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Die Metamorphose der selbstbewussten Frau


Zwischen 42 und 49 Jahren liegt die „ Metamorphose der Lebensmitte“, in der Frauen ernsthaft beginnen, einen Rahmen zu schaffen, in dem sie die eigenen Vorstellungen in ihren alltäglichen Aktivitäten ausleben. In dieser Lebensphase neigen sie dazu, keine Kompromisse einzugehen. Die Menopause setzt im Schnitt zwischen 45 und 55 Jahren ein, das Durchschnittsalter liegt bei 52 Jahren. Es ist ein biochemischer Prozess, der sich über einen Zeitraum von sechs bis zehn Jahren erstreckt.
In der vorherigen Lebensphase spiegelt die Frau eher die Anima des Mannes.  Sie passt sich seinen Bedürfnissen an, damit es ihm gut geht und hilft und stärkt ihn bei seiner Karriere, die oft einen großen Raum einnimmt. Außerdem besetzt sie noch die Position der Mutter, die für die gemeinsamen Kinder sorgt und stellt sich somit in den Hintergrund. Diese Aufgaben fallen ihr in dieser Zeit leicht, da sie das Wohl der Familie im Auge hat und es aus biologischer Sicht der Focus und das Zentrum ihres Lebens ist. Ihre Liebe, Hingabe und die Opfer sind groß. Wenn sie in die Wechseljahre kommt, bedeutet das auch einen Wechsel in ihrem Leben, da ihre Aufgabe erfüllt ist. Der Mann hat oft die berufliche Karriereleiter erklommen, und die Kinder sind erwachsen und für sich selbst verantwortlich.

Eigenliebe in Weisheit umwandeln

In dieser Metamorphose geht es darum, sich in der eigenen Aufgabe anzunehmen, damit sich der Kreislauf schließt. Sich selbst bedingungslos anzunehmen und zu lieben, die jahrelange Hingabe an die Liebsten auf sich selbst zu  beziehen. Es gilt, diese Reifung der Eigenliebe in Weisheit umzuwandeln, um dann die größere Gemeinschaft (die Erde) daran teilhaben zu lassen.

Das kollektive Unbewusste

In unserer heutigen Gesellschaft wird die Stimme der Frau nach der Menopause gefürchtet, geleugnet und ignoriert. Die neurotische Gesellschaft drängt zur ewigen Jugend und medizinischen Hormontherapie. Durch die gesellschaftlich bedingte Abwendung von einem wesentlichen Übergangsritus fühlen sich ältere Frauen nutzlos, isoliert und machtlos. Nach der herkömmlichen Auffassung in der Medizin und patriarchalischen Gesellschaftsordnung ist das Klimakterium kein natürlicher Prozess, sondern eine Mangelerkrankung. Unser Kulturkreis hält es für natürlich, dass Menschen im Alter deprimiert, müde, inkontinent, vergesslich und senil werden. Dieser Verfall ist keine natürliche Folge des Alterns, sondern unsere Konsequenz der kollektiven Vorstellung über das Altwerden. Im kollektiven Unbewussten unserer Kultur wird die weise alte Frau oft als Greisin dargestellt, die sonderbar ist, allein im Wald lebt und häufig mit Hexen und exzentrischem Verhalten in Verbindung gebracht wird.

Stoßdämpfer Nebenniere

Die herkömmliche Auffassung, die Symptome der Wechseljahre seien vor allem auf Östrogenmangel aufgrund des Versagen der Eierstöcke zurückzuführen, basiert auf unzulänglichen Informationen. Erstens produzieren die Eierstöcke keineswegs nur Östrogene, sondern auch Androgene wie DHEA und Testosteron und das Gestagen Progesteron. Diese werden außer von den Eierstöcken auch von anderen Organen, z. B. den Nebennierenrinden, der Haut, den Muskeln, den Haarfollikeln und im Fettgewebe gebildet. Gesunde Frauen in den Wechseljahren sind gerüstet, die hormonelle Veränderung der Eierstöcke selbst zu bewältigen. Ob der Übergang in diese Phase unproblematisch ist oder nicht, ist abhängig von der Funktion der Nebennieren und vom allgemeinen Ernährungsstaus.
Es ist wichtig zu wissen, dass bei gesunden Frauen die Nebennieren die Hormonproduktion der Eierstöcke übernehmen. Da aber viele Frauen vor der Menopause emotional und ernährungsbedingt angegriffen sind, beeinträchtigt dies deren optimales Funktionieren. Wechseljahresbeschwerden wie allgemeine Müdigkeit, chronischer und emotionaler Stress, Ernährungsmängel, Schlaflosigkeit, verworrenes Denken, Depression, Kopfschmerzen, Gedächtnisstörungen, Unterzuckerung, Heißhunger auf Süßigkeiten, Infektanfälligkeit, Hitzewallungen, Atrophie (Verdünnung) der Schleimhäute der Vagina, Herzerkrankungen bis hin zu Osteoporose sind dann die  Folgen. Diese Beschwerden zeigen, dass die Nebennieren „leergelaufen“  sind. Die Nebennieren sind die wichtigsten „Stoßdämpfer“ des Körpers. Fazit ist, dass wir den Wechsel in das neue, weise Leben nutzen und bewusst auf unseren Körper reagieren und ihn pflegen und unterstützten sollten. Wir sollten uns eher  dem  stellen, was uns die Gesellschaft verwehren will: die Erfahrung in Würde unsere Falten zu sehen und dabei aus Altersklugheit zu lächeln.

 

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