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Die Kokosnuss ist ein wahres Wunderwerk der Natur. Fruchtfleisch, Wasser, Fasern und Schale können von Mensch und Tier gleichermaßen verzehrt und weiterverarbeitet werden. Durch ihre hohe Konzentration an wichtigen Nährstoffen ist diese vielseitige Frucht auch für vegane, glutenfreie und Rohkost-Ernährung hervorragend geeignet.

Warum die Kokosnuss keine Nuss ist

Die Kokosnuss ist keine Nuss, sondern gehört zu den größten Steinfrüchten. Was wir als Nuss zu erkennen glauben, ist eigentlich der Kern der Frucht, die an der Kokospalme wächst. Kokospalmen werden bis zu 30 Meter hoch und bis zu 100 Jahre alt. Fällt die Frucht von der Palme, platzt die Schale auf und der Kern fällt heraus. Die Schale, die bei Kirschen oder Pfirsichen das leckere Fruchtfleisch bietet, ist bei der Kokosnuss nicht sehr genießbar. Wirklich interessant ist der Inhalt des Kerns. Hier bildet sich mit der Reifung aus dem Kokoswasser langsam eine Art Fruchtfleisch, das für Mensch und Tier gleichermaßen eine reichhaltige Nahrungsquelle bereithält.

Da die Kerne auch noch nach Monaten im Meer schwimmend keimen können, haben sich die Kokospalmen von ihrem Ursprungsgebiet Melanesien über die gesamten Pazifikinsel verbreiten können. Die pazifischen Ureinwohner nahmen diese gut verpackte Nahrung auch mit auf Seereisen, wodurch sich die Kokospalme auch in weiter entfernten Gebieten verbreiten konnte. Sie lieferte den Seefahrern gleichzeitig eine reichhaltige Nährquelle als auch ausreichend Flüssigkeit. Die europäischen Entdecker lernten die Kokosnuss als wunderbare Nahrungsquelle auf ihren Seereisen ebenfalls kennen und brachten ihre Bekanntheit bis zu uns.

Was alles aus Kokosnuss hergestellt wird

Die Kokosnuss ist eine sehr vielseitige Frucht, von der alles verwendet werden kann. Aus dem Fruchtfleisch werden Kokosmus, Raspeln und Öl gewonnen, das Wasser ist die bekannte Kokosmilch. Die gewonnenen Stoffe können sowohl als Grundzutaten oder Gewürze für Gerichte dienen als auch pur verzehrt werden. Kokosöl eignet sich zudem sehr gut für die Haarpflege; in der Naturkosmetik ist es auch für die Herstellung von Shampoos gebräuchlich, da es sehr stark schäumt. Die harten Kokosschalen können ebenfalls weiterverwendet werden und z. B. als Trinkgefäße dienen. Aus Kokosfasern, der obersten Schicht des Kerns, werden Teppiche und andere Textilien hergestellt. Aber nicht nur wir Menschen, sogar die Tierwelt weiß sich die Schalen zu Nutze zu machen, wie dieses Video vom Oktopus und seiner Kokosschale zeigt.

Warum Kokusnuss auch in die vegane, glutenfreie und Rohkost-Ernährung passt

Heutzutage leiden immer mehr Menschen unter einer Gluten- oder auch Laktoseunverträglichkeit, vermutlich bedingt durch die übermäßige Versorgung mit Weizen- und Kuhmilchprodukten. Zutaten aus der Kokosnuss, wie etwa Kokosmus oder Kokosmilch, können problemlos in eine gluten- und laktosefreie Ernährung integriert werden. Auch für Menschen, die sich vegan oder hauptsächlich von Rohkost ernähren wollen, sind Kokosprodukte optimale Zutaten in der Küche. Sie sind rein pflanzlich und können sowohl zum Kochen verwendet als auch roh verzehrt werden. Da sie eine große Menge an wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen enthalten, sind Kokosprodukte so gesund und sollten deshalb gerade in der veganen und Rohkost-Küche nicht fehlen. Mit Kokosprodukten wird auch eine vegane Ernährung für Kinder einfach und bleibt gesund.

Kokos enthält zum Beispiel

  • eine hohe Konzentration der Mineralstoffe Calcium, Kalium, Magnesium und Eisen,
  • die gesättigte Fettsäure Laurinsäure, welche ebenfalls in Muttermilch vorkommt und gewebeschützende Eigenschaften hat,
  • oder essentielle Aminosäuren wie Lysin und Tryptophan, die sonst vor allem in tierischen Produkten in großer Menge enthalten und für unseren Stoffwechsel wichtig sind.

Warum die Kokosnuss als Superfood gilt

Wegen ihrer hohen Konzentration an wichtigen Nährstoffen und ihrer Vielseitigkeit gehört die Kokosnuss zurecht zu den Superfoods. Der Begriff „Superfood“ stammt aus den USA und bezeichnet Nahrungsmittel, die eine sehr hohe Konzentration an zentralen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen enthalten. Dadurch können sie bereits in geringer Menge der Nahrung zugeführt ausreichend Energie und Nährstoffe zur Verfügung stellen. Kalorien enthalten diese Stoffe wenige, sodass sie sich auch gut für eine Diäternährung eignen. Auf jedem Kontinent wachsen, wie man bereits festgestellt hat, jeweils einige solcher Superfoods. Durch die Globalisierung sind diese Supernahrungsmittel allerdings allen zugänglich. Zu ihnen gehören z. B.: Goji-Beeren, Ingwer, Granatapfel, Weizengras, Moringa, Matcha, Chia-Samen, der uns bekannte Grünkohl und die Kokosnuss. Es gibt noch viele weitere Superfoods, wobei es noch keine einheitliche und komplette Liste dazu gibt.

Warum man auf Qualität der Kokosprodukte achten sollte

Beim Kauf von Kokosprodukten sollte man zwingend auf die Qualität achten. Am besten sind Produkte aus ökologischer Herstellung. Damit ist nicht nur gewährleistet, dass sie frei von Konservierungs- oder künstliche Zusatzstoffen sind. Der ökologische Anbau und die schonende Weiterverarbeitung sind außerdem gut für die Umwelt, das Produkt selbst und kann zudem einen fairen Lohn für die Bauern bzw. Erntehelfer schaffen. Das bedeutet Ganzheitlichkeit auf ganzer Linie und passt hervorragend zu diesem vielseitigen Wunderwerk Kokosnuss.

Was man Leckeres mit Kokosprodukten zaubern kann

Wenn man mit Kokosöl und Mus kocht, sollte man darauf achten, mit diesen Fette zu ersetzen, statt sie zusätzlich zuzuführen. Anstelle eines Bratöls lässt sich mit Kokosöl oder Mus eine leckere Gemüse-Reispfanne anbraten. Ein schönes Rezept für einen veganen Curryreis mit Kokosmus liefert die Seite Mehr-als-Rohkost.de in diesem Kochvideo. Dabei kommen auch weitere Superfoods wie etwa Ingwer zum Einsatz.

Als Leckerei für Zwischendurch versprechen Salbei-Kugeln einen unbeschwerten Genuss: Leinsamen, Salbeiblätter und Datteln zermahlen und anschließend mit Kokosmus zu einem Teig vermengen. Kleine Kugeln daraus formen. Genießen. Das vollständige Rezept und weitere Informationen zum Kokosmus finden sich auf kokosmus.de. Viel Spaß beim Ausprobieren!

 

Bild: © istock.com/marcomayer

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