sich von einigen seiner künftigen Werbepartnern nichts Gegenteiliges in seinen Anstellungsvertrag diktieren lässt. ”

Weitere Info unter:  www.ews-schoenau.de

Wenn Sie Ihren Stromlieferanten wechseln möchten:

EWS – Elektrizitätswerke Schönau GmbH,
Friedrichstr. 53 – 55
79677 Schönau

Tel:  07673 – 888 50
Fax: 07673 – 888 519

eMail: info@ews-schoenau.de

Wissen was läuft!

Was bedeutet eigentlich „Liberalisierung“  (v. lat.: libertas = Freiheit bzw. liberalis = frei, freigebig) bedeutet den Abbau staatlicher oder gesellschaftlicher Eingriffe und Vorschriften.

Der liberalisierte Energiemarkt beschreibt den Markt der leitungsgebundenen Energieversorgung mit Strom und Erdgas, bei dem möglichst viele Teile der Lieferkette dem freien Wettbewerb unterliegen. Über den Wettbewerb sollen die Verbraucher zu den günstigsten Konditionen marktgerecht versorgt werden. Die für die Versorgung benötigten Versorgungsnetze können nicht sinnvoll dem Wettbewerb unterzogen werden. Hier hat der jeweilige Netzbetreiber eine Monopolstellung. Damit der Netzbetreiber seine Monopolstellung nicht zu seinen Gunsten ausnutzt, werden die Entgelte für die Nutzung der Netze (Netznutzungsentgelte) staatlich reguliert.

(aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie)

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