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Vermutlich noch nie in der Geschichte der Menschheit war die Eisdecke auf den arktischen Ozean so klein wie heute. Noch bis Mitte September dürfte sie nun jeden Tag einen neuen Minus-Rekord aufstellen. Das Gleiche gilt für die nördliche Schneedecke, die ebenfalls auf ein Rekordminimum zusammengeschrumpft ist.

Nach den Daten der Polar Research Group von der University of Illinois war die reine Eisfläche am Montag den 20. August noch 2,844 Millionen Quadratkilometer groß. Das sind 56.000 Quadratkilometer weniger als im Vorjahr 2011 – dem Jahr mit der bisher kleinsten Eisfläche. Allerdings wird das Eis sein Minimum in 2012 erst Mitte September erreichen, bevor es über den Winter wieder zu wachsen beginnt.

Die Schneedecke der nördlichen Hemisphäre ist derweil weltweit soweit abgeschmolzen, dass die Schneegrenze sich allein in 2012 um bis zu 100 Kilometer nach Norden verschoben hat. Seit 1985 ist sie um insgesamt 800 Kilometer nach Norden gewandert.

Auch wenn der Eisschwund nur eines von vielen lokalen Phänomenen ist, die auf einen globalen Klimawandel hindeuten, findet er aufgrund seiner drastischen Symbolik große mediale Beachtung. Die Schneedecke hingegen wird kaum erwähnt, dabei dürften die direkten Auswirkungen auf das regionale Wetter im Norden der Welt vielleicht sogar noch drastischer ausfallen.

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