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Auch wenn man nicht unbedingt politisch oder „öko“ ist, gibt es doch zwei Dinge, die jeder machen kann, ohne dabei irgendeinen Nachteil davonzutragen und die gleichzeitig einen vielfach größeren Effekt haben, als mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren: Die Bank und den Stromanbieter wechseln. Beides dauert nur 15 Minuten und hat riesige Auswirkungen auf die ganze Gesellschaft.

 

1. Bank wechseln

Das Geld, das wir auf der Bank haben, ist die Grundlage für Kredite, welche die Bank an andere vergibt. Auf Grund unseres Geldsystems kann eine Bank 50 Mal so viel Geld verleihen, wie sie an Reserven hat. Das heißt: mein Geld auf der Bank hat den 50-fachen Effekt seines Wertes und arbeitet permanent für irgendetwas. Entscheidend ist nur, für WAS das Geld arbeitet.

Im Falle der „normalen“ Banken fließt das Geld in Projekte, die ich willentlich niemals unterstützen würde: Rüstung, Atomkraftwerke, Rinderfarmen am Amazonas, umstrittene Staudämme … und so weiter. Fakt ist, dass ich allein dadurch, dass ich mein Geld auf der Bank habe, alle diese Projekte unterstütze – ob ich will oder nicht.

Es gibt aber auch Banken, die Geld ausschließlich für ganzheitliche, ethische oder ökologische Projekte einsetzen. Das reicht von erneuerbaren Energien, über freie Schulen bis zu Wohnprojekten, alternativer Medizin, Ökoläden und Kultur. Allein durch den Wechsel der Bank kann dadurch also ein enormer gesellschaftlicher Wandel in Gang kommen, wenn nur genügend Menschen wechseln. Der Effekt ist nämlich gleich doppelt: Nicht nur wird mein Geld dem „negativen“ Kreislauf entzogen – es steht sogar einem positiven Wandel zur Verfügung.

Alternative Banken in Deutschland:

GLS-Bank (Girokonten, Sparkonten, Geldanlagen)
http://www.gls.de

Ethikbank (Girokonten, Sparkonten, Geldanlagen)
http://www.ethikbank.de

Umweltbank (nur für Geldanlagen)
http://www.umweltbank.de

 

2. Stromanbieter wechseln

Atomausstieg ÖkostromEs gibt absolut keinen Grund mehr, keinen Öko-Strom zu beziehen, denn mittlerweile ist Öko-Strom nicht mehr, oder nur unwesentlich teurer als konventioneller Strom. Dabei macht es allerdings einen großen Unterschied, ob man eines der „Pseudo“-Öko-Strom-Angebote der großen Stromanbieter (z.B. RWE, Vattenfall) bezieht, oder seinen Strom von einem wirklich nachhaltigen Stromanbieter (z.B. EWS, Naturstrom, Greenpeace-Energy) bekommt.

Die großen Stromanbieter betreiben und fördern nur in den seltensten Fällen wirklich regenerative Energieprojekte, im schlimmsten Fall wird der Atomstrom durch den Kauf von Klima-Zertifikaten einfach zu Öko-Strom umdeklariert. Außerdem fließt dort alles Geld in einen Topf, so dass man durch seine Stromrechnung auch den Bau neuer Atomkraftwerke mitfinanziert.

Die alternativen Anbieter hingegen verwenden einen Teil des Geldes zur Förderung neuer Energieprojekte, so dass man mit jeder Stromrechnung den Ausbau der regenerativen Energie mit unterstützt. Je mehr Menschen wechseln, desto mehr nachhaltige Kraftwerke entstehen – und desto billiger wird der Strom langfristig. Das Ökostrom im Grunde sowieso billiger ist, weil die Kraftwerke ab einem bestimmten Punkt nur noch Gewinn abwerfen und die ganzen Kosten für Klimaschäden und Entsorgung von atomaren Abfällen wegfallen, braucht man wohl niemandem mehr zu erklären.

Initiativen:

Atomausstieg selber machen
http://www.atomausstieg-selber-machen.de

Wechselwelle
http://www.fipsi-institut.de/wechselwelle/machmit.htm

 

Faulheit überwinden

Also: Endlich mal die Faulheit überwinden und wechseln! Wenn man sich vorstellt, wie wenig Aufwand es ist und was alleine dadurch in Gang kommen könnte, ist kaum zu verstehen, warum es nicht längst passiert ist. Los geht’s!

 

Bilder

Brücke: aboutpixel.de / Brücken verbinden – quo vadis? © Susann Roßberg
Bankenturm: urgewald.de
Atomausstieg: atomausstieg-selber-machen.de

 

Eine Antwort

  1. Melchen

    Ich bin jetzt schon seit ein paar Jahren bei Lichtblick, damals war Lichtblick eine GmbH mit zwei Geschäftsführern und vor kurzem habe ich gesehen, dass Lichtblick mittlerweile eine AG ist und einer der Geschäftsführer eine bewegte Karriere hat:
    „Von 2000 bis 2004 war er als Chief Executive bei der Bertelsmann-Tochter Book Club Associates (BCA) in London tätig, zudem von 06/03 bis 01/05 Director, Direct Marketing Association (UK).“ Was soll man davon halten?

    Antworten

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