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Was ist Schönheit? Einerseits mag sie im Auge des Betrachters liegen; ganz überwiegend geht sie jedoch von uns selber aus. Mit unseren Anlagen wie unserer Hautfarbe, unserem Körperbau oder unserer Gesichtsform müssen wir leben; aber jeder weiß, dass es darüber hinaus etwas nicht Fassbares, ein inneres Leuchten, eine „strahlende Erscheinung“ gibt, die von diesen physischen Gegebenheiten ganz unabhängig ist. Was ist es also, das Frischverliebte leuchten und glückliche Menschen strahlen lässt und attraktiv macht?

Wahre Schönheit kommt von innen – jedem ist dieser Satz vertraut, und niemand käme ernsthaft auf den Gedanken, ihn abzustreiten. Doch wie sieht die Wirklichkeit aus? Kosmetika-Hersteller bieten Liposomen, Peelings, Feuchtigkeitskomplexe und Pflegeserien an. Schönheitschirurgen retuschieren, kaschieren, implantieren, modellieren und kassieren. Pharma-Konzerne stellen sogar Dragees her, von denen sie behaupten, dass sie von innen schön machen. Jeder dieser Wege benutzt aber nur die äußere Einflussnahme und Manipulation und verändert daher auch nur Äußerlichkeiten.

Aber was ist es, was uns tatsächlich von innen schön macht? Woran erkennen wir, dass die beste Freundin (oder unser Partner!) frisch verliebt ist? Was macht sie eigentlich so „strahlend schön“? Wir bemerken, dass ihre Haut rosig ist, ihr Teint gleichmäßig, ihre Augen strahlend, ihr Gesichtsausdruck und ihre Körpersprache lebendig und ihre Stimme frei und gelöst. Dies alles sind tiefgreifende körperliche Veränderungen in Folge eines emotionalen Hochs. Mediziner und Pharmakologen führen hierzu ins Feld, dass es messbare hormonelle Veränderungen gibt wie eine veränderte Produktion von Sexualhormonen und die Ausschüttung von Endorphinen; aber wann hätte je die Pille oder der Gebrauch des den Endorphinen verwandten Heroins schön gemacht? Offensichtlich sind es Vorgänge, die über die rein pharmakologischen Effekte weit hinausgehen, die die genannten Veränderungen in unserer Erscheinung bewirken.

Wunderwerk vegetatives Nervensystem

Das Bindeglied zwischen Gehirn, Emotion und den Funktionen unseres Körpers stellt das vegetative oder autonome Nervensystem dar, dessen Strukturen nicht nur im Gehirn liegen, sondern unseren gesamten Körper bis in die entlegensten Winkel, bis zu jedem Haar und jedem Blutgefäß, bis in alle Schleimhäute und Geschlechtsdrüsen durchzieht. Dieses Wunderwerk ist es, das uns erröten oder erblassen, es uns heiß oder kalt werden, die Haare zu Berge stehen oder uns erstarren lässt. Die meisten von uns kennen und benutzen den Ausdruck „vegetatives Nervensystem“, aber kaum jemand macht sich wirklich die alles durchdringende Kraft dieses uralten, animalischen Apparates deutlich, der uns selbst im Schlaf noch steuert und mitunter unser bewusstes Handeln Lügen straft und uns verrät, selbst wenn wir versuchen, es zu unterdrücken.

So ist es zum Bespiel wesentlich unser vegetatives Nervensystem, das über das Aussehen unserer Haut entscheidet. Es steuert die Durchblutung der feinsten Hautkapillaren, die für rosiges Aussehen und Wärme bei der Berührung verantwortlich sind; die Funktion der kleinsten Schweißdrüsen, die den Unterschied zwischen klammer oder zarter Berührung ausmachen; und die Stellung all der unzähligen kleinen Härchen, die Gänsehaut oder glatte Haut erzeugen. Von der Weite unserer Pupille, seit Alters her als Zeichen schöner und sinnlicher Frauen angesehen (schon die Damen des antiken Ägyptens versuchten, mittels „Belladonna“-Tropfen diesen Effekt zu erzeugen), bis zum Glanz unserer Augen, der durch die Produktion von Tränenflüssigkeit bestimmt wird, ist es maßgeblich unser vegetatives Nervensystem, das unser Erscheinungsbild bestimmt. Auch der Klang unserer Stimme und unsere Körperhaltung werden von ihm geprägt: wir hören und sehen unseren Mitmenschen an, ob sie entspannt oder gestresst, glücklich oder bedrückt sind: Liebe macht „lieblich“ und Hass macht hässlich.

Auch im Hinblick auf die erwähnten hormonellen Einflüsse spielt unser vegetatives Nervensystem eine entscheidende Rolle, indem es Funktion und Durchblutung unserer inneren Drüsen im Zusammenspiel mit der Hirnanhangsdrüse reguliert.

Es stimmt also: wahre Schönheit kommt tatsächlich von innen. Gibt es dann nicht auch eine Möglichkeit, zusätzlich zu Kosmetika und Chirurgie von innen heraus, das heißt mittels unseres vegetativen Nervensystems, unser Erscheinungsbild positiv zu beeinflussen und eine kosmetische Erfahrung zu einem ganzheitlichen Erlebnis werden zu lassen?

Blockaden lösen – Lebensenergie fließen lassen

Hierzu bedarf es einer weit reichenden Umstimmung unseres vegetativen Nervensystems im Sinne der Wiederherstellung seiner natürlichen Schwingungsfähigkeit, die uns nur allzu oft im Laufe unseres Lebens abhanden gekommen ist. Die Ursache hierfür liegt oft schon in unserer Kindheit – wir lernen, über Kontrolle des Atems und Anspannung unserer Muskeln, nicht gewollte Gefühle zu unterdrücken. Später im Leben können Stress, Trauer oder Ärger diese chronischen Verspannungen noch ver-stärken. Über direkte Verschaltungen der Nervenbahnen von Muskeln, Haut und vegetativem Nervensystem kommt es in Folge zu Beeinträchtigungen unserer ursprünglichen vitalen Funktionen, deren Wiederherstellung die Möglichkeiten der Pharmakologie, Schönheitschirurgie und Schulmedizin überfordert. Bahnbrechende Arbeit auf diesem Gebiet leistete der Arzt, Psychiater und Naturforscher Wilhelm Reich (1897-1957), der sein ganzes Leben der Erforschung des vegetativen Nervensystems und der Lebensenergie, von ihm „Orgon“ genannt, widmete. Die von ihm begründete Methode zur Wiederherstellung der natürlichen vegetativen Prozesse im Körper nannte er „Orgontherapie“. Durch Vertiefung des Atems, Massagen und körperliche Übungen werden hier die muskulären und energetischen Verspannungen gelöst und die darin festgehaltenen Gefühle im geschützten therapeutischen Rahmen ausgedrückt. Nach Auflösung der Blockaden kann die vitale Lebensenergie wieder ungehindert fließen und das vegetative Nervensystem seine gesunde Schwingungsfähigkeit entfalten. Diese Technik ist wirkungsvoll genug, uns nicht nur zu verschönern, sie kann sogar körperlichen Erkrankungen den Boden entziehen.

Eine auch für Laien zu erlernende Weiterentwicklung einzelner orgontherapeutischer Techniken stellt die „Points & Positions“-Massage dar, die tiefe Entspannungszustände und vegetative Umstimmung bewirken kann. Mittels gezielter Druckpunktmassage und entlastender Körperpositionen führt sie auf sanfte Art zur Auflösung chronischer Muskelanspannungen und regt das vegetative Nervensystem an.

Orgontherapie

Die Orgontherapie geht zurück auf Forschungen und Erkenntnisse des Arztes und Naturforschers Wilhelm Reich. Er entwickelte während seiner Tätigkeit als Analytiker die rein auf Gesprächen beruhende Technik der Psychoanalyse weiter zur Vegetotherapie, dem Vorläufer der Orgontherapie, die auch körperliche Prozesse in die Therapie mit einbezieht. Reich beobachtete intensiv den körperlichen Ausdruck seiner Patienten, z.B. grimassenartiges Lächeln, eine Einschränkung der Atmung oder muskuläre Verspannungen. Er teilte seinen Patienten diese Beobachtungen mit und stellte fest, dass er über Veränderung eingespielter automatischer Verhaltensmuster sehr schnell starke, bisher unbewusste und unterdrückte Gefühle auslösen konnte. Diese riefen auch starke vegetative Reaktionen hervor und rückten die Funktion des vegetativen Nervensystems ins Zentrum von Reichs Forschung. Nach solchen „Gefühlsentladungen“ berichteten seine Patienten über ein Gefühl der Erleichterung, Befreiung und Energiegeladenheit sowie über ein subjektiv sehr angenehmes Strömumgsempfinden und Kribbeln im ganzen Körper. Der Schwerpunkt der Orgontherapie liegt darauf, das ungehinderte, gesunde Strömen von Lebens- oder Orgonenergie im Körper zu untersuchen und den Fluss der Energie dort, wo er gestört ist, wiederherzustellen.
Quelle: Heike Buhl: „Lebensenergie – Medizin, Eine Einführung in die Praxis“
Ulrich Leutner Verlag 2000 ISBN 3-934391-01-X

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