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Rauhnächte. Märchen, Brauchtum, Aberglaube

Rauhnächte. Märchen, Brauchtum, Aberglaube

Titel: Rauhnächte. Märchen, Brauchtum, Aberglaube

Author: Sigrid Früh

Verlag: Stendel

Preis: 12

ISBN: 3-926789-24-7

Magischer Jahreswechsel

 

Dieses schmale Büchlein ist schon etwas älter, aber eines der wenigen Werke, das sich mit dem Brauchtum der Rauhnächte auseinandersetzt. Die Rauhnächte, die Bezeichnung für die Zeit zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag am 6. Januar. Weitere Namen für diese magische, behexte Zeit sind: die Zeit zwischen den Jahren, die Zwölfen, die heiligen Nächte, die Lostage. Sigrid Früh, Jahrgang 1935, studierte Germanistin, bekannte Märchenforscherin, zieht ihre Leser hier mit Aberglaube und Erzählungen über die wilde Jagd, Frau Holle, Perchta, den Woda, Fabelwesen, Hexen, Orakel und der Geburt des Lichtbringers zur Wintersonnenwende in ihren Bann. Spannend holt sie wunderbar alte Märchen aus der Schatztruhe des Vergessens hervor. So kann man sich beim Lesen der alten Geschichten – mit den zwischengestreuten Bräuchen und Bauernregeln – beinahe vorstellen, wie es damals war, als man Abends beieinander hockte, der Wind wie die wilde Jagd ums Haus herum pfiff, das Feuer loderte und die Alten die überlieferten Märchen erzählten. Zwölf Euro scheinen zwar äußerlich für dieses kleine Buch mit nicht ganz 100 Seiten zu viel zu sein, sind aber eine lohnende Investition in Wissen um althergebrachte Bräuche und Sagen. Allerdings ist es mehr ein Märchenbuch als eine tiefgehende wissenschaftliche Arbeit.

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