Anzeige

Arthritis und andere schmerzhafte Gelenkerkrankungen gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen der Menschheit. Entgegen der verbreiteten Meinung erkranken nicht nur Senioren daran. Rund fünf Prozent aller Erwachsenen zwischen 18 und 44 Jahren sind betroffen. Medikamente können nur die Symptome unterdrücken und haben langfristig meist starke Nebenwirkungen. Ein großer Teil der Behandlungen besteht daher aus Physiotherapie, Sport und Ernährungsempfehlungen. Aber auch in der alternativen Medizin gibt es Behandlungskonzepte für Arthritis, allen voran beim Ayurveda. Wie funktionieren sie? Und können sie tatsächlich helfen? 

Ayurveda bei Arthritis 

Der ayurvedischen Lehre zufolge entsteht Arthritis, weil die Lebensenergien, auch Doshas genannt, aus dem Gleichgewicht geraten sind. Weil das Luft-Dosha zu stark ausgeprägt ist, bildet der Körper bei der Verdauung Gifte, die im Körper zirkulieren. Die Therapie besteht aus drei Säulen. Die erste Säule besteht aus Ernährungsempfehlungen: Betroffene sollen zum Beispiel kalte Milchprodukte, Schweinefleisch und Kohl vermeiden und stattdessen warme Milch, Hühnchen und Karotten essen. Die zweite Säule sind Yoga-Posen, die die Beweglichkeit der betroffenen Gelenke verbessern sollen. Die dritte Säule besteht aus der Behandlung mit Heilpflanzen. Dazu zählen zum Beispiel Kurkuma, das mit seinem entzündungshemmenden Wirkstoff Curcumin die Schmerzen lindern soll. Aloe Vera soll die Verdauung ins Gleichgewicht bringen und zudem Gifte ausleiten. 

Andere pflanzliche Behandlungen 

Zudem gibt es eine Reihe weiterer Heilpflanzen, die dazu beitragen können, die Symptome einer Arthritis zu lindern. Ein bekanntes Mittel ist zum Beispiel die Afrikanische Teufelskralle. Diese Pflanze hat in Ländern wie Namibia und Botswana eine lange Tradition als Heilpflanze und ihre Wirkung ist mittlerweile auch in Europa anerkannt. Sie enthält verschiedene Bitterstoffe, die bei Verdauungs- oder Gelenkproblemen helfen sollen. Positive Berichte gibt es auch über die Anwendung von Hanf bei Arthritis, genauer gesagt über den Inhaltsstoff CBD. Die Pflanzenheilkunde hat diesen Stoff zwar erst in den letzten Jahren für sich entdeckt. Aber der Erfolg von Cibdol und anderen CBD-Marken spricht für seine positiven Eigenschaften. Auch die gute alte Brennnessel kommt zum Einsatz, insbesondere bei der rheumatischen Form der Arthritis. Es gibt sie in der Form von Extrakten zu kaufen, genauso gut kann aber aus den Blättern der frischen Pflanze ein Tee bereitet werden. 

Wirksamkeit natürlicher Behandlungen 

Nun zur entscheidenden Frage: Wie wirksam sind diese Behandlungen wirklich? Solange die Ursachen für die Entstehung einer Arthritis nicht beseitigt werden, können auch Heilpflanzen nicht mehr, als die Symptome zu lindern. Und tatsächlich gibt es für viele Heilpflanzen Studien, die ein gewisses Potential bescheinigen. Am besten ist die Studienlage vermutlich für Curcumin und die Afrikanische Teufelskralle, da es mehrere klinische Tests mit diesen Mitteln gab. Aber auch bei Aloe Vera, CBD und Brennnessel gibt es Forschung, die auf eine mögliche Wirksamkeit hinweist. Vor allem bei einer leichten Arthritis können sich Pflanzenmittel daher durchaus zur Behandlung eignen. Allerdings gibt es sehr viele unterschiedliche Arten von Arthritis. Es ist daher anzunehmen, dass einige Patienten mehr von den Heilpflanzen profitieren als andere. Genauso wie Medikamente der Schulmedizin können auch pflanzliche Heilmittel Nebenwirkungen haben. Deshalb gilt es, bei ihrer Anwendung auf ungewöhnliche Vorkommnisse zu achten und die Behandlung gegebenenfalls zu unterbrechen.