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Das Yogafestival findet 2008 bereits zum vierten Mal statt und ist mittlerweile auch über Berlin hinaus bekannt. Ein Interview mit den Organisatoren Miriam Kretzschmar und Stefan Datt.

 

Was hat euch eigentlich dazu gebracht, ein Yogafestival zu veranstalten?

Stefan: Ich habe einige Jahre in Yogaschulen gelebt und gearbeitet und dabei festgestellt, dass viele einzelne Yogaschulen in verschiedenster Art und Weise Yoga vermitteln und dabei ganz hervorragende Arbeit leisten, aber untereinander wenige Berührungspunkte haben. Und wie man weiß, entwickelt man bei allen Dingen, die man nicht so gut kennt, häufig eine gewisse Distanz. Gerade beim Yoga wird viel von der Einheit des Lebens gesprochen und von der gemeinsamen Essenz aller Wesen. Daher dachte ich, dass es schön und nötig sei, einmal im Jahr eine Veranstaltung zu haben, wo man sich trifft, austauscht und kennenlernt. Jede Yogaschule sollte mitmachen und jede Yogarichtung sich vorstellen können. Ebenso möchten wir erfahrenen Yoga-Praktizierenden einmal im Jahr ein abwechslungsreiches Programm bieten.

 

Was bedeutet Yoga für euch?

Stefan: Ich glaube, Yoga kann man nicht aus dem Leben wegdenken, weil das ganze Leben eigentlich Yoga ist. Jeder findet andere Worte, aber Yoga handelt vom Leben, betrachtet es und analysiert alles, was wir überhaupt im Leben machen können. Yoga erklärt, wie das Leben entstanden ist, wie es weitergeht, wie der Geist funktioniert und wie man ihn benutzt. Der Körper wird als Tempel des Geistes gesund und stark gehalten und die Seele kann sich durch Yoga ihres Ursprungs bewusst werden.
Eigentlich kann man jede Handlung als Yoga bezeichnen. Das klingt jetzt vielleicht etwas abstrakt, aber Yoga besteht nicht nur aus den Körperübungen, wie Kopfstand, Kerze oder Fisch. Yoga heißt „sich verbinden“, und da alles im Universum miteinander verbunden ist, ist alles eine Ausdrucksform des Yogas. Sogar wenn wir miteinander sprechen, ist es Yoga. Yoga bezeichnet das Leben an sich.

 

Was ist so besonders daran, Yoga zu unterrichten?

Miriam: Yoga zu unterrichten ist genauso entspannend wie Yogaunterricht zu nehmen. Es ist keine Anstrengung dabei. Nach einer Yogastunde ist auch der Yogalehrer völlig entspannt. Manchmal gehe ich in die Yogastunde, bin angespannt und die Stimme klemmt ein wenig, aber am Ende fühle auch ich die Energie in mir und meine Stimme ist voll. Sogar der Körper entspannt sich spürbar beim Unterrichten.

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