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Alt werden und erwachsen sein, ist nicht das Gleiche. Alt werden wir alle, erwachsen werden manche nie. Der sogenannte „Puer-Aeturnus-Komplex“ beschreibt, angelehnt an die Psychologie von Carl Jung, Männer, die auch in der Mitte ihres Lebens innerlich nicht über die Reife eines Teenagers hinausgekommen sind.

 

Was ist schon erwachsen?

Ich habe eine ganze Weile gebraucht, bis ich mir selbst auf die Schliche gekommen bin. Und auch wenn ich es problematisch finde, Menschen ein Label namens „soundso-Komplex“ überzustülpen, können solche Beschreibungen andererseits teilweise ein hilfreicher Spiegel sein – genau wie die vielen „Persönlichkeitstypen“-Systeme.

Ich persönlich habe mich nie erwachsen gefühlt. Ich denke, darin liegt zum Teil auch eine Wahrheit. Ich glaube, es gibt so etwas wie ein „Seelenalter“, manche betonen mehr das Kind in sich, manche den Jugendlichen, manche den Erwachsenen und das ist gut und schön, wenn man in diesem Spektrum frei fließen kann und alle Aspekte integriert hat. Aber es kann auch sehr unheilsam sein, wenn die Entwicklung in einem Aspekt stecken bleibt, die natürliche Entwicklung nicht weitergeht.

Für mich waren es vor allem Beziehungen und das Berufsleben, die mir auf unheilvolle Weise gespiegelt haben, dass da ein Entwicklungsschritt aussteht. Dass ich mich weigerte, erwachsen zu werden.

Aber was heißt das überhaupt? Eine kurze Definition könnte sein: Erwachsen ist eine Person, die materiell, emotional und mental ganz und gar auf eignen Beinen steht. Das bedeutet, diese Person hat Stabilität in sich selbst gefunden, ihren Platz in der Welt, kann für sich selbst in jeder Hinsicht sorgen, hat emotionale Abhängigkeitsmuster abgelegt, zu einem gesunden Selbstwert gefunden, kann Grenzen setzen und akzeptieren, ist in ihrer Kraft, kann entscheiden und mit den Konsequenzen umgehen, kann Kompromisse schließen, kann sich tief ausdrücken, kann nahe und intime Beziehungen führen.

Nicht erwachsen werden

Es gibt viele Wege nicht erwachsen zu werden – je nachdem, wo in dieser Prozess stecken bleibt. Beim Puer-Aeternus-Komplex ist es das Teenageralter. Die englische Wikipedia beschreibt es kurz so:

„Puer Aeturnus, Latein für ewiger Jüngling, beschreibt psychologisch einen älteren Mann, dessen Gefühlsleben auf einem jugendlichen Niveau stehen geblieben ist. Der Puer führt typischerweise ein provisorisches Leben, wegen seiner Angst, in einer Situation gefangen zu werden, aus der er nicht mehr entkommen kann. Er begehrt Unabhängigkeit und Freiheit, reibt sich an Grenzen, und neigt dazu jede Einschränkung unerträglich zu finden.“

Während der Jüngling ein wichtiger Aspekt auch des reifen Mannes ist – der gesunde Durst nach Wachstum, nach Neuem, nach Freiheit, nach Erfahrung, eine liebenswerte Neugier und Begeisterung  – so wird dieser Aspekt doch für die wenigsten Männer (geschweige denn ihre Partnerinnen), ein erfüllender Zustand in sich sein. So sehr der Puer seinen Zustand auch zunächst glorifizieren mag – in den meisten Fällen gibt es irgendwann in ein schmerzvolles Erwachen.

Die ewigen Jünglinge

Was sind also diese ewigen Jünglinge? Die ewigen Jünglinge sind rastlose, oft sehr charismatische und nicht selten leicht narzisstische Männer. Meist betonen sie ihre Freiheit und völlige Unabhängigkeit, um zu verhehlen, dass sie zu echter Intimität und Nähe nicht in der Lage sind. Sie sind in allen Bereichen ihres Lebens niemals angekommen, sie suchen unablässig, deuten dies jedoch für sich als Flexibilität und Individualität um. Ewige Jünglinge sind unfähig zu irgendeiner Form von Selbstverpflichtung und Verbindlichkeit in irgendeinem Bereich ihres Lebens – sei es in Beziehungen, Hobbys oder dem Beruf. Disziplin, Routine und Tätigkeiten, für die man geduldig üben muss, sind ihnen ein Gräuel, weshalb sie meist nicht in der Lage sind, beruflich ihren Platz zu finden oder ihre Gaben voll zu entfalten. Sie träumen vom schnellen Geld, sehnen sich eigentlich nach Erfolg, sind aber nicht bereit, dafür zu arbeiten. Kompromisse, Pflichten und das Akzeptieren von Einschränkungen sind eine Bedrohung für sie.

Der ewige Jüngling mag sich weder einschränken, noch binden, noch anpassen. Zumeist kompensiert er diese Unfähigkeit mit einem Gefühl von Überlegenheit, leichter Arroganz und einer Gefühlskälte, die man bei ihrem Charisma oft nicht vermuten würde. Es sind oft sehr verführerische und faszinierende Menschen – außer man versucht, eine Beziehung mit ihnen zu führen. Denn dann lernt man nicht selten ihre depressive, frustrierte und versteckt sadistische Seite kennen.

Ewige Jünglinge suchen stets nach Ekstase und Erfüllung und gehen dabei teilweise recht extreme Wege. Viele von ihnen werden nicht alt, denn ihre ewige Suche treibt sie leicht in gefährliches, selbstzerstörerisches Verhalten wie Drogen, Extremsport, endlose Partys und Sexsucht. Andere erweitern ihre Suche in den spirituellen Bereich und pilgern fortan rastlos durch den esoterischen Supermarkt. Vielleicht landen sie dabei in Kulten, Sekten und extremen Gruppierungen.

Midlife-Crisis

Was in der Jugend und dem jungen Erwachsenenalter noch spannend und faszinierend sein mag, schlägt etwa in der Mitte des Lebens in eine tiefe Qual um. Gerade in Beziehungen wird den ewigen Jünglingen ein klarer Spiegel vorgehalten: Sie taugen vielleicht noch für einen Seitensprung, erwachsene Frauen werden ansonsten aber kaum mehr als Verachtung oder Mitleid für sie übrig haben.

Wenn der Selbstbetrug nicht länger funktioniert, schlägt die Extase der Jugend in den 30ern und 40ern nicht selten um in ein Gefühl von Depression, Verzweiflung, Einsamkeit, Verlorenheit und Angst. Der Psychologe Dr. Peter Milhado schreibt dazu:

„Es muss betont werden, dass diese Männer an einem äußerst schmerzhaften und verzweifelten Zustand leiden. Auf einer nie endenden Reise ohne ein Zuhause zu sein, unbarmherzig und auf Kosten von allen und allem anderen den Nervenkitzel und das Vergnügen zu verfolgen, impulsiv der Gesellschaft und den Frauen zu trotzen und sie doch verzweifelt zu brauchen, den Preis für den Mangel an Intimität und Verbindlichkeit zu zahlen, gierig den Erfolg zu wollen und ihn niemals zu erreichen – all das führt zu akutem Leiden und intensiver Einsamkeit. Da die Natur in der Jugend noch sehr nachsichtig mit diesen Eigenschaften ist, wird das Leben des ewigen Jünglings meist erst in seiner Mitte problematisch. Das Streben nach Euphorie existiert immer im Wechsel mit seinem Gegenteil, nämlich dunklen und unheilvollen depressiven Stimmungen, irrationalen Ängsten, körperlichem Zusammenbruch oder Hypochondrie. Nach Stolz und Hochmut kommen stets Verzweiflung und Depression. Es ist in der Lebensmitte, wo wir durch unsere Sünden bestraft werden, nicht für sie.“

Loslösung von den Eltern

Wie kommt es dazu? Warum werden diese Männer nicht erwachsen? Viele Psychologen sind der Ansicht, es handel sich vor allem um eine starke unerlöste Bindung zur Mutter – die durchaus auch eine negative sein kann. Die meisten dieser ewigen Jünglinge hatten entweder gar keinen Vater oder aber einen persönlich schwachen Vater, der zwar körperlich anwesend aber emotional und geistig abwesend war.

In diesem Verständnis wäre der Puer-Aeturnus-Komplex vor allem ein missglückter Übergang. Ein Übergang, bei dem der oft abwesende Vater hätte helfen können. Der Vater ist die Brücke zu Welt. Es ist seine Funktion, das Kind zu gegebener Zeit an die Hand zu nehmen, und von der Mutter weg, in die Welt und zu sich selbst zu führen. Ohne diese Brücke aber muss der Jugendliche diesen Übergang selbst bewältigen, und das gelingt nicht immer.

Die erste Heimat des Kindes ist unübersehbar die Mutter, mit der es die ersten Jahre in enger Symbiose lebt. Die Nabelschnur und die Tatsache, dass sich das Kind in den ersten Jahren von einer Körperflüssigkeit der Mutter ernährt, sind deutliche äußere Spiegel dieser tiefen inneren Verbindung. Für das Kind ist die Mutter Heimat und Sicherheit und im Kleinkindalter bestimmt das Kind nach Möglichkeit selbst den Radius, mit dem es sich aus dem Schutz dieser Geborgenheit entfernt.

Mit zunehmender Entwicklung wird dieser Radius immer größer – für Mutter und Kind ein Prozess ständigen, immer weiteren Loslassens. Das Kind lernt, seine Sicherheit außerhalb der mütterlichen Geborgenheit zu finden – zunächst in der Natur und später in sich selbst. Das Teenageralter ist die Zeit, in welcher das Kind seine Heimat in sich selbst findet, eine gesunde Identität als Mensch und Mann entwickelt und seine Wurzeln tief in sich selbst hineinpflanzt. Der Vater kann hier eine Brücke, ein Begleiter und Mentor sein, der diesen Übergang erleichtert.

Für viele der ewigen Jünglinge ist dieser Schritt nie geschehen. Die Mutter ist dann zwar irgendwann fort, aber es gab keine Brücke in die Welt, kein Ankommen in sich selbst. Der ewige Jüngling hat keine Heimat, seine Wurzeln sind nirgendwo. Er ist auf einer ewigen Suche. Unfähig, sich selbst eine Brücke zu sein, sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen, tief in sich selbst zu schauen und ein Mann zu werden, ist der ewige Jüngling zwischen zwei verzerrten veräußerlichten Sehnsüchten zerrissen: Heimat in Frauen zu finden oder aber eine starke Vaterfigur, der er folgen kann.

Schwierige Beziehungen

Diese Dynamik bildet den Kontext für das Syndrom des ewigen Jünglings. Sie suchen unbewusst die mütterliche Heimat in jeder Frau – und werden dabei stets enttäuscht, weshalb sie sich nie wirklich auf eine Frau einlassen und offen oder heimlich immer weitersuchen, was auch die Form von Don-Juanismus oder ständigen Seitensprüngen annehmen kann. Der ewige Jüngling sucht sich zunächst vor allem Frauen, die er mit seinem Charme blenden kann, er will in seinem Narzissmus bewundert werden, unhinterfragt geliebt werden und sich nicht mit seinen eigenen Unzulänglichkeiten konfrontieren. Er braucht Bestätigung als Mann, weil er unbewusst weiß, dass er keiner ist. Sobald er realisiert, dass auch diese Frau ihm keine Heimat sein kann, seinen Durst nach Liebe und Bestätigung nicht stillt – zieht er entweder weiter, oder sieht die Frau fortan als eine Bedrohung, die seine als Freiheit kaschierte Suche einschränken und ihn versklaven will.

Wenn die Suche nach Heimat nicht auf die Frauen projiziert wird, dann vielleicht in den Wunsch, irgendwo dazuzugehören. Clubs, Organisationen und Sekten üben deshalb auf manche dieser Männer ebenso eine Anziehung aus, wie Gurus und andere Vaterfiguren.

Verleugnete Abhängigkeit

In all diesem verleugnet der ewige Jüngling zumeist, dass er in seinem Kern zutiefst abhängig ist, und eine Heimat im Außen sucht – dieses Außen kann durchaus auch eine spirituelle Praxis sein und sich als innere Suche verkleiden. Er selbst nimmt seine rastlose Suche als Unabhängigkeit, nicht selten sogar als hohe spirituelle Entwicklungsstufe wahr. Genauso verborgen wie die zugrundeliegende Dynamik sind ihm seine Sucht nach unmittelbarer Bedürfnisbefriedigung, sein Mangel an Empathie und seine Arroganz.

Diese Dynamik macht es schwierig für den ewigen Jüngling, Beziehungen zu führen – und wenn er nicht das nötige Bewusstsein und die nötige Aufrichtigkeit mit sich selbst aufbringt, werden die meisten Beziehungen im Desaster ko-abhängiger Dramen enden – dabei könnten gerade Beziehungen für diese Männer ein Ort der Heilung sein.

Erwachsen werden: Die Heilung

Manche Autoren sind der Ansicht, die Heilung für den Puer liegt in einer Demütigung durch das Leben, im Erkennen des eigenen Verfalls und der eigenen Verfehlungen. Dass kann ich zwar aus eigener Erfahrung bestätigen, sehe es aber nicht als Heilung, sondern eher als Weckruf. Die Heilung liegt in meinen Augen darin, den Schritt über die Brücke endlich aus eigener Kraft zu tun und die eigenen Wurzeln tief in sich selbst zu pflanzen. Oft setzt dieser Prozess offenbar jedoch tatsächlich erst ein, wenn der ewige Jüngling mit dem Alter auch von der Realität eingeholt wird.

Damit Heilung geschehen kann, gilt es das Gefühl von Verlorenheit, Heimatlosigkeit und Unvollständigkeit überhaupt zuzulassen – denn oft ist es gut verborgen und kaschiert. Ich persönlich hätte stets behauptet, ich hätte keines dieser Gefühle. Nicht selten haben sich darüber zahlreiche Verletzungen, Minderwertigkeitskomplexe und Selbstzweifel aus den zahllosen Enttäuschungen angesammelt, die es zu heilen gilt. Das wird aber erst möglich sein, wenn die ins Äußere projizierte Suche endlich erkannt und als Suche nach sich selbst begriffen wird.

Auf der seelischen Ebene verbirgt sich unter dem Puer-Aeturnus-Komplex eine Art „seelisches Heimweh“, das sich in der persönlichen Entwicklung spiegelt. Erst eine aufrichtige spirituelle Praxis kann diese Tiefe erreichen. Die Spiritualität des Jünglings bleibt aber unvollständig und ist oft sogar völlig kontraproduktiv, wenn sie Teil der Dynamik der ewigen Suche ist und kein wirkliches Einlassen auf das irdische Leben und die eigene Persönlichkeit stattfindet.

Der reife Mann

Der Jüngling ist Teil des reifen Mannes – seine Spontanität, Risikobereitschaft, Kreativität, sein Idealismus und sein Charme sollen nicht abgeschafft, sondern vielmehr in ein größeres Ganzes integriert werden. Das bereitet den Weg für eine echte Herzöffnung: gegenüber sich selbst, gegenüber dem Leben, den Beziehungen und der Welt.

54 Responses

  1. Be4me
    Systemverlierer

    Diese Sichtweise ist lediglich auf das hiesige wirtschaftliche System bezogen.
    Halboffizielles Zahlenwerk schwankt zwischen 30/44/60% Menschen,die wegen mangelhafter Funktion dieses Systems in die völlige Deprivation getrieben werden.
    In ‚Zeit Online,-Not im Mann‘ wird darüber berichtet.
    Will der Autor des obigen Artikel diese menschlichen Opfer,nur weil diese in der Gesellschaft,-wirtschaftlich und somit auch menschlich nicht mehr erwünscht sind,und in jeder Beziehung Aussteigen müssen und wie ein Rinnsal irgendwie einen eigenen Weg finden müssen dann als vermutlich homosexuelle Müttersöhnchen einordnen?
    Bei den seelischen Schmerzen,die diese Menschen ertragen müssen,von unzähligen ersehnten Wunschpartnern nur mit Verachtung belegt zu werden (nicht selten zur öffentlichen Erheiterung anderer Täterfiguren),nur weil man nicht zufällig das richtige
    Los gezogen hat,-empfinde ich als perfiden Hohn!

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  2. aeternitas nunc
    aber: weiblich!

    Hm, wenn ich in die Suchmaschine ,,nicht erwachsen werden wollen“ eingebe, geht es auf allen Treffern nur um männliches nicht erwachsen werden wollen.

    Ich bin aber weiblich. Und nach der Definition aus diesem Artikel, erwachsen sein bedeute emotional, mental und materiell auf eigenen Beinen zu stehen, bin ich wohl erwachsen.

    Aber mit dem Eintritt in die Pubertät sind ,,die anderen“ in einen hormonellen Drogenrausch geraten, der sie total verändert hat. Alsbald wollten sich alle benebeln, sich mit Stars befassen, sich anpassen, (Kurz-)Partnerschaften eingehen und andere intim berühren.

    Ich aber bin geblieben wie zuvor, sicherlich an Erlebnissen und Gedankengängen gereift, aber immer noch das im Jetzt lebende Kind.

    Obwohl ich verliebt war, habe ich noch nie an einer Person sexuelles Interesse gehabt. Ich will keine Kinder und auch keinen Mann adoptieren. Niemandes Dienstbote will ich sein.

    Obwohl ich meiner Sache sicher bin, fühle ich mich manchmal einsam. Partnerschaft und Familie habe ich mir noch nie gewünscht, sondern in jedem Augenblick kategorisch abgelehnt. Männer allgemein, ich komme mit denen gut klar und fühle mich auch vielfach verstanden, aber irgendwann bringen die dann doch ihren Penis ins Spiel. Naja. Was ich vermisse sind Freundschaften wie zu Kindheitstagen. Wenn ich andere Mädels in der Stadt beispielsweise beim Shoppen sehe, kann ich ja nicht einfach hin und wie früher fragen:,, Hey, darf ich mitspielen?“

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    • Katerchen

      Hej, willst du meine Schwester sein?…

      Ich hab zwar ’ne Schwester, aber die ist doof …

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      • Anonymous
        Interessanter Bericht

        Ich erkenne mich In vielen Punkten wieder, Wenn Ich ehrlich Zu Mir Selbst Bin, halte Ich mich wirklich für nen spirituellen 23 jährigen, der die Weisheit mit Löffeln gefressen Hat. Beziehungen kommen garnicht Zu Stande, selbst die Vorahnung, eine Frau empfindet mehr für mich Und zeigt Mir das, lässt mein Interesse verblassen. Allerdings, sehe ich das aus meiner Perspektive etwas anders. Ich weiß, dass ich viel falsch gemacht Habe, Ich war jung und unsicher mit Mädchen. Ein Mädchen war wie ich, sie liebte mich Und Ich sie. Wir leugneten unsere Gefühle in Worten, ich aus Angst das Gefühl Zu verlieren, sie aus Unsicherheit. 5 Jahre lang, Signale missverstand ich, nahm sie nicht mehr ernst. Sie trennte Sich von mir über Handy, Mit den Worten mich nie geliebt zu haben, für mich brach die Welt zusammen. Ich war komischerweise, glücklicher wie je zuvor zuerst, sie war weg und es ging Mir besser denn je. Jetzt quälen mich Schuldgefühle, während ich öfter probierte sie zum reden über uns zu animieren, hasst sie mich, blockt Ab, gleichzeitig bewahrt sie Fotos von uns öffentlich im Internet Auf. Jetzt bin Ich beziehungsunfähig Und Ich habe 3 Jahre gebraucht, alles was Geschehen, war zu verstehen. Ich war ein Arschloch der sein Mädchen nicht verstanden Hat. Jetzt strebe Ich Nach vollkommenheit, habe gleichzeitig keine Lebensinhalte mehr Und dieses prägende Ereignis. Ich habe Angst vor Nähe, Ich habe Angst wieder jemanden Zu verletzen den Ich liebe und Ich habe Angst etwas zu ändern. Während ich täglich nach einer Lösung grüble, gibt es keine. Uns verband sehr viel, nur der Moment zählte Worte brauchten wir nicht, aber ich sah ihre Liebe als selbstverständlich, ich kannte nichts Anderes, ich war glücklich mit mir und Ihr. Sie verachtet mich nur noch. Ich komme nicht mehr voran. Und mit Frauen klappt es nie, es liegt wohl einfach an mir und meinen Egoismus. Aber ich erkenne es nicht. Ich tue mich schon schwer damit überhaupt Noch jemanden an mich heranzulassen, wenn Ich es tue sind Mädchen meistens von meinen hohen Erwartungen überfordert, jedenfalls gefühlstechnisch. Wobei mein Typ Frau, unsichere hübsche, ausstrahlungskräftige gleichzeitig aber Auch bodenständige, starke Frauen sind. Naja sex ohne Liebe unmöglich für mich. Ich werde meistens enttäuscht von meinem Typ Frau, meistens ähneln sie meiner großen Liebe unwarscheinlich. Ich versuchte mir Liebe Zu erkämpfen und missachtete meine eigenen Prinzipien, dabei hatte Ich sie bereits.

  3. Christian
    Kenne ich. Leider.

    Krass, genauso einen Aspekt sehe ich bei mir auch, kann mich darin wiederfinden. Oh man, ich finde das ziemlich erschütternd.

    Ich bin 31 – Studium abgebrochen, handwerkliche Ausbildung gemacht. Und nun so gelähmt wie zuvor. Arbeitslos, obwohl ich nen Job antreten könnte. Oder doch nach Neuseeland Work&Travel? Bei allem kommt es wohl darauf an, wie ich es nutze.
    Ich dachte immer, ich finde meinen Weg. Einen roten Faden von außen. Das ist nicht zufriedenstellend passiert. Ich will mich auch nicht, wie beschrieben, im ‚Suchen‘ spirituell verlieren. Um insgeheim den bequemen Status quo nicht zu verlieren.

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  4. Irene
    Balance

    Ich durfte im letzten Jahr mit einem Exemplar dieser Gattung Bekanntschaft machen. Die Grenzen zur Bindungsangst sind fließend.
    Wie in vielem, kommt es auf das Maß an. Es geht nicht darum, den jugendlichen Teil aufzugeben sondern den erwachsenen Teil mit dazu zu nehmen. Ich habe vor Kurzem ein Interview mit Matthias Habich gelesen. Über seine Kollegin Angela Winkler sagt er: „Sie ist vor allem eine Frau, die noch alle Lebensalter sichtbar in sich trägt: das kleine Mädchen, die Göre, den Teenager, die junge und die reife Frau.“
    Das glaube ich ist die wahre Kunst, das sollten wir anstreben, egal ob Mann oder Frau. Ich bin auf dem Weg.
    Irene

    Antworten
  5. stevenblack
    Da fühlen sich ja einige richtig getroffen ..

    Was trifft, betrifft auch – man kann den Autor nicht dafür verantwortlich machen. Etwas Selbstreflexion könnte nicht schaden. Im übrigen, danke an Herrn Rotter. Offen und authentisch, so nehme ichs wahr.

    lg,

    Antworten
  6. Alex
    Kein Komplex sondern das Leben

    In der Regel schreibe ich keine Kommentare oder Foreneinträge im Internet, aber die hier entstandene Diskussion hat mich fasziniert und motiviert meinen Senf dazu zu geben!

    Zu erst muss ich eingestehen, dass ich auf diesen Artikel nicht zufällig gestoßen bin. Bei der gigantischen Menge Daten im Internet, würde es auch einem Wunder gleichkommen.

    Ich hatte selbst das Problem, dass ich gefühlt nicht reifer und „erwachsener“ geworden bin und ich bin auch, wie in dem Artikel mit „Midlife- Crisis“ beschrieben, daran zerbrochen. Allerdings nicht zwischen 30 und 40, sondern früher (24 J.).
    Ich habe auch durch das beschriebene Verhalten meine bisher einzige Beziehung zerstört und bereue dies natürlich.
    Ich hatte auch wie in dem Artikel beschrieben eine Mutter die mich „zu fürsorglich“ umsorgt hat und einen Vater der durch seine Arbeit einfach sehr sehr wenig Zeit gehabt hat, um sich mit zu kümmern.
    Keine seltene Tatsache des konservativen Rollenbildes der Familie (Frau kümmert sich um die Kinder und der Mann geht arbeiten) im Kapitalismus, nach welchem meine Eltern leben!

    Ständig habe ich andere „Männer“ gesehen, die nicht wesentlich älter oder gleichen Alters waren und in meinen Augen wirkliche erwachsene Männer waren. Männer die in ihrem Selbstbild und ihrer Lebensweise gefestigt waren. Männer die für mich ein Risiko darstellten. Ich konnte/wollte nie begreifen, wieso meine Ex mich nicht für diese „Männer“ verlassen wollte. Wieso sie lieber den kleinen Jungen haben wollte der ich war/bin. Den Jungen der seine Stimme sogar gelegentlich verstellte, wie ein Kleinkind. Das Ende vom Lied war das Ende der Beziehung. Mit dem Schlußakkord, hatte ich den Bogen überspannt und sie beendete die Beziehung. “
    „Narzistisch“ wie ich bin, gab ich erst einmal ihr die Schuld an allem. Erst als ich merkte, dass auch meine Freunde nun anfingen „erwachsen“ zu werden und immer mehr den Idealen unserer Jugendtage zu widersprechen, fing ich an an mir zu zweifeln.
    Wie beschrieben fiel ich in ein riesen großes Loch, das ich mit der Unterstützung echt verdammt guter Freunde, aber auch dank meiner eigenen Kraft wieder verlassen konnte.

    Ich habe seit dem und auch davor viele Gespräche mit meinem Vater und auch sehr vielen anderen männlichen wie auch weiblichen Mitmenschen geführt. JEDER meiner Gesprächspartner hatte dieses Problem! JEDER! Und JEDER dieser Menschen würde sich selbst heute noch nicht als völlig „Erwachsen“ beschreiben, sondern höchstens reifer als vorher und ich habe mit sehr vielen Leuten gesprochen. Deswegen finde ich den Artikel in seinem Inhalt gut, nur BITTE hört auf damit einem normalem Prozess des Lebens, einen Namen zu geben wie “ Puer-Aeturnus-Komplex“.
    Das allein bewirkt, das Menschen denken sie sind verrückt oder leiden unter eine „schweren“ Krankheit! Ich behaupte nicht, dass es gewisse hirnorganisch bedingte Probleme gibt, aber diese lassen sich dann auch meist klar aufweisen dank CTs usw.
    Haben die Menschen die hier ihr totales Einverständnis, überhaupt mal darüber nachgedacht, was es mit einem Menschen macht, wenn man diesen Menschen sagt, sie hätten eine Krankheit! Die Folgen sind verherrend! Menschen die denken sie seien krank hören auf mit anderen zu reden, denn eine psychische Krankheit, kann nur dann eine sein wenn sie flächendeckend eher selten auftritt. „Wie sollen meine Mitmenschen mich denn verstehen?““Ich kann daran nun nichts mehr ändern!“, das sind Gedankengänge die ausgelöst werden können und die Folgen sind alles andere als positiv. Hormontabletten und andere Arzneien kommen hinzu!

    Bitte bevor das nächste Mal jemand Lautstark schreit: „Oh ja die Krankheit habe ich. Ich bin psychisch krank!“ oder ein „Arzt“ das behauptet, dann bitte definiert erst den gesunden Menschen, denn das kann seltsam wie es ist anscheinend keiner!

    Das Leben ist flexibel und einem stätigem Wandel unterzogen! Hört auf ihm ein Korsett überzuziehen!

    Antworten
    • Profilbild von David Rotter
      David Rotter

      Hallo,

      danke für diesen sehr guten Kommentar. Eine Wohltat, mal eine wirklich konstruktive Kritik zu lesen, nach den vielen seltsamen Beiträgen hier.
      Ich erlebe es auch so, dass fast niemand sich selbst als „erwachsen“ empfindet. Es scheint auch, dass „erwachsen“ fast so wie „erleuchtet“ als mythisch überhöhter Zustand projiziert wird – ein Zustand, in dem man völlig selbstbewusst, souverän und geerdet ist. Das tritt natürlich nie ein. Der Artikel beschreibt aber auch etwas anderes.

      Es wäre falsch, den Text als „Diagnose einer Krankheit“ zu verstehen – er beschreibt vielmehr ein Verhaltensmuster, dass erkannt und durchbrochen werden kann. Das ist vielleicht teilweise nicht gut kommuniziert.

      Grüße

      Antworten
    • Chrishybris
      Geistiger Verstand und unsere Anpassung

      Coole Antwort, sehe Ich genau so, alles was existieren sollte, ist das hier und jetzt. Die Natur, und Fortpflanzung, sämtliche psychologische Komponenten und Krankheitsdefinition, sind meines Erachtens, das Leugnen einer geprägten Persönlichkeit, inmitten eines komplett zu funktionierenden Staates. Reife und „erwachsen sein“, Die Definition von der schnellen Anpassung, einer Kultur und Gesellschaft des geistigen Verstandes, der Druck Ist enorm, Anpassung erfolgt Mit unbewusster Angleichung an unserer Wettbewerbsfähigkeit, wir werden Krank durch zuvieles Grübeln Und dem Druck. „Arschlöcher“ sind Männer die sich abnabeln, den Moment genießen Und der Frau das Gefühl von Natürlichkeit und Zufriedenheit signalisieren. Sie sind Realisten, keine ethisch hinterfragenen Gesellschaftszombies, die versuchen alles Zu entschlüsseln. Das ist Evolution, Ich war früher auch so, ich war zwar dick, Aber Ich hatte die hübschesten Mädchen auf der Schule und viele Frauen halten mich immer noch für so begehrenswert. Allerdings hat sich einiges verändert setdem ich zuviel „Denke“. Deswegen sind aufrichtige Blauäugigkeit und Naivität das Beste Mittel unsere perverse, leistungsorientierte, selbstzerstörerische Gesellschaft zu durchschauen. Unser Hirn, ist ein mittlerweile überlasteter Hochleistungsprozessor, der durch psychische Überlastung, gewillt ist dem Fortpflanzungstrieb zu entsagen. Reiner Mechanismus in der Natur. Zuviele Menschen, zuviel Fortschritt, Selektion. Der gesunde, reife Mann „Arschloch“ umgibt sich Mit dem was wichtig ist einem schönen Mädchen, welches er glücklich macht und sich mit Ihr vereinigt, das Schönste und natürlichste Und wahrhaftigste Gefühl auf Erden. Ein „Arschloch“ mag gesellschaftlich ein Nutznießer sein, eigentlich ist Er nur ein Mann der In der Lage ist Geschenke anzunehmen und seinem inneren Trieb Zu Folgen Sich fortzupflanzen. Ein ungesunder, kranker Mann ist ein proteischer Idiot, der nicht in der Lage ist abzugrenzen, keine Eier hat und den Frauen die Schuld an seiner Wirkung auf sie gibt. Sehe ich bei mir mittlerweile, körperlich und Anziehungstechnisch, sprechen Frauen mich sogar an, tolle hübsche Frauen. Wenn ich allerdings zuviel erwarte und meine *hust* krankhafte Intelligenz teile, rennen sie mir davon. Frustrierender Teufelskreislauf. Damals war Ich Dick und anders, ein vollidiot, der jede hatte. Jetzt bin Ich geprägt „Intelligent“ hahahaha eine ziemliche „Crux“ In sich selbst.

      Antworten
      • Benny
        Eigenverantwortung

        Frauen werden – von Männern – überbewertet. In jeder Hinsicht – das ist einfach biologisch bedingt. Lest einfach „Der dressierte Mann“. Vieles davon ist wahr.

        Letztlich kann und sollte jeder in erster Linie die Verantwortung für sein eigenes Leben übernehmen. Dann wäre schon viel gewonnen.
        Früher wurde der Begriff Verantwortung oft missbraucht, um entweder
        egoistisches Verhalten zu kaschieren (z.B. Krieg führen = Verantwortung übernehmen), oder andere „verantwortlich zu machen“, also sozial auszustoßen
        (z.B. Lafontaine) .

        Kinder können das noch nicht im vollen Umfang, müssen aber
        Gelegenheiten bekommen, es zu lernen.

        Das Ideal unserer Gesellschaft, der „verantwortungslose Konsument“, ist
        falsch, realitätsfern und schadet letztlich dem Individuum und der
        Gesellschaft.

        Merkwürdigerweise findet man heutzutage in verantwortlichen Positionen
        (z.B. Politik) kaum noch verantwortungsvolle Personen.

  7. Samu
    Stärker als je zuvor

    kann ich mich mit diesem Artikel identifizieren, nachdem ich es wieder geschafft habe, eine wirklich besondere Frau verletzen.

    Erstes Kapitel:

    Ich habe mich (einem ordentlichen Narzissten gemäß) großartig gefühlt und gegeben, eine Frau ausgesucht, die meinen unrealistischen (von niemandem zu erfüllenden) Ansprüchen auf den ersten Blick entspricht, diese Frau „geblendet“, wurde bewundert (und habe sie auch meinem Wunschdenken nach idealisiert?), habe versucht, mein Hochglanzportrait aufrecht zu erhalten, habe erste Zweifel über meine Gefühle bekommen, fing an, mich wieder unterlegen zu fühlen, wurde langsam kleiner und anhänglich und schließlich zum kleinen Jungen (in meinem Fall noch vor dem Teenager-Alter) und der Frau wurde es (total nachvollziehbar) zu viel weil sie sich bedrängt fühlte.

    Zweites Kapitel:

    Ich bin zutiefst narzisstisch verletzt (aber habe auch das authentische Gefühl von Trauer um eben diese Frau, was mir damals sehr viel Ansporn gab) reiße mir alle Beine und Arme aus (vernachlässige die Abschluss-Phase meines Studiums) und stelle mich in meiner Liebe und Intelligenz übertreiben dar um sie zurückzugewinnen. Das schaffe ich erfolgreich und fange sehr schnell wieder an, mich inerlich zu distanzieren. Dieses mal aus dem Gefühl, mein Leben nicht gelebt zu haben, „etwas nachholen zu wollen“, was zu verpassen und lasse mich somit von meinen Ängsten und (wie bereits geschrieben) unrealistischen und zutiefst oberflächlichen Ansprüchen gefangen nehmen. Ich ringe mich dazu durch, ihr das und anderes zu sagen und verletze sie zutiefst.

    Ob es ein drittel Kapitel gibt weiß ich nicht. Ich hoffe, aus dieser Erfahrung zu lernen und wenn ich sie verloren haben sollte nochmal das Glück habe, so eine Perle zu treffen wie sie !!!

    Antworten
    • Anna
      Genau so

      Kommt mir so unfassbar bekannt vor… von der Seite der Frau! Erlebe genau dasselbe. Ich finde es trotz allem toll, dass Sie diese Einsicht haben, die sehr reflektiert scheint!
      Ist es so schwierig dieses Verhalten zu ändern? Sie leiden ja offenbar darunter?
      Anna

      Antworten
  8. Beate

    Hallo, hoffe es ist O.K. wenn ich die heiligen Hallen betreten habe:
    ich finde diesen Artikel sehr gut, ein bisschen ist es j< vielleicht alles nur zu menschlich und jeder ob Mann oder Frau arbeitet sein Leben lang daran rum-weil es zur Verwirklichung des selbst gehört? Trotzdem ist es hilfreich das ganze mal durch so eine brille zu betrachten; Identität und Leben ist komplex: ob männlein oder weiblein der wunsch nach bindung und das streben nach unabhängigkeit sind jedem Menschen in die wiege gelegt- und jeder ringt mal um seine innere Mitte: ich denke ohnehin jeder ist in erster Linie erst mal Mensch, dann geschlecht+ROlle: Vater, Sohn von+dann Freund von,Liebhaber von,Gatte von etc)also in der dritten Linie sozusagen: gesund wenn alles in eins ohne abspaltung -eben gefühl/verstand hand in hand geht. da ich aber eine frau bin, und den artikel tatsächlich aufgrund des mannes der oben geschildertes Problem hat gelesen habe,-und ich ein anderes habe- danke ich jetzt nur- und verziehe mich wieder

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  9. Andreas Walter

    Selbst davon betroffen gebe ich dem Autor sogar ein Stück weit recht, doch wenn man bei der Analyse des Ganzen noch etwas tiefer geht stösst man zwangsläufig irgendwann auch auf Dinge, die nicht mehr unbedingt nur mit dem „persönlichen Komplex“ etwas zu tun haben. So schreiben Sie zum Beispiel „Einlassen auf das irdische Leben“. Doch was unterscheidet denn hauptsächlich das irdische Leben vom geistigen? Der Kampf um materielle Ressourcen. Das Frauen da natürlich gleich hier und richtig schreien ist klar, ist doch das weibliche Prinzip aufgrund des zumindest latent meist vorhandenen Wunsch nach Mutterschaft tief im irdischen, im materiellen verwurzelt. Matter, Mutter, maternal und Materie sind bestimmt nicht umsonst semantisch verwandte Begriffe, und Materie ist allein schon in Form von zusätzlicher Nahrung essentiell für ein neues Leben, sowohl für die Mutter, wie auch für das Kind. Selbst durch die Schwangerschaft und Mutterschaft jedoch behindert soll es der Mann dann richten, wird damit das Thema Kampf, dass Thema „etwas zu beschaffen“, „etwas zu kriegen“ (Krieg) darum traditionell auch dem männlichen Prinzip zugeordnet (Mars). Die Frage nach mangelnder Bereitschaft zur „Männlichkeit“ ist in meinen Augen daher derzeit dem aktuellen Zeitgeist geschuldet, diesem Prinzip bedenkenlos und emotional ungerührt und möglichst einspruchslos zu dienen in einer Gesellschaft, die aber genau eben dieses Prinzip gleichzeitig verdammt und speziell in Deutschland nach 1945 mit negativen Assoziationen belegt hat. Sicher, in der Berufswelt und im Kapitalismus nennt man dieses Prinzip dann etwas eleganter „Wettbewerb“, doch ganz so spielerisch wie das klingt ist es dann eben doch nicht, wenn man in den meisten Branchen mal ein wenig hinter die Kulissen schaut. Egal ob Pharma oder Agrar, Energie oder Umwelt, Kapitalmärkte oder Medien, Politik und Unterhaltung, Märkte oder Rohstoffe, überall herrschen Lug und Trug, werden deswegen sogar Kriege unter falscher Flagge und unter vorgetäuschten Gründen geführt damit bloss niemandem auffällt, um was es wirklich geht. So etwas nenne ich kollektive Verdrängung, Verschiebung, von der Mitte der Gesellschaft hin zur Peripherie. „Draußen“ erledigen dann Söldner, Geheimdienste und Militärs die Drecksarbeit, während man sich im Inneren auf feinste Art und Weise davon distanziert. Das ist kollektive Schizophrenie und verkauft man gerade auch Jugendlichen gerne mit dem Begriff „erwachsen werden“ und erklärt im übrigen auch, warum so viele zeugungswillige Frauen auf ************ stehen. Richtig, manche Männer haben damit ein ernstes Problem, notfalls und zu Ende gedacht auch auf einen anderen Mann schießen zu müssen, oder sogar seine ganze Familie mit Bomben und Raketen auszulöschen, nur um sich selbst und der Eigenen ein Leben zu ermöglichen, welches uns die Werbung als erstrebenswert vorgaukelt. Ich bin weiss Gott kein Kommunist, aber unter einem erstrebenswerten irdischen Leben stelle ich mir etwas anderes vor, und wenn es halt keine Frauen gibt, die mit mir so etwas teilen wollen, dann habe ich auch kein Problem damit lieber allein zu sein, allein zu leben und auch allein (aus) zu sterben. Es gibt sogar Historiker die der Ansicht sind, dass genau aus diesem Grund sogar ganze Hochkulturen immer wieder untergehen. Weil sie von einer primitiveren oder zumindest gewaltbereiteren ausgelöscht werden. Das ist das irdische Prinzip mit dem ich mich schwer tu, und auch ich zahle dafür einen hohen Preis, das mein Reich nicht von dieser Welt ist. Amen

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    • Common
      Wegen den Frauen

      sage ich nur “ nonullum sine muliere fit manum viro“
      – “ nichts schlechtes widerfährt dem Mann, der ledig bleibt „

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  10. Samuel

    Nein, ich finde erwachsen sein zeichnet aus, dass man das ganze mit Distanz betrachet und versucht, seine eigene Würde zu wahren und nicht wie ein angeschossenes Wild durchzudrehen (inkl. lustiger Bezeichnugen wie „rotterkiller“ und Drohungen „ich werde aus dem Ausland gegen Sie vorgehen“ usw.)

    Dass manche hier von diesem Artikel so eine Gefahr verspüren wundert mich echt. Es ist die Meinung eines einzelnen und nicht unbedingt jedermans Wahrheit…

    Wie schon geschrieben: Ich erkenne mich da in vielem wieder und finde das gar nicht schlimm, weil ich auch ganz viele gute Seiten habe, die mich durchaus zu nem „richtigen Mann“ machen. (Auch der Kranke ist NICHT NUR seine Krankheit).

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    • Anna

      Toll, dass sie das so sehen!!
      Es ist keine Kritik, es ist ein Zustand, in dem man(n) sich befindet!

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  11. Peter Vögeli

    An Samuel:

    Den ersten Satz kann man getrost streichen. Es ist auch möglich, sich betroffen zu fühlen, wenn es einen nicht selbst betrifft. Das zeichnet Erwachsensein aus.

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  12. I

    Ja, ihr könnt mich auch alle mal… ratet mit welchem Geschlecht, ich verrats euch nicht.
    Theorie scheitert halt an der Wirklichkeit. Und das ist gut so!

    Geschlecht, nein danke, ich muss nicht alles mitmachen.
    Natürliches Interesse: vom Geschlecht wegzukommen, vor allem vom Frausein, denn dieses ist eine natürliche Katastrophe, die Männermenschen vollkommen irre werden lässt.

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  13. Samuel

    Wie verletzt hier manche sind zeigt meiner Meinung einfach nur, dass das schon was wahres dran sein muss 😀

    Das komische ist, dass viele Tpen hier das ganze so krass einseitig sehen und wütend um sich schlagen. Wo steht denn, dass Frauen alles richtig machen? Oder wer sagt denn, dass das Bildungssystem gut ist? Und wo steht, dass Männer AUSSCHLIEßLICH wegen ihrer Unreife nicht in Beziehungen gehen?

    Ich kann vieles davon gut annehmen und versuche, vieles davon zu ändern, Stück für Stück 🙂

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    • Anna

      Es ist eine Frage der Erziehung! Man kann ja nichts dafür was passiert wenn man ein Kind oder Jugendlicher ist!
      Was man später jedoch draus macht, ist eine andere Story! Dafür ist man sehr wohl verantwortlich!

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  14. Egal

    Man on Strike – Helen Smith : „Wenn sich Männer zum Beispiel einer festen Partnerschaft zunehmend verweigerten, handele es sich dabei um keine verlängerte Adoleszenz und unreife Trotzreaktion, wie es männerfeindliche Autoren wie Michael Kimmel darstellten, sondern vielmehr um das Ergebnis rationaler Überlegungen in Anbetracht der gegenwärtigen Situation.“

    Zum 1000x!!! Danke für Ihre Unterdrückung und Propaganda! Danke für die Verletzung meiner Menschenwürde um bei Frauen gut da zustehen und gaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz progressiv zu wirken. Am Ende handeln Frauan aber auch nach uralten archaischen Prinzipien aber das wird natürlich vertuscht. Frauen und Männer wie Sie widern mich nur noch an. Ich finde euch ekelhaft und verachtenswert. Schauen Sie sich mal die neue PISA Studie an, die Differenzen und Förderungsmaßnahmen. Junge bisse so dermaaaaaaaaaaaaaßne blöd zu sehen, dass es um Gleichmacherei und NICHT!!!! Gleichberechtigung geht? Bist du so dermaßen ideologisch gehringewaschen? Danke auch an die weiblichen Mitkommenatatorinnen wie immer voll im narzisstischen Modus, nicht wahr. Alles ist wahr solange es eurem Ego dienlich ist.

    Und zuletzt jeder gute tiefsinnige Mann wird euch abstoßend finden. Jeder oberflächliche Trottel szeigt auf die Welle auf. Denkt mal darüber nach!

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  15. KeineAhnung

    Also wer seinen Pflichten so nachlässig nachkommt oder eben zensiert und alternative Meinungen nicht erlaubt…..kann DER! erwachsen sein?

    Lächerlich und traurig und gefährlich zugleich.

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  16. Pamu

    Von Männern, die niemals erwachsen werden

    Alt werden und erwachsen sein, ist nicht das Gleiche. Alt werden wir alle, erwachsen werden manche nie. Der sogenannte „Puer-Aeternus-Komplex“ beschreibt, angelehnt an die Psychologie von Carl Jung, Männer, die auch in der Mitte ihres Lebens innerlich nicht über die Reife eines Teenagers hinausgekommen sind.
     
    Was ist schon erwachsen?
    Ich habe eine ganze Weile gebraucht, bis ich mir selbst auf die Schliche gekommen bin. Und auch wenn ich es problematisch finde, Menschen ein Label namens „soundso-Komplex“ überzustülpen, können solche Beschreibungen andererseits teilweise ein hilfreicher Spiegel sein – genau wie die vielen „Persönlichkeitstypen“-Systeme.
    Ich persönlich habe mich nie erwachsen gefühlt. Ich denke, darin liegt zum Teil auch eine Wahrheit. Ich glaube, es gibt so etwas wie ein „Seelenalter“, manche betonen mehr das Kind in sich, manche den Jugendlichen, manche den Erwachsenen und das ist gut und schön, wenn man in diesem Spektrum frei fließen kann und alle Aspekte integriert hat. Aber es kann auch sehr unheilsam sein, wenn die Entwicklung in einem Aspekt stecken bleibt, die natürliche Entwicklung nicht weitergeht.
    Für mich waren es vor allem Beziehungen und das Berufsleben, die mir auf unheilvolle Weise gespiegelt haben, dass da ein Entwicklungsschritt aussteht. Dass ich mich weigerte, erwachsen zu werden.
    Aber was heißt das überhaupt? Eine kurze Definition könnte sein: Erwachsen ist eine Person, die materiell, emotional und mental ganz und gar auf eignen Beinen steht. Das bedeutet, diese Person hat Stabilität in sich selbst gefunden, ihren Platz in der Welt, kann für sich selbst in jeder Hinsicht sorgen, hat emotionale Abhängigkeitsmuster abgelegt, zu einem gesunden Selbstwert gefunden, kann Grenzen setzen und akzeptieren, ist in ihrer Kraft, kann entscheiden und mit den Konsequenzen umgehen, kann Kompromisse schließen, kann sich tief ausdrücken, kann nahe und intime Beziehungen führen.
     
    Nicht erwachsen werden
    Es gibt viele Wege nicht erwachsen zu werden – je nachdem, wo in dieser Prozess stecken bleibt. Beim Puer-Aeternus-Komplex ist es das Teenageralter. Die englische Wikipedia beschreibt es kurz so:
    „Puer Aeternus, Latein für ewiger Jüngling, beschreibt psychologisch einen älteren Mann, dessen Gefühlsleben auf einem jugendlichen Niveau stehen geblieben ist. Der Puer führt typischerweise ein provisorisches Leben, wegen seiner Angst, in einer Situation gefangen zu werden, aus der er nicht mehr entkommen kann. Er begehrt Unabhängigkeit und Freiheit, reibt sich an Grenzen, und neigt dazu jede Einschränkung unerträglich zu finden.“
    Während der Jüngling ein wichtiger Aspekt auch des reifen Mannes ist – der gesunde Durst nach Wachstum, nach Neuem, nach Freiheit, nach Erfahrung, eine liebenswerte Neugier und Begeisterung  – so wird dieser Aspekt doch für die wenigsten Männer (geschweige denn ihre Partnerinnen), ein erfüllender Zustand in sich sein. So sehr der Puer seinen Zustand auch zunächst glorifizieren mag – in den meisten Fällen gibt es irgendwann in ein schmerzvolles Erwachen.
    
Die ewigen Jünglinge
    Was sind also diese ewigen Jünglinge? Die ewigen Jünglinge sind rastlose, oft sehr charismatische und nicht selten leicht narzisstische Männer. Meist betonen sie ihre Freiheit und völlige Unabhängigkeit, um zu verhehlen, dass sie zu echter Intimität und Nähe nicht in der Lage sind. Sie sind in allen Bereichen ihres Lebens niemals angekommen, sie suchen unablässig, deuten dies jedoch für sich als Flexibilität und Individualität um. Ewige Jünglinge sind unfähig zu irgendeiner Form von Selbstverpflichtung und Verbindlichkeit in irgendeinem Bereich ihres Lebens – sei es in Beziehungen, Hobbys oder dem Beruf. Disziplin, Routine und Tätigkeiten, für die man geduldig üben muss, sind ihnen ein Gräuel, weshalb sie meist nicht in der Lage sind, beruflich ihren Platz zu finden oder ihre Gaben voll zu entfalten. Sie träumen vom schnellen Geld, sehnen sich eigentlich nach Erfolg, sind aber nicht bereit, dafür zu arbeiten. Kompromisse, Pflichten und das Akzeptieren von Einschränkungen sind eine Bedrohung für sie.
    Der ewige Jüngling mag sich weder einschränken, noch binden, noch anpassen. Zumeist kompensiert er diese Unfähigkeit mit einem Gefühl von Überlegenheit, leichter Arroganz und einer Gefühlskälte, die man bei ihrem Charisma oft nicht vermuten würde. Es sind oft sehr verführerische und faszinierende Menschen – außer man versucht, eine Beziehung mit ihnen zu führen. Denn dann lernt man nicht selten ihre depressive, frustrierte und versteckt sadistische Seite kennen.
    Ewige Jünglinge suchen stets nach Ekstase und Erfüllung und gehen dabei teilweise recht extreme Wege. Viele von ihnen werden nicht alt, denn ihre ewige Suche treibt sie leicht in gefährliches, selbstzerstörerisches Verhalten wie Drogen, Extremsport, endlose Partys und Sexsucht. Andere erweitern ihre Suche in den spirituellen Bereich und pilgern fortan rastlos durch den esoterischen Supermarkt. Vielleicht landen sie dabei in Kulten, Sekten und extremen Gruppierungen.
    
Midlife-Crisis

    Was in der Jugend und dem jungen Erwachsenenalter noch spannend und faszinierend sein mag, schlägt etwa in der Mitte des Lebens in eine tiefe Qual um. Gerade in Beziehungen wird den ewigen Jünglingen ein klarer Spiegel vorgehalten: Sie taugen vielleicht noch für einen Seitensprung, erwachsene Frauen werden ansonsten aber kaum mehr als Verachtung oder Mitleid für sie übrig haben.
    Wenn der Selbstbetrug nicht länger funktioniert, schlägt die Extase der Jugend in den 30ern und 40ern nicht selten um in ein Gefühl von Depression, Verzweiflung, Einsamkeit, Verlorenheit und Angst. Der Psychologe Dr. Peter Milhado schreibt dazu:
    „Es muss betont werden, dass diese Männer an einem äußerst schmerzhaften und verzweifelten Zustand leiden. Auf einer nie endenden Reise ohne ein Zuhause zu sein, unbarmherzig und auf Kosten von allen und allem anderen den Nervenkitzel und das Vergnügen zu verfolgen, impulsiv der Gesellschaft und den Frauen zu trotzen und sie doch verzweifelt zu brauchen, den Preis für den Mangel an Intimität und Verbindlichkeit zu zahlen, gierig den Erfolg zu wollen und ihn niemals zu erreichen – all das führt zu akutem Leiden und intensiver Einsamkeit. Da die Natur in der Jugend noch sehr nachsichtig mit diesen Eigenschaften ist, wird das Leben des ewigen Jünglings meist erst in seiner Mitte problematisch. Das Streben nach Euphorie existiert immer im Wechsel mit seinem Gegenteil, nämlich dunklen und unheilvollen depressiven Stimmungen, irrationalen Ängsten, körperlichem Zusammenbruch oder Hypochondrie. Nach Stolz und Hochmut kommen stets Verzweiflung und Depression. Es ist in der Lebensmitte, wo wir durch unsere Sünden bestraft werden, nicht für sie.“
    
Loslösung von den Eltern
    Wie kommt es dazu? Warum werden diese Männer nicht erwachsen? Viele Psychologen sind der Ansicht, es handel sich vor allem um eine starke unerlöste Bindung zur Mutter – die durchaus auch eine negative sein kann. Die meisten dieser ewigen Jünglinge hatten entweder gar keinen Vater oder aber einen persönlich schwachen Vater, der zwar körperlich anwesend aber emotional und geistig abwesend war.
    In diesem Verständnis wäre der Puer-Aeternus-Komplex vor allem ein missglückter Übergang. Ein Übergang, bei dem der oft abwesende Vater hätte helfen können. Der Vater ist die Brücke zu Welt. Es ist seine Funktion, das Kind zu gegebener Zeit an die Hand zu nehmen, und von der Mutter weg, in die Welt und zu sich selbst zu führen. Ohne diese Brücke aber muss der Jugendliche diesen Übergang selbst bewältigen, und das gelingt nicht immer.
    Die erste Heimat des Kindes ist unübersehbar die Mutter, mit der es die ersten Jahre in enger Symbiose lebt. Die Nabelschnur und die Tatsache, dass sich das Kind in den ersten Jahren von einer Körperflüssigkeit der Mutter ernährt, sind deutliche äußere Spiegel dieser tiefen inneren Verbindung. Für das Kind ist die Mutter Heimat und Sicherheit und im Kleinkindalter bestimmt das Kind nach Möglichkeit selbst den Radius, mit dem es sich aus dem Schutz dieser Geborgenheit entfernt.
    Mit zunehmender Entwicklung wird dieser Radius immer größer – für Mutter und Kind ein Prozess ständigen, immer weiteren Loslassens. Das Kind lernt, seine Sicherheit außerhalb der mütterlichen Geborgenheit zu finden – zunächst in der Natur und später in sich selbst. Das Teenageralter ist die Zeit, in welcher das Kind seine Heimat in sich selbst findet, eine gesunde Identität als Mensch und Mann entwickelt und seine Wurzeln tief in sich selbst hineinpflanzt. Der Vater kann hier eine Brücke, ein Begleiter und Mentor sein, der diesen Übergang erleichtert.
    Für viele der ewigen Jünglinge ist dieser Schritt nie geschehen. Die Mutter ist dann zwar irgendwann fort, aber es gab keine Brücke in die Welt, kein Ankommen in sich selbst. Der ewige Jüngling hat keine Heimat, seine Wurzeln sind nirgendwo. Er ist auf einer ewigen Suche. Unfähig, sich selbst eine Brücke zu sein, sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen, tief in sich selbst zu schauen und ein Mann zu werden, ist der ewige Jüngling zwischen zwei verzerrten veräußerlichten Sehnsüchten zerrissen: Heimat in Frauen zu finden oder aber eine starke Vaterfigur, der er folgen kann.
    
Schwierige Beziehungen
    Diese Dynamik bildet den Kontext für das Syndrom des ewigen Jünglings. Sie suchen unbewusst die mütterliche Heimat in jeder Frau – und werden dabei stets enttäuscht, weshalb sie sich nie wirklich auf eine Frau einlassen und offen oder heimlich immer weitersuchen, was auch die Form von Don-Juanismus oder ständigen Seitensprüngen annehmen kann. Der ewige Jüngling sucht sich zunächst vor allem Frauen, die er mit seinem Charme blenden kann, er will in seinem Narzissmus bewundert werden, unhinterfragt geliebt werden und sich nicht mit seinen eigenen Unzulänglichkeiten konfrontieren. Er braucht Bestätigung als Mann, weil er unbewusst weiß, dass er keiner ist. Sobald er realisiert, dass auch diese Frau ihm keine Heimat sein kann, seinen Durst nach Liebe und Bestätigung nicht stillt – zieht er entweder weiter, oder sieht die Frau fortan als eine Bedrohung, die seine als Freiheit kaschierte Suche einschränken und ihn versklaven will.
    Wenn die Suche nach Heimat nicht auf die Frauen projiziert wird, dann vielleicht in den Wunsch, irgendwo dazuzugehören. Clubs, Organisationen und Sekten üben deshalb auf manche dieser Männer ebenso eine Anziehung aus, wie Gurus und andere Vaterfiguren.
    
Verleugnete Abhängigkeit
    In all diesem verleugnet der ewige Jüngling zumeist, dass er in seinem Kern zutiefst abhängig ist, und eine Heimat im Außen sucht – dieses Außen kann durchaus auch eine spirituelle Praxis sein und sich als innere Suche verkleiden. Er selbst nimmt seine rastlose Suche als Unabhängigkeit, nicht selten sogar als hohe spirituelle Entwicklungsstufe wahr. Genauso verborgen wie die zugrundeliegende Dynamik sind ihm seine Sucht nach unmittelbarer Bedürfnisbefriedigung, sein Mangel an Empathie und seine Arroganz.
    Diese Dynamik macht es schwierig für den ewigen Jüngling, Beziehungen zu führen – und wenn er nicht das nötige Bewusstsein und die nötige Aufrichtigkeit mit sich selbst aufbringt, werden die meisten Beziehungen im Desaster ko-abhängiger Dramen enden – dabei könnten gerade Beziehungen für diese Männer ein Ort der Heilung sein.
    
Erwachsen werden: Die Heilung
    Manche Autoren sind der Ansicht, die Heilung für den Puer liegt in einer Demütigung durch das Leben, im Erkennen des eigenen Verfalls und der eigenen Verfehlungen. Dass kann ich zwar aus eigener Erfahrung bestätigen, sehe es aber nicht als Heilung, sondern eher als Weckruf. Die Heilung liegt in meinen Augen darin, den Schritt über die Brücke endlich aus eigener Kraft zu tun und die eigenen Wurzeln tief in sich selbst zu pflanzen. Oft setzt dieser Prozess offenbar jedoch tatsächlich erst ein, wenn der ewige Jüngling mit dem Alter auch von der Realität eingeholt wird.
    Damit Heilung geschehen kann, gilt es das Gefühl von Verlorenheit, Heimatlosigkeit und Unvollständigkeit überhaupt zuzulassen – denn oft ist es gut verborgen und kaschiert. Ich persönlich hätte stets behauptet, ich hätte keines dieser Gefühle. Nicht selten haben sich darüber zahlreiche Verletzungen, Minderwertigkeitskomplexe und Selbstzweifel aus den zahllosen Enttäuschungen angesammelt, die es zu heilen gilt. Das wird aber erst möglich sein, wenn die ins Äußere projizierte Suche endlich erkannt und als Suche nach sich selbst begriffen wird.
    Auf der seelischen Ebene verbirgt sich unter dem Puer-Aeternus-Komplex eine Art „seelisches Heimweh“, das sich in der persönlichen Entwicklung spiegelt. Erst eine aufrichtige spirituelle Praxis kann diese Tiefe erreichen. Die Spiritualität des Jünglings bleibt aber unvollständig und ist oft sogar völlig kontraproduktiv, wenn sie Teil der Dynamik der ewigen Suche ist und kein wirkliches Einlassen auf das irdische Leben und die eigene Persönlichkeit stattfindet.
     
    Der reife Mann
    Der Jüngling ist Teil des reifen Mannes – seine Spontanität, Risikobereitschaft, Kreativität, sein Idealismus und sein Charme sollen nicht abgeschafft, sondern vielmehr in ein größeres Ganzes integriert werden. Das bereitet den Weg für eine echte Herzöffnung: gegenüber sich selbst, gegenüber dem Leben, den Beziehungen und der Welt.

    Hallo liebe Mitstreiter (in diesem Kontext kriegt das echt ne ganz neue Bedeutung :D) Ich bin ebenfalls männlich, 26 Jahre alt, kein Psychologe, aber sehr interessiert und auch ein wenig belesen.

    Ich will mit meinem Kommentar nichts schlichten und auch nicht alles verwischen und mäßigen, aber dass viele hier immer alles so einseitig betrachten, wundert und erschreckt (und auch ein wenig belustigt!) mich schon! Die Fähigkeit, starke Emotionen auszudrücken finde ich prinzipiell gut, aber wenn so viel Hass („Rotterkiller“, „Sie drecksschwein etc.“) daraus zu lesen ist, ist das schon ein wenig auffällig und erweckt den starken Anschein von einem angeschossenen Wildtier, dass sich mit Klauen und Reißzähnen schützt.
    Oder „UND ICH BIN NICHT SCHWUL“ (ich übrigens auch nicht :D) ist leider schon ein wenig lächerlich finde ich. Als ob Schwule zwangsweise weniger männlich sind als Hetero-Männer. Die Frage wäre ja eher, was „männlich ist“.

    Es ist doch ziemlich klar, dass die Wahrheit (wie immer) irgendwo zwischen den Extremen liegt. Der „Puer Aeternus Komplex“ trifft sicherlich auf einige (oder noch einige mehr) zu sowie es auch Frauen gibt, die ähnlich Probleme und Symptome haben, aber eben durch ihre überwiegend weiblichen Teile anders geprägt. Aber man kann nicht in jedem Artikel die ganze Wahrheit (die es – nur um es nochmal ausdrücklich geschrieben zu haben – nicht gibt!!!) schreiben und für die Männer, die damit was anfangen könne ist er sehr gut finde ich!

    Mir persönlich hat der Artikel gefallen und auch geholfen! In sofern finde ich den Vergleich von Schuhen und Krankheitsbildern sehr gut: Wenn sie einem passen, kann man sie tragen aber sie sind einem ja nicht am Fuß angewachsen und man kann sie auch wieder ausziehen!

    Ich bin (leider viel zu stark) reflektiert und mir meiner Probleme schmerzlich bewusst. Deshalb kenne ich mich aber wirklich gut und weiß inzwischen (nach 3 Jahren Therapie bei 2 verschiedenen männlichen Therapeuten), warum ich in welcher Situation wie fühle und mich dementsprechend verhalte. Und dieser Artikel wirkt wie eine maßgeschneiderte Persönlichkeitsbeschreibung.

    Ich halte auch nicht viel von der ausschließlichen Fehlersuche bei sich selber. Aber andere kann man nicht ändern und ich kenne einige (mich eingeschlossen), deren Probleme haargenau jene des „Puer aeternus“ sind. Und mit haargenau meine ich wirklich zu 90% deckungsgleich!!!

    In wiefern ich mich nicht von meiner Mutter gelöst habe kann ich schlecht einschätzen aber ich habe einige Probleme mit ihr (hat jeder, das weiß ich!), die ich schon lange aus dem Weg räumen will und unter denen ich leide.

    Ich hatte tatsächlich keinen Vater, sondern immer wieder wechselnde Ersatzväter, von denen ich nicht gelernt habe, was es heißt „meinen Mann zu stehen“. Das merke ich ständig und überall, in Beziehungen, im Beruf, im privaten Umfeld usw. Jetzt wohne ich bei meinem Vater (dem ich vom Wesen und Veranlagung sehr sehr ähnlich bin) und merke, was ich alles verpasst habe, was ich alles noch lernen muss und wie unselbstständig, vermessen, instabil und für mein Umfeld belastend ich bin. Das tut weh, aber ich will lieber jetzt merken, als weiter so leben.

    Na klar gibt es Männer, die auch nur bei ihrer Mutter aufgewachsen sind und diese Probleme nicht haben aber ich glaube auch nicht, dass hier ein allgemeiner Wahrheitsanspruch unterlegt ist, da es ja kein streng wissenschaftlicher Artikel ist!

    Was ich an dem Artikel ein wenig zu kurz gegriffen finde ist der zwar angedeutete aber letztendlich nicht konkretisierte Lösungsansatz (der auch nicht auf Nachfrage zu erfahren war, schade!) sondern lediglich die leere Formulierung:
    „Aufrichtige spirituelle Praxis“.

    Ein paar letzte Worte und Fragen an meine beiden Vorredner:

    – Wenn man mit seiner Frau nur mit Peitsche klarkommt, kann man der betreffenden Frau nicht genug entgegenbringen (es ist also die falsche Frau für einen oder man selber der falsche Mann) oder anders ausgedrückt: es die falsche Kombination von Menschen! –

    – Und manche Männer fühlen sich in der nicht dominanten Rolle wohl,wo ist das Problem?

    – Nicht nur die Rollenbilder der Frauen sind durchs Fernsehen geprägt oder vielmehr verbogen, das trifft auch auf Männer zu!

    – Der Autor hat garantiert nichts, gegen das Äußern von Gefühlen!

    – Und überdominante, narzisstische Frauen gibt es nicht nur in Deutschland, wobei ich nicht leugnen kann, dass in anderen Ländern die traditionellen Rollenbilder noch stärker gelebt werden aber es auch dort Probleme gibt, die kulturell bedingt anders, aber nicht leichter sind!

    – Was ist denn für Sie ein männlicher Standpunkt???

    Antworten
    • Anna

      Toller Kommentar!!!! Schön, dass es so reflektiere, intelligente, emotionale Menschen gibt, die an sich arbeiten!
      Anna

      Antworten
  17. RotterKiller

    Verleugnete Abhängigkeit? Es sind ja definitiv die Frauen, die ihre Abhängigkeit leugenen. Sie widern mich an Herr rotter. Der Kollege hat klar Stellung zu ihrem ekelhaften Artikel genommen. sagen sie mal schämen sie sich eigentlich nicht, dass sie ihr eigenes geschlecht hier der lächerlichkeit preisgeben. ich werde aus dem Ausland gegen sie vorgehen. Das können sie mal. ekelhaftes drecksschwein!!!!

    Antworten
  18. Markus

    Nehmt den Artikel, dort oben, blos nicht so ernst! Bitte! Man darf nicht vergessen, dass man alles aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten kann. Eines ist in meiner persönlichen Entwicklung von entscheidender Bedeutung. Nämlich Mut zu haben mir eine neue Identität geben zu dürfen und das zu jeder Zeit! Ich entscheide wer ich bin und kein anderer. Es kann mir auch niemand sagen was mich wirklich glücklich macht und ganz besonders, was für mich FREIHEIT bedeutet. Meine Freiheit ist nicht deine Freiheit oder Ihre! Das einzige was zählt ist die Entschlossenheit des Mannes, sein Bewusstsein, sein Mut, der ihm befähigt immer mehr aus sich selbst zu machen, als das, was er ist. Im übrigen nennt man Mann, in diesem Sinne, potent. In der Mathemtik beschreibt und wird Potential ebenso definiert! Ein Wert der mit sich SELBST mal genommen wird. Und man darf nicht erwarten, dass es ein LEBENLANG von uns Männern zu erwarten sei, ständig und für ewig GRENZEN zu überschreiten! Denn darin liegt für mich das krankhafte, durch die Inakpzeptanz sich selbst gegenüber! Wer ständig immer nur hart ist… der… ZERBRICHT! Ich habe schon nahezu unendlich viele Erwartungen der Gesellschaft und meiner Mitmenschen erfüllt, glücklich werde ich jedoch nur in der Erfüllung meines eigenen ganz bescheidenen Traumes den niemand aus ICH leben und verkörpern kann. In dieser Sehnsucht bin ich auch zerbrechlich, denn nur dieser Traum ( es ist für die Öffentlichkeit egal, welcher !) macht mich stark und macht mich zu dem was ich bin! Ich behüte mir meine Schwäche, meine kindliche Scham, denn ich weiß, dass meine IDENTITÄT von anderen überschrieben wird, wenn ich mir selbst nicht eingestehe, was dieses Gefühl für mich bedeutet und welchen Wert dieses Glücksgefühl hat. Ich jedenfalls, möchte gar nicht völlig UNABHÄNGIG sein. Denn ich bin nicht alleine geboren und will auch nicht alleine sterben und ganz sicher, bei dem Leben meiner Eltern und alle die mir was bedeuten: ES IST SCHÖN ABHÄNGIG ZU SEIN! ES IST SCHÖN GEFÜHLE ZU HABEN! ES IST SCHÖN ZU WISSEN, DASS ICH NICHT ALLEINE BIN! ES IST SCHÖN, DASS ICH VON MIR SELBST NICHT MEHR ERWARTEN MUSS PERFEKT ZU SEIN UND IMMER DAS GEGENTEIL ZU WERDEN, VON DEM WAS ICH GERADE GEWORDEN BIN! ES IST SCHÖN EINFACH ICH ZU SEIN UND ES AUCH ZU BLEIBEN WER AUCH IMMER ICH SEIN MAG! UND ES IST SO ANGENEHM, ES NICHT MEHR AUS FRUSTATION VON MEINEN MITMENSCHEN ZU ERWARTEN DIE HÖLLE DURCHZUMACHEN UND IN SELBSTZWEIFEL ZU VERSINKEN!

    Lassen wir den Mann seine Freiheit! Lassen wir ihn sich einfach selbsterkennen in dem was ihn beflügelt, ihn Mut macht und stolz! Denn genau in diesem tun und Handeln gibt er sich selbst eine Identität, vernunfgemäß, aus seiner Erfahrung heraus. Lassen wir ihn frei! Und erst dann, wenn er das so sehr gefestigt hat, dass niemand mehr seine Identität überschreiben kann, ist er überhaupt in der Lage, seiner Frau Sicherheit und Geborgenheit, durch seine Emotionen zu vermitteln. Erst dann ist er fähig seinem Kind zu symbolisieren, wie schön man, als Mann, das Leben leben kann!

    Ich zweifle stark an dem Wahrheitsgehalt in diesem Artikel! Es scheint mir eher, als ein Versuch eines Individuums etwas wichtiges zu sagen, damit ihm andere mitteilen, dass er oder sie mal was richtiges gemacht hat. Wie die Bibel in ihrer idealistischen Einstellung, lässt sich auch der größte Held und der mutigste Ritter in seinem Ideal zerreißen! Aber macht einem Ritter nicht genau das zum Ritter, durch seinen Glauben an sicht selbst? Und beschreibt man(n) diese Tugend nicht als Kühnheit?

    Man kann von uns Männern nicht immer erwarten, dass wir alle Entscheidungen treffen! Schauen wir doch mal tief in die Augen der Frauen: Sehen wir dort einen großen Traum, eine Freiheit die sie stark macht? Sieht man in den Augen einer Frau ENTSCHLOSSENHEIT? Wer trifft schon gerne Entscheidungen? Frauen jedenfalls nicht, denn sie wissen unbewusst, dass jede Entscheidung, egal mit welchem Maß an Vollkommenheit sie gefällt und getroffen wurde, angezweifelt werden kann und wird! Frauen haben noch weniger Lust sich ständig zu rechtfertigen, für das was sie tun!

    Aber es bringt nix Frauen zu hassen… es bringt nur etwas zu lernen sich selbst zu lieben, als eine Frau mit Gefühlen die wir als Mann eh immernoch verleugnen müssen… leider! Und oft helfe ich Menschen, ( als Mann ) zum richtigen Moment und niemand weiß was das für die Zukunft des Individuums bedeutet, außer ich! Und niemand wird mir danken oder auf die Schulter klopfen, für das Maß an Verantwortung, was ich gegenüber der Gesellschaft zeige, außer ich! Und keiner wird es je wissen und den Glanz der einzelnen Entscheidung zu Gesicht bekommen, außer Ich! Einsam und allein, gehe ich vor mir auf die Knie und habe Demut vor der Großzügigkeit in mir selbst und flüstere still und heimlich in mein Ohr, dass ich ein toller Mann bin… selbstlos und unabhängig gegenüber dem Urteil meiner Mitmenschen!

    So stehe ich als Mann mit 26, weit über diesen Artikel und kann ganz sicher sagen, dass ich den Artikel geistig zum Grund gefolgt bin und die Bösartigkeit erkenne! Jeder man kann sich dort drinnen erkennen, als derjenige, der noch nicht Erwachsen geworden ist und als der jemand der noch irgendwo Kind geblieben ist. Erwachsen zu werden hat immer, was mit der Zeit zu tun in der wir leben! Man kann von niemanden erwarten ewig jung zu bleiben und den Idealen und Wertvorstellungen der Zeit zu folgen! Ich kann heute kein Handwerker oder Mechaniker sein und gleichzeitig studierter Professor der Chemie! Ich glaube auch nicht, dass IHR PSYCHOLOGEN immer recht habt mit dem, was ihr vom Stappel fallen lässt! Erwiesen ist, dass euer Erkennungsvermögen größtenteil auf FEHLDIAGNOSEN BERUHT!!!

    Ich möchte nicht dazu raten, es zu testen, was Männlichkeit bedeutet, indem wir Frauen in ihrer Weiblichkeit anzweifeln! Jeder weiß was dann passiert, wenn man ihnen sagt, wie hässlich und unbeholfen sie sind! Ich möchte, dass wir Männer uns auch in unserer Zerbrechlichkeit zu schätzen wissen, so wie die Frauen es ebenso tun und als letztes Argument, in solch einer Diskussion zwischen Männlich- und Weiblichkeit, sich darauf beruhen, dass sie ja letztendlich Frauen sind und sie am wenigsten für etwas verantwortlich sind!

    Das Ideal der Männlichkeit ist genauso zerbrechlich, wie das der Frauen! Aber wenn niemand da ist der diesen Wert bewahrt, behütet und für ihn da ist, ihn erkennt und vor allem – zu schätzen weiß- gibt es von Anfang weder Schafe noch Schafhüter! Auch für die Frauen! Und ich will auch gewollt werden als Mann in einer Beziehung und möchte, dass sich jemand für mich entscheidet und nicht ICH derjenige bin, der die Beziehung alleine führt!

    Frauen bekommen besonders leicht ne MACKE, DURCH IHRE SCHEIß FERNSEHSENDUNGEN, WO SIE AUF UNWIRKLICHE IDEEN UND VORSTELLUNGEN VON LIEBE KOMMEN! – Und darum ist die Scheidungsrate auch so groß! Weil Frauen sich in falschen, unrealistischen Wunschvorstellungen durch ihre EMANZIPATION erheben UND UNS DANN DIE SCHULD GEBEN!!! ICH REG MICH GERADE RICHTIG AUF! HÄTTE NIEMALS GEDACHT, DASS DAS SOVIEL WIRD! ABER WENN ICH HIER NICHT EMOTIONAL REAGIEREN KANN UND DARF…

    … WO SONST AUF DIESER ERDE?

    IN EHRE ZU ALLEN MÄNNER!

    UND ICH BIN NICHT SCHWUL!

    Antworten
    • Tymon
      @Markus Kommentar

      @Markus
      Spannend. Selten so viel Rechtfertigung von einem latent homophoben Sexisten gelsen.
      Vor allem spannend. weil es den Artikel gut bestätigt. Der enorme Selbstzweifel in Ihrem Kommentar bestätigt sich mit jeder weiteren Zeile bis hin zu einem emotionalen Klimax. Wut an Stelle wo erstmal Reflexion und das „Stehen lassen“ einer anderen Meinung angebracht wäre.

      Antworten
  19. David (Autor)

    Hallo Egal,

    welche Zensur? Wir zensieren generell keine Kommentare, sollte einer deiner Kommentare nicht erschienen sein, ist dies keine Absicht. Es sind glaube ich drei vor dir veröffentlich (etwas nach unten scrollen), die im Übrigen alle beleidigender Natur sind.

    Grüße!
    David

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  20. Egal

    David Rotter sind Sie feige? Warum die Zensur? Zeitmangel oder Kalkül? Sie wissen ganz genau, dass Sie unrecht haben. Eine Frage bleibt noch, warum hängen Sie immer noch an Mamas Rockzipfel und buhlen um weibliche Anerkennung? Von Fakten können Sie gar nicht mehr sprechen, weil die gehen zu Ungunsten der Frauen. Warum sollte ich heiraten, wenn 50 % der Ehen geschieden werden und von den Scheidungen 70% von Frauen eingereicht werden?

    Sie sin ein Ideologe und schaden dem Beruf des Therapeuten weswegn ich Sie in der Therapeutenkammer anzeigen werde. Eine Unverschämtheit, die Sie sich hier herausnehmen.

    Die Gender Pay-gap Lüge. Die umerziehung unserer Söhne zu willenlosen Dienrn? Ganz ehrlich Herr Rotter, ich kenne viele Frauen, die sie verachten würden für ihre Lügen. Und diese werde ich ebenso mobilisieren. Sie guter Herr sind verlogen und feige.

    Guten Tag.

    Ac ja, und ein Mann sind sie schon gar nicht, nicht wahr?

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  21. Anonymous

    @ Gusto

    Na wenigstens einer, der sich amüsiert. Leider ist dieses Thema aber nicht so lustig. Dafür gibt es viel zu viele Männer wie den Autor. Die aßerstande sind, mal eine männliche Sichtweise einzunehmen. Frage mich echt, was das soll.

    Finden dich jetzt die Frauen ganz toll oder wie. Wie unerwachsen ist das bitteschön angesichts der Fakten von nicht erwachsen werden wollen zu sprechen. Machen sie ruhig weiter. Am ende prophezeie ich Ihnen dass sie mit ihrer Meinung aleine da stehen werden.

    In Amerika fängt es langsam an, deswegen ist es bei uns nur eine Frage der Zeit.

    STOPPT MÄNNERDIKRIMINIERUNG!!! STOPPT NARZISSTISCHE FRAUEN!!!!

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  22. Anonymous

    Ach, kicke da, der ach so reife Mann zensiert sehr gerne? Da können Sie sich mit Ihren bigotten Freundinnen gegenseitig beweihraüchern. ihr seid ja so progressiv und erwachsen. Würg. Mir wird schlecht.

    Ich kann Ihnen als Autor nur ans Herz legen. Hören Sie aug an Mamas Rockzipfel auf Bestätigugn zu hoffen. Sie eben SIE! sind nicht erwachsen!!!!

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  23. Egal

    @ Carole: Ich empfehle Ihnen das Buch Men on Strike- And why it matters von Dr. Helen (sic!) Smith.

    Ganz ehrlich ich kann meine Verachtung, die ich Ihnen ggü. empfinde nicht in Worte fassen. Es hört endgültig damit auf, dass sie sich Ihren Traummann mit Hilfe solcher Autoren zusammenbasteln.

    Ich mache die Welt, wie sie mir gefällt. Denkste!!!!

    Karl Kraus 1913: »Psychoanalyse ist jene Geisteskrankheit, für deren Therapie sie sich hält«

    Man merkt, dass Sie nicht gerade Ahnung von Psychologie haben. Googlen sie folgende Begriffe im Zusammenhang mit der Psychoanalyse: post-hoc, Reliabilität und Validität

    Und hören Sie bitte auf, Unsinn zu erzählen, das macht der Autor dieses Artikels schon zu genüge.

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  24. Carole

    an Egal: Sie sind kaum Psychologe: Nennt man so ein geiferndes Aufbegehren in der Psychoananalyse nicht „Widerstand“? Widerstand gegen das Aufdecken peinlicher Wahrheiten, Widerstand gegen die Heilung?
    an den Autor: Super Analyse und treffende Charakterisierungen! Interessant wäre nun eine Antwort auf die Frage, WARUM sich die pueri so gegen die psychosoziale Reife und das Mann-Werden wehren. Weil nach der „Reife“ der Tod lauert, dem man(n) durch das trotzige Jüngling-Bleiben auszuweichen hofft? Die ganze Reifungsproblematik gilt im übrigen auch für das ewige Mädchen, die puella aeterna.

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  25. Egal

    Ocj schon wieder ein Männer müssen erwachsen werden artikel? ermüdend. Manipulieren sie andere männer mit ihrer fenministischen propgagande. Ich kann auch allen nur empfehlen Psychologinnin zu meiden. Das sind nachlabernde psychotussis. nicht alle aber die BTK ist ein Witz, wenn da behandlungsfehler passieren deckz man sich dort gegenseitig. Die sogenannte empathie der kommentierenden Psychologin ist nur Symptom einer narzisstischen beweihräucherung. wo die kinder fehlen müssen nun männer zu kinder gemacht werden um die sich bwesagte therapeutin dann kümmern kann. solchen „Hewlfern“ aus dem Weg gehen. Dreutschland ist männerverachtend, der westen ist männerverachtend. un ddamit eine psychologin dann stolz sagen kann den habe ich zum perfekten vaginadiener und staatsknecht gemacht mache ich mich bestimmt nicht kaputt. ich bin selber psychologe und kann nur festhalten der westen ist männerfeindlich die psychologie ist durch die weibliche sicht (= evolutionsbedingte verstellung und manipulation) vergiftet auch durch die pfaffen. was hie heilen soll ist der NArziossmus der therapeutin die sich in ihrem mitgef+hl und verständnis suhlt. ganz geaaltig aufpassen, wahrscheinlich selber ne toughe karrierefrau selbtbewusst und selbstbestimmt, wer dergestalt den Kultus der selbstbeweihräucherung nötig hat, bei dem darf man sich nicht wundern dass er mehr schaden anrichtet als zu helfen. und auch das wort trauma wird viel zu häufig missbraucht um sei eigenes helfersyndrom zu befrieidgen. ich gehöre zu dieser tzunft und kann allen abraten hilfe dort zu suchen. nicht weil alle schlecht wären, sondern weil sie bei behnadlungsfehlern die ich selber immer wieder beobachtet habe einfach vertuscht werden. schweigepflicht ist in diesen Kreisen eine farce. statt dessen tratscht man dann in düsseldorf beim brunch mit den freundinnen und betreibt ysselbstinszenierung und öeergötzung.

    DIE FRAUZEN MÜSSEN ERWACHSEN WERDEN UND WIEDER WEIBLICH DANN KLAPPT ES AUCH MIT DER BEZIEHUNG!!!!

    Und zum Autor: Du gehst zum Weib? Vergiss die Peitsche nicht. E$ine deutsche Frau würde ich im Leben nicht mit der Kneifzange anpacken. Soviel Narzissmus, Verleuignung und Verleumdung, Verlogenheit, Doppelstandards und Inkonsequenzen habe ich noch bei keiner anderen Frau auf dem Globus erlebt. Was wir hier an Männerverachtung haben ist so dermaßen klar zu sehen, dass ich mich für den Kollegen hier schämen muss. Sorry aber sie sind von gestern!!!!!

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    • Tymon
      Frauenhass macht keinen zum Mann

      Lernen, wie man mit Enttäuschungen im Leben umgehen kann, ist überaus wichtig.
      Die Schuld nicht immer bei anderen zu suchen ist ein erster Schritt.
      Ihre massive Agression gegenüber anderen scheint mir ein Mittel, um die ganze angestaute Wut gegenüber sich selbst zu kaschieren.
      Ich wünsche viel Erfolg beim Erwachsenwerden.

      Antworten
      • Egal
        3 jahre spaeter

        Was ist los stoere ich ihre Komfortzone mit Wahrheiten. Tut mir Leid Leute aber ich werde Recht behalten. Ausnahmen interessieren mich nicht, sondern nur die Masse.

  26. Mark

    Der Artikel ist super. Während dem Lesen war es als würde mich zum ersten Mal jemand wirklich verstehen. Ich habe mich darin selbst erkannt. Es war wie ein AHA Effekt. Ich bin 35 Jahre und bin wohl genau mit diesem Problem konfrontiert.
    Gibt es auch therapeutische Hilfe ? Bitte, ich kann so nicht mehr weitermachen und will es auch nicht.
    wohnhaft Berlin.
    Vielen Dank

    Antworten
  27. Zak

    Alle im Gleichschritt! Eine schöne bierernste, typische deutsche Angelegenheit, das Erwachsenwerden in diesem Artikel. Der Eine macht diesen oder jenen Entwicklungsschritt mit 20 und der Andere erst mit 40. Na und?
    Verhalte ich mich erwachsen oder verantwortungsvoll, fühle ich erwachsen oder mit emotionaler Tiefe usw.? Das Adjektiv „erwachsen“ spielt in diesem Zusammenhang wohl viel mehr eine Rolle für diejenigen, die es brauchen eine klare Linie zwischen sich und andere zu ziehen. In jedem Fall klingen eines oder mehrere dieser Symptome in Kombination zumindest nach einem dicken Charakterfehler.

    Zuviel Charisma, beruflich nicht wissen wohin, Rastlosigkeit, blendender Charme. Der Artikel klingt mächtig erwachsen, aber nach Gehalt sucht man zwischen all den Negativierungen und aufgeblasenen Altklugheit vergeblich.

    Was kommt eigentlich nach dem erwachsen werden. Ich hoffe doch die Erleuchtung! Also: auf, auf!

    Antworten
  28. Kristina

    In der Tat, nichts ist lästiger als infantile, unverantwortliche Persönlichkeiten, welche aber nicht nur unter Männern sondern gleichermassen unter Frauen vorzufinden sind (alte Lolitas/ Barbies), welche auf ihre Partner u.a. eine Vaterfigur projizieren.
    Ich persönlich habe in meinem Leben mehr unter überforderten Frauen gelitten,
    da ich (wegen Berufstätigkeit meiner Eltern) stets der unberechenbaren Frauenherrschaft in der Krippe, Kindergarten und Ganztagsschule unterworfen war.

    Um etwas Gleichgewicht und Gerechtigkeit in das Thema zu schaffen, empfehle ich die Vorträge und Bücher von Dr. Karin Jäckel
    „Der gebrauchte Mann ? Männliche Identität im Wandel“

    http://www.karin-jaeckel.de/vortraege/wien.html
    http://www.karin-jaeckel.de/erwachsene/mann.html
    http://www.karin-jaeckel-autorin.de/
    http://www.karin-jaeckel.de/uebersicht/aktioneltern.html
    http://femokratie.com/tag/karin-jaeckel/

    Antworten
  29. Gego

    Ganz nebenbei:
    Der ‚Ewige Knabe‘ ist lateinisch der ‚Puer aeternus‘ 🙂
    (nix aeturnus wie Saturnus!).

    Antworten
  30. Oliver

    @okasch
    Kategorien sind für mich wie Schuhe, die man anprobiert und schaut, ob sie passen, d.h. ob sie einem weiterhelfen. So gesehen sind sie sehr nützlich. Problematisch wird es erst, wenn man in Schuhen herumlaufen will, die nicht passen.

    Wir sind halt nicht nur Wesen, die irgendwie spontan aus sich heraus leben – zumindest sofern wir nicht „erleuchtet“ sind (auch so eine Kategorie) -, sondern denen Verstehen beim Handeln helfen kann.

    Antworten
  31. okasch

    Kontra:

    a) Niemand ist „erwachsen“. Wirklich „erwachsen“ ist nur der „Erleuchtete“. Und genau genommen ist der es auch nicht, weil…

    b) Es bedarf keiner Kategorie „erwachsen“. Es reicht vor sich selbst zu wissen, ob man mit seinem Leben klar kommt und ob man Freude daran hat.

    Und wenn man nicht mit seinem Leben klar kommt und zu wenig Freude am Leben hat, dann sollte man daran für sich selbst arbeiten – aus einem innersten Antrieb heraus, in dem kollektive Wertvorstellungen, Ideale, etc. keinen Platz haben.

    Antworten
  32. Eine Frau

    Brief an den Mann

    Mann, damit ich mit dir sein kann, musst du dich selbst lieben, dich annehmen wie du wirklich bist, unverfälscht und echt. Würdest du dies nicht tun, müsste ich damit aufhören, mich selbst zu lieben, um mit dir sein zu können. Dann wären wir aber beide nicht mehr ‚echt‘ und was bleibt, ist eine Maskerade, zwei Menschen hinter einer Maske, was schnell in einem Trauerspiel enden kann.

    Mann, wenn du meinst, dass ich dazu da bin, dir dein Unglücklichsein zu versüssen, ich dazu da bin, dich aus deiner eingefahrenen und doch so schön bequemen Situation zu befreien, so muss ich dich enttäuschen. Du selbst musst dich befreien, damit du wieder du selbst sein kannst und du in deine ursprüngliche Kraft und Männlichkeit kommen kannst, denn nur so kann ich mit dir sein und du mit mir.

    Mann, ich kann nur mit dir sein, wenn du in der Lage bist, meine Nähe und mein So-Sein anzunehmen, so wie ich bin, denn auch ich nehme dich so an wie du bist. Ich werde gern mit dir sein, wenn du das Geschenk, ja, die Schönheit des Lebens begriffen hast, wenn du begriffen hast, dass du dich nicht über Status und Geld definieren musst und du nicht mehr der kleine Junge von damals bist, welcher für grossartige Leistungen belohnt werden will.

    Mann, bedenke bitte, dass ich nicht deine Mutter bin, auch wenn dir dies vielleicht nicht bewusst ist, du dies nicht wahrhaben willst, dieses Muster ist verankert in dir. Löse dich von diesem Muster. Würdest du dies nicht tun, würde nie direkte und unmittelbare Nähe zwischen uns entstehen können, denn das Bild der Mutter würde immer zwischen uns sein.

    Mann, sei ganz in deiner Männlichkeit, damit ich ganz in meiner Weiblichkeit zu dir sein kann.

    Mann, du musst wissen, du kannst eine Frau nie ganz verstehen, wie auch eine Frau dich nie ganz verstehen wird…

    So bedenke….Mann und Frau, sind zwei gänzlich verschiedene Wesen, und doch ist es möglich,
    zusammen das Einige in den Zweien zu leben.

    (Text: S. Cristini)

    Antworten
  33. Bauer

    Ich hab nix gegen Männerkritik… vielleicht hilft das manchen im Aufwachen…
    aber ich glaub dass diese krasse Schwachstellen nicht von Vätern verschuldet sind, sondern durch die Schulpädagogik absichtlich anerzogen sind.
    Wahrscheinlich sind erwachsene und selbständige Männer in der nwo unerwünscht?

    Sepp Holzer erklärt warum:
    Die Masse wird zu Lemmingen erzogen.
    http://www.youtube.com/watch?v=sPkFv8-SJds

    Antworten
  34. Margarita Rothhaar

    Ich bin Psychotherapeutin und sage “ Danke“ für diesen Artikel, er spricht mir aus dem Herzen. Gerade bei Männern habe ich häufig beobachtet und kinesiologisch ausgetestet, in welchem emotionalem Alter sie noch gefangen sind.
    Oft ist ein altes Trauma oder sich wiederholende kleine Traumata, zum Beispiel Fremdbestimmung, die Ursache. Dieses helfe ich mit meiner Intuition und der Kinesiologie zu bestimmen. Die Trauma Klopftherapie nach Fred Gallo ist da ein unersetzliches gutes, therapeutisches Werkzeug für mich. Es wirkt unglaublich schnell und tiefgreifend. Während des Klopfprozesses setzt ein spüren der belastenden, bislang unterdrückten, Emotionen ein.
    Mein subjektives Gefühl ist, dass es Frauen ganz besonders schwer fällt diese “ erwachsenen“ männlichen Kinder zu verlassen. Sie wollen sie nicht im Stich lassen.
    Ein Fall ist für mich in guter Erinnerung: Ein Paar kam in meine Beratung und es wurde von mir ausgetestet, dass der Ehemann (Alter 44 Jahre) entweder emotional 4 Jahre oder 70 Jahre alt ist. Zeigte sich der “ 70-jährige“ Anteil war die Ehe recht harmonisch und ausgeglichen, nur wenn der unzufriedene 4-jährige sich zeigte, wurde es problematisch.
    Der Ehemann hatte darauf in der Nacht einen Traum. Er träumte, dass er ein verunfalltes Auto im Graben sah. In diesem Auto saß ein schreiender vierjähriger Junge. Sein Vater hatte nach dem Unfall ihn alleine dort zurück gelassen. Der Klient sah im Traum das Kind und mochte es gar nicht leiden. Er rief sofort seine Frau an und bat sie sich um dieses schreiende Kind zu kümmern.
    In der weiteren Therapie wurde meinem Klienten erst bewusst, welche Belastung auf seiner Beziehung zu seinem Vater lag.
    Diesen Fall fand ich sehr beeindruckend. Vieles kann in einer Paartherapie gut begleitet werden, wenn das emotionale Alter des Paares in der Beziehung ausgestestet wird.
    Dann entsteht die wunderbare, heilende Möglichkeit sich als Erwachsene zu begegnen, den Anderen als Spiegel anzunehmen und alte Verletzungen heilen zu lassen.

    Antworten
  35. Oliver

    Ein sehr guter Artikel!

    Ich würde noch hinzufügen, dass zum Erwachsenwerden auch das Leben der eigenen Abhängigkeit in einer festen Bindung gehören kann – und die Akzeptanz der Bindung an die Herkunftsfamilie.
    Insofern finde ich die Definition von Erwachsenensein, die Du gibst „Erwachsen ist eine Person, die materiell, emotional und mental ganz und gar auf eignen Beinen steht.“) doch etwas individualistisch. Ich finde es allerdings schwierig, genau zu sagen, was denn genau Erwachsensein heißt. Es hat sicher viel mit der inneren Haltung zu tun. Vielleicht: „Bereit sein, Verantwortung für sich und andere übernehmen – und diese Verantwortung dann auch wirklich zu tragen.“

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  36. Dirk

    Hallo David,
    vielen Dank, daß Du Deine Erfahrungen (Weisheit) mit mir teilst =:)
    Ich habe bereits einiges von dem, was Du schreibst selber erkannt. Nun hast Du weitere Teile dazugefügt.

    (Buch Ron Hubbard „Dianetik“ S381) – „Beim Goldwaschen ist es so, daß jeder Grünschnabel Eisenkies – Narrengold – für Gold hält. Er wird über das glänzende Zeug in seinem Sieb entzückt jubeln, obwohl es in Wirklichkeit nur ein paar Dollar pro Tonne wert ist. Und dann sieht er wirkliches Gold! Sobald er echtes Gold in seinem Sieb hat, weiß er, wie Gold wirklich aussieht. Es ist nicht zu verwechseln.“

    Erst so langsam lerne ich die nächste Entwicklungsstufe (erwachsen zu sein) kennen – nach 42 Jahren. Ich sehe heute einen Sinn in meinem langen Leidensweg – durch ihn habe ich tiefe Wurzeln gebildet.

    Nanzi (Film „Konfuzius“) – „Kein normaler Mensch kann erfassen, wie du leidest, und noch viel weniger glaube ich, wieviel Weite und Tiefe du diesem Leiden verdankst.“

    Dirk

    PS: Ich kenne auch Frauen, die nicht erwachsen geworden sind =;)

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