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Was ist Liebe, wie kann Liebe ­heilen, und lässt sich erotische Liebe lernen? Das sind nur drei von vielen Fragen, denen das erste Philosophie-Festival der Liebe vom 26.-28. ­September 2014 in Berlin nachgeht.

 

 

 

Die moderne westliche Welt hat seit 1968 ihre Erotik weitgehend befreit. Seit einigen Jahren gibt es auch eine öffentliche Renaissance der Philosophie in Form von philoso­phischen Cafés oder Magazinen. Und es gibt eine wachsende Beschäftigung mit dem Thema „Glück“. Doch seltsamerweise kommen diese drei erfreulichen Tendenzen menschlicher Selbstbefreiung bisher kaum zusammen. 

Das war nicht immer so. Anfangs, bei den alten Griechen, waren Eros und Glück wesentliche Themen der Philosophie. Ihr Stellenwert rangierte gleich nach den drei universellen Grundwerten des Wahren, Guten und Schönen. In einem der schönsten Dialoge jener Zeit, in Platons „Symposium über die Liebe“, philosophieren Sokrates und seine Freunde genau darüber. Zwei Zitate daraus: „Eros ist der schön­ste unter allen Göttern, er ist der jüngste und der zarteste, seine vollkommene Harmonie ist seine schönste Zier. Ferner ist er ein Meister in der Gestaltung sowie in aller Herstellung.“ Und: „Da nun der Eros das Schöne und Gute begehrt … behaupte ich, dass Eros der glücklichseligste (unter allen Göttern) ist.“

Die Spaltung zwischen Erotik, Philosophie und Glück ist möglicherweise Ausdruck einer tieferen Blockade der modernen Kultur, die sich bis in die Seelen und Körper von uns heutigen Menschen erstreckt und deren Folgen von dieser Selbstblockade vielleicht bis zur Umweltzerstörung reichen. So zumindest die These mutiger Zukunftsforscher von Wilhelm Blake über Rudolf Bahro, Donella Meadows, Gerald Hüther bis hin zu Christina Kessler. Deshalb ist diese Spaltung zu hinterfragen und auf moderne Weise aufzulösen. Diesem Ziel widmet sich das Philosophie-Festival der Liebe.

Die Energie der Liebe

Um einen Ansatzpunkt der Identität von Erotik, Wissen und Glück zu finden, wählt das Festival den Begriff der “Energie Liebe“. William Blake umriss diese Energie wie folgt:

„Der Körper des Menschen ist nichts von seiner Seele Unterschiedenes; dieser sogenannte Körper ist ein Teil der Seele, und zwar jener, den die fünf Sinne wahrnehmen, die wichtigsten Einlasspforten der Seele in diesem Zeitalter. … Energie ist das einzige Leben und kommt vom Körper; die Vernunft ist der festgelegte und äußere Umfang der Energie.“

Diese Energie Liebe begegnet uns überall. Von intensiver Ergriffenheit in Momenten intimer Kommunikation über alltägliche Verbundenheit mit Familie oder Freunden, im Flow persönlichen Engagements für eine gerechtere und schönere Gesellschaft bis hin zum Sinn und Glück unseres Daseins generell, dem „Gott ist die Liebe“. 

Und doch wissen und lernen wir erstaunlich wenig über diese „Energie Liebe“. Wie enorm durchdringt sie uns bis in unsere innerste Lebendigkeit und beeinflusst unser Selbst- und Glücksgefühl? Und warum hängt nach den Thesen der oben genannten Zukunftsforscher sogar die Geschichte und die Zukunft von Mensch und Erde stark von der Energie Liebe ab?

Der Philosoph Max Scheler schrieb vor zirka 100 Jahren den erstaunlichen Satz, dass die selbstbefreiende und weltverändernde Kreativität menschlicher Begeisterung meist da entsteht, wo Liebe sich mit Wissen paart. War es diese Art von geistiger Beschäftigung, von wissender und fühlbarer Begeisterung, welche die alten Griechen einst „Philo-Sophia“ (Liebe zur Weisheit) nannten? 

Neuverbindung von Wissen, Eros und Glück

Folgen wir deren Spuren auf diesem ersten modernen Philosophie-Festival der Liebe. Begeben wir uns mit ihnen und vielen weiteren mutigen Menschen auf eine moderne Spurensuche dieser universellen Schöpfungsenergie um und in uns. Für diese Neuverbindung von Wissen, Eros und Glück braucht es theoretische Inputs in Form von Vorträgen und Diskussionen, aber auch Humor, Meditationen, Tänze und Berührungen. Das Ganze in einem passenden Ambiente und mit bioveganen Köstlichkeiten.

Auf dem Programm stehen unter anderem: Vorträge, Gespräche und Workshops zur „Energie Liebe“ mit der Autorin Marion Küstenmacher (u.a. „Gott 9.0“ und „Simplify your Love“), mit der Tantralehrerin Advaita Maria Bach und mit den Philosophieprofessoren Hans-Martin Schönherr-Mann, Johannes Heinrichs und Eckehardt Binas u.a. Der Connection-Macher Wolf Schneider bringt seinen bekannten Humor dazu. 

Es geht um Themen wie: „Eros als Urenergie bei Platon“, „Die Zukunft des Menschlichen“, „Wann ist der Gebrauch der Lüste böse?“, „Heilung durch Liebe“, „Liebe als soziales Kunstwerk“, „Erotische Liebe lässt sich lernen“ u.a. Diese geistvollen Impulse werden ergänzt durch Workshops wie „Flow-Dance“, „Die Kunst der liebevollen Berührung“, „Contact Improvisation“, „Gong-Klangbäder“ u.a. Räume für weitere Themen, Formate, Gespräche, Massagen etc. stehen zur Verfügung.

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