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In den letzten beiden Jahrhunderten haben die Wissenschaften unser Weltbild revolutioniert. So sehr, dass wir heute durchweg davon überzeugt sind, dass etwas erst dann wirklich ist, wenn man es mittels wissenschaftlicher Experimente und Theorien untermauern kann. Man kann das bedauern oder begrüßen, dennoch ist diese Grundüberzeugung so fest in unserem Geist verankert, dass wir dem kaum entrinnen können. Wir können das auch zu unserem Vorteil nutzen…
In den letzten zehn Jahren haben eine Reihe wissenschaftlicher Experimente zweifelsfrei bewiesen, dass wir – auf bisher unbekanntem Wege – andere Menschen, Situationen, Orte und sogar Maschinen beeinflussen können, und das nicht nur in der Jetztzeit. Wir können erwiesenermaßen Dinge in der Vergangenheit beeinflussen – die nach unserem bisherigen Verständnis ja eigentlich schon geschehen und abgeschlossen sein sollten – und in der Zukunft.

Experimente

So berichtete das Journal of Scientific Exploration 1992 von Experimenten, die an der renommierten Princeton Universität in den USA durchgeführt wurden. Dabei sollten Freiwillige sogenannte Zufallszahlengeneratoren beeinflussen, also Geräte, die nach dem Zufallsprinzip Zahlen ausgeben. Dabei ist die statistische Verteilung der Zufallswerte wohlbekannt, sodass, wenn man diese messbar beeinflussen kann, dies als wissenschaftlich korrekter und somit unumstößlicher Beweis gelten kann. Brenda Dunne, eine der federführenden Wissenschaftlerinnen bei diesen Experimenten, gab folgende Kurzbeschreibung der Versuchsanordnung zu Protokoll: „Es hat schon immer Spieler gegeben, die behaupteten, dass sie das Ergebnis zufälliger Prozesse, wie beispielsweise das Würfelspiel, beeinflussen können. Das Phänomen, das wir im Labor gemessen haben, beruht auf der gleichen Grundlage.“

Bei diesen Experimenten saßen die freiwilligen Versuchspersonen in einer entspannter Umgebung und konzentrierten ihre Aufmerksamkeit auf den Zufallszahlengenerator, der das von Brenda Dunne erwähnte Würfeln übernahm. Sie hatten die Aufgabe, die nach allen Vorgaben der Physik reinen Zufallszahlen zu beeinflussen. Dabei sagten sie vor jedem Wurf voraus, in welche Richtung sie die nächste Zahl beeinflussen würden – nach oben oder nach unten. Die Abweichung vom statistischen Mittelwert waren signifikant und ließen sich nur damit erklären, dass das menschliche Bewusstsein die Maschine tatsächlich in die gewünschte Richtung beeinflussen konnte.
Aber die Experimente verblüfften die Wissenschaftler um den damaligen Dekan der Universität, Prof. Robert Jahn, noch mehr, als sich zeigte, dass diese Wirkung auch nachgewiesen werden kann, wenn die Freiwilligen tausende Kilometer von der Maschine entfernt sind und – noch erstaunlicher – wenn die Maschine erst in der Zukunft angeschaltet wird. So konzentrierte sich beispielsweise an einem Montagabend ein Freiwilliger in Paris darauf, die Maschine zu beeinflussen, die erst am darauf folgenden Freitag in Princeton angeschaltet wurde.

„Transtemporale Resonanz“

Prof. Jahn zu den Resultaten: „Die Wirkung aller Kräfte der Physik, die Schwerkraft beispielsweise, lässt mit zunehmenden Abstand nach. Es gibt allerdings bisher keine Kraft, die sich unabhängig von der Zeit auswirken kann. Unsere Experimente weisen jedoch darauf hin, dass das Bewusstsein seinen Einfluss unabhängig von Zeit und Raum unmittelbar geltend machen kann.“
Nun ja, kann man einwenden, ganz so unabhängig doch nicht, denn schließlich bewies dies Experiment lediglich, dass das Bewusstsein gegenwärtige und zukünftige Ereignisse beeinflussen kann. Die Vergangenheit blieb unangetastet – denn schließlich liegt die Vergangenheit ja fest. Oder etwa nicht?

Im Juli 1994 erschien im New Scientist ein Artikel mit dem Titel „Studenten der Kampfkunst beeinflussen die Vergangenheit“. Der Artikel befasste sich mich den Experimenten des Physikers Helmut Schmidt, die dieser in San Antonio, Texas durchgeführt hatte. Dabei sollten die Studenten Zahlen beeinflussen, die viele Monate zuvor auf Magnetband gespeichert und wie in der Versuchsanordnung an der Princeton Universität von einem Zufallszahlengenerator erzeugt worden waren. Die Freiwilligen sollten also jeweils, bevor die nächste Zahl elektronisch dargestellt wurde, sagen, ob sie diese nach oben oder unten beeinflussen wollten. Und auch hier war das Resultat signifikant – und außerordentlich verblüffend, wurde aber von ähnlichen Experimenten immer wieder bestätigt.

Eins mit der Maschine

Die Physiker, vor allem diejenigen, die sich mit der Quantentheorie befassen, versuchen seither plausible Modelle zu schaffen, mit denen sie diese unumstößlichen, immer wieder verifizierten Fakten erklären können. Theorien der Retrokausalität und mathematische Modelle, deren Worte man zwar teilweise verstehen, aber als „gewöhnlicher Sterblicher“ kaum nachvollziehen kann. Aber vielleicht brauchen wir das ja auch nicht…
Es ist also erwiesen, dass unser Bewusstsein die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft beeinflussen kann, auch wenn wir derzeit nicht wissen, wie – und wer das Gegenteil behauptet, hat seine Hausaufgaben schlicht nicht gemacht.

Übrigens berichteten die Freiwilligen, die bei diesen und ähnlichen Experimenten die besten Resultate erzielten, dass sie sich eins mit der Maschine fühlten. Eins mit einer Maschine! Das mag befremdlich oder gar gruselig klingen, aber es stellt die subjektive Befindlichkeit dieser Freiwilligen offensichtlich gut dar. Sie befanden sich in maximaler Resonanz mit dem Gerät. Wenn aber unser Bewusstsein sogar mit Geräten wie Zufallszahlengeneratoren in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in Resonanz treten und sie so beeinflussen kann, wie viel mehr dann mit anderen Lebewesen und mit Menschen!

In Resonanz

Eines schönen Tages im Frühjahr 1999 setzte ich mich hin und kontemplierte all diese Fakten, sann der Natur der Zeit und des Bewusstseins nach und seinem unmittelbaren Einfluss auf Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft – und den Eigenschaften der Resonanz.
Resonanz ist jenes Phänomen, das beispielsweise eine gestimmte Gitarre in Schwingung versetzt, wenn man auf dem Klavier ein D-Dur anschlägt. Aber wir wissen auch von jener Resonanz, die der große Psychologe C.G. Jung Synchronizität genannt hat, wenn also bestimmte Ereignisse in unserem Leben einen sinnvollen Einklang bilden: Wir erwähnen X und plötzlich läuft sie vorbei. Sie erzählt etwas, worüber wir soeben mit unserem Gesprächspartner geredet haben, dass nämlich ihr Freund gerade einen roten Jaguar erworben hat. In dem Moment biegt ein dunkelroter Jaguar um die Ecke… Und schließlich gibt es noch die Resonanz der inneren Tiefe, ein Gefühl der Einheit, die im Einklang mit dem Umfeld innen und außen schwingt. All diese Ebenen der Resonanz schwingen als Assoziation mit, wenn ich das Wort Resonanz hier benutze. Darüber hinaus habe ich im Laufe der Zeit immer wieder einen Fluss spiritueller Energien verspürt und gefeiert, den ich für eine weitere Form der Resonanz halte. Diese entzieht sich zwar meinem direkten Verständnis, hat allerdings dennoch einen sehr realen Einfluss auf mein Leben und meine Wahrnehmung.

Zurück zu meiner Kontemplation. Mir wurde klar, wozu ich wohl am meisten Resonanz hätte, nämlich zu meinem eigenen Bewusstsein. Ich schloss, dass ich mich daher selber in der Vergangenheit beeinflussen können müsste. Also schickte ich mir „gute Schwingungen“ in die Vergangenheit. „Das kann sicher nichts schaden“, dachte ich mir, und vielleicht war das ja auch der Grund dafür, dass ich dann und wann so grundlos glücklich gewesen war. Diese Kontemplation gefiel mir sehr gut – und dann fiel mir ein, dass mein zukünftiges Ich dies ja auch tun würde, nun, da ich mir selber so erfolgreich glückliche „Schwingungen“ in die Vergangenheit geschickt hatte.
Als mir klar wurde, dass ich mir in Zukunft sicher gute Energien und Unterstützung schicken würde, in meine Vergangenheit, mein momentanes „Jetzt“, öffnete ich mich dafür. Und als hätte mein ganzes Wesen nur auf diesen Augenblick gewartet, wurde ich unmittelbar von einer unglaublichen Welle des Lichts und der Glückseligkeit überflutet…

Der Kreis schließt sich

Ich weiß nicht mehr, wie lang es dauerte, aber irgendwann tauchte ich wieder auf. Ich hatte mir niemals gedacht, dass es so einfach sein konnte. Es war, als hätte ich ein Tor aufgestoßen, das nur angelehnt gewesen war. Diese Welle war aber nur der spektakuläre Anfang einer Entwicklung, die mir schon bald vollkommen natürlich und normal vorkam. Ich öffnete mich immer wieder für mein zukünftiges Bewusstsein und sandte auch weiterhin Liebe, Klarheit und Wissen in meine Vergangenheit. Dies löste einen Prozess aus, der letztlich dazu führte, dass nach und nach ein zeitloses Bewusstsein in mir erwachte. Ich begann zu erleben und zu verstehen, dass das zeitgebundene Wesen, für das ich mich gehalten hatte, nur ein Ausschnitt ist, ein Fenster, eine Tür in eine Welt der Geschichte und Geschichten, der Entwicklung und Evolution, ins Abenteuer des Werdens und Vergehens.
Sicherlich: Ich hatte in meinem Leben eine ganze Reihe mystische Erfahrungen gemacht, zu deren wesentlichen Charakterzügen auch ein Empfinden der Zeitlosigkeit gehörte, aber nun lernte ich eine neue, unmittelbare Auswirkung dieser Sichtweise kennen. Mein Vertrauen in die kreative Kraft, die Liebe und Weisheit der kosmischen Natur wuchs und wächst mit jedem Tag. Die transtemporale Resonanz hatte eine Tür geöffnet, durch die ich mit einem heiteren Lächeln in eine glücklichere, weisere und liebevollere Welt eintreten konnte.

Anschub aus der Zukunft

Schon bald zeigte sich, dass die Einwirkung der Zukunft auf die Gegenwart sich auch im ganz „banalen“ Alltag anwenden lässt: Stell Dir vor, Du stehst vor einer schwierigen Aufgabe. Du bist verlegen, denn Du willst die Frau oder den Mann dort drüben ansprechen. Du kämpfst mit Dir, mit Deiner Verlegenheit. Du weißt nicht, was Du ihr oder ihm sagen sollst. Du legst Dir Worte zurecht und verwirfst sie wieder. Dein Herz schlägt heftiger als gewöhnlich und das macht Dich noch verlegener. Du erinnerst Dich an all die Körbe, die Du Dir früher geholt hast. Aber nun entsinnst Du Dich, dass Du ja schon eine Zukunft hast und mit ihr resonierst.
Statt Dich also weiter mit dem inneren Kampf zu befassen und damit, was schief gehen könnte, stimmst Du Dich auf Deine Zukunft ein: „Werde ich sie (oder ihn) angesprochen haben?“. Und Du öffnest Dich dafür, was Du in Zukunft empfunden haben wirst, öffnest Dich für die Information Deines zukünftigen Selbst. Du spürst Entspanntheit, vielleicht, oder Freude oder eine innere Gewissheit – oder aber auch nichts besonderes. Was es auch immer sein mag, Du weißt, dass Du Dir selber vertrauen kannst und handelst entsprechend. Du lässt Dich von dieser Schwingung zu ihr oder ihm hinführen, oder aber kannst die ganze Angelegenheit nun beruhigt fallen lassen.
Ein anderes Beispiel. Eine Freundin, der ich von meiner Methode erzählt hatte, erzählte mir von einem Streit mit Ihrem Liebhaber, einer dieser Kämpfe, die manchmal in Beziehungen ausbrechen: Ein Wort ergibt das andere, eine Verletzung ruft die andere hervor und dann stiebt man wütend auseinander und will erst mal nichts mehr vom anderen wissen. Als sie sich wieder beruhigt hatte, fragte sie sich jedoch, ob sie ihm denn vergeben wird und öffnete sich für ihre Zukunft. „Werde ich ihm vergeben haben?“ fragte sie sich und war bereit, jede Antwort zu akzeptieren. Da entdeckte sie, dass sie ihm vergeben haben würde. Sie nahm sofort den Telefonhörer zur Hand…

Die Zukunft, unsere Zukunft spricht mit uns – und hat dies immer schon getan. Wir haben das bisher nur nicht gewusst. Unser zukünftiges Selbst hat uns schon immer mit Kraft und Informationen versorgt und nicht nur damit, sondern auch mit weitaus Wesentlicherem. Das für zeitlos Essentielle teilt sich uns schon immer mit und wird von einer Empfindung der Stimmigkeit begleitet, der inneren Gewissheit, dass wir uns in Resonanz mit unserer eigenen Natur und Wahrheit befinden.

„Wir können erwiesenermaßen Dinge in der Vergangenheit beeinflussen“

Über den Autor

Avatar of Mushin J. Schilling

pragmatischer Mystiker, macht seit frühster Jugend spirituelle Erfahrungen; seit 1984 in äußerst lehrreichem, persönlichen Kontakt zu Michael Barnett; verbindet sich in seinen Events mit dem „lebendigen Feld“ jenseits aller Worte und nutzt vor allem den direkten Zugang zur Energiedimension, um es den Teilnehmern zu erleichtern, spirituelle Erfahrungen zu machen.

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