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Die Amerikanerin Sallee Slagle tanzt seit ihrem dritten Lebensjahr, mit zwölf Jahren trat sie das erste Mal auf. Tanz ist für sie der Lebensausdruck. In Seminaren gibt sie seit zwanzig Jahren ihre Erfahrungen als Choreografin und Tänzerin weiter – in dem Wissen, dass das Verständnis und die Wahrnehmung des ­eigenen Körpers beim Tanz auch das tägliche Leben unendlich bereichern.

 

 

 

„Musik ist Teil unseres Lebens. Wir hören Radio, wir summen Lieder mit, wir singen, Musik ist immer im Hintergrund. Doch Tanz ist eine Kunstform, die im täglichen Leben kaum eine Rolle spielt. Dabei ist er ein wunderbares Hilfsmittel, um sich mit sich selbst, mit dem eigenen Körper wohl zu fühlen, um eine Erfahrung von sich selbst als Form im Raum zu machen. Das ist nicht nur sehr wichtig, wenn du Schauspieler oder Tänzer bist, sondern auch einfach, wenn du Kontakt zu anderen Menschen aufnimmst“, bringt Sallee Slagle die zentrale Erfahrung ihres Lebens in wenigen Sätzen auf den Punkt.

In unserem heutigen stressigen und schnellen Leben haben wir oft den Kontakt zu unserem Körper verloren. Sallee möchte Menschen unterstützen, diese Verbindung wieder herzustellen – durch Bewegung und Tanz. Und dabei diese Bewusstheit der eigenen Bewegung in das tägliche Leben integrieren. „Mein Seminar ist kein klassisches Tanzseminar, sondern vermittelt, wie man die Form des eigenen Körpers und den Raum darum herum als Kommunikationswerkzeug benutzt. Es geht um das Verhältnis Körper zum Raum und was man mit dem Raum um sich herum anstellen kann. Den Körper als ein – auch emotionales – Ausdruckselement zu erkennen, um sich im Raum zu bewegen und ihn auf unterschiedliche Arten einzusetzen – als Gruppe und als Individuum. Man bekommt Werkzeuge an die Hand, um sich durch den eigenen ­Körper auszudrücken, Anregungen, die man tatsächlich auch im Alltag um­setzen kann. Es geht um mehr Selbst­vertrauen, Selbstbestimmtheit und ­Eleganz. Es geht darum, durch den ­eigenen Körper das auszudrücken, was man auch verbal ausdrücken möchte. Darum, mit dem eigenen Körper zu ­kreieren. Es geht um Integration der Tanzkunst in den Alltag.“

Körperlichen Selbstausdruck befreien

Doch dabei bleibt Sallee nicht stehen. Ein weiterer Schritt ist es, die Bewusstheit der Bewegung auf die Ebene einer Kunstform zu heben: „Um deinen körperlichen Selbstausdruck zu befreien, ist es wichtig, etwas über Abstraktion in der Kunst zu wissen. Es geht darum, wie du dir ein Objekt zum tänzerischen Thema nimmst und damit etwas kreierst, das eine Wirkung hat. Deine Kreation bringt aber nicht unbedingt das Gleiche rüber wie das Ausgangsobjekt, wie das oft eine Fotografie tut. Ausdruck über Tanz funktioniert eher wie ein impressionistisches Gemälde, das eine bestimmte Stimmung oder ein Gefühl transportiert, aber keine exakte Wiedergabe von etwas ist. Wenn du den Versuch hinter dir lässt, etwas wie ein Spiegelbild darstellen zu wollen, und statt dessen dein Ureigenes hineinbringst, dann betrittst du einen Raum, in dem du Gefühle erzeugst, die Menschen wirklich tief berühren.“

Um dieses Ziel zu erreichen, vermittelt Sallee, wie man mit Energie umgeht, den Fluss der Energie mit Hilfe des Körpers, durch Bewegung steuern kann beziehungsweise wie man durch den Körper verschiedene Arten fließender Energie zum Ausdruck bringt. Es geht darum, mit der Energie und über die Energie zu kommunizieren: mit dem Raum an sich, dem eigenen Körper und seinen Formen, mit der Bewegungsenergie, den Bewegungswegen, den emotionalen Strömen… Wie drückt man Emotionen aus? Wie kommuniziert man ohne Worte, nur mit Hilfe seines Körpers? Wie kann man Zuschauer berühren? Wie ruft man tiefe Empfindungen im Publikum hervor? Im Mittelpunkt all dessen steht jedoch immer der Tanz und die praktische Anwendung der erlernten Werkzeuge im Alltag und für den Tänzer. Dabei ist es auch wichtig, die verschiedenen Tanz-Stilrichtungen zu beleuchten und Erfahrung damit zu gewinnen – das bildet das Fundament. Im nächsten Schritt lernt man, wie man Raum, Form und Gestaltung gezielt verwendet – auf verschiedene Arten, bezogen auf Einzelpersonen wie auch auf Gruppen. „Dein Körper ist ein Werkzeug der Kommunikation und des Ausdrucks – auch des emotionalen Ausdrucks“, postuliert Sallee.

Wer das verstanden hat und dieses Werkzeug auch handhaben kann, nimmt die Welt, die Kunst, Menschen und kommunikative Situationen auf neue Weise wahr. Er ist sensibilisiert für energetische Bewegungen und Botschaften aller Art. Er steht nicht mehr unsicher herum, sondern ist jetzt in der Lage, seinen Raum mittels Bewegung wohltuend zu gestalten. Und last but not least sorgt sein besseres Körperbewusstsein für ein selbstbewussteres Auftreten.

Sallee Slagle studierte Tanz und Choreografie bei verschiedenen international bekannten Lehrern (unter anderem am Bostoner Musik-Konservatorium) und absolvierte eine umfassende Ausbildung in Tanzpädagogik, Anatomie, ­Kinesiologie, Dirigieren, Stimmbildung, ­Gesang und Musiktheater.

Mehr Infos unter www.dancedimensions.org und www.fortystepsdance.org

 

Seminar „Entfaltung und Steigerung der Kreativität durch Bewegung“ vom Sa, 29. bis So, 30. Nov. 2014 in Berlin, Tanzfabrik Möckernstraße

Kosten: 380 €

 

Info und Anm. unter Tel.: 030-821 17 36 oder 0173-641 78 02 

bernd-jaeger@freenet.de

Über den Autor

Avatar of Sallee Slagle

Sallee Slagle studierte Tanz und Choreografie bei verschiedenen international bekannten Lehrern (unter anderem am Bostoner Musik-Konservatorium) und absolvierte eine umfassende Ausbildung in Tanzpädagogik, Anatomie, Kinesiologie, Dirigieren, Stimmbildung, ­Gesang und Musiktheater.

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