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Baut Detroit die größte urbane Farm der Welt?
John Hantz, ehemaliger Finanzmanager und einer der wenigen verbleibenden Millionäre Detroits, ist überzeugt, dass urbane Farmen der Stadt einen neuen Aufschwung bringen könnten. Die riesigen leerstehenden Fabrikkomplexe könnten in fruchtbare, produktive Flächen verwandelt werden, neue Jobs würden entstehen, regionale Märkte mit lokal erzeugtem, frischem Gemüse versorgt werden, die Farm würde Touristen aus aller Welt anziehen und der Immobilienmarkt Detroits durch die plötzliche Land-Knappheit einen Preis-Aufschwung erleben. Zudem wäre die Stadt endlich die leerstehenden Flächen los, die derzeit mit Steuergeldern vor der totalen Verwilderung bewahrt werden. Eine gute Idee?
High-Tech-Farmen
Mit herkömmlicher Landwirtschaft werden die Farmen aber wenig zu tun haben: Hantz High-Tech-Gemüsefabriken werden aussehen, wie aus einem Science-Fiction-Film entflohen. Mit Kompost geheizte Glashäuser, Terrassenbeete, Hydrokulturen (nur Wasser, keine Erde) und Aerokulturen (nur Luft) sollen zeigen, wie die urbane Landwirtschaft der Zukunft aussehen könnte. Traktoren wird jedenfalls ganz sicher keine geben - das war gestern. Angebaut werden zunächst wahrscheinlich Salat und Tomaten, geplant sind dann vor allem Früchte wie Pfirsiche, Pflaumen und Beeren. Es könnt sofort losgehen, allerdings hat Hantz einige Forderungen: Für seine Investion will er von der Stadt kostenfreies Land und Steuervergünstigungen - dann würde er sofort damit beginnen Leute einzustellen und könnte schon im Frühjahr die erste Farm präsentieren. Die Verhandlungen laufen und seine Chancen stehen sicherlich nicht schlecht. Laut Stadt sind die Gespräche bisher "produktiv".
Kritik aus dem Untergrund
Diese Gärten sind jedoch weder auf Profit ausgelegt, noch schaffen sie Arbeitsplätze oder Steuereinna | |