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„Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt“ (Friedrich Schiller)

Um die Ursprünge des Tart zu verstehen, müssen wir einen Sprung in die Geschichte wagen: in die Welt der Menschen, die lebten, als die ersten Tarot-Karten geschaffen wurden! Dabei sind die Fragen, wer die ersten Tarot-Karten in Mailand und Bologna gemalt hat und wofür genau die ersten Karten verwendet wurden, ist in der Spielkartenforschung (wieder) offen.
        

Die Tarot-Geschichte ist immer wieder für Überraschungen gut. Anfang der 1980er Jahre, als die massenhafte Tarot-Begeisterung begann, gab es zum Beispiel einen Wettlauf unter Autoren. Leuenberger, Golowin und manche andere eiferten um den ältesten Ursprung des Tarot. Die „Zigeuner“, das alte Ägypten, Indien wurden genannt. Bis Hans-Dieter Leuenberger eines Tages offenbarte, für ihn stammten die Tarot-Karten aus dem versunkenen Atlantis. Bingo! Das konnte oder mochte nun keiner mehr überbieten. Evelin Bürger und mich hat es damals als junge Autoren viel Kraft gekostet, dagegen zu halten. Mit den „Zigeunern“ (die sich ja gegen diese Bezeichnung wehren und Sinti, Roma u.a. heißen) haben die Tarot-Karten nun einmal nichts Besonderes zu tun; mit Ägypten, Indien auch nicht; und der Hinweis auf „Atlantis“ … zeigte sehr deutlich, daß manche ihre eigenen Fantasien mit Fakten „verwechseln“; auch eine Art, Tarot-Geschichte zu machen.

Differenzen zwischen Waite und Crowley

Zum „ägyptischen Ursprung“ hatten sich bereits Arthur E. Waite und Aleister Crowley geäußert. 1909/1910 veröffentlichte Arthur E. Waite, zusammen mit Pamela Colman Smith, sein Tarot-Deck, den ersten Satz Karten, bei dem alle 78 Karten bebildert waren.

In seinem Buch „Der Bilderschlüssel zum Tarot“ nahm Waite zur Tarot-Geschichte Stellung: es gebe „nicht im mindesten Gewißheit über den ägyptischen Ursprung der Tarot-Karten“, so recherchierte er, an Tarot sei „nicht mehr ägyptisch als mexikanisch“.

Aleister Crowley war an Fakten ungleich weniger interessiert. 1943 stellte Lady Frieda Harris in London erstmals die Bilder aus, die inzwischen als Crowley-Tarot bezeichnet werden.

In seinem Begleitbuch „Das Buch Thoth“ wärmte Crowley die alte Geschichte vom ägyptischen Ursprung wieder auf, ohne dies zu begründen oder auch nur näher darauf einzugehen. Der Okkultismus-Forscher Colin Wilson hat u. a. deshalb Aleister Crowley als einen „Nostalgiker“ bezeichnet, der alte Etiketten bewahrt, auch wenn sie bereits lange ihren Inhalt verloren haben.
        

Suche nach den Wurzeln

Woher stammte überhaupt die Legende vom ägyptischen Ursprung des Tarot? Ein Pariser Gelehrter, Antoine Court de Gébelin, hatte sie aufgebracht. Und zwar genau im Jahr 1781 (dem Jahr der Entdeckung des Uranus). Dem Grafen Court de Gébelin ging es dabei um die Erforschung der Ursprünge des Bewußtseins; „Le Monde Primitif“ – die ursprüngliche Welt – hieß seine preisgekrönte Enzyklopädie, in der einige Seiten der Symbolbedeutung der Tarot-Karten gewidmet waren.

Ägypten war und blieb darin allerdings eine Legende, was das Tarot anbelangt; eine Erfindung, die mehr über den Zeitgeist jener Jahre vor der Französischen Revolution verriet, als über dieTarot-Karten. Aber in den scheinbar schlichten Spielkartenbildern Abbilder des – wie wir heute sagen – kollektiven Unbewußten zu erkennen, war die historische Leistung des Antoine Court de Gébelin.

Seine Absicht, die Wurzeln des Bewußtseins zu erforschen, hat bis heute Bestand.

Heute betrachten wir die Tarot-Deutung vielfach als „Fortsetzung der Traumdeutung mit anderen Mitteln“, und für die Traumdeutung gilt immer noch der Satz von Sigmund Freud, sie sei der Königsweg zur Erforschung des Unbewußten im Seelenleben. Das Unbewußte im Seelenleben und die Ursprünge des Bewußtseins liegen aber nicht weit auseinander!
        

Die Quellen des Tarot

Die tatsächliche Tarot-Geschichte geht vor allem auf drei verschiedene Quellen zurück:

(1) Das heutige Tarot-Kartenlegen ist ein Produkt des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Nie zuvor haben sich so viele Menschen die Karten selbst gelegt.

(2) Die Inhalte der Tarot-Karten speisen sich aus den Überlieferungen vieler Epochen der abendländischen Kultur.

(3) Die dritte Quelle ist die Renaissance-Zeit, in der die ersten Tarot-Karten das Licht der Welt erblickten. Einfache Spielkarten mit vier Farbreihen (wie wir sie heute noch im Skat-Spiel kennen) sind viel älter als die Tarot-Karten. Zum Tarot gehören, neben den vier Farbreihen, noch 22 Trumpfkarten. Das erst macht ein Tarot-Spiel mit 56 „kleinen Karten“ und 22 „großen oder Trumpf-Karten“ aus. Die Trumpfkarten entstehen erstmals zwischen 1430 und 1460, in Oberitalien.

Eine typische Erscheinung der italienischen Renaissance waren Triumphzüge, italienisch trionfi und lateinisch triumphi genannt. Viele Spielkartenforscher vermuten, daß diese Triumph-Umzüge als Vorbilder für die damals neuen Trumpfkarten dienten.

Triumphi – Love Parade um 1450

Die Triumphzüge waren eine Mischung aus antiken, griechisch-römischen Festveranstaltungen, aus kirchlichen Prozessionen, aus Theater und Karneval. Patrizier, Fürsten, Bischöfe, reiche Handelsleute und städtische Wohnquartiere waren die Ausrichter der Triumphzüge.

Der berühmten Renaissance-Forscher Jacob Burckhardt: „Aus der Prozession aber entwickelt sich in den eben gelegenen italienischen Städten mit ihren breiten, wohlgepflasterten Straßen der Trionfo, d.h. der Zug von Kostümierten zu Wagen und zu Fuß, erst von überwiegend geistlicher, dann mehr und mehr von weltlicher Bedeutung. Fronleichnamsprozession und Karnevalszug berühren sich hier in einem gemeinsamen Prachtstil, welchem sich dann auch fürstliche Einzüge anschließen. (…) bildete sich eine kunstgerechte Behandlungsweise, die den Zug als sinnvolles Ganzes komponierte und ausstattete“.

Teilweise wetteiferten die verschiedenen Organisatoren darum, wer dem Zug die schönsten und prächtigsten Motive beisteuerte, wer an seinem Palast für einen Zwischenstop des Zuges die eindrucksvollsten Szenen kreierte.

    

„Pathetisch, launig, unzüchtig“: Triumphzug im Florenz des 15. Jahrhunderts

„Zwischen einem Schwarme von Masken zu Fuß und zu Roß erscheint ein gewaltiger Wagen in irgendeiner Phantasieform, und auf diesem entweder eine herrschende allegorische Gestalt oder Gruppe samt den ihr zukommenden Gefährten, zum Beispiel die Eifersucht mit vier bebrillten Gesichtern an Einem Kopfe, die vier Temperamente mit den ihnen zukommenden Planeten, die drei Parzen, die Klugheit thronend über Hoffnung und Furcht, die gefesselt vor ihr liegen, die vier Elemente, Lebensalter, Winde, Jahreszeiten, usw.; auch der berühmte Wagen des Todes mit Särgen, die sich dann öffneten.

Oder es fuhr einher eine prächtige mythologische Szene, Bacchus und Ariadne, Paris und Helena usw. Oder endlich ein Chor von Leuten, welche zusammen einen Stand, eine Kategorie ausmachten, zum Beispiel die Bettler, die Jäger mit Nymphen, die armen Seelen, welche im Leben unbarmherzige Weiber gewesen, die Eremiten, die Landstreicher, die Astrologen, die Teufel, Verkäufer bestimmter Waren, ja sogar einmal il popolo, die Leute als solche, die sich dann in ihrem Gesang als schlechte Sorte überhaupt anklagen müssen.

Die Gesänge nämlich, welche gesammelt und erhalten sind, geben bald in pathetischer, bald in launiger, bald in höchst unzüchtiger Weise diese Erklärung des Zuges.“ (Jacob Burckhardt)

Spiel, Kunst und Fest

„Das italienische Festwesen in seiner höheren Form ist ein wahrer Übergang aus dem Leben in die Kunst“, so noch einmal Jacob Burckhardt. Ein Leben von feierlicher Beschwingtheit, Lebenskunst und Deutungskunst als Arbeit und Spiel, als Entdeckung und Fest – dies waren markante Begleitumstände der historischen Entstehung der Tarot-Karten – und dies sind auch heute Stärken des selbständigen Tarot-Kartenlegens.

Die unvergleichliche Mischung aus Zufall und Absicht, aus Unterhaltung und gewissenhafter Methodik, aus alten Charakteren und neuen Einsichten macht das Tarot-Kartenlegen zu einer einmaligen, durch nichts anderes zu ersetzenden Erfahrung.
Welche Tarot-Sorte?!

Für welche Tarot-Sorte soll man sich entscheiden? Am besten ist es, wenn Du Dich für eine Sorte entscheidest, zu der Du persönlich einen „guten Draht“ besitzt. Tarot ist und bleibt eine Begegnung mit Bildern und Symbolen. Und es macht nur Spaß, und auch nur Sinn, wenn wir eine Beziehung zu den Karten verspüren, die wir benutzen.

Ahnenpfad Tarot
Julie Cuccia-Watts, 1985. 78 Karten, 80 x 105 mm

Das Ahnenpfad-Tarot verknüpft Motive aus vielfältigen Kulturen. So sind die Figuren der Stab-Karten als Ägypter dargestellt, die Kelch-Karten zeigen Motive aus den Avalon-Sagen; die Schwerter werden mit asiatischer Kampfkunst verbunden und die Münzen, die hier den Namen „Heilige Kreise“ tragen, verweisen auf die Bilderwelt des indianischen Medizinrads. „Mir geht es darum, die Gemeinsamkeiten in den Erfahrungen der Völker aufzuzeigen“, erklärt die Künstlerin.

 

 

 

Dali Tarot
Salvador Dali, 1978. 78 Karten, 79 x 400 mm, Goldschnitt

Neben dem VOYAGER TAROT und dem MARGARETE PETERSEN-TAROT zählen diese Karten zu den drei modernen Tarot-Top-Titeln. Und dies nicht etwa vor allem wegen des berühmten Namens (wobei allerdings offen bleibt, wieviel der Meister persönlich an diesen Karten getan hat und wieviel das Werk seiner Factory war). Szenen aus typischen Märchen, Mythen und Träumen der abendländischen Geschichte, Motive aus bekannten Kunstwerken und eigene Schöpfungen werden äußerst kunstvoll zu aussagestarken Collagen komponiert. Dies macht das Dali-Tarot zu einem schönen und wertvollen Tarot-Spiel, das zugleich ästhetisch und symbolisch bedeutsam ist.

 

 

 

 

Herr der Ringe Tarot
Peter Pracownik/Terry Donaldson, 1997. 78 Karten, 70 x 120 mm

„Dreizehn Jahre schrieb J.R.R. Tolkien an Der Herr der Ringe. Er hat damit ein weites Feld mythischer Symbolik erschlossen, das man nicht mehr verlassen möchte, wenn man es einmal betreten hat. In diesem Spiel (…) begegnet man sowohl der Tradition des Tarot als auch der Welt von Der Herr der Ringe. Man kann dieses Tarot auch als Kartenspiel benutzen – für zwei bis sechs Mitspieler ab 10 Jahren und natürlich für Erwachsene. Eine ausführliche Anleitung liegt bei“ (aus: Soul – Magazin für Lebensfreude). Schöpfer der Karten: der Fantasy-Maler Peter Pracownik und der Londoner Tarot-Lehrer Terry Donaldson.

 

 

 

Kristall Tarot
Elisabetta Trevisan, 1986. 78 Karten, 60 x 115mm

Ein Erfolgs-Tarot aus dem Hause Lo Scarabeo, dem zeitgenössischen Fachverlag für Tarot-Karten und Tarot-Kunst in Italien. „I Tarocchi di Vetro“ – das Glas-Tarot – lautet der italienische Originaltitel. Elisabetta Trevisan hat die Vorlagen hinter Glas gemalt und dabei erstaunliche Bilder geschaffen, die filigrane Details, starke Szenen und Figuren beinhalten und zugleich oft die Gestalt und die Kraft eines Mandalas besitzen.

 

 

 

Margarete Petersen Tarot
M. Petersen, 1979 – 2001. 78 Karten, 95 x 140 mm

Wie nur wenige andere Künstlerinnen hat Margarete Petersen die Entwicklung der Tarot-Landschaft im deutschsprachigen Raum und Wege der feministischen Frauenbewegung mit-gestaltet und beeinflußt. Deutschlands bekannteste Tarot-Schöpferin malt und lebt ihre Tarot-Karten! Seit 1979 läuft der Prozeß: „Es ist ein Weg, den ich nicht geplant habe, sondern es ist geschehen oder besser gewachsen“, notiert die Künstlerin über ihren Weg, „ein unsystematisches, scheinbar chaotisches Vorgehen, wobei ich mich einzig auf meine Träume verlassen habe“.

 

Osho Zen Tarot
Ma Deva Padma (Susan Morgan), 1994. 79 Karten, 74 x 109 mm

Hervorragende Bildideen: Der Ritter der Kelche (hier Ritter des Wassers genannt) zum Beispiel wird dargestellt als ein „Bungee-Springer ohne Seil“ (s. Abb. links). Die Karte zeigt einen Menschen im freien Fall, der gewollt und bewußt gestaltet wird: Ein freies Fliegen. Das trifft nicht alle traditionellen Bedeutungen des Kelch-Ritters, jedoch die wesentliche! Allerdings werden unkritisch einige Untertitel aus dem Crowley-Tarot übernommen (z. B. Unterdrückung bei den Zehn Stäben). Die Münzen oder Pentakel heißen hier Regenbogen. Dieses Spiel ist auf dem Weg zum modernen Tarot-Klassiker.

 

 

Sola Busca Tarot
15. Jhd., Neuausgabe 1996. 78 Karten, 60 x 115 mm

Eines der wichtigsten historischen Tarot-Decks liegt glücklicherweise in einer erschwinglichen Neuauflage vor. Das Sola Busca-Tarot ist aus zwei Gründen berühmt: Es war, soweit bekannt, das einzige Tarot des 15. Jahrhunderts, das in Metall graviert wurde. Zum zweiten sind die Karten von besonderer Wichtigkeit, weil sie auch bei den kleinen Arkana (!) häufig Bildszenen zeigen. Für Pamela Colman Smith und Arthur E. Waite waren sie eines der wenigen historischen Vorbilder für die Bebilderung der kleinen Arkana! Ihr Einfluß ist im WAITE-TAROT erkennbar

 

 

Voyager Tarot
Jim Wanless/Ken Knutson. 1985. 78 Karten, 95 x 140mm

Eines der großen Tarot-Spiele der Welt. Sein Stil ist unvergleichlich. Jede Karte besteht aus unzähligen Bildern, Fotos und Grafiken, die zu einer wirkungsvollen Collage montiert sind – ein Feuerwerk fürs Auge. Wie ein farbenprächtiges Kaleidoskop vermitteln diese Karten sinnliche Sensationen und eine bemerkenswerte Beruhigung und Befriedigung. Manche fühlen sich an die Pracht und die optische Sättigung der ersten farbigen Hitchcock-Filme erinnert. Andere vergleichen diese Karten mit psychodelischen Trips und Filmen der Hippie-Zeit. Und in diesem Tarot steckt noch mehr.

 

Zwergen Tarot
Antonio Lupatelli, 1982. 78 Karten, 60 x 115 mm
auch als Kleinstes Tarot der Welt Antonio Lupatelli, 1987. 22 Miniaturkarten, 14 x 22 mm

Ein originelles und humorvolles Tarot, das große und kleine Tarot-Freunde anspricht. Liebevolle Zeichnungen zeigen die Welt der Wichtel, Gnome und Zwerge. Es gibt diese Karten in der Größe üblicher Spielkarten, aber auch im „Original-Zwergenformat“ als kleinstes Tarot der Welt. Man hat seinen Spaß daran, unabhängig davon, ob man an Tarot oder einfach an diesen Karten als einem beweglichen Bilderbuch interessiert ist. Für Tarot-Kenner eröffnen sich zusätzlich lustvolle Interpretationsideen.
             
 
             

 

 

Quellenangaben:

Berti, Giordano/Tiberio Gonard: Das Visconti-Tarot. Königsfurt 1999

Burckhardt, Jacob: Die Kultur der Renaissance in Italien. Verschiedene Ausgaben, hier zitiert nach N.N.: Bomarzo. Blicke in den Garten des ORSINI. Photographien von Petra Nettelbeck. Versehen mit einem Text über DAS FEST aus „Die Kultur der Renaissance in Italien“ von Jacob Burckhardt. Nördlingen 1985 (Delphi bei Greno), S. 57, 72

Graf, Eckhard: Die Magier des Tarot. A. Court de Gebelin . Eteilla . E. Lévi . P. Christian . Papus . Golden Dawn . A.E. Waite . A. Crowley . O. Wirth. ISBN 3-933939-15-1

Guekos-Hollenstein, Marion: Quellen des Tarot. Unbekannte Schätze in den 22 Großen Karten. Königsfurt 1999

Deutsches Spielkarten-Museum: Tarot – Tarock – Tarocchi. Tarocke mit italienischen Farben. Ausstellungskatalog, bearbeitet von Detlef Hoffmann und Margot Dietrich. Leinfelden-Echterdingen 1988 (Deutsches Spielkarten-Museum, Schönbuchstraße 32, Leinfelden-Echterdingen)

Waite, Arthur E.: Der Bilderschlüssel zum Tarot. Waakirchen 1978, S. 33, 37

Wilson, Colin: Das Okkulte. Berlin und Schlechtenwegen 1982, S. 504, 517

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