Überall auf der Welt, auch in Deutschland, rotten sich die Demokratiefeinde zusammen. Die Parallelen zu 1923 sind erschreckend.

Von Oliver Bartsch

Die tiefe Wirtschaftskrise, die kollektive Wut auf die Regierenden, das Erstarken der Extremisten und das Schwanken der Demokraten, die ausländische Einflussnahme. Man soll vorsichtig sein mit historischen Vergleichen, das Heute ist anders als das Gestern. Es gibt aber auffällige Parallelen in der Geschichte, wo genau die gleichen Ursachen zu einer rechten Diktatur in Deutschland geführt haben. Deshalb lohnt sich ein Blick 100 Jahre zurück, in den Oktober 1923.

Damals stand Deutschland großen Verwerfungen gegenüber, eine Hiobsbotschaft jagte die andere: Putsch der Schwarzen Reichswehr, Rücktritt der Regierung, in Sachsen und Thüringen gelangen Kommunisten an die Macht. Separatisten rufen in Aachen einen eigenen Staat aus, kurz darauf flammen im ganzen Land Unruhen auf, Straßenkämpfe zwischen Rechten und Linken erschüttern Berlin. Die Inflation katapultiert den Dollar binnen Tagen auf einen Gegenwert von 40 Milliarden Reichsmark, in Großstädten verhungern Menschen. Für einen Laib Brot muss man waschkörbeweise Geldnoten zum Bäcker tragen.

In München rotten sich die Sturmtruppen der SA zusammen, um der Demokratie den Todesstoß zu versetzen: Anfang November wagen sie den Putsch. Er scheitert nur deshalb, weil mehrere konservative Verbündete im letzten Moment Adolf Hitler die Gefolgschaft verweigern. Der demokratische Staat wankt, aber noch fällt er nicht. Doch die Feinde der Demokratie treiben ihr zersetzendes Werk weiter, verbünden sich, rüsten auf, infiltrieren Behörden und Ministerien mit ihren Leuten – und profitieren davon, dass konservative Politiker sie verharmlosen oder mit ihnen paktieren. Wo das alles endete, wissen wir heute. Kann so etwas auch heute passieren?

Demokratiefeinde überall

Die Art und Weise, wie heute über Flüchtlinge diskutiert wird, wie Migranten von vielen Politikern und Medien ausschließlich als Problem dargestellt werden, wie im Internet, in Kneipen und in Wohnzimmern die allgemeine Wut über die Wirtschafts- und Inflationskrise brodelt, weist in eine beunruhigende Richtung. Die deutsche Wirtschaft taumelt in die Krise, Insolvenzen häufen sich, die Inflation bleibt hoch, immer mehr Menschen müssen jeden Euro zweimal umdrehen. Ob durch eigene Fehler oder aufgrund des kollektiven Frustes nach vier Jahren Corona- und Kriegserschöpfung der Bevölkerung: Die Regierenden ernten wachsenden Zorn und Verachtung, immer mehr Bürger lehnen das politische System rundheraus ab. Rund ein Drittel der Befragten in der neuen „Mitte-Studie““ vertritt völkisch-autoritäre, populistische und verschwörungsgläubige Positionen.

Extremisten und Populisten rechts und links erstarken, ob sie nun Björn Höcke oder Sarah Wagenknecht heißen. In Thüringen flirten CDU-Parlamentarier mit der radikalen AfD-Truppe, die den Rechtsstaat torpediert und die EU abschaffen will. Derzeit noch mit verbalen Angriffen, aber das muss nicht so bleiben. Die Verbote der Neonazi-Gruppen „Hammerskins“ und „Artgemeinschaft“ verdeutlichen, wie tief das rechte Gift schon in die Gesellschaft hineingesickert ist. In Bayern machen AfD-Politiker mit SA-Parolen Wahlkampf.

Manche AfD-Kader verstehen sich als parlamentarischer Arm militanter Verfassungsfeinde. Andere pflegen dubiose Verbindungen zu ausländischen Geheimdiensten. Das Umfeld des AfD-Spitzenkandidaten für die Europawahl hat Geld aus China erhalten. Offenkundig versucht nicht nur der Diktator in Moskau, sondern auch der in Peking, die deutsche Demokratie zu destabilisieren, indem er hierzulande Extremisten aufpäppelt.

Wenn wir von Demokratiefeinden reden, darf Björn Höcke, der Landesvorsitzende der AfD in Thüringen, nicht fehlen. Der AfD-Landesverband in Thüringen ist nicht groß, aber berüchtigt. Und er wird geführt von einem Politiker, der lange als eher zurückhaltender Schattenmann galt. Nun aber drängt Björn Höcke, 51, an die Macht. Er beansprucht die Führung. Er will in die Staatskanzlei in Erfurt einziehen.

Die Bundespartei der AfD befindet sich ideologisch jetzt dort, wo der Thüringer Landesverband schon 2021 stand, als ihn der Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextremistisch“ einstufte. Das ist in erster Linie Höcke zu verdanken. Er hat es geschafft, die Grenzen des Sagbaren immer weiter nach rechts zu verschieben. Im Jahr 2017 bezeichnete er das Holocaust-Mahnmal in Berlin als „Denkmal der Schande“. Die rote Linie überschreiten, dann wieder zurückrudern und behaupten, es sei nicht so gemeint gewesen. Das ist die Methode Höcke. Zwei Schritte vor, einen zurück. Auch so kommt man voran.

Aus der Partei der euroskeptischen Professoren und Honoratioren um Bernd Lucke und Hans-Olaf Henkel wurde die Partei der Corona-Querdenker, Putin-Versteher und Klimawandel-Leugner. Während die Professoren noch nach Wegen suchten, die D-Mark zurückzuholen, stellte Höcke 2015 schon die Weichen, um die AfD auf ein ganz anderes Gleis zu schicken – in Richtung Umsturz.

Als sein Buch „Nie zweimal in denselben Fluss“ 2018 erscheint, findet es kaum Beachtung. Es ist eine Kampfansage an die Demokratie. Es zeigt, wie der Mann tickt, der sich in einen anderen Menschen verwandelt, sobald er eine Bühne als Redner betritt. Laut. Impulsiv. Rhetorisch hantierend mit Wut, Aggression und Angst. Seine Forderung nach einem Kurswechsel in der Asylpolitik hatte er schon 2015 damit begründet, Deutschland werde afrikanisiert, der „lebensbejahende afrikanische Ausbreitungstyp“ treffe auf den „selbstverneinenden europäischen Platzhaltertyp“. In seinem Buch beschwört er den „bevorstehenden Volkstod durch Bevölkerungsaustausch“.

Schließlich, so schreibt er in dem Buch, stehe „eine Wendezeit“ bevor. Eine neue politische Führung müsse dann auch „Maßnahmen ergreifen, die ihrem eigentlichen moralischen Empfinden zuwiderlaufen“. Man werde dann nämlich „ein paar Volksteile verlieren, die zu schwach oder nicht willens sind, sich der fortschreitenden Afrikanisierung, Orientalisierung und Islamisierung zu widersetzen“.

Am 1. September 2024 wird in Thüringen ein neuer Landtag gewählt. Unwahrscheinlich aus heutiger Sicht, dass Björn Höcke danach tatsächlich Ministerpräsident wird, schließlich hat er bisher niemanden, der mit ihm koalieren will. Ausgeschlossen aber ist es nicht.

Über den Autor

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Online-Journalist, Multimediaentwickler, Fachjournalist mit Schwerpunkt Psychologie, Komplementärmedizin, alternative Wohn- und Arbeitsformen, regenerative Energien, Klimawandel, Religion, Spiritualität, Philosophie, Gestalttherapeut.

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32 Responses

  1. Aman
    Zum Beitrag - "Ein Artikel voller Hetze"

    Der Artikel von Oliver Bartsch ist nicht gleichzusetzen mit der Meinung der SEIN-Redaktion. Auch wenn Herr Bartsch das vielleicht gerne so sehen würde. Das hier Vorgetragene ist die persönliche Meinung von Herrn Oliver Bartsch! Punkt! Das heißt aber auch nicht, dass wir uns gemein machen mit der politischen Strömung, die Herr Bartsch in seinem Artikel beschreibt.

    Als Herausgeber dieser seit nunmehr 30 Jahren erscheinenden (kostenlosen) Zeitung, habe ich schon viel gesehen und viele kommen und gehen sehen. Fakt ist, unsere breite Themen- und Meinungsvielfalt und unsere Positionierung trifft meist auf das Wohlwollen unserer LeserInnen. Eher selten werden wir für unsere Veröffentlichungen verurteilt. Was wir hier abbilden ist, so traurig es auch erscheint, der Spiegel unserer Gesellschaft. Zerrissenheit, Spaltung, Bevormundung, Grenzüberschreitung.

    Darf ich statt Gesellschaft noch Nation sagen, ohne gleich als Reichsbürger abgestempelt zu werden? Im Gegensatz zu Herrn Habeck, finde ich Deutschland nicht zum Kotzen. Auf meinen vielen Auslandsreisen rund um den Planeten, wurde mir als Deutscher ausnahmslos immer Achtung und Respekt entgegengebracht. Das hat sich mittlerweile erledigt. Die Deutschen (in Deutschland) wurden zur Lachnummer der Welt.

    Das, was sich während der Corona-Maßnahmen an Geisteshaltung der bundesrepublikanischen Gesellschaft offenbarte, ist nicht zu glauben und hat einen oft fassungslos zurückgelassen. So bitter es ist, es ist Teil dieser Gesellschaft. Damit müssen wir leben lernen, oder auswandern. Nicht nur in meinem direkten Umfeld haben dies bereits einige getan, oder gedenken dies zu tun. Leider.

    Ich denke, dass wir uns wieder mitten in einer neuen Diktatur befinden. Schleichend kommt sie daher. Nicht nur von rechts oder links. Derjenige Teil der Bevölkerung, der am meisten zum Entstehen einer Diktatur beiträgt, ist die schweigende Mitte, die auf dem Sofa die „Nachrichten“ aus dem besten Deutschland aller Zeiten zustimmend abnickt und nicht wirklich versteht, was um sie herum passiert. Oft begegnet mir Desinteresse an Politik oder gar Geopolitik. Auf den geopolitischen Feldern spielt aber die Musik und was dort vor sich geht, das kann wirklich Angst machen und lässt sich nicht so locker wegmeditieren. Viele schützen sich vor dieser Angst einfach durch Verweigerung am Dialog und gehen z.B. lieber Shoppen. Insgeheim flimmert da wohl die Ahnung durch, dass die Wahrheit nicht auszuhalten wäre.

    Was ist zu tun, das bisher eher zögerliche Engagement der Jugend hinsichtlich einer kraftvollen Friedensbewegung neu zu beleben. Die alte Friedensbewegung wurde ja gründlich durch die „Grünen“ aufgesogen und durch die Trittbrettfahrer in die Tonne getreten. Habt ihr Quereinsteiger gut hingekriegt. Die angelsächsiche Strategie hat (vorerst) funktioniert. Fleissig wird nun für einen Krieg mit Russland getrommelt. Mehr Schwachsinn geht sicher noch, bis die ersten Söhne an der neuen Ostfront in Stücke gerissen werden.

    Muss sich Geschichte wiederholen? Nein, muss sie nicht!
    Um es mit den Worten von Sophie Scholl (Weiße Rose) auszudrücken: „Zerreißt den Mantel der Gleichgültigkeit, den Ihr um Euer Herz gelegt! Entscheidet Euch, ehe es zu spät ist!“

    Ich halte nach wie vor diesen Kanal offen für Meinungsvielfalt und einen breiten Debattenraum. Gelebte Demokratie muss das aushalten. Sozusagen als kleiner Ersatz für die bisher vom sog. Wertewesten demokratisch wegzensierten Medien.

    Zensiert wird hier nicht. Ich bin mir sicher, die meisten LeserInnen wissen das immer noch zu schätzen.

    Danke dafür! Der Herausgeber

    Antworten
    • Holle

      Mutter Erde dient wie ein Katalysator, einer beschleunigten Entwicklung der Seele. Hier lernt diese den Unterschied, zwischen dem was man als Gut und Böse bezeichnet und erlebt hier sowohl Himmel, als auch Hölle. Dabei hilft das was man allgemein als Schlecht bezeichnet, ab einem gewissen Entwicklungsstand der Seele, bei ihrem „Aufwachprozess“, so leidvoll das auch immer sein mag. Aber ähnlich wie wenn man einem Kind verbietet, sich an der heißen Herdplatte zu verbrennen, so wird es dennoch geschehen, wenn diese Erfahrung noch nicht gemacht wurde. Also die Umsetzung von theoretischem Wissen in die Praxis. Und je größer das Leid und die Widersprüchlichkeiten, desto schneller dieser Prozess.

      Auch aus diesem Grund, halte ich es ebenso wie der Herausgeber geschrieben hat. Man braucht möglichst viele Blickwinkel, um sich insgesamt ein Bild machen zu können, auch wenn es für viele unangenehm erscheinen mag. Aber würde man sich sonst von dem unterscheiden, was man selber verurteilt?

      Es geht niemals darum die Dinge zu trennen, sondern wie bei Yin und Yang bildlich dargestellt, alles miteinander zu vereinen. Und dazu muss man sich eben alles anschauen und irgendwann daraus lernen, auch wenn es mal etwas länger dauert.

      Antworten
    • Oliver Bartsch
      Entscheidet euch, bevor es zu spät ist!

      Lieber Herausgeber,
      da du mich persönlich angesprochen hast, eine persönliche Antwort von mir:
      Ja, wir müssen uns entscheiden, bevor es zu spät ist. Wir müssen den Mantel der Gleichgültigkeit zerreißen, bevor uns die Neonazis unsere Demokratie kaputtmachen. Da hatte Sophie Scholl absolut recht.

      Und tatsächlich muss die Gesellschaft, die schweigende Mitte, endlich aufwachen und demonstrieren für eine wehrhafte Demokratie, für Toleranz und Respekt, auch für Frieden und Freiheit. Und stell dir vor, lieber Herausgeber, genau das tut sie auch. Menschen, die noch nie demonstriert haben, gehen auf die Straße, zu Tausenden, in Großstädten, in Kleinstädten, weil sie unsere Demokratie gegen ihre Feinde, die sie abschaffen wollen, verteidigen wollen.

      Die schweigende Mehrheit in unserem Land hat nämlich im Gegensatz zu dir, lieber Herausgeber, erkannt, dass die Feinde unserer Demokratie nicht in unserer Regierung sitzen, sondern in den rechtsradikalen Netzwerken, deren radikale Hetze langsam aber sicher in die bürgerliche Mitte durchsickert und einen friedlichen Diskurs verhindert.

      Leider machst du dir die Argumente der in Teilen rechtsradikalen AfD zu eigen, indem du von einer Diktatur schwafelst, auf die wir angeblich zusteuern. Das ist rechtsradikales Gedankengut, was du hier verbreitest. Damit spielst du den rechten Strategen von der Identitären Bewegung in die Hände, die das Vertrauen in unsere demokratischen Institutionen untergraben wollen.

      Warum bist du auf dem rechten Auge blind und haust immer auf die Amerikaner drauf, während der Diktator Putin bei dir immer gut wegkommt? Glaubst du wirklich, dass Putin mit seinem Krieg aufhört, wenn der Westen keine Waffen mehr liefert? Wie naiv kann man sein?

      Unser Feind ist nicht die USA und auch nicht die eigene Regierung, unsere Feinde heißen Björn Höcke, Martin Sellner, Götz Kubitscheck und Konsorten, die auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland eine völkisch-rassistisch-nationale Diktatur errichten wollen.

      Lassen wir gemeinsam nicht zu, dass ihnen das gelingt.

      Oliver Bartsch

      Antworten
      • Max
        Herr Bartsch

        Frage mich langsam ob herr Bartsch ebenso wie die Antifa und sonst. fragwürdige NGOs auch von unseren Steuergeldern finanziert werden
        um einen künstlich erzeugten und vollkommen unbegründeten Anti-Nazikampf anzuheizen.
        Sinn und Zweck : jegliche unerwünschte Oposition mit den konstruierten Nazi-Narativ auszuschalten.

        Wir sollten langsam mal versuchen einen deutschlandweiten Steurboykott zu starten um diese Schweinereien nicht mehr zu finanzieren.

      • Max
        herr Bartsch

        Ach, den link häte ich fast vergessen, könnte ja sonst jeder behaupten: https://www.youtube.com/watch?v=3j8FwLRlq0s

      • Holle

        Ähm, der Herausgeber warnt im Grunde vor allen Ideologien, vermutlich auch vor der des Autors, will aber dennoch keine Sichtweise unterdrücken, weil er sich sonst ebenfalls in eine solche Ecke stellen würde. Im Gegenteil, er vertraut dabei auf die selbstentlarvenden Sichtweisen aller Ideologien und auf die dadurch immer bewusster werdenden Menschen.

  2. Holger Roloff
    Höcke und die wohltemperierte Grausamkeit

    Es ist schon bemerkenswert, dass aus dem rechten Denklager nie tragfähige Argumente zu hören sind. Dafür Herzlosigkeit, Fehlschlüsse und eine Argumentationstiefe auf BILD-Zeitungsniveau.

    Hier mal eine tolle Einsicht von spiritueller Seite:

    Grausamkeit disqualifiziert jede Form der Politik
    https://spirit-online.de/grausamkeit-disqualifiziert-jede-politik.html

    …traurig, dass sich selbst ein „christlicher“ Bundespräsident a.D. dem Höcke-Gedankengut angeschlossen hat. Vor Denkfehlern ist offenbar niemand gefeit…

    Antworten
  3. Peter B.
    Der International Sozialismus

    liest sich wie eine NAZI Hetze gegen die Juden, nur dass es diesmal keine Juden sind.

    Antworten
  4. Oliver F.
    Relativierungen

    Wenn ich die Leserbriefe hier so lese, wundere ich mich doch ein wenig. Wir haben in (West-)Deutschland nach zwei Weltkriegen und dem industriellen Massenmord an Juden, Sinti, Roma, Homosexuellen, Demokraten, Menschen mit Behinderung etc. ein politisches System aufgebaut, das sicher in vielem unvollkommen ist. Dennoch handelt es sich um die beste Regierungsform, die wir auf deutschem Boden jemals hatten. Sie zu verteidigen, haben wir wirklich allen Grund.

    Nun tauchen in letzter Zeit vermehrt Leute auf, die ganz offensichtlich in D eine völkische Diktatur errichten und Menschen mit Migrationshintergrund ausweisen möchten. Wenn das auf friedlichem Wege nicht gelinge, peilen sie einen Bürgerkrieg an. Ich rede vom sogenannten „Flügel“ innerhalb der AfD.

    Es finden sich außerdem gerade in alternativen Kreisen Menschen, die den Unterschied zwischen einer Corona-Politik, die man mit legitimen Gründen kritisieren kann, und einer Diktatur nicht mehr machen (mögen), weil sie offensichtlich nicht mehr willens oder in der Lage sind, ihre eigenen Erfahrungen zu relativieren (Jana aus Kassel).

    Der Rückhalt demokratischer Prinzipien in der Bevölkerung schwindet.

    Ich wundere mich, dass ein Artikel, der hier den Finger in die Wunde legt, als hetzerisch empfunden und eine sonderbare Toleranz autoritärem Gedankengut gegenüber gepredigt wird. Sehr, sehr sonderbar.

    Aber gut, schon in den 30er Jahren hatten Teile der dt. Eso-Szene einen ganz eigenartigen Zug in den politischen Extremismus.

    Antworten
    • Oliver Bartsch
      Die Eso-Szene und ihr Verhältnis zur Demokratie

      Lieber Oliver,
      wir haben offenbar gemeinsame Vorstellungen davon, wie sehr die Eso-Szene in den politischen Extremismus abgewandert ist. Ich werde dazu bald einen Artikel veröffentlichen. Der Befund ist dabei eindeutig, über die Gründe kann man nur spekulieren.
      Danke, dass du dem gesunden Menschenverstand hier eine Stimme gibst. Von dir brauchen wir mehr, um die Demokratie zu schützen.

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

      Anmerkung des Herausgebers:
      Oliver Bartsch meint hier irrtümlich im Namen der gesamten Redaktion sprechen zu können, indem er seine Antwort auf die Einlassungen von „Oliver“ mit „Die Redaktion“ untertitelt. Ehrlicher wäre, „Oliver Bartsch – Redaktionsmitglied“ – zu schreiben.
      Der Herausgeber – Aman

      Antworten
      • Max
        Im Namen des Volkes

        Ja so sind sie, verwenden immer das WIR.

    • Holle
      Balken und Splitter

      Es gibt ja schon länger die Seite „Psiram“ im Netz, die sogar die Anastasia Bücher und deren Leser in die rechte Ecke drücken. Auch Jesus wäre wohl heute dort zu finden und vermutlich jeder der nicht im Gleichschritt der Demokratie mitmarschiert, die es mit allen erdenklichen Mitteln zu verteidigen gilt. Nun, die Wahrheit steht von alleine aufrecht, nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt. (angeblich von Benjamin Franklin)
      Ich bin nach wie vor der Meinung, dass es wichtiger ist, die Menschen zusammen zu führen, also ähnlich wie in einer Paar-Therapie. Hier auf Sein gab es doch einen guten Bericht dazu: Gelungene Kommunikation: Vier-Ohren- und Vier-Zungen-Modell und GFK
      Wer jedoch unbedingt Feindbilder braucht, der soll sie haben und mit seinem Glauben etwas schützen, dass es in der Realität nicht gibt. Also ähnlich wie der Verfassungsschutz in der BRD. Und soll mir jetzt bitte keiner erklären, dass damit das GG gemeint ist. Wer so etwas behauptet, der hat wohl den Artikel 146 überlesen oder nicht verstanden. Und bevor jetzt der nächste Beißreflex anspringt, dieses „Problem“ haben grundsätzlich alle Länder der Erde mit Finanzsystem. Wer jedoch den Unterschied zwischen Mensch und Person nicht kennt, der versteht auch das nicht.
      Übrigens hat Hans-Jürgen Geese auf AnderweltOnline, einen passenden Artikel zum Thema Demokratie geschrieben (Friede den Wutbürgern), in dem er aufzeigt, was Demokratie eigentlich bedeutet. Aber wer will sich schon mit Ursachen befassen, wenn man sich so schön über die Wirkungen unterhalten kann.

      Antworten
      • Oliver F.
        Splitter so groß wie Baumstämme

        @Oliver
        Danke für Deine Reaktion. Das Thema Deines Buches ist wichtig und ich wünsche Dir viel Erfolg damit! Ich werde darauf achten, wann es erscheint!

        @Holle
        Ich brauche keine Feindbilder. Ich bin aber ganz praktisch dagegen, wenn bestimmte Menschen andere an Leib und Leben und in ihren Freiheitsrechten bedrohen. Das ändert nichts daran, dass ich den Menschen hinter seiner oft gewalttätigen Maske (Person) achte.
        Es gibt eben einen Unterschied zwischen faktischer, politischer Feindschaft und Feindesliebe auf einer spirituellen Ebene, von der man hoffen, aber nicht wissen kann, dass sie praktisch wirksam wird. Genau deswegen hat jemand wie Bonhoeffer, den ich sehr bewundere, das Attentat gegen AH gut geheißen.
        Manche Splitter fallen nämlich so gefährlich aus, dass man sie nicht ignorieren kann.

      • Holle

        Das Problem aller Gesellschaften/Gemeinschaften, ist deren Bequemlichkeit und das Resultat daraus die Unwissenheit, obwohl es so enorm wichtig ist, alles immer wieder zu hinterfragen. Aus diesem Grund gibt es immer wieder Führer, sowohl im spirituellen, als auch im politischen/gesellschaftlichen Bereich, die behaupten, diese beschwerliche Arbeit den Menschen abnehmen zu können. Dabei werden die Menschen hauptsächlich auf Symptome fokussiert und die Ursachen ignoriert, wozu man lediglich etwas herauszoomen müsste. Weltliche Bücher, wie „die Welle“ oder auch „1984“, zeigen doch sehr anschaulich, wie einfach die Menschen dadurch in jede erdenkliche Richtung zu manipulieren sind. Politische Kampfbegriffe/Feindbilder wie links und rechts, sind dabei ebenfalls nur eine Fokussierung und lenken zusätzlich von den Ursachen ab. Aber so funktioniert Teile und Herrsche schon seit ewigen Zeiten und es wird wohl auch noch ein paar Jahrhunderte dauern, bis sich die Menschen aus ihrer Konditionierung (Platons Höhlengleichnis) freischwimmen werden.
        Die Menschen in der DDR wussten mit der Demokratie deshalb ebenfalls nur wenig anzufangen, weshalb man sie zu ihrem eigen Schutz einsperren musste und damit natürlich auch gleichzeitig die Feinde der Demokratie (Klassenfeind) aussperren konnte.
        Übrigens sind die meisten Steuergesetze (Einkommenssteuer, usw.) aus der Zeit von Hitler. Aber gut, die Sektsteuer vom Kaiser wurde ebenfalls nicht abgeschafft. Das goldene Kalb braucht halt etwas Futter, um ordentlich zu wachsen, damit man wieder neue Führer installieren kann. Die Besitzer des Kalbs, werden schon wissen was sie tun. Ob man die Börse deshalb Bullenmarkt nennt und den russischen Bär nicht mag?
        Den aus meiner Sicht wichtigsten Satz der letzten Jahre (Jahrhunderte?), kam vom ehemaligen Chef des RKI Lothar Wieler: Und das alles, darf niemals hinterfragt werden…!
        Also, warum wird sich so schnell nichts ändern? Weil Veränderung immer bei einem selbst anfängt und der Mensch nun mal bequem ist, nachdem seine Grundbedürfnisse (essen, trinken und schlafen) befriedigt sind. Eine Ausnahme gibt es dabei allerdings (meistens), nämlich das Zähneputzen, da jeder Angst vor Zahnschmerzen hat. Warum es die Menschen wohl nicht schaffen, dies auf alle anderen Dinge des Körpers und Alltags zu übertragen? Was ist unangenehmer?
        Die Angst vor dem Leben, bleibt aus diesem Grund bis zum stofflichen Tod und oft darüber hinaus bestehen. Die Ursache alles Leidens jedoch ist und bleibt die Unwissenheit. Sapere Aude.

  5. Lydia Poppe
    Die Pläne der wahren Mächtigen

    Wer sich für Demokratie und Querdenken interessiert, möge sich folgende interessante Dokumentation ansehen. Hier geht es um die Mischung von rechtsoffener Esoterik und Verschwörungsglauben. Es wird deutlich, dass jegliche Diskussionsgrundlage fehlt, wenn mit Feindbildern gearbeitet und eine toxische Mischung mit menschenfeindlichen Elementen vertreten wird.

    Auf Phoenix, 29 Minuten:
    https://www.ardmediathek.de/video/phoenix-plus/der-verschwoerer-komplex/phoenix/Y3JpZDovL3Bob2VuaXguZGUvMzExOTc4OQ

    Der Beitrag ist von 2023. Viel Freude beim Anschauen.

    Antworten
    • Holle
      Interessante Doku

      Bereits vor über zweitausend Jahren, gab es auch schon so einen esoterischen Querschwurbler und wenn damals nicht aufrichtige Dogmenschützer gewesen wären, die diesen Spinner vor Gericht gebracht hätten, wer weiß was dann noch so alles passiert wäre. Als Abschreckung für alle Andersdenkenden, hat man diesen Spinner dann ja auch gleich ans Kreuz genagelt, wo ihn die Kirchen ja heute noch als Mahnung hängen lassen, auch an Ostern und danach. Doch noch immer finden sich Nachahmer, die seinem Beispiel folgen und die Dinge hinterfragen. Reden sollte man mit denen aber auf gar keinen Fall, denn das sind ebenfalls alles rechte Spinner, die an die Verschwörungstheorie glauben, dass wenn man Gutes tue, man dann in den Himmel komme und alle anderen in die Hölle. Ein Glück, dass die heutige aufgeklärte Gesellschaft auch Experten für sowas hat.

      Antworten
    • Luna Blinken
      Ein Artikel voller Hetze

      Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, den obigen Artikel zu kritisieren und nutze meine Zeit künftig lieber anderweitig, als hier Leserin zu sein. Ein Beispiel: Sarah Wagenknecht und Björn Hacke im gleichen Atemzug zu nennen, ist ein wirklich starkes Stück. Sehr enttäuschend, dass auch hier sich der Mainstream-Medien-Hetzjargon eingeschlichen hat. So eint man Gesellschaft nicht, so teilt und befeindet man sie und vertieft bestehende Probleme bei einer bestenfalls oberflächlichen, schlimmstenfalls manipulativen, unehrlichen Betrachtungsweise. Feindbild-Aufbau auf sein.de. Dann werdet auch ihr bald Schnee von gestern sein.

      Antworten
      • Oliver F.
        Was genau stört Sie?

        Also in Björn Höcke würden Sie jetzt aber schon einen Feind sehen? Oder nicht? Wenn nicht, warum ist es dann schlimm, Sarah Wagenknecht mit ihm in einem Zusammenhang zu nennen?
        Oder stört es Sie letztlich nicht, Feinde der Demokratie – wie Björn Höcke – auch als solche zu benennen. Sie würden nur sagen, Wagenknecht gehört nicht dazu.

    • Max

      Und die „linken“ arbeiten ja nicht mit Feindbildern…
      Würde mal behaupten die sehen Feindbilder wo keine sind,
      siehe Corona-Gegendemos.

      Antworten
      • Holger Roloff
        Zum Thema Feindbilder

        @Max
        Anmerkung 1: Doch, die Linken arbeiten (leider) auch sehr gern und viel zu übertrieben mit Feindbildern. Diese Methodik ist deshalb für mich einer von zahlreichen Gründen, sich nicht selbst aktiv für Die Linke zu engagieren, auch wenn einzelne Ansätze richtig sein mögen. Das Gesamtbild stimmt dort nicht.

        Anmerkung 2: Jemand mag politisch eine andere Sicht oder Haltung haben und macht sich somit zum politischen Gegner, kann aber dennoch ein guter Freund sein oder jemand den man durchaus respektiert und mit dem man gern diskutiert, um den besten Weg zum Ziel und für Sachlösungen zu finden. Das verstehe ich unter Demokratie.

        Anmerkung 3: Zum Feind wird ein politischer Gegner nur dann, wenn er den demokratischen Diskurs an sich bewusst zerstört oder, egal ob verbal, inhaltlich oder physisch, sogar zu Gewalt gegen Personen greift, da er sich mit seinen Ideen so gar nicht durchsetzen kann und lieber Scheinlösungen um jeden Preis erzwingen erzwingen will.

        Solche Leute gibt es leider von extrem rechts und von extrem links.

    • Max
      Bullshit

      Ja diese 10 Menschen hatten vor eine Revolution anzuzetteln, (Wow ganz schön mutig und das alles ohne Waffen?)
      Und deshalb ging unsere Bundesregierung her, hat Antifa Altivisten bezahlt (und tut sie immer noch) die dann auf Coronademos auftauchten und riefen: „Nazi verpiss Dich…“ Aber da waren überhaupt keine Nazis.
      Wie geistig beschränkt muss man sein diesen Komplott nicht zu erkennen.
      https://www.youtube.com/watch?v=3j8FwLRlq0s

      Antworten
  6. Yvonne
    Wenn die Demokratie mit anderen Meinungen Feinde hat, ist es dann überhaupt noch eine Demokratie?

    Dem Kommentar von Holle kann man nur zustimmen! Unglaublich, dass die Teilung in politische Gegner auch hier seinen Lauf nimmt. Glaubt der Autor des Artikels wirklich, dass es sich hier um eine Demokratie handelt, wenn so mit anderen meinungen umgegangen wird oder gleiten wir eher schon in Richtung Diktatur?

    Antworten
    • Oliver F.

      @Yvonne
      Was verstehen Sie unter Demokratie? Das wir mit allen Menschen freundlich reden und uns verständigen? Nun, ich weiß nicht, ob das eine gute Idee ist, wenn der andere zum Beispiel mit Bürgerkrieg uns Ausbürgerung von Menschen mit Migrationshintergrund droht. Ich spreche hier von Björn Höcke.
      Und hätten Sie einem Sozialdemokraten 1932 geraten sich doch einfach mit Hitler an einen Tisch zu setzen, um ganz demokratisch zu diskutieren? Die Demokratie hat Feinde und es gibt Menschen, mit denen kann man sich nicht verständigen. Die würden nämlich im Zweifelsfall ihre politische Gegner einfach einsperren oder gar umbringen.

      Antworten
      • Holle
        Nix verstehen?

        „Eine Demokratie, wenn man diesem Begriff eine Bedeutung zumisst, ist ein System der unbeschränkten Diktatur der Mehrheit. Ein klassisches Beispiel findet sich im antiken Athen und ihr Symbol ist das Schicksal von Sokrates, der sterben musste, weil die Mehrheit nicht mochte was er sagte; obwohl keinerlei Gewalt von ihm ausging und er keine Rechte eines anderen verletzte. Die Demokratie ist eine Manifestation des Totalitarismus und keine Form der Freiheit.“ (Ayn Rand)
        Wie man mit Andersdenkenden die letzten Jahre umgegangen ist, haben die vergangenen drei Jahre eindrucksvoll gezeigt. Es hat sich leider nichts geändert, denn noch immer geht es um die Deutungshoheit und wer dadurch bestimmen darf, wer die Guten und wer die Schlechten sind.
        Nur mal angenommen, es würde nicht die Diktatur des Geldes regieren, bräuchte es für eine wirkliche Demokratie, Menschen die sich informieren, anstatt mit Scheuklappen durchs Leben zu gehen und zu glauben sie wären gut informiert, nur weil sie Zeitung lesen oder Nachrichten schauen.
        Und nur mal so, Hitler war Zeit seines Lebens bekennender radikaler Linker (also Sozialdemokrat). Aber dabei sollte man nicht vergessen, dass der linke und der rechte Flügel, zum selben Vogel gehören. Doch es wird wohl immer Menschen geben, die sich für irgendeine Propaganda spannen und sich in ihrem religiösen Wahn für irgendwelche finstere Machenschaften missbrauchen lassen.

      • Aman
        Wer hat die Demokratie der Weimarer Republik zu Fall gebracht?

        Die Weimarer Republik hatte viele Feinde. Ihr größter Feind war die Inflation, die das einfache Volk um ihre Ersparnisse und um ihre Altersrücklagen brachte, während die Eliten ihre Schäfchen bereits lange vorher im Trockenen hatten. Hier punktete Hitler beim Wahlvolk mit dem Versprechen, im Falle eines Wahlsieges den Geldadel für die „Enteignung“ zur Verantwortung zu ziehen.

        Nicht zu vergessen. Adolf Hitler kam mit der Erfahrung seines misslungenen Putsches von 1923 agierend, durch demokratische Wahlen an die Macht.
        Einer der Hassadeure, die Adolf Hitler schließlich die Machtübernahme ermöglichten war General Kurt von Schleicher, Reichskanzler 1932/1933.
        Schleicher entwickelte den Plan, die NSDAP als neue Massenpartei an den Staat heranzuführen, im Glauben, diese einhegen zu können. Von 1931 an versuchte er die SPD aus machtpolitischen Institutionen gezielt auszubooten. Schleicher war auch für die heimliche Aufrüstung der Reichswehr verantwortlich, die sich mehr und mehr zum Staat im Staate, gegen die Weimarer Republik entwickelte.

        Schleicher erklärte am 28. Januar 1933 nach einem Gespräch mit Hindenburg den Rücktritt seiner Regierung und empfahl dem Reichspräsidenten, Hitler zu seinem Nachfolger zu ernennen. Das zum Thema Demokratie.

        Interessant ist auch die Herkunft der Finanzierung der Nationalsozialisten. Hitler hatte nachweislich gute Kontakte nach England und den USA. (Buchempfehlung: Hitler – die wenig bekannten Fakten – Autor Claus Hant)

        Die heutige Verschuldung der USA, der EU und der europäischen Einzelstaaten einschließlich Deutschlands, lässt nichts Gutes erahnen. Die Notenpressen laufen wieder auf Hochtouren. Die Geschichte scheint sich zu wiederholen.

        Muss sie aber nicht. Selbst denken hilft! Oder etwa auch Querdenken?

    • Peter B.

      Würde auch sagen dieser Artikel und auch die vertretene Meinung hat mit Demokratie nix zu tun, ist vielmehr Ideologie. In den 30ern sind die Nazis durch Armut und Hunger an die Macht gekommen. Die neue „freiheitliche“ Diktatur kommt durch Ideologie an die Macht indem sie wirkliche Oposition ausschaltet.

      Wenn ich mich recht entsinne, ist es noch immer normal das Terretorium einer Nation mit Grenzen zu schützen. Fahr mal nach USA, da geht ohne Visum gar nix
      (und selbst ein Visum ist keine Garantie dass du rein kommst)
      Wieso sollte dann eine Nation mit Grenzen zu verteidigen „rechts“ sein?

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  7. Holle
    Wirklich?

    Und noch immer glauben die Menschen viel lieber, anstatt die vorhandenen Dinge zu hinterfragen. Aber es ist eben unbequem, sich mit all den vielen Lügen zu befassen.

    Wenn ich ein Auto oder Haus finanziere, wem gehören sie bis ich alles bezahlt habe?
    Und wenn ich einen Staat finanziere, wem gehört dieser?
    So ziemlich alle Staaten sind von Banken abhängig, egal ob verschuldet oder nicht. Auch ein Diktator hat ein Konto, welches man sperren kann, denn das Konto gehört immer der Bank. Im Grunde wie ein umzäunter und bewachter Parkplatz, auf dem man sein Auto oder was auch immer abstellen kann. Ausschließlich alle Banken sind in privater Hand und da die Menschen immer noch an der Wert des aus dem Nichts geschöpften Geldes glauben, regiert Geld immer noch die Welt. Doch wer regiert das Geld? Demokratien mit Sicherheit nicht…!

    Die Welt ist voller Blinder, die alle glauben einen Elefanten erklären zu können. Und so werden die Menschen auf der Erde, weiterhin sich gegenseitig auf Splitter und Balken im Auge des anderen aufmerksam machen und die Realität als Solche überhaupt nicht wahrnehmen. Ähnlich, wie wenn man sich mit irgendwelchen Symptomen zum Arzt begibt, welcher versucht, diese mittels Versuch und Irrtum zu beseitigen. Solange man nicht bereit ist die Ursachen zu verändern, wird man daher lediglich nur weiter auf der abgeblätterten Farbe den Pinsel schwingen und auf Veränderung hoffen.

    Erst wenn die Menschen aufhören, sich gegenseitig mit Dreck und Schuldzuweisungen selber klein zu halten und anfangen gemeinsam nach wirklichen Lösungen zu suchen, wird sich etwas zum Besseren verändern. Davor werden aber wohl die Pläne der wahren Mächtigen umgesetzt, welche allerdings nicht in der Öffentlichkeit stehen. Denn stark sie ist, die dunkle Seite der Macht… 😉

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    • Oliver F.
      Verwirrungen

      Sie halten Hitler für einen Sozialdemokraten? Hitler hat die Sozialdemokraten ins KZ gesteckt. Und er war ganz, ganz sicher kein Demokrat.
      Sie halten Demokratie für eine Form von Diktatur? Ist Ihnen klar, dass sich moderne Demokratien durch Rechtsstaatlichkeit auszeichnen und z.B. Meinungsfreiheit garantieren? Und ja, die haben Sie, auch wenn Sie angefeindet werden mögen. Schließlich können Sie in diesem Land fast alles sagen, was Sie wollen. Ihre Leserbriefe hier beweisen es.
      Dann scheinen Sie Ayn Rand zu mögen, die eine Art Turbokapitalismus predigt, und haben gleichzeitig etwas gegen die Macht der Banken.
      Und wenn Sie etwas dagegen haben, andere mit Schmutz zu bewerfen, warum überschreiben Sie dann Leserbriefe mit wenig freundlichen Bemerkungen in Kindersprache à la „nix verstehen“?

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      • Holle
        Verständlicher?

        Ich wollte bei Hitler eigentlich Sozialist schreiben, wobei Sozialismus/Kommunismus, NWO oder Great Reset, ja im Grunde alles dasselbe beinhalten und man es unter Zentralismus zusammenfassen könnte. Wobei jeder –ismus gegen die Menschen gerichtet ist.
        Ich halte Demokratie schlicht für eine Illusion, denn das Geld regiert die Welt. Recht bekommt man daher nur, wenn man genügend Geld für einen entsprechenden Anwalt hat. Und Meinungsfreiheit gibt es überall auf der Welt, mit allen möglichen Konsequenzen. Die letzten Jahre belegen dies auch in diesem Land sehr deutlich.
        Geld ist weder gut noch schlecht, sondern lediglich ein Tauschmittel. Was jedoch Banken daraus machen, halte ich für weniger gut. Wie Ayn Rand dazu stand weiß ich nicht, aber ihre Aussage zur Demokratie finde ich richtig.
        Wenn ich etwas unfreundlicher werde, dann vermutlich, weil meine Mitmenschen aufgrund ihrer Konditionierung, auf bestimmte Themen lediglich mit einer Art Beißreflex reagieren. Wir alle wurden dazu erzogen, uns ständig und immer wieder mit entsprechenden Symptomen zu befassen, um die Ursachen in Folge einer kognitiven Dissonanz (Störung in der Wahrnehmung) überhaupt nicht mehr erfassen zu können. Dies hilft dem Teile- und Herrsche-Spiel natürlich ungemein. Es ist dabei wie in der modernen Medizin, wo man sich ebenfalls mit den Symptomen beschäftigt, weshalb es den Menschen immer schlechter, aber der Pharma dafür immer besser geht. Im Grunde ist es immer dasselbe Prinzip, so auch in der Rüstungsindustrie, weshalb es wieder und wieder Kriege gibt. Nicht umsonst sind Rüstung und Pharma die beiden Umsatzstärksten Industriezweige weltweit.
        Ich verstehe schon, warum sehr viele Menschen sich in ihrer Demokratie-Bubble wohlfühlen und sie vehement mit dem Hinweis auf „schlimmere Länder“ verteidigen. In der Psychologie nennt man das „Gaslightning“. Die meisten Menschen haben es sich nun mal in ihrer Bubble hübsch und bequem eingerichtet und dann kommt jemand daher und will diese liebgewonnene bunte Illusion zerstören. Das Leben ist Ursache und Wirkung, also sollte sich keiner wundern, wenn seine Bubble an der Realität zerplatzt…!
        Wäre es denn nicht an der Zeit, die Dinge immer wieder zu hinterfragen? Ja, das ist natürlich mühsam und unbequem, aber wären die Menschen dann nicht sorgfältiger im Umgang miteinander. Natürlich kann man den anderen unterstellen, dass sie schlecht sind und nur die harte Hand sie zügelt. Doch wer oder was hat denn die meisten Menschen auf dem Gewissen? Waren das nicht schon immer „die Mächtigen“? Schickten und schicken, denn nicht auch „Demokratien und Republiken“ ihre Söhne in den Krieg? Um was zu tun? In der Ferne die Demokratie zu verteidigen oder zu installieren? Mit welchen Wirkungen auf die dort lebenden Menschen?
        Ich denke es ist an der Zeit, das betreute Denken abzuschalten, auch wenn es zwangsalimentiert ist und wieder beginnen selbständig zu denken. „Die Gefahr sitzt nicht im Kreml oder Weißem Haus, sondern kopfnickend vorm Fernseher.“ (unbekannt)
        Dazu muss man aber bereit sein über den Tellerrand hinaus zu schauen, wozu man seine Blase allerdings verlassen muss. Doch keine Angst, wenn man erst einmal seine Vorurteile überwunden hat, kann man erkennen, dass alle Menschen im Grunde dasselbe wollen: Ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit führen.

      • Max

        Deshalb sind auch zu Corona soviele in den Knast gewandert, und wenn sie heute was gegen den Ukaine-Krieg sagen oder gar gegen die Gazapolitik sind sie ebenfall fällig. Ist inzwischen in unserer Demokratie gesetzlich verankert, weil Leute wie Sie zuviel schlafen. Aufwachen !

      • Max
        Hiltler war links?

        Wer es wagt, zum Thema:
        https://www.youtube.com/watch?v=f767vO0gJSA

      • Max
        Danke...

        Solltre das fürs nachdenken noch nicht ausreichen:
        https://www.youtube.com/watch?v=tS5ekJzramE

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