Anzeige

Die Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral ist urheberrechtlich geschützt. Leider!

An dieser Stelle veröffentlichten wir vom 28. Dezember 2009 bis zum 5. Mai 2017 eine Parabel von einem Fischer und einem Investmentbanker.

Hier die kurze Zusammenfassung:

Ein Fischer im sonnigen Süden, der lediglich die Menge an Fisch fängt die er braucht um seine Familie zu ernähren, ansonsten das Leben genießt und sich die Zeit nimmt seine Freundschaften zu pflegen, wird von einem Investmentbanker angehalten doch mehr zu arbeiten, mehr Fisch zu fangen, reich zu werden und, eines Tages, wenn er zu Wohlstand gelangt wäre, hätte er schlußendlich die finanziellen Mittel und die Zeit das Leben zu genießen, seine Freundschaften zu pflegen, ……

Wir unterschrieben diese Parabel mit dem Hinweis „Verfasser unbekannt“.

Nun bekamen wir am 24.04.2017 ein durchaus freundliches Schreiben der Rechtsanwaltskanzlei „Wilde Beuger Solmecke“ aus Köln, die ihre Mandantin Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG in Fällen von Urheberrechtsverletzungen vertritt. ( Die Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG gehört der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, die auch die Berliner Zeitung „Der Tagesspiegel“ und die Wochenzeitung „Die Zeit“ herausgibt)

In diesem Schreiben teilt uns die Anwaltskanzlei im Auftrag ihrer Mandantin, der Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG mit, dass es auf unserer Internetseite www.sein.de zu einer erheblichen Verletzung ihrer Rechte gekommen sei, indem das urheberrechtlich geschützte Werk,  “ Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral “ des Literaturnobelpreisträgers Heinrich Böll, ohne Einwilligung der Rechteinhaber unter dem Titel „Über die Gier, den Reichtum und über die Zufriedenheit“ auf unserer Webseite angeboten wird.

Eine Urheberrechtsverletzung sei auch gegeben, so die Anwaltskanzlei, wenn das Werk von Heinrich Böll in einer abgewandelten Form wiedergegeben wird. Der urheber besäße nicht nur Schutz für das unveränderte Werk, sondern kann auch über eine Veröffentlichung und Verwertung seines Werkes in abgewandelter Form bestimmen. Verwiesen wird auf § 23 UrhG.

Zudem wird in diesem Schreiben mehrseitig eine Webseite abgedruckt, die zeigen soll, wie das Werk auf unserer Webseite abgebildet wird. Bei diesem Abdruck handelt es sich aber unverständlicherweise nicht um unsere Webseite www.sein.de, sondern um die Webseite www.nachhaltig-sein.de, wo zum Weihnachstfest eine inspirierende Kurzgeschichte veröffentlicht wird. Die Webseite www.nachhaltig-sein.de hat keinen Bezug zu unserem Verlag.

Augenscheinlich handelt es sich hier um eine Verwechslung seitens der Anwaltskanzlei.

Nun, wir bedauern es sehr, wenn wir die Urheberrechte Heinrich Bölls und der damit verbundenen Verwertungsrechte durch die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck verletzt haben sollten. Der Redakteur der diesen Text veröffentlichte, wusste wirklich nicht, dass der Ursprung dieser Parabel bei Heinrich Böll zu suchen sei.

Auch schätzen wir es sehr, dass bei fristgerechter Entfernung des Inhaltes, wenn auch nur in abgewandelter Form vorliegend, auf eine Kostennote der Anwaltskanzlei und auf einen Schadensersatz seitens der Rechteinhaber verzichtet wird. Angesichts der zahlreichen Abmahnungen, mit denen unser kleiner Verlag oftmals zu Unrecht zu kämpfen hat, wissen wir den Verzicht auf eine finanzielle Forderung sehr zu schätzen.

 

Wir fragen uns, ob Heinrich Böll, wenn er noch leben würde, den urheberrechtlichen Schutz dieses Textes wollte. In einer Zeit, in der unser Planet vor die Hunde zu gehen droht, sich alles nur noch um den Erwerb materieller Güter, um Geld und Macht dreht, und wir Menschen den höheren Sinn unseres Lebens nicht zu verstehen scheinen.

Wir plädieren dafür, diesen Text allen Menschen frei zugänglich zu machen, die sich diese Fragen stellen.

Warum bin ich hier?

Was was ist meine Aufgabe auf diesem Planeten?

Was macht wirklich Sinn?

 

Sorry, und herzliche Grüße an die Verlagskollegen von Kiepenheuer & Witsch GmbH, der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, die Erben und die Heinrich-Böll-Stiftung.

Wofür steht die Heinrich-Böll-Stiftung?

Eduard Aman – Herausgeber

 

 

 

 

 

 

Hinterlasse einen öffentlichen Kommentar

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.

*