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Am Anfang war das Wort

Ist es nicht merkwürdig, wie sehr das Bewußtsein eines Menschen verändert werden kann allein durch das bloße Sprechen von Worten? Niemals war das alte Bibelzitat „Am Anfang war das Wort“ so aktuell wie in unserer heutigen Informationsgesellschaft mit der allgemeinen Reizüberflutung durch Presse, Fernsehen, Computer und Internet. Je mehr wir mit Informationen überschüttet werden, desto mehr sind wir auch Suggestionen von allen Seiten ausgesetzt. Wenn es um Suggestionen aus Politik oder Werbewirtschaft geht, ist natürlich Wachsamkeit angesagt. Wir sollten uns bemühen, alle Informationen bewußt wahrzunehmen und für uns nur das zu behalten, was wir für uns selbst als richtig erkannt haben.
Doch die Fähigkeit des Menschen Suggestionen aufzunehmen und darauf unbewußt zu reagieren, kann sich auch als vorteilhaft erweisen. Nicht nur unser Denken und Handeln kann durch Suggestionen beeinflußt werden, sondern auch nahezu jede Körperfunktion ist durch Worte steuerbar. Dies eröffnet uns die Fähigkeit, durch die Kraft des Bewußtseins in den Bereichen Gesundheit und Wellness aktiv zu werden.

Hypnose und veränderte Bewusstseinszustände

Die moderne Hypnosetherapie hat sich längst aus dem Dunstkreis des Mystischen befreit, der ihr in früheren Jahrzehnten anhing. Es geht nicht darum, daß der Hypnosetherapeut seinen Menschen „bewußtlos“ macht (schließlich heißt es ja Hypnose und nicht Narkose!) und dann nach irgendwelchen Regeln „umprogrammiert“. Seine Aufgabe ist es vielmehr, den Menschen zu lehren, in einem Zustand vertiefter Entspannung in sich hineinzuhorchen und Kontakt zum eigenen Körper und den ihn steuernden Bewußtseinsschichten aufzunehmen, anstatt ihn nur mit Medikamenten vollzustopfen. Auf diese Weise wird dem Menschen ein Rahmen angeboten, in dem er selbst die für ihn richtigen Veränderungen herausfinden und in die Wege leiten kann.

Jeder Therapeut, der sich wie wir jahrelang intensiv mit der Hypnosetherapie beschäftigt hat, kennt die immensen Möglichkeiten veränderter Bewußtseinszustände. Man kann auf diese Weise lästige Gewohnheiten wie das Rauchen loswerden, aber auch Kontakt zum eigenen Immunsystem aufnehmen und ihm stärkende Vorstellungsbilder zuführen (ein Verfahren, das sogar in der Krebstherapie gute Erfolge zeigen kann). Praktisch alle inneren Organe des Körpers können durch Worte angesprochen werden und reagieren darauf.

Man kann aber mit Hilfe von Hypnose auch neue Verhaltensmuster in der gefahrlosen Situation der eigenen Vorstellungswelt ausprobieren, bevor man sie in der rauhen Wirklichkeit einsetzt. Und nicht zuletzt – man kann lernen, die innere Stille wiederzuentdecken, seine eigene Mitte zu finden und so etwas für sein allgemeines Wohlbefinden zu tun. Wenn es also darum geht, in seinem Innern durch Worte und Vorstellungsbilder Veränderungen herbeizuführen, dann ist dies im Grunde nichts anderes als eine kreative Überarbeitung alter Gewohnheiten und eingefahrener Abläufe, kurz gesagt –  in morphogenetische Felder im Sinne Rupert Sheldrakes.

Rückführungen

Besonders interessant sind natürlich für viele Menschen in diesem Zusammenhang die bekannten Rückführungen in frühere Leben. In der täglichen Praxis kommen diese Fälle übrigens gar nicht so häufig vor, wie man glaubt. Ein verantwortungsvoller Hypnosetherapeut wird niemals „Rückführungs-Shows“ veranstalten, denn er weiß genau, wie belastend das Wiedererleben von Szenen früherer Leben für den Betroffenen wie für den Therapeuten sein kann.
Eine wirklich therapeutische Rückführung in ein früheres Leben ergibt sich bei der Suche nach Ursachen heutiger Probleme (dem sogenannten „Fokus“) in der Regel ganz von selbst, und es ist entscheidend, daß der Mensch nicht nur wahllos in irgendwelche Szenen früherer Leben „hineinschnuppert“, sondern daß der Therapeut die bis heute entscheidenden Situationen mit ihm wirklich durcharbeitet, bis sie verabschiedet und losgelassen werden können. Nur so ist gewährleistet, daß die alten Verhaltensmuster, die aus dem früheren Leben ins Hier und Jetzt hineinwirken – sozusagen das „Karma“ – endgültig aufgelöst werden, genau wie man auch ungeeignete Gewohnheiten (morphogenetische Felder) aus dem heutigen Leben mit Hilfe der Hypnosetherapie schrittweise durch neue ersetzen kann.

Die Reinkarnationstherapie ist damit nur ein Aspekt des umfassenderen Bereiches transpersonaler Erlebnisse. Unter diesem Begriff fasst man alle Erlebnisse zusammen, die die momentane Persönlichkeit und die Erfahrungen eines Menschen aus diesem Leben überschreiten. Solche Erlebnisse lassen sich naturgemäß nur mit Hilfe von Hypnose oder verwandter Verfahren zur Einleitung veränderter Bewußtseinszustände bearbeiten. Hierzu gehören auch andere vorgeburtliche Erlebnisformen, etwa das Rebirthing, Erinnerungen an den vorgeburtlichen Zustand im Mutterleib, aber auch alle Formen von Gruppenbewußtseinserfahrungen. In diesem Sinne gehören auch bizarrere Erlebnisse wie etwa die sogenannten „UFO-Erfahrungen“, zu diesem ganzen Komplex, und unsere eigene Praxiserfahrung zeigt, daß sich gerade diese Erfahrungen bei sachgemäßer Anwendung von Hypnose sehr häufig in ganz überraschender Weise entwickeln und bearbeiten lassen.
Die ungeheure Breite von Anwendungsmöglichkeiten der Hypnosetherapie, wie wir sie hier geschildert haben, zeigt schon, daß es sich bei der Hypnose nicht um eine fest umrissene Therapieform handelt, sondern eher um ein Mittel zum Zweck, ein Werkzeug, das erst in der Hand des qualifizierten Therapeuten seine ganze Bandbreite entfalten kann. Doch am Anfang steht immer die Kraft des gesprochenen Wortes!

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