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Auch in unserem Horoskop zeigt sich das Thema Verantwortung – und zwar in Gestalt des Planeten Saturn, der auch für Würde und Wahrheit steht. Stellen wir uns unserer Wahrheit und übernehmen die Verantwortung für unser Leben, gewinnen wir auch unsere Würde als Mensch zurück.

Im Horoskop finden wir das Thema Verantwortung im Tierkreiszeichen Steinbock sowie im 10. Haus oder Feld (dem Haus der Öffentlichkeit und des Berufs) symbolisiert, außerdem ist der Planet Saturn für dieses Thema „zuständig“. Die Astrologen lesen anhand der Stellung der Spitze des 10. Hauses oder Feldes (dem so genannten MC = Medium Coeli) das Lernziel und die Lebensaufgabe des Horoskopeigners ab.

Auf dem Weg zur Erfüllung der eigenen Lebensaufgabe wird der Mensch früher oder später mit dem Thema Verantwortung konfrontiert: Es ist unbedingt erforderlich, die Verantwortung für sich selbst, für das eigene Tun und Lassen auf dem Lebensweg zu übernehmen, wenn man sein Lebensziel (markiert durch den MC im Horoskop) erreichen will.

Wer diese Verantwortung nicht übernehmen will, bleibt symbolisch gesprochen an der 4. Felderspitze hängen. Die 4. Felderspitze, der so genannte IC (Imum Coeli), liegt dem MC gegenüber und markiert den tiefsten Punkt im Horoskop – unsere Herkunft. Wer – symbolisch gesprochen – am IC hängen bleibt, verharrt in der Kinderrolle, macht die Umwelt für sein „Unglück“ verantwortlich und stellt Versorgeransprüche. Solch ein Mensch wird immer wieder unerklärliches Unglück anziehen, Pechsträhnen durchlaufen, „unverstanden“ bleiben, weil er sich selbst nicht versteht. Wer seine Entwicklung und seinen eigenen Weg aufgibt, verliert damit auch seine Würde und seinen eigentlichen, wahren Wert für die Gesellschaft (Würde, Wahrheit und Wert sind weitere Attribute von Saturn).

Verantwortung und Sinn

Wer die Verantwortung für sein eigenes Leben aus der Hand gibt, macht sich auch schuldig, das heißt, er bleibt sich seinen eigenen Entwicklungsweg schuldig. Mit der Abgabe der eigenen Verantwortung geht auch der Sinn verloren, man fällt so – astrologisch ausgedrückt – vom 10. Haus (was dem Saturn zuzuordnen ist) zurück ins 9. Haus (Thema Schütze, Jupiter, Thema Glauben). Man versucht also, den verlorenen Sinn durch äußere Anleihen (z.B. Glaubenssysteme) zu überdecken bzw. zurück zu holen. Dabei bleibt man in ewiger Sehnsucht verhaftet. Diese Sehnsucht nach dem eigenen Lebenssinn kann den Menschen durch die ganze Welt treiben, immer in der Hoffnung, dass jemand oder etwas ihm seinen Lebenssinn wiedergibt.
Saturn steht symbolisch für die nackte Wahrheit, sei sie nun angenehm oder weniger angenehm. Wer jedoch die Wahrheit seines eigenen Wesens konsequent leugnet, der wird früher oder später vom Schicksal dafür zur Rechenschaft gezogen. Wer es scheut, die Verantwortung für sein eigenes Leben zu übernehmen und sich den kosmischen Gesetzmäßigkeiten unterzuordnen, der wird die entsprechenden Folgen am eigenen Leib zu spüren bekommen.
Die konsequente Antwort des Schicksals ist scheinbar unerbittlich, hier gibt es keine „Gnade vor Recht“, sondern es wird in jedem Fall mit aller Konsequenz „Recht“ gesprochen im Sinne Saturns. So wird ein Mensch, der an seiner Kinderrolle festhält, unter Saturn-Transiten schwer zu „leiden“ haben (z.B. an Krankheiten, emotionalen Enttäuschungen, finanziellen Einbußen usw.), wobei dieses Leiden lediglich durch seinen eigenen Widerstand gegen die nötige Lektion erzeugt wird.

 

Diener der Wahrheit

Wer hingegen sein Lebensziel ehrlich anstrebt und konsequent an sich arbeitet (Stichwort Selbsterziehung), der wird vom Schicksalsrepräsentanten Saturn reichlich dafür belohnt: Er wird beschenkt mit der Erkenntnis der Wahrheit, und zwar der tieferen Wahrheit über sich selbst, die dem Dasein Sinn verleiht.
Saturn fordert: „Sei wahrhaftig, diene deinem Potenzial, deinen göttlichen Anteilen und höheren Absichten in jeder nur denkbaren Situation!“ Wer sich ehrlich darum bemüht, dieser Forderung nachzukommen, der wird immer wieder mit der Schwelle der Angst konfrontiert. Diese Schwelle will überwunden werden – wieder und wieder. Dies ist der Preis, damit die Himmelstür geöffnet wird.
Ich bin gefragt, ich muss mich einbringen – und niemand sonst. Es kommt niemand, der mich rettet, niemand, der mir die Verantwortung für meinen eigenen Lebensweg und meine Entwicklung abnimmt. Die Schwelle der Angst muss ich ganz alleine überschreiten – dann werde ich aus der Sichtweise des Schicksalshüters Saturn erwachsen, das heißt, ich wachse immer mehr in mein eigenes Potenzial hinein.
So, wie wir die Schwelle des Todes alleine überschreiten, so müssen wir auch verschiedene Schwellen, Stufen und Prüfungen im Leben alleine bewältigen. Um die ersten eigenen Schritte zu gehen, muss das Kind die Hand der Mutter vertrauensvoll loslassen…
Indem ich die Schwelle zu mir selbst, zum überpersönlich Bedeutenden (in mir) überschreite, wird auch mein Trennungsgefühl von Gott überwunden: Ich finde mich in einem größeren Zusammenhang wieder. Das was ich wirklich bin, wird in Erfahrung gebracht.

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