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Unter dem Motto “Light Your Fire” findet am ersten Juli-Wochenende zum sechsten Mal das Berliner Yogafestival statt, das zweite Jahr in traumhafter Natur an der Havel. Im Interview mit SEIN erzählen die Initiatoren Miriam Kretschmar und Stefan Datt, was die Besucher dieses Jahr erwartet.

 

Was ist das Besondere dieses Jahr?
Miriam: Wir waren gerade in Indien zur Kumbha Mela, dem größten Yogafestival der Welt, und haben dort den Spirit des Gebens sehr genossen, der da ein fester Teil der spirituellen Praxis ist. Zum Beispiel lädt man die Sadhus zum Essen ein (Bandhara – Speisung von Gästen), was oft in großem Stil praktiziert wird mit bis zu 500 Leuten. Es ist einfach schön, sich diesem Geist hinzugeben, und wir wünschen uns, dass das diesjährige Festival auch von diesem Geist getragen wird. Manchmal fehlt uns hier im Westen ein wenig der Blick dafür, was man geben kann, viele schauen vor allem auf das Bekommen. Doch ohne Geben funktioniert auch das nicht – the more you give the more you get. Das soll natürlich nicht gleich wieder dazu führen, sich auszurechnen, wie viel man denn bekommt, wenn man soundsoviel gibt – häufig wird man ja beschenkt auf einer ganz anderen Ebene, also spirituell, dass lässt sich materiell sowieso nicht bewerten. Jedenfalls sind wir reich beschenkt worden. Wir haben auch ein paar unserer Gastsprecher in Indien getroffen, zum Beispiel einen hundertjährigen Yogi. Um andere haben wir uns bemüht, die dieses Jahr nicht dabei sein können, vielleicht aber in einem der kommenden Jahre. Die Begegnungen mit diesen selbstlosen Yogis gibt uns die Inspiration und Kraft, so viel Mühe in das Festival zu stecken.

Welches sind die Programmhöhepunkte?
Miriam: Eigentlich haben wir nur Highlights: beeindruckende Yogastunden mit Altmeistern des Yogas wie Peter Oswald aus der Schweiz und Narayani aus London, informative Workshops mit Newcomern wie David Lurey und Dechen Thurman, indische Yogimeister wie unseren 100jährigen Swami Yogananda aus Rishikesh und die beiden authentischen Swamis aus Omkareshwar, die auch in den letzten Jahren das Festival mit ihrem ruhigen und tiefgründigen Wesen bereichert haben.
Natürlich soll es auf dem Festival auch viel Musik geben, spirituelle Musik, klassische indische Musik wie den Dhrupad-Gesang von Amelia Cuni und die (fast) klassischen Weisen des Ragatala-Ensembles, schöne Bhajan-Konzerte zum Mitsingen und Tanzen mit Dave Stringer, Satyaa und Pari und zum ersten Mal Regina Berger mit ihrer Band auf der großen Bühne!
Wir freuen uns auch ganz besonders, dass wir eine Reihe hochinteressanter Vorträge und Workshops auf die Beine stellen konnten, einiges passend zum Motto über Feuer, wie zum Beispiel über Agni Hotra mit Reiner Szypior, über das innere Licht mit Jayadev aus Assisi, über Photonen mit Dr. Ori Wolff – außerdem ganz, ganz viel zum Thema Ayurveda.

Habt ihr im Vergleich zum letzen Jahr etwas geändert?
Stefan: Das Konzept des Festivals funktioniert prima. Im Grunde geht es gar nicht so sehr darum, am Festival immer etwas zu verändern – eher möchte ich wissen, wie ich mich in einem Jahr verändert habe und wie ich das neue Festival annehmen und auf mich wirken lassen kann. Auf der anderen Seite ist das Festival ständig in Bewegung, es entwickelt sich Jahr für Jahr weiter und die Besucher entwickeln sich mit ihm. Das ganze Festival soll ökologischer werden. Aman vom Sein-Magazin hilft uns kräftig mit, das Festival noch umweltgerechter zu gestalten. Miriam hat jetzt noch ein extra Mini-Festival für die Kinder aufgebaut, die Kinderconvention. Yogalehrer können dort mit ihren Kindergruppen teilnehmen. Nun sind wir ganz gespannt, wie das angenommen wird. Wir freuen uns auf viele Kinderyogis.

Stimmt es, dass das Festival dieses Jahr verlängert wird?
Miriam: Ja, das kann man so sagen. Wir nehmen die schöne Yogafestival-Energie mit nach Rathenow und treffen uns vom 13. bis 18. Juli zum ersten Mal zum Yoga-Vedanta-Family-Camp. Dort haben wir ein kleines Gelände gemietet, wo wir wunderbar campen können und Yoga mit Urlaub verbinden. Zum See sind es fünf Minuten. Einige Programm-Highlights dort sind „The Work“ nach Byron Katie, fortgeschrittenes Pranayama mit Stefan, super Workshops mit Ganga Rox aus Indien, Yoga und Musik, eine Homa-Feuerzeremonie und ein Satsang mit Sri Sivan Namboothiri und sogar ein Massage-Workshop mit Katja und Arne, zwei wunderbaren Physiotherapeuten aus Stefans Praxis.

Auf was freut ihr euch am meisten beim diesjährigen Festival?
Stefan: Ich finde es absolut klasse, dass Swami Yogananda, den wir bereits zweimal in Indien getroffen haben, wirklich nach Berlin kommen möchte. Er kommt, um uns sein System aus 46 Übungen weiterzureichen, mit denen man wie er 100 Jahre alt werden und dabei einen kräftigen Rücken, gute Augen, gesunde Zähne etc. behalten kann. Er war noch nie so weit weg aus Indien und nur einmal in seinem Leben im Ausland.
Miriam: Ich freue mich auf die Feuershows und das große Wannsee-Feuerwerk am Samstagabend. Und vor allem auf all die netten Leute, die immer zum Festival kommen, also dass unsere große Yoga-Familie wieder zusammenkommt.

 


Abb: © Michael Weinmeister

 

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