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Die Zeitspirale dreht sich immer schneller. Viele Menschen sind verunsichert: wir haben den Übergang zum Jahr 2000 ohne größere Probleme geschafft, nun hört man in „New Age“ Kreisen, dass das Jahr 2012 den eigentlich bedeutsamen Dreh- und Angelpunkt darstellt. Wir befragten dazu den anerkannten Zeit-Forscher und Maya-Experten, Johann Kössner, anläßlich eines Wochendseminares zum Thema „Zeit und der MAYA-Kalender“ in Berlin vom 6.-7. Mai 2000.

Das Interview führte Anna Birnbaum.

SEIN: Was ist die besondere Zeitqualität unserer aktuellen 12-Jahresperiode bis zu diesem, von vielen Menschen als bedeutsam bezeichneten Datum, dem 21.12.2012?

Kössner: Es ist wichtig zu sehen, dass die mythische Tradition der alten Maya-Kultur die Zeit als ein geschlossenes, evolutives Geschehen gesehen hat. Und dieses legendäre Jahr 2012 hat jetzt nichts mit einem Weltuntergang zu tun, sondern weist darauf hin, dass ein evolutiver Zwischenprozess seinen Abschluss findet, der in unterschiedlichen Größenordnungen, in unterschiedlich langen Perioden gleichzeitig gelaufen ist. All diese gleichzeitig gelaufenen Prozesse laufen auf diesen Punkt zu. Das hat zur Folge, dass innerhalb dieses evolutiven Geschehens die letzten Jahre und Jahrzehnte eine Art Konzentration und Verdichtung in sich tragen. Die 26 Jahre von1987 bis 2012 stellen eine besondere Zeitphase dar, eine Art evolutiven Zieleinlauf, wobei dieser nur einen Zwischenreifeschritt darstellt und nicht den Abschluss der Menschheitsevolution. Wir sind eigentlich erst am Anfang…

SEIN: Also geht die Welt nicht unter am 21.12.2012?

Kössner: Nein, absolut nicht. Es gehört zum Schwerpunkt meiner Informationen, solche Projektionen schon vom Prinzip her aus der Welt zu schaffen, denn es wäre genauso absurd, wenn jemand sagen würde: „Jetzt geht der Tag um Mitternacht zu Ende, da geht die Welt unter“, das wäre dieselbe Logik.
Wir haben hier einen größeren Zyklus, der auf diesen Punkt zuläuft, und diese 26 Jahre stellen eine spezifische Zeitqualität dar, die als harmonikale Konvergenz-zonen betrachtet werden. Und diese 26 Jahre sind noch einmal zweigeteilt in zwei mal dreizehn Jahreszonen. Darin stellt das Jahr 2000 diese mittlere Schnittstelle dar, mit der ein dreizehnjähriger Prozess in Gang gesetzt wird. Und weil der Energiekalender nicht mit dem 1. Januar als Jahresanfang korrespondiert, sondern mit dem Zentrum der Hundstage – als energetisch bezogene Verflechtung mit Sirius B – beginnt das Jahr 2000, von der Energiedynamik her, erst am 26. Juli.

SEIN: Was ist die „fraktale Zeit“, so wie Sie den Begriff verwenden?

Kössner: Die Zeit, von einem vierdimensionalen Standpunkt aus betrachtet, ist nicht linear, sondern ein in sich geschlossenes Geschehen, das wie in einem Trichter sich konzentrierend zusammenläuft. Und dieser Trichter stellt förmlich verschiedene Dehnungszonen dar. Innerhalb dieser Dehnungszonen gibt es einige Ablaufzeiträume, die auch als miteinander verflochten verstanden und gesehen werden können. Ein bestimmter Tag korrespondiert so als fraktale Größe mit einer anderen fraktalen Größe von der Zeitspanne eines konkreten Jahres, oder auch einer größeren Zeitspanne von zwanzig, von hundert Jahren, oder von vierhundert. Ein konkretes Beispiel: das auslaufende Energiejahr, das am 26. Juli 1999 begonnen hat und am 24. Juli 2000 beendet sein wird (mit einem Zwischentag am 25.Juli, dem sogenannten „grünen Tag“, dem Tag außerhalb der Zeit) korrespondiert mit einer Zeitspanne im achtzehnten Jahrhundert von 1736 bis 1756 – also genau dem Zeitraum, der von der klassischen Historie auch als Schnittstelle definiert wird. Denn mit dem Jahr 1756, dem Jahr des Weltpatentes der Dampfmaschine, wurde die maschinentechnische Epoche eingeläutet.

SEIN: Die industrielle Revolution?

Kössner: Nicht nur die industrielle Revolution, sondern hier befinden wir uns auch in Synchronizität mit dem Beginn der Aufklärung, die den Zusammenbruch des geistigen Absolutismus, zunächst auf politischer und dann, etwas verzögert, auch auf geistig-religiöser Ebene zur Folge hatte. Genau an dieser Schnittstelle befinden wir uns. Und da müssen wir uns vorstellen, in der gegenwärtigen Phase läuft das in Jahren ab, was in der Verflechtung in Zwanzig-Jahres- Abschnitten abläuft.
Die gleiche Steuerungsenergie, die diese zwanzig Jahre betroffen hat, bezieht sich auf die Zeitrealität, die wir in diesem einen Jahr haben. Das nächste Jahr, das am 26. Juli beginnt, korrespondiert mit der Zeit von 1756 bis 1776, also bereits einer Hochphase des achtzehnten Jahrhunderts, die eine noch größere Dynamik entwickelte. Dann folgt der Zyklus von 1776 bis 1796. Darin liegt das ominöse Jahr der französischen Revolution….

SEIN: …und 1776: die Gründung der Amerikanischen Republik. Was wäre da die jetzige Korrespondenz?

Kössner: Das Jahr 2001. Das heißt, die Jahre 2001 und 2002, die sind eine Phase, die einige spannende Prozesse erwarten lässt, die nicht traumatisch ausfallen müssen. Niemand muss jetzt meinen, dass sich die französische Revolution wiederholt. Damit ist nur die Information gemeint, es verdichtet sich ein Prozess, der zu einem weiteren Schritt zwingt. Wie wir ihn vollziehen werden, hängt vom kollektiven Bewusstsein und der Resonanz der Menschen dazu ab.

SEIN: Können Sie das auch erläutern anhand der Zeitspanne des Dritten Reiches und des Kalten Krieges?

Kössner:
Eine ganz besondere Phase im letzten Jahrhundert spielte sich in den dreißiger Jahren ab, denn diese Zeitspanne bis 1945 spiegelt einen evolutiven Prozess, der uns nach der mayanischen Kosmologie die Information gibt,dass vor etwa 8000 Jahren der geistig-evolutive Prozess in Richtung spiritueller Schöpferkraft in eine kritische Verformung trat, und was zwischen 1935 und 1945 als Zehn-Jahres-Spanne lief, ist in dieser fraktalen Ordnung schon einmal in tausend Jahren gelaufen. Also genaugenommen von 7700 bis 6700 v. Chr., in unserer linearen geschichtlichen Vorstellung, lief ein evolutiver Prozess, der ins Schleudern kam und zu einem kritischen Selbstvernichtungspunkt führte. Und die mayanische Kosmologie gibt darüber Auskunft, dass es in dieser gefährlichen Konstellation zu einer Art Frequenzblockade kam, die mit dem mythischen Begriff der „Sieben Siegel“ korrespondiert. Das christliche Prinzip der „Öffnung der Sieben Siegel“ wie es in der „Offenbarung des Johannes“ beschrieben wird, steht also in einem unmittelbaren Zusammenhang zu jener Aussage der mayanischen Kosmologie, die das Gegenstück definiert, nämlich die Schliessung dieser Siegel. Gleichzeitig gibt die mayanische Kosmologie die Information, dass diese sieben Siegel in einem Sieben- Jahres-Prozess zwischen 1993 und 2000 aus ihrer Blockierung geöffnet werden. Wir könnten also sagen, wir haben diesen siebenjährigen Prozess durchlaufen, der in der johanneischen Mythologie der „Geheimen Offenbarung“ als die „Öffnung der Sieben Siegel“ beschrieben wird.

SEIN: Es ist also schon gelaufen?!

Kössner: Es ist im Prinzip schon gelaufen, die nachfolgenden Auswirkungen stehen uns allerdings noch bevor, wobei nicht anzunehmen ist, dass die ganzen traumatischen Aussagen Gegenstand werden. Das, was Johannes in seinen mythischen Bildern schildert, sind im wesentlichen Veränderungen in der astralen Welt. Wenn man so sagen möchte: in der astralen Welt ist der Teufel los. Und zum Glück nicht ausschliesslich und nur sehr begrenzt in der physischen Manifestation. Da geschieht nur ein kleiner Teil von dem, was sich in der astralen Welt abspielt. Sensitive Menschen spüren diese Prozesse, da kommt es zu dramatischen Veränderungen und damit einer Intensivierung der Wirkung von astralen Energien auf einzelne Menschen und Gruppen.
Dieses Wissen könnte für die politischen Repräsentanten und ihre Berater eine unglaubliche Wertigkeit bekommen, weil sie die jetzt anstehenden Notwendigkeiten in einer viel komprimierteren Form kennen würden. Sie müssten nicht ins Leere ihre Entscheidungen treffen. Energetisch gibt es noch weitere Zusammenhänge, die dem Einzelnen zeigen könnten, wo wir uns befinden im Vergleich zu anderen geschichtlichen Zonen. Das ist eigentlich die Essenz dieser vier- dimensionalen fraktalen Ordnung der Zeit, die die Zeit als einen geschlossenen Prozess versteht, und nicht als einen anonymen, linear ablaufenden Prozess, der sich irgendwo in der Vergangenheit verliert und irgendwo auf die Zukunft zuläuft.

SEIN: Nochmal zum Begriff der „Zeitfraktale“. Können Sie das erläutern?

Kössner: Das ist wie ein vernetztes Spinnennetz, das auf ein Zentrum zuläuft, wobei man davon ausgehen kann, dass der Zielpunkt wie ein imaginärer Steuerungsfaktor auf die laufende Geschichte, also von der Zukunft her auf die Vergangenheit gewirkt hat. Um Missverständnissen vorzubeugen: wir sind nicht schablonenhaft unterwegs; der Prozess selbst, wie wir ihn spielen, ist offen, aber der Ergebniszeitpunkt, mit einer bestimmten grundsätzlichen „Soll“-Forderung, existiert, und die Menschheit, innerhalb ihres evolutiven Prozesses, füllt diesen dann mit Inhalten, kann aber nicht ohne diesen Zielpunkt operieren. Es geht da nicht um „richtig“ oder „falsch“, aber sie wird im Augenblick von Entscheidungen regelrecht von diesem Zielpunkt eingefangen und zum Zielweg, der ganz konkret Geschichte bildet. Es gibt also keinen Determinismus, es gibt nur zeit-räumliche Zwischenabrechnungen der evolutiven Dynamik. Der Weg dazu, den wir dann konkret „Geschichte“ nennen, steht uns faktisch vollkommen frei. Wir können an jeder Stelle immer zwischen mehreren Variationen wählen, wie wir weiterlaufen, aber eins steht fest – wir müssen weiterlaufen. Und der Zielpunkt sagt, „Hierher, hierher!“ Und je mehr wir uns diesem Zielpunkt nähern, umso intensiver werden die Folgen unserer Entscheidungen. Und das ist das ganze Geheimnis der Beschleunigung der Zeit. Diese für die Menschen wahrnehmbare Beschleunigung hat mit diesem Zielpunkt zu tun. Das heißt nicht Ende, sondern innerhalb eines evolutiven Ablaufes ein sogenanntes Ergebnis, mit dem dann der nächste große Zyklus bestimmt wird.

SEIN: Einige Forscher meinen, dass der Menschheit nach dem 21.12.2012 ein kollektiver Übergang in eine andere Dimension bevorsteht. Was halten Sie davon?

Kössner: Grundsätzlich will ich darauf hinweisen, dass dieser 21. Dezember 2012 bloß als ein astrophysikalischer Bezugspunkt zu sehen ist, der so zu verstehen ist, wie etwa der in Minuten definierte Zeitpunkt des Sonnenaufganges, der objektiv den Beginn des Tages markiert; es geht aber um ein prozessuales Geschehen. Und so betrachtet sollte das Jahr 2012 nicht zu stark fixiert werden, und schon gar nicht in einer neurotischen Projektion, was denn da an diesem Tag oder in diesem Jahr vielleicht geschieht. Vielmehr werden uns die Jahre davor, also die nächsten 13 Jahre beschäftigen. Wir werden uns in einem Dynamisierungsprozess erfahren, der uns sehr viel mehr alte Selbstverständlichkeiten vergessen lassen wird als wir heute ahnen. Und gleichzeitig werden in diesem Beschleu- nigungsprozess Dinge auftauchen, die wir heute gar nicht denken. Das heißt, es kommt zu einer Realitätsverschiebung im Sinne auch unserer Wahrnehmung. Ob man das dann als Dimensionssprung bezeichnen möchte, was möglicherweise  nicht falsch ist, oder nicht. Mir geht es also darum, diesen Prozess, in den wir involvert sind, nicht zu mystifizieren und schon gar nicht mit Ängsten zu füllen, sondern mit unserem Wissen und Verstehen dazu beizutragen, mit einer etwas gelasseneren Haltung diesen Phänomenen zu begegnen, „cool“ zu bleiben. Aber es ist richtig, dass wir viele alte Vorstellungen, sowohl ideologischer wie politisch-gesellschaftlicher Art, vergessen oder als Schnee von gestern sehen werden. Und darum wird man bei allen beobachtbaren Bemühungen, verschiedene alte Programme religiöser und ideologischer Art unbedingt halten zu wollen, feststellen müssen, dass das verlorene Liebesmüh ist. Wir werden mit anderen Erkenntnislevels Lebensprozesse begleiten die sich von dem alten „Herr/Sklave“-Spiel verabschieden.

SEIN: Das heißt, es ist jetzt eine gute Zeit, um Neues aufzubauen?

Kössner: Es wird ja heute auf allen Ebenen permanent von einer „Neuen Zeit“ gesprochen, ob von Politikern, Wissenschaftlern, Wirtschaftsfachleuten oder Esoterikern. Sie alle spüren diesen Prozess und der macht sie etwas unruhig. Die wertvollste Empfehlung ist die der Gelassenheit gegenüber diesen Prozessen, auch dann, wenn einige davon sehr turbulent laufen könnten und von den Menschen auch mit Angst oder Ver-
zweiflungsreaktionen beantwortet werden könnten. Das Wissen um diese Prozesse ist eigentlich von der geis- tig-mentalen Seite her die beste Voraussetzung, um mit ihnen mitzugehen; Weltuntergangstraumata zu kippen, aber auch nicht im Sinne von Weltfluchtreaktionen neue Illusionen zu gebären. „Zurück zur Natur“ – all das wird nicht gespielt. Das ist ein illusionistischer Versuch, aus dieser Dynamik her- auszukommen, da gibt es keine Chance. Es geht darum, die Gelassenheit zu haben, selbst mit diesen Prozessen zu takten und selbst überraschende dynamische Veränderungen zur Kenntnis zu nehmen und sich mit ihnen anzufreunden. Auch dann, wenn etwas reifere Semester sich damit etwas schwerer tun als die junge Generation, für die Veränderungen etwas selbstverständliches sind. Da wird es noch viele Missverständnisse geben, noch mehr als bisher. Denn dieser Prozess wird, ich weise darauf hin, mit 2012 nicht abgeschlossen sein, da beginnt er erst richtig. Was im Augenblick läuft, ist eine Art pränatale Vorstufe, in der alte Geschichten abgeschlossen und neue erst erschaffen werden.

SEIN: Die letzte Phase einer weltweiten Schwangerschaft …

Kössner: Ja, das heißt, wir gehen mit der Zukunft schwanger, also „Zukunft“ als neuer evolutiver Abschnitt, der sogar die Wahrscheinlichkeit in sich trägt, dass es eine genetische Verschiebung geben wird. Was im Augenblick von der Wissenschaft im Bereich der Gentechnologie gespielt wird, ist im Wesentlichen ein Spiegelbild für das evolutive Geschehen. Aber die Zukunft der Welt wird nicht über das Skalpell oder den genetischen Eingriff entschieden, das sind nur kleine Spiele am Rande…

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