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Hilfe durch die Engel: Funktioniert das wirklich? Und auch bei mir? Einfach mal ausprobieren, rät Katharina Knitsch. Ob in der Not oder auch nur bei den ganz normalen Herausforderungen des Alltags: Für sie ist über die Jahre der Draht nach oben zu einer ganz selbstverständlichen Verbindung geworden.

 

Zu meinem Glück, haben mich die Engel mein Leben lang begleitet. Aber ganz bewusst weiß ich das  erst seit zirka 28 Jahren… Damals bin ich voll jugendlichen Leichtsinns fröhlich durch die Gegend getrampt und war gerade dabei, mich von der christlich geprägten Moral meines Elternhauses freizustrampeln. Trotzdem hatte ich immer, wenn ich per Autostopp fuhr, das Gefühl, beschützt und gesegnet zu sein. Irgendwann habe ich angefangen, mir diesen Segen als Engel vorzustellen. Habe ihn scherzhaft „Trampengel“ genannt, und ihn immer um Hilfe gebeten. Und tatsächlich: Dann kam ich besser voran. Aber so richtig dran geglaubt habe ich noch nicht. Ich dachte, ich bilde mir da etwas ein wegen meines christlichen Hintergrundes, der Hilfe durch Engel als durchaus normal ansieht. Eines Tages dann kam die Probe aufs Exempel:
Ich wollte dringend zu einer Feier in einer kompliziert zu erreichenden Kleinstadt und war schon viel zu spät dran. Das veranlasste mich dazu, meinen Trampengel herauszufordern: „Wenn es dich wirklich gibt, dann beweise es mir jetzt, indem du mich sofort nach Ladenburg bringst! Wenn ich es schaffe, pünktlich da zu sein, will ich ab jetzt wirklich an dich glauben…“ Kaum hatte ich meinen Daumen rausgestreckt, da quietschten auch schon die Bremsen eines roten Sportwagens!

Der Fahrer fuhr rückwärts zu mir heran und sagte: “Wohin willst du? Ich fahr dich hin!“ Also kam ich erstaunlicherweise superpünktlich an und „musste“ seitdem an den Trampengel glauben… Und das hat sich mehr als gelohnt! Es klappte mit den Autos immer wieder wunderbar – ich war ganz dankbar und beglückt. Ich wurde zunehmend verwegener und wünschte mir nicht nur gute Lifts, sondern auch nette Fahrer und später auch noch gute Musik. Teilweise legten die Leute dann ungefragt meine Lieblingsmusik ein – damals Van Morrison, der nicht unbedingt populär war. Auf längeren Strecken saß ich, wenn es regnete, im Auto, und wenn ich „umsteigen“ musste, war es trocken… Erstaunlich viele der freundlichen Fahrerinnen und Fahrer erzählten mir unterwegs, dass sie sonst eigentlich grundsätzlich keine Anhalter mitnehmen, aber irgendwas sie zu einer Ausnahme bewogen hat. Das war dann immer der Moment, wo mein Trampengel und ich uns gegenseitig zuzwinkerten. Kurzum: Es war ein voller Erfolg!

 

Göttliche Wirkkräfte

Erst nach einigen Jahren – Engel waren damals noch nicht so präsent im allgemeinen Bewusstseinsfeld wie heute – kam ich darauf, dass es ja bestimmt nicht nur meinen Trampengel, sondern auch noch andere Engel gibt. Ich begann mich in verschiedenen Lebenslagen an sie zu wenden… Auch wieder mit wachsendem Erfolg.

Mittlerweile verstehe ich die Engel als Wirkkräfte der göttlichen Vollkommenheit. Sich für die Qualitäten der Vollkommenheit zu öffnen und ihren Kräften zu vertrauen, wird beantwortet. Das ist ein Prinzip, das ich selber herausgefunden und verifiziert habe.
Die Vorstellung von diesen Kräften als Engel oder Lichtwesen macht es ein bisschen griffiger und leichter, aber letztendlich ist es egal, wie man sie sich vorstellt. Etwas, das größer ist als mein kleines menschliches Verstandesbewusstsein und was der Liebe und Wahrheit dient; etwas, mit dem ich mich verbinden kann, das mit mir in Wechselwirkung geht – mehr braucht es nicht.
Das Wissen, dass diese Kräfte immer dem höchsten Wohl des Ganzen dienen, macht es leicht, sich ihnen anzuvertrauen und jedwedes Ergebnis dankbar anzunehmen.

Ich habe so viele Wunder und Segnungen erlebt, dass ich mittlerweile nicht mehr den geringsten Zweifel an diesem Prinzip habe – und im Zweifeln bin ich sonst eigentlich gut!
Von wiedergefundenen Gegenständen (zum Beispiel hatte eine Freundin ihre Zahnkrone (!) an einer Kreuzung am Mehringdamm verloren und lange vergeblich gesucht. Wir haben sie mit Engelshilfe in der Nacht (!) darauf im Handumdrehen gefunden.) über wiederhergestellte Waschmaschinen und Drucker bis hin zur wundersamen Lösung von zwischenmenschlichen Herausforderungen war alles drin – zu wenig Platz hier, um alles zu erwähnen!

 

Öffnen und einlassen

Vielleicht noch die Luftpumpen-Geschichte, weil die so schön verdeutlicht, wie die Engel den eigenen Verstand überflügeln: Ich hatte von einer Freundin ihr altes Fahrrad geschenkt bekommen und fuhr damit los. Unterwegs merkte ich, dass zu wenig Luft in den Reifen war, und bat die Engel um eine Pumpe. Doch all die vielen geparkten und vorbeifahrenden Räder hatten keine. Endlich fuhr eine Frau mit Pumpe am Rad vorbei, doch leider viel zu schnell. Zum Fragen blieb gar keine Zeit. Besorgt fragte ich die Engel, ob ich nun meine Chance verpasst hätte. Doch als Antwort bekam ich den Gedanken: „Deine Pumpe kommt bei Lidl.“ Kaum war ich auf der Höhe von Lidl angelangt, schob ein Mann seelenruhig sein Fahrrad vorbei, und seine Pumpe lachte mich schon von weitem an.

Ich fragte ihn danach, er gab sie mir gern, sagte aber, es sei leider eine Pumpe für Autoventile. Daraufhin schaute ich auf meine Reifen und merkte erst in diesem Moment, dass mein frisch geschenktes Rad ja Autoventile hatte. Wie wundersam, dass mir genau die richtige Pumpe vorausgesagt wurde, wo ich doch nicht mal selber wusste, dass ich genau so eine brauchte.

Ich kann nur alle, die der Engelsweg anspricht, ermutigen, sich beherzt zu öffnen und einzulassen.  Wie bei den meisten spirituellen Wegen geht es am Ende darum, aus dem tiefsten Vertrauen unser höchstes Potential zu leben. Aus der Einheit mit dem Leben und mit der Quelle der Wahrheit auf eine Art zu handeln, die, der Situation angemessen, dem Ganzen und der Liebe dient.

Deshalb schicke ich meinen Wünschen auch immer ein „…wenn´s dem höchsten Wohl des Ganzen dient“ hinterher. Das, was dann dabei herauskommt, nehme ich vertrauensvoll an, auch wenn es im ersten Moment gar nicht wie die perfekte Wunscherfüllung aussieht.

Anfrage um Hilfe erwünscht

Die Engel wirken immer segensreich, tröstend, liebend und subtil. Da sie kein Ego haben, wirken diese Kräfte nur deutlicher, wenn sie angefragt und gewünscht werden.

Es ist mittlerweile gute zehn Jahre her, dass sich beim Tagebuchschreiben indirekt ergeben hat, dass mir die Engel auf schwierige Fragen geantwortet haben. Immer wieder haben sie seither auf den Weg der Liebe und der Einheit hingedeutet. Ich nenne diese Art des Frage- Antwort-Schreibens „Engelcoaching“. Es tut mir immer gut, und inzwischen biete ich es auch für andere an. Es kommen keine besonders „übernatürlichen“ Botschaften, sondern eher praktische Hinweise, Fragen und Anregungen, die Dinge mit den Augen der Liebe zu betrachten. Besonders auch der Selbstliebe – da wird’ s dann schon mal therapeutisch… Eine schön langsame Beratungsart: Das Mitschreiben lässt viel Zeit, den Fragen und Antworten nachzuspüren. Das Gute dabei ist: Man hat es hinterher schriftlich. Oft lese ich in alten Tagebüchern und bin immer wieder inspiriert!

Gelegentlich nehme ich auch bei handwerklichen Tätigkeiten konkrete Engelshilfe in Anspruch.
Beim Kette-, Lampe- oder Rolloreparieren… immer, wenn etwas schwer geht, ich es nicht hinbekomme und mir dann die Engel einfallen, bitte ich sie, in mein Herz, mein Hirn und meine Hände zu kommen, warte dann einen Moment, bis ich mir einbilde, eine leichte Veränderung zu spüren, und gehe dann wieder ans Werk. Meist klappt es dann plötzlich. Manchmal bekomme ich eine Intuition oder Anweisung à lá „jetzt hier schnell und feste ziehen“, und die Sache läuft.

Manchmal geben mir Freunde auch Aufträge, etwas mit Engelssegen zu erreichen. Das klappt auch gut, aber lieber ist es mir, wenn sie selber diese wundersame Weise erproben und erlernen.
Wie bei allen Beziehungen braucht es auch mit den Engeln etwas Zeit, Hingabe und Spielfreude, um das Prinzip zu erfassen und sich gegenseitig kennen zu lernen… Also dann: Warum nicht mal die Engel fragen?!!


Wer fragt, gewinnt

Anregungen für eine segensreiche Beziehung zu den „himmlischen“ Kräften

1. Erforschen
Wie stellst du dir die höhere Wahrheit vor? Hast du schon mal eine Ahnung oder Empfindung von dem gehabt, was über dein kleines Selbst hinausgeht? Welche Vorstellung spricht dich deutlich an: Die von Engeln, von deinem höheren Selbst, von Bewusstsein, Gott, der bedingungslosen Liebe oder der Kraft des Universums (die unsere Welt im Innersten zusammenhält)… Oder ist es deine tiefere Intuition, die dir den Zugang dazu eröffnet, das Gefühl von Frieden und Stimmigkeit?

2. Beziehung
Geh mit diesem „Etwas“, das deinen Gefühlen am meisten entspricht, eine Beziehung ein! Vertraue dich dieser Kraft ganz bewusst an – so oft wie möglich.

3. Öffnung
Bitte bei allem um Segen und Hilfe – am Anfang besser in kleinen und überschaubaren Angelegenheiten.

4. Achtsamkeit & Annahme
Spüre die kleine Veränderung auf, den Segen in oder nach einer Situation, bei der du um Hilfe gebeten hattest.

5. Vertrauen und Hingabe
Die himmlischen Kräfte wirken zum höchsten Wohl des Ganzen… sei offen und vertrauensvoll, auch wenn die Dinge anders eintreten, als du es dir wünschst. Manchmal ist „Schattenarbeit“ segensreicher als verwöhnt zu werden. Such dir auch menschliche Unterstützung und bleib dran.

6. Dankbarkeit
Bedanke dich von Herzen und sooft es irgend geht für alles, was dir einfällt! Das stärkt die Beziehung zum Guten im Leben und ruft Liebe hervor.

7. Wagemut
Werde Schritt für Schritt verwegener und gehe zu immer tieferen Wünschen über.


 

Abb.: © magann – Fotolia.com

Über den Autor

Avatar of Katharina Knitsch

ist Heilpraktikerin und Psychotherapeutin mit Praxis in Berlin Zehlendorf. Sie arbeitet u.a. mit Methoden der Gestalttherapie, EFT- Meridianklopfen (Emotional Freedom Technique) und der Aurawahrnehmung (n. R. Strücker) am Auffinden und Lösen von Blockaden und Schwierigkeiten. ­Spirituelle Anbindung und bei Bedarf energetische Körperarbeit helfen dabei, zentrierter, mit neuem Schwung und mehr Bewusstheit die nötigen Schritte zu tun.

Eine Antwort

  1. Heinz

    Hallo Katharina, habe gerade mit großer Begeisterung Deinen Artikel „Warum nicht mal die Engel fragen“ gelesen. Bin 63 Jahre alt, Rollstuhlfahrer und habe viele Höhen und Tiefen erlebt. Bin jetzt wieder verliebt und habe soeben meinen Engel um Hilfe gebeten. Habe so etwas noch nie getan, aber dein Artikel hat mir Kraft gegeben es zu versuchen. Habe ein gutes Gefühl dabei.
    Liebe Grüße
    Heinz

    Antworten

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